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Polestar 2 im Vergleich: Performance-Paket vs. Software-Upgrade vs. Standard

Polestar 2 Long Range Dual Motor seitlich
Bild: TechnikNews/David Wurm
(Beitragsbild: © 2023 TechnikNews/David Wurm)

Der Polestar 2 kommt in verschiedenen Ausführungen. Beim Long Range Modell mit Dual-Motor gibt es außerdem noch die Möglichkeit, sich für oder gegen eine Performance-Ausstattung zu entscheiden. Wir haben uns genau diese Frage gestellt, beide Varianten getestet und miteinander verglichen.

Kurze Klarstellung, bevor wir in diesen Test starten. Wir sprechen hier vom „alten“ Polestar 2 (2023), nicht von der Facelift-Edition Polestar 2 (2024). Der neue Polestar 2 steht in den Startlöchern und wird voraussichtlich in diesem Sommer ausgeliefert. Wir planen zu diesem natürlich auch einen ausführlichen Test für Euch.

Polestar 2 Long Range Dual Motor Rückseite

Bild: TechnikNews

Da wir bereits einen ausführlichen Test zum Polestar 2 in der Long Range Dual Motor Ausführung gebracht haben, werden wir auf einige Punkte nicht erneut eingehen. Dazu darf ich auf den Fahreindruck von Dominik verweisen:

Polestar 2 vs. Polestar 2 mit Performance-Paket im Vergleich

Werfen wir zuerst mal einen Blick auf das Datenblatt, was das Performance-Paket auf dem Papier für Unterschiede zum anderen Modell bietet. Grundsätzlich können wir hier nur mit dem Long Range Dual Motor ohne Performance-Paket vergleichen, da es dieses nur in dieser Motor-Variante gibt.

ModellPolestar 2 (2023) Long Range Dual Motor
Standardausstattung
mit Performance-Software-Upgrademit Performance-Paket
Leistung408 PS (300 kW)476 PS (350 kW)476 PS (350 kW)
Beschleunigung (0 – 100 km/h)4,7 Sekunden4,4 Sekunden4,4 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit205 km/hwie Standardausstattung205 km/h
Reichweite (WLTP)487 km487 km
Batterie78 kWh (Lithium-Ionen)78 kWh (Lithium-Ionen)
Ladedauer (lt. Hersteller)35 Minuten Schnellladung (10-80%, DC)
8 Stunden (AC, dreiphasig)
wie Standardausstattung
BremsenRegeneratives Bremssystem und belüftete ScheibenbremsenRegeneratives Bremssystem und schwedische goldene „Brembo“-4-Kolben-Festsättel aus Aluminium vorn, mit belüfteten und gelochten Scheiben
StoßdämpferEinstellung nach Werk„Öhlins“-Stoßdämpfer, inklusive 1x kostenlose Einstellung bei Service-Partner
ExtrasTieferlegungs-Kit zusätzlich erhältlich (Absenkung um 20 mm), goldfarbene Sicherheitsgurte
Gesamtpreis53.990 Euro* (Preis für Österreich; inkl. 20 % MwSt., 0 % NoVA)54.990 Euro* (Preis für Österreich; inkl. 20 % MwSt., 0 % NoVA)60.490 Euro* (Preis für Österreich; inkl. 20 % MwSt., 0 % NoVA)
TestberichtModell lt. dieses ArtikelsPolestar 2 (Long Range Dual Motor) im Test: Performance-Crossover mit viel Power

*Preis nach Abzug des Herstelleranteils der E-Mobilitätsförderung in Höhe von 2.400 Euro brutto für Privatkunden. Für Geschäftskunden beträgt dieser 1.200 Euro brutto.

Interieur

Die Innenausstattung ist bis auf die goldenen Sicherheitsgurte ident. Auch das Multimedia-System und Schalthebel unterscheiden sich nicht. Unsere Testfahrzeuge hatten allerdings unterschiedliche Farben im Innenraum, deswegen unterscheiden sich die Vergleichsfotos.

Fahreindruck

Auch wenn sich das Standardmodell und das Performance-Paket in einigen Punkten ziemlich ähnlich sind, gibt es besonders im Bereich Fahreindruck einige Unterschiede – nicht nur am Papier. So bietet das Performance-Paket ein Leistungsplus um 68 PS. Dies bedeutet eine schnellere Beschleunigung um 0,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Doch macht sich dieser Unterschied wirklich auch im Alltag bemerkbar?

Definitiv. Mit dem Performance-Paket drückt es die Insassen deutlich fester in den Sitz. Durch die anderen Stoßdämpfer fühlt sich das Fahrwerk außerdem deutlich härter an, zudem lag unser Testfahrzeug mit dem Kit außerdem um 0,2 cm tiefer. Auch die Brembo-Kolben im Performance-Paket bei den Bremsen vorne machen sich bemerkbar – schon ein sanfter Fuß auf dem Bremspedal lässt den Polestar 2 deutlich sportlicher zum Stillstand kommen.

Reichweite und Verbrauch

Bedeutet mehr Leistung auch mehr Verbrauch? Ja. In unserem direkten Modelltest konnten wir im Performance-Paket einen höheren Verbrauch von zwei bis fünf kWh mehr auf 100 km ausmachen. Die 50 kW Leistungsunterschied machen sich also bemerkbar. Vorausgesetzt, das Pedal wird voll durchgedrückt – dem lässt sich somit entgegenwirken, indem sanft beschleunigt wird. Somit kommen wir auf etwa 23 bis 27 kWh Verbrauch/100 km im Dual Motor Modell und fast 30 kWh/100 km im Durchschnitt mit dem Performance-Paket. Sparsam ist der Polestar 2 damit leider nicht.

