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Vivo V50 Lite 5G im Test: Solide, aber nicht überragend

Vivo V50 Lite 5G im Test
Bild: TechnikNews
(Beitragsbild: © 2025 TechnikNews)

Nachdem wir uns vor ein paar Monaten das Vivo V50 angeschaut haben, wollen wir nun mit dem Vivo V50 Lite 5G ein weiteres Smartphone der V-Serie unter die Lupe nehmen. Der Zusatz „5G“ ist hier sehr wichtig, da es auch noch eine günstigere 4G-Version gibt. 

Für einen aktuellen Preis von etwa 280 Euro bekommst Du hier unter anderem ein 6,77 Zoll OLED Display mit 120 Hertz, einen 5.200 mAh Akku, 90 Watt Fast-Charging, Stereo-Lautsprecher und eine 50 Megapixel Dual-Kamera. Mit dem Prozessor gibt es auf dem Papier allerdings auch Schwächen. Wie sich das Vivo V50 Lite 5G bei uns in den letzten Wochen geschlagen hat und ob wir es weiterempfehlen können, erfährst Du in diesem Test.

Fazit

Abschließend lässt sich sagen, dass das Vivo V50 Lite 5G ein grundsolides Smartphone für unter 300 Euro ist. Es übertrifft die Konkurrenz in keinem Bereich, liegt aber vor allem beim Display und der Akkulaufzeit auf einem sehr ordentlichen Niveau. Die Hauptkamera liefert solide Ergebnisse, das Design wirkt ansprechend, und der Fingerabdrucksensor gehört zu den besten in dieser Preisklasse.

Allerdings gibt es zwei deutliche Kritikpunkte, weshalb ich das Gerät nur eingeschränkt empfehlen kann. Zum einen ist der Preis von rund 280 Euro meiner Meinung nach etwas zu hoch für das Gebotene – insbesondere im Vergleich zu Modellen wie dem POCO X7 Pro oder POCO F7. Zum anderen ist die Performance in dieser Preisklasse schlicht zu schwach: Immer wieder kommt es zu Rucklern, und bei aufwendigeren Aufgaben ist Geduld gefragt. In diesem Bereich haben Xiaomi bzw. POCO klar die Nase vorn.

Dank des insgesamt besseren Preis-Leistungs-Verhältnisses würde ich den meisten Nutzern aktuell eher zu einem Modell von Xiaomi oder POCO raten. Wenn Du jedoch mit deren Software nichts anfangen kannst, ist das Vivo V50 Lite 5G eine solide und zuverlässige Alternative, mit der Du dennoch zufrieden sein wirst.

Wir bedanken uns bei Vivo Österreich für die Bereitstellung des Testgeräts!

Design

Mit Abmessungen von 163,77 × 76,28 Millimetern ist das Vivo V50 Lite 5G ein sehr großes Smartphone, das in vielen Situationen nicht problemlos einhändig bedient werden kann. Es ist ähnlich groß wie das POCO F7. Immerhin ist es mit 7,79 Millimetern angenehm dünn und auch das Gewicht von 197 Gramm geht völlig in Ordnung. Ich persönlich habe das Smartphone nicht allzu gerne in der Hand, da es aufgrund des kantigen Rahmens recht scharfkantig und einfach nicht ergonomisch wirkt. Das ist beim POCO F7 zwar auch nicht anders, aber mit dem POCO X7 gibt es auch positive Gegenbeispiele, wie gut auch günstige Smartphones in der Hand liegen können.

Der Rahmen besteht aus Kunststoff in Hochglanzoptik, der sehr anfällig für Fingerabdrücke ist und sich nicht sonderlich hochwertig anfühlt. Auch die Rückseite besteht aus Kunststoff, aber immerhin ist dieser matt. Er fühlt sich zwar auch nicht hochwertig, aber dafür sehr angenehm und griffig an. Bei den Farben hast du die Wahl zwischen Schwarz und Gold. Ich habe das goldene Modell getestet, das je nach Lichteinfall immer etwas anders aussieht. Die Kameranordnung in der oberen linken Ecke finde ich sehr gelungen.

