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Volvo EX60 vorgestellt: Was kann der neue Elektro-Schwede?

Volvo EX60 Launch Beitragsbild
Bild: TechnikNews
(Beitragsbild: © 2026 TechnikNews)

Mit der Weltpremiere des Volvo EX60 am 21. Januar 2026 hat Volvo einen Frontalangriff auf die deutsche Premium-Konkurrenz gestartet. Während BMW mit dem iX3 auf Basis der „Neuen Klasse“ die elektrische Mittelklasse revolutionieren will, legen die Schweden nun Werte vor, die den Münchnern gefährlich werden könnten.

Als erster vollelektrischer Volvo im Mittelklasse-SUV Segment soll der neue EX60 die Marktanteile der Schweden massiv ausbauen und setzt dabei auf eine völlig neue Produktarchitektur.

Reichweiten-König: 810 Kilometer sind die neue Benchmark.

Das Highlight des neuen EX60 ist zweifellos seine Ausdauer. In der Top-Motorisierung P12 AWD knackt das schwedische SUV mit einer WLTP-Reichweite von bis zu 810 Kilometern die magische Grenze und übertrifft damit sogar den neuen BMW iX3 (805 km) um Haaresbreite. Damit fährt der EX60 weiter als jeder andere Elektro-Volvo zuvor.

Ladetempo: In 10 Minuten zurück auf die Langstrecke.

Dank der neuen SPA3-Plattform setzt Volvo erstmals konsequent auf ein 800-Volt-Bordnetz. Die Ladeleistung ist beeindruckend: An einer 400-kW-Schnellladestation lässt sich in nur zehn Minuten Reichweite für weitere 340 Kilometer nachladen. Ein kompletter Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent dauert lediglich 18 bis 19 Minuten, exakt auf dem Niveau, das BMW für seine neuen Modelle anstrebt.

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Die Specs: Drei Antriebe für jeden Bedarf.

Volvo bietet den EX60 zum Marktstart in drei Leistungsstufen an, die „Motornamen“ sind wieder klasssischer Natur:

  • P6 electric (Einstieg): Hinterradantrieb, 275 kW (374 PS), bis zu 620 km Reichweite. (80 kWh NMC)

  • P10 AWD electric: Allrad, 375 kW (510 PS), bis zu 660 km Reichweite.

  • P12 AWD electric (Topmodell): Allrad, 500 kW (680 PS), bis zu 810 km Reichweite, 0-100 km/h in 3,9 Sekunden. (117 kWh NMC)

Gemini an Bord: Wie der Volvo EX60 das Auto zum KI-Partner macht.

Mit dem neuen Volvo EX60 verabschiedet sich Volvo von einer jahrelangen Design-Tradition und setzt erstmals auf ein zentrales Display im Querformat, statt der bisher markentypischen Hochkant-Ausrichtung. Dieser Wechsel auf das horizontale Layout ermöglicht eine deutlich immersivere Darstellung von Inhalten und schafft Platz für eine völlig neue Benutzeroberfläche. Herzstück dieses Systems ist die tiefgreifende Integration von Google Gemini.

Als erster Volvo nutzt der EX60 die volle Kraft dieses KI-Assistenten, um die Interaktion zwischen Mensch und Maschine auf ein neues Level zu heben. Gemini fungiert dabei nicht mehr nur als einfacher Sprachbefehl-Empfänger, sondern als echter proaktiver Partner: Er kann komplexe Aufgaben übernehmen – wie das Heraussuchen von Hoteladressen aus privaten E-Mails oder die Prüfung, ob ein geplanter Einkauf in den Kofferraum passt – und ermöglicht so einen natürlichen Dialog, der die manuelle Bedienung über den Touchscreen während der Fahrt fast überflüssig macht.

Preise und Marktstart: Ab sofort bestellbar. Auslieferungen ab Sommer 2026. Günstiger als der XC60.

Der Volvo EX60 ist in Deutschland ab sofort bestellbar. Die Preise beginnen bei 62.990 Euro (inkl. 19% MwSt.) für den P6 in der Ausstattungsvariante Plus. Das Topmodell sowie die robuste Cross-Country-Variante (ab ca. 68.990 Euro inkl. 19% MwSt.) werden das Portfolio ergänzen, wobei die ersten Auslieferungen für den Sommer 2026 geplant sind. Das starke Peformance Modell P12 AWD, wird sich als letzter in die Riege der Auslieferung einreihen müssen.

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Unter 60.000 Euro dank Deutschlands E-Auto Prämie.

Gebaut wird der EX60 in Schweden und ist somit ein Auto made in Europe. Wer die neue „soziale“ E-Auto Förderung in Deutschland beanspruchen kann, der bekommt rein theoretisch, mit der maximalen Prämie einen Basis EX60 für 56.990 Euro (inkl. 19 % MwSt.)

Der Volvo XC60 ist sowohl als Verbrenner als auch als Plug-in-Hybrid das meistverkaufte Modell der Marke in Deutschland. Da der XC60 mit einem Basispreis von 67.990 Euro (inkl. 19 % MwSt.) vergleichsweise teuer ist, sind wir uns sicher, dass künftig ein Großteil der Verkaufszahlen auf den EX60 entfallen wird.

Fazit: Wer hat die Nase vorn?

Ob BMW mit der „Neuen Klasse“ wirklich einpacken muss, bleibt abzuwarten. Doch fest steht: Volvo liefert mit dem EX60 ein software-definiertes Fahrzeug, das bei Reichweite und Ladegeschwindigkeit nicht nur gleichzieht, sondern BMWs Prestigeprojekt in einigen Kerndaten sogar leicht übertrumpft. Der Kampf um die Krone im wichtigsten E-Auto-Segment ist damit offiziell eröffnet.

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Dominik Lux

Dominik ist 23 Jahre alt und sehr interessiert an neuer Hardware bei Smartphones, sowie im VR- und AR-Bereich. Er schreibt gerne Artikel über diese Themen. Er hat einen Fable für Smartphones und Gadgets, als auch für die Elektromobilität. Somit schreibt er momentan fleißig im Mobilitätsressort hier auf TechnikNews.

Dominik hat bereits 172 Artikel geschrieben und 9 Kommentare verfasst.

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1 Kommentar
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N1TeSH1FT

Sehr interessantes Fahrzeug.
Schade, dass hier nicht wie beim XPENG G6 auf LFP als Akku gesetzt wird. Vermutlich der etwas höheren Leistung geschuldet.
Damit hätte man weniger Akkuabnutzung über die Jahre.
Der Preis ist interessant, aber wenn der Einstieg schon „so hoch“ ist, wird das Performance Modell vermutlich noch merklich teurer werden.