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MG Cyberster XPower im Test: Das Revival des Kult-Roadsters?

MG Cyberster Beitragsbild
Bild: TechnikNews
(Beitragsbild: © 2025 TechnikNews)

Mit dem MG Cyberster bringt MG einen der spannendsten und speziellsten Elektrosportwagen der letzten Jahre auf den Markt. Scherentüren für unter 80.000 Euro, ein futuristisches Cockpit à la K.I.T.T., ein hochwertiger Innenraum und überraschend agile Fahreigenschaften machen ihn einzigartig. Und als Roadster öffnet und schließt das Cabrio-Dach in weniger als 10 Sekunden. Was will man mehr? Gute Fahreigenschaften vielleicht? Wir haben den neuen MG Cyberster ausführlich auf Herz und Nieren getestet.

tl;dr: Extrem spaßig, extrem auffällig, extrem teuer?

Der MG Cyberster XPower ist ein auffälliger Elektro-Roadster mit hochwertigem Innenraum und beeindruckender Performance. Allerdings ist der Platz für größere Personen begrenzt, ab 1,80 m Körpergröße wird es eng. Die Scherentüren mit automatischer Hinderniserkennung und das Stoffverdeck, das sich bis 50 km/h in unter 10 Sekunden öffnen lässt, unterstreichen das futuristische Design. Mit 375 kW (510 PS) beschleunigt der Cyberster in 3,2 Sekunden auf 100 km/h und bietet eine Reichweite von bis zu 443 km, ideal für sommerliche Ausfahrten. Der Einstiegspreis für das XPower-Modell liegt bei etwa 69.990 Euro (inkl. 19 % MwSt.), was im Vergleich zu anderen Sportwagen ein sehr attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Wer jedoch unauffällig bleiben möchte, sollte sich dieses auffällige Fahrzeug besser nicht zulegen, der Cyberster zieht alle Blicke auf sich.

Design: Fokus auf