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Die Vorderseite gefällt mir optisch mindestens genauso gut wie die Rückseite. Der große Bildschirm ist umgeben von dünnen Rändern und einer kleinen Aussparung für die Frontkamera. Lediglich der untere Rand fällt etwas dicker aus, wobei auch dieser für ein 300-Euro-Smartphone angenehm dünn ist. Die Verarbeitung des V50 Lite 5G ist solide.

Display

Das Display misst 6,77 Zoll und löst mit 2.392 × 1.080 Pixel auf. Es handelt sich um ein OLED-Panel, weshalb Schwarzwerte hervorragend dargestellt werden. Es unterstützt eine flüssige Bildwiederholrate von 120 Hertz.

Vivo V50 Lite 5G Display

Bild: TechnikNews

Farben werden OLED-typisch intensiv, aber immer noch ausreichend realistisch wiedergegeben. Falls Du es gerne etwas gesättigter magst, kannst Du in den Einstellungen die Farben nach Deinem eigenen Geschmack anpassen. Die Blickwinkelstabilität ist sehr gut. Vor allem Weißwerte verfärben sich nur bei starker seitlicher Neigung. Die maximale Helligkeit ist eines meiner Highlights. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung hatte ich nie Probleme mit der Ablesbarkeit.

Software

Auf dem Vivo V50 Lite 5G läuft Funtouch OS 15, basierend auf Android 15. Das Smartphone wird fünf Jahre lang mit Updates versorgt, was für diesen Preis sehr lobenswert ist.

In den letzten Jahren hat sich die Benutzeroberfläche deutlich verbessert: Sie wirkt nun aufgeräumter, verständlicher und moderner. Das Steuerfeld ist intuitiv aufgebaut, Animationen laufen flüssig, und selbst System-Apps wie die Galerie sind übersichtlich gestaltet. Das Highlight bleibt die große Freiheit bei der Anpassung. Ob frei gestaltbares Always-On-Display, individuelle Entsperr-Animationen oder eigene Effekte – kaum ein anderer Hersteller bietet so viele Personalisierungsoptionen.

Performance

Als Prozessor kommt der Dimensity 6300 aus dem Hause MediaTek zum Einsatz. Mit dazu gibt es 8 GB RAM und 256 GB internen Speicher, den Du leider nicht mit einer microSD-Karte erweitern kannst. Die Wärmeentwicklung gefällt mir sehr gut. Das Smartphone blieb während meiner Nutzung stets kühl.

Wie auch schon bei den letztjährigen Einsteiger- bis Mittelklasse-Smartphones von Vivo muss ich leider auch beim V50 Lite 5G die Performance kritisieren. Das System läuft sehr träge und es macht ehrlich gesagt keinen Spaß, das Smartphone zu bedienen. Es kommt immer wieder zu Rucklern und Verzögerungen. Die Gestensteuerung läuft leider gar nicht flüssig und in der Kamera-App brauchst Du viel Geduld. Apps öffnen und schließen allerdings ausreichend schnell. Die Performance ist mit Abstand mein größter Kritikpunkt und mein einziger Grund, warum ich dieses Smartphone nicht uneingeschränkt weiterempfehlen kann. Bei Xiaomi läuft selbst das Redmi Note 14 5G für aktuell 180 Euro signifikant flüssiger als das Vivo V50 Lite 5G für 280 Euro.

Akku

Die Mittelklasse-Smartphones aus dem Hause Vivo sind schon seit Jahren für ihre überragenden Akkulaufzeiten bekannt. Bereits das Vivo V40 und V50 haben mich problemlos durch zwei Tage gebracht und beim V50 Lite 5G ist das nicht anders. Der Akku ist 5.200 mAh groß. Bei einer Screen-On-Time von 3,5 bis 4,5 Stunden habe ich am Ende des Tages noch zwischen 60 und 75 Prozent Akku übrig, was einfach nur überragend ist. Selbst Heavy-User oder Zocker sollten mit dem Vivo V50 Lite 5G absolut keine Probleme haben, durch einen vollen Tag zu kommen.

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Falls der Akku mal frühzeitig leergehen sollte, kannst Du ihn mit bis zu 90 Watt zügig wieder aufladen. Bereits nach etwa 30 Minuten ist der Akku zu 60 Prozent geladen, und nach insgesamt rund 70 Minuten ist er vollständig aufgeladen. Xiaomi bietet in dieser Preisklasse teilweise noch etwas mehr, aber nichtsdestotrotz bin ich hier sehr zufrieden. Ich finde es nur schade, dass das passende Netzteil nicht mitgeliefert wird, denn das hat Vivo früher immer ausgezeichnet.