Polestar 2 Long Range Dual Motor Reichweite

Bild: TechnikNews

Zum Vergleich: Polestar spricht von einem Durchschnittsverbrauch laut WLTP von 19,4 kWh auf 100 Kilometern beim Performance-Paket und etwa 18,2 kWh/100 km beim Dual Motor „Non-Performance“.

Ladeleistung

In diesem Punkt unterscheiden sich die beiden Varianten nicht. Beide Modelle bieten die gleich große Batterie mit einer Kapazität von 78 kWh. Somit bleibt auch die Ladeleistung mit einer Maximalleistung von 150 kW gleich.

Polestar 2 Long Range Dual Motor Ladeleistung

Bild: TechnikNews

Performance-Paket vs. Performance-Software-Upgrade

Neben dem Performance-Paket, welches beim Kauf gewählt werden kann, gibt es auch die Möglichkeit eines Upgrades im Nachhinein.

  • Performance-Software-Upgrade: Dieses kann natürlich keine anderen Bremsen oder Stoßdämpfer nachrüsten, aber erhöht die Leistung wie im Performance-Paket. Auch die Reaktionsfähigkeit wird dadurch erhöht. So flitzt der Polestar 2 (nur Dual Motor) danach mit 350 kW, statt 300 kW. Neben einem neuen Aufkleber für den Grill und der Tür, muss das Fahrzeug auch neu zugelassen werden. Alle Infos zum Upgrade gibt es auf der Webseite von Polestar. Preislich liegt das Upgrade bei 1.000 Euro (Preis für Österreich; inkl. 20 % MwSt., 0 % NoVA), einmalig und ohne Abo. Ausgeliefert wird die Software zwei Wochen nach Kauf.

    Polestar 2 Long Range Dual Motor Aufkleber

    Bild: TechnikNews

  • Performance-Paket: Dieses wird direkt beim Kauf des Long Range Dual Motor dazu konfiguriert und bietet alle Vorzüge, wie in der Tabelle oben aufgelistet. Preislich liegt das Performance-Paket bei 6.000 Euro (Preis für Österreich; inkl. 20 % MwSt., 0 % NoVA)

Oder gleich auf den Polestar 2 (2024) warten?

Polestar 2 (2024) Front

Bild: Polestar

Im Gegensatz zum Kauf eines „alten“ Polestar 2 (2023), können Interessierte den Polestar der Generation 2024 vorbestellen. Dieser enthält einige Vorteile des Polestar 3. Die wichtigsten Unterschiede im Überblick:

  • Mit dem neuen Modelljahr führt Polestar die SmartZone auch beim Polestar 2 ein, deshalb ändert sich die Front und ähnelt nun jener des Polestar 3
  • Neue Elektromotoren und Wechselrichter der neuesten Generation
  • Heckantrieb bei den Single Motor Varianten, neu entwickelter Permanentmagnetmotor und Siliziumkarbid-Inverter
  • Leistung von bis zu 310kW, Drehmoment von 740 Nm, Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 4,5 Sekunden
  • Zur Unterstützung der Effizienzsteigerung kann der Frontmotor nun komplett abgeschaltet werden, wenn er nicht benötigt wird
  • 82 kWh-Batterien von CATL mit 27 Modulen
  • schnellere Laderaten von 205 kW für den Long Range Dual Motor und Long Range Single Motor
  • bis zu 592 Kilometer WLTP Reichweite (+105 Kilometer)

Alle Details zur neuen Facelift-Variante gibt es in unserer News:

Bilder: Polestar 2 (2023)

Fazit: Performance-Paket vs. Performance-Software-Upgrade oder Standardausstattung?

Die Qual der Wahl: Für welche Variante soll man sich als Käufer nun entscheiden? Bringen wir es zum Punkt.

  • Wir würden das Performance-Paket jenen empfehlen, welche lieber sportlich fahren und das Auto auch im Innenraum sportlicher aussehen lassen wollen. Durch das härtere Fahrwerk ist das Fahrgefühl nicht so gemütlich, wie bei den anderen zwei Varianten.
  • Das Performance-Software-Upgrade bietet ein nützliches Upgrade für mehr Performance, ohne auf das gemütliche Fahrgefühl verzichten zu müssen, auch wenn mehr Leistung ein Minus bei der Reichweite bedeutet. Zusätzliche Kosten, um das Fahrzeug neu zuzulassen, müssen aber eingeplant werden.
  • Mit der Standardausstattung profitiert man vom geringsten Verbrauch und der höchsten Reichweite. Gemütliche Fahrer werden die zusätzliche Power nicht benötigen bzw. auch nicht nutzen wollen. Für Stromsparer und Gemütlichfahrer die richtige Variante.

Testbericht Polestar 2

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David Wurm

Macht das TechnikNews-Ding gemeinsam mit einem tollen Team schon seit 2015. Werkelt im Hintergrund an der Server-Infrastruktur und ist auch für alles Redaktionelle zuständig. Ist an der aktuellen Technik fasziniert und bloggt gerne über alles Digitale. In der Freizeit oftmals beim Webentwickeln, Fotografieren oder Radiomachen anzutreffen.

David hat bereits 962 Artikel geschrieben und 382 Kommentare verfasst.

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2 Kommentare
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Der Polstar Spezialist

Ich glaube nicht, das der PS2 mit 300KW schneller von 0-100 ist, als die 350kw variante 😉

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