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Shure Aonic 40 im Test: Bluetooth Kopfhörer mit Noise Cancelling und Studioqualität

Shure Aonic 40 Titebild
Bild: TechnikNews
(Beitragsbild: © 2022 TechnikNews)

Mit dem Shure Aonic 40 haben die Amerikaner einen Bluetooth Kopfhörer mit ANC und Studioqualität auf den Markt gebracht. TechnikNews hat ihn getestet. 

Design und Verarbeitung

Der Shure Aonic 40 ist  hochwertig verarbeitet, schlicht designt und kommen in einem kompakten Case daher. In diesem aus Kunstleder gefertigtem Case ist der Kopfhörer in 1:1 eingraviert, was beim Transport enorm hilft. Neben dem Kopfhörer selbst liegt in dieser Tasche noch ein 2,5 mm zu 3,5 mm Kabel bei, sowie ein USB-C zu USB-A Kabel für den Ladevorgang. Das Design des Kopfhörers wirkt ziemlich modern, gerade die abgecurvten Ohrbügel-Halter oder bequemen Kopfpolster sorgen für einen angenehmen Sitz. Einziges Manko in diesem Bereich: Er ist durch das Aluminium und den Kunststoff merklich schwerer, als zum Beispiel die Sony WH-1000XM4, welche sich ebenfalls in dem Preisbereich befinden. Positiv fällt wiederum auf, dass sich die Ohrmuscheln drehen lassen, dies geht bei den XM-4 nicht und kann sehr angenehm sein. Die Ohrpolster selbst sind komfortabel und isolieren gut. Er wirkt aber fester als der von dem XM4.

Insgesamt gefällt mir das Design und die Verarbeitung sehr gut, getragen habe ich sie genauso gerne wie die Sony WH-1000XM4, auch wenn sie schwerer waren.

Features

Die Aonic 40 werden über eine App eingerichtet und haben dort einige Einstellungen verfügbar. So können Equalizer eingestellt, sowie eigene kreiert oder auch die Tastensteuerung individualisiert werden. Darunter auch die Option einen Assistenten zu starten oder den Modus: ANC, Pass Through oder Standard zu wechseln. Die Steuerung selbst läuft über Tasten an den Kopfhörern, welches ich selbst als zuverlässig einstufen würde. Doch da ich mich an die super einfache Gestensteuerung der XM4 gewöhnt habe, kommt mir diese Bedienung als veraltet vor. Gerade auch im Hinblick auf die Konkurrenz, Microsoft zum Beispiel nutzt eine drehbare Steuerung. Das alles ist um einiges intuitiver, als kleine Knöpfe an den Kopfhörern. Hier wünsche ich mir für einen Nachfolger eine Verbesserung.

Shure Aonic 40 App

Das ist die App der Aonic 40. (Bild: TechnikNews)

Die App ist übersichtlich gestaltet und kann auch auf Deutsch genutzt werden. Neben den erwähnten Equalizern können auch der ANC oder der Umgebungsmodus gepegelt werden, oder Akkueinstellungen getroffen werden. Auch Musik kann direkt abgespielt, oder ein Update installiert werden.

Shure Aonic 40: Sound

Die Soundqualität ist 1A und mindestens auf einem Level mit Sony. Ein Unterschied ist vor allem merkbar, wenn ein Gerät den LDAC Codec unterstützt. Denn diesen unterstützen die Aonic 40 nicht. Den Sound würde ich als „natürlich“ beschreiben, denn ohne Equalizer wird auf jeglichen Effekt verzichtet. Es ist also eher eine „Studioqualität“ als ein „Musikspieler“. Das kann gerade für Künstler interessant sein, welche die Kopfhörer für Musikproduktion oder Audiobearbeitung nutzen wollen. Das heißt aber nicht, dass man mit den Kopfhörern nicht gut Musik hören kann. Der Bassbereich kann trotz dessen stark gefüllt werden, wird aber nicht standardmäßig hervorgehoben. Es ist weniger „Knall“, gerade in der Tiefbassregion zu spüren, sondern ein sehr sauberer, natürlicher Klang. Den Sound eines Kopfhörers zu beschreiben, ist immer eine Herausforderung, wenn ihr die Chance habt, die Kopfhörer auszuprobieren, dann macht das vor dem Kauf (gerade bei so einem Preis von 250€).

Shure Aonic 40 2

Die Aonic 40 sitzen bequem auf den Ohren und haben einen sehr guten Sound (Bild: TechnikNews)

Der ANC-Modus kann ebenfalls überzeugen, kommt aber noch nicht ganz an das der XM4 ran. Zumindest von der künstlichen Isolierung, die Polsterung isoliert ohne Audiowiedergabe schon echt gut. In der Bahn zu fahren war aber keinerlei Problem, ein Rauschen oder Gespräche werden sehr gut isoliert. Auch hier hat Shure sehr gute Arbeit geleistet.

Verbindung

Wie bereits erwähnt, wird LDAC leider nicht unterstützt. Dafür gibt es alle anderen gängigen Standards wie SBC, AAC, aptX/HD. Bei iPhones wird automatisch und ausschließlich AAC unterstützt, auf allen anderen Geräten gibt es eine freie Auswahl. Die Kopfhörer können auch per Klinke (2,5 mm) angeschlossen werden, oder per USB-C. Dort gibt es die Option entweder rein Audio zu streamen (Verlustfrei), oder auch das Audiosignal über USB-C zu übertragen. Die Verbindung selbst geht sehr einfach, Abbrüche hat es keine gegeben.

Akku

Der Akku der Aonic 40 wird vom Hersteller auf „bis zu 25 Stunden“ angegeben, was ich grundlegend bestätigen kann. Ich habe mit aktiviertem ANC auf zwei Reisen 10 Stunden hin und 10 Stunden zurück ohne Probleme geschafft, ohne zwischenladen zu müssen. Geladen wird per USB-C, in 15 Minuten soll per „Quick-Charge“ eine Akkulaufzeit von fünf Stunden wieder möglich sein. Laden ist also eine Seltenheit und wenn, dann relativ schnell wieder zu Ende. Hier überzeugt der Aonic 40 also auf ganzer Linie.

Shure Aonic 40 3

Die Aonic 40 werden per USB-C geladen (Bild: TechnikNews)

Shure Aonic 40: Fazit

Die Shure Aonic 40 sind sehr gute Over-Ear-Kopfhörer mit gutem Klang und komfortablem Sitz. Doch solltet ihr euch die Aonic 40 oder eher Sony Kopfhörer holen? Das würde ich an dem persönlichen Interesse abhängig machen. Die Shure sind mehr auf Studio-Nutzer, also Künstler oder Produzenten ausgelegt. Ihr habt ungefilterten Klang und könnt euch kreativ austoben. Die XM4 sind eher für Konsumer gedacht und glänzen durch eine einfachere Steuerung. Trotz dessen könnt ihr bei einem Kauf wenig mit dem Aonic 40 falsch machen.

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Nils Ahrensmeier

Nils ist sehr interessiert in Mobile-Geräte wie Smartphones, Wearables und Kopfhörer. Er schreibt seit 2019 auf TechnikNews - vor allem News und Testberichte. In seiner Freizeit spielt er Schlagzeug und Klavier oder geht seinem Hobby, der Leichtathletik, nach.

Nils hat bereits 293 Artikel geschrieben und 32 Kommentare verfasst.

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