Kamera

Auf der Rückseite findet eine Dual-Kamera Platz, die folgendermaßen aufgestellt ist:

  • 50 Megapixel Hauptkamera – Sony IMX882 – f/1.79
  • 8 Megapixel Ultraweitwinkel-Kamera – f/2.2
Vivo V50 Lite 5G Kamera

Bild: TechnikNews

Bei den Kameras habe ich eher gemischte Gefühle. Den Dynamikumfang finde ich Vivo-typisch und für ein Smartphone dieser Preisklasse echt gut. Nur ab und an werden helle Bereiche etwas überbelichtet, aber das hält sich in Grenzen. Die Schärfe der Hauptkamera geht in Ordnung, aber mir wird oftmals zu sehr künstlich nachgeschärft, was unnatürlich aussieht. Die Schärfe der Ultraweitwinkel-Kamera wiederum lässt stark zu wünschen übrig. Details – vor allem in dunklen Bereichen – gehen schnell verloren. Farben werden meistens recht unnatürlich wiedergegeben, was mir besonders bei Grüntönen aufgefallen ist. Auch die Farbabstimmung zwischen den Kameras ist nicht optimal.

Bei schlechten Lichtbedingungen sowie bei Zoomaufnahmen sind die Kameras nur noch selten zu gebrauchen. Hier macht sich der fehlende optische Bildstabilisator negativ bemerkbar. Videos und Selfies gehen für den Preis in Ordnung, aber auch hier darfst Du keine Wunderdinge erwarten. Das POCO X7 Pro und POCO F7 sind bei den Kameras merkbar besser.

Sonstiges

Vivo verbaut unter dem Display einen 2D-Fingerabdrucksensor, der sehr zuverlässig und angenehm schnell arbeitet. Für aktuell unter 300 Euro ist der Sensor meiner Meinung nach sogar überdurchschnittlich gut. Er könnte für meinen Geschmack aber gerne etwas weiter oben positioniert sein, sodass ich mit dem Daumen noch etwas besser herankomme.

Wie so oft bei Mittelklasse-Smartphones von Vivo muss ich leider wieder den Vibrationsmotor kritisieren. Er klingt bei eingehenden Benachrichtigungen nervig laut und vermittelt kein hochwertiges Gefühl in der Hand. Selbst für den aktuellen Preis erwarte ich hier deutlich mehr. Selbst das POCO X7, welches aktuell 100 Euro weniger kostet, verfügt über einen merkbar besseren Vibrationsmotor.

Die verbauten Stereo-Lautsprecher sind völlig zufriedenstellend. Sie werden überraschend laut und liefern bei niedriger bis mittlerer Lautstärke einen ordentlichen Klang. Höhen, Mitten und Tiefen kommen gut zur Geltung. Sobald Du die Lautstärke allerdings deutlich erhöhst, klingen die Lautsprecher sehr blechern, schrill und schlichtweg nicht mehr gut. Für unter 300 Euro geht das allerdings völlig in Ordnung.

Zu guter Letzt möchte ich positiv hervorheben, dass das Vivo V50 Lite 5G nach IP65 zertifiziert ist. IP65 ist eine Schutzart, die aussagt, dass das Smartphone staubdicht und vollständig gegen Berührung, sowie gegen Strahlwasser aus jeder Richtung geschützt ist. Dabei ist es wichtig zu erwähnen, dass das Gerät zwar gegen Wasserstrahlen aus beliebiger Richtung geschützt ist, jedoch nicht für das vollständige Untertauchen gedacht ist.

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Fabian Menzel

Fabian ist schon seit Mitte September 2020 ein Teil von TechnikNews und versorgt die Seite regelmäßig mit diversen News, aber auch mit einigen Testberichten zu Smartphones. Ihm macht es unglaublich viel Spaß und er ist extrem dankbar, so ein tolles Team an seiner Seite zu haben. In seiner Freizeit hört er gerne Musik und fotografiert gelegentlich mit seinem Google Pixel 9 Pro.

Fabian hat bereits 330 Artikel geschrieben und 24 Kommentare verfasst.

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