Apple HomeView: Smart-Home-Display mit neuer Siri, aber nicht für Deutschland

Apple steigt in den Markt für Smart Displays ein. Der HomeView kombiniert einen 7-Zoll-Bildschirm mit einem Lautsprecher und soll Musik, FaceTime und die Steuerung des smarten Zuhauses an einem Ort bündeln. Herzstück ist Siri AI, die komplett neu entwickelte Version des Sprachassistenten. Genau die ist auch der Grund, warum der HomeView in der EU vorerst nicht verkauft wird.
Display auf Lautsprecherfuß
Das Gerät besteht aus einem 7 Zoll großen Liquid-Retina-Display, das über ein Edelstahlgelenk mit einem kuppelförmigen Lautsprechersockel verbunden ist. Der Bildschirm lässt sich neigen. Die Helligkeit regelt sich automatisch zwischen 500 und 0,3 Nits, damit der HomeView auch auf dem Nachttisch nicht stört. Steht man weiter weg, zeigt die Oberfläche weniger Informationen in größerer Darstellung, tritt man näher heran, wird es detaillierter. Im Sockel sitzen ein nach unten gerichteter Tieftöner und zwei Passivmembranen, im Display zwei Breitbandtreiber. Neben der Tischversion in vier Farben gibt es ein Modell für die Wandmontage in Silber und Space Grau, das mit Halterungen von Schneider Home befestigt wird.
Ein Gerät, sechs Profile
Der HomeView erkennt bis zu sechs Personen am Gesicht und zeigt jeder einen eigenen Home-Bildschirm. Persönliche Inhalte aus Nachrichten oder Kalender erscheinen laut Apple nur, wenn die Person erkannt wird und ihr gekoppeltes iPhone oder iPad in der Nähe ist und kürzlich entsperrt wurde. Kamera- und Mikrofondaten verarbeitet der A18-Chip in abgeschotteten Bereichen, auf die weder Apps noch Apple Zugriff haben sollen.
- Das Apple Home-View hat ein 7 Zoll großes Display. (Bild: Apple)
Siri AI soll deutlich gesprächiger sein, allgemeine Wissensfragen beantworten und mit einem kompatiblen iPhone auch auf persönliche Daten wie Termine oder Nachrichten zugreifen. Im Kleingedruckten steht allerdings, dass die neue Siri auf dem HomeView noch als Beta startet. Außerdem unterliegen einige KI-Funktionen, die auf Apples Servern laufen, täglichen Nutzungslimits, und Apple kündigt an, einen erweiterten Zugang künftig kostenpflichtig zu machen.
Smart-Home-Zentrale mit Kameras
Im Smart Home steuert der HomeView Licht, Heizung, Rollos und Türschlösser per Touch oder Sprache. Er unterstützt HomeKit und Matter. Bis zu neun Kamerabilder lassen sich gleichzeitig anzeigen. Mit einem passenden iCloud+-Abo erkennt das System Personen, Haustiere, Pakete und Fahrzeuge und fasst Videoclips in Textform zusammen. Schlägt ein Rauch- oder CO-Melder an, schickt der HomeView eine Warnung aufs iPhone. Parallel kündigt Apple die Apple Home Collection an, eine Reihe aus Kameras, Thermostaten und einem Schloss, die gemeinsam mit LG und Schneider Electric entwickelt wurde. Sie soll ab Dezember erscheinen.
Preis und Verfügbarkeit
In den USA kosten beide Varianten 299 US-Dollar. Vorbestellungen laufen ab heute, in den Handel kommt der HomeView am 13. November. Erhältlich ist er zum Start in den USA, Großbritannien, Kanada, Australien, Neuseeland, Indien, Singapur und Südafrika. In der EU wird der HomeView nicht verkauft, weil Siri AI hier unter iOS nicht verfügbar ist. Apple gibt an, mit der EU nach einer Lösung zu suchen. Einen Zeitplan nennt das Unternehmen nicht. Hinzu kommt, dass Siri AI zum Start nur Englisch spricht.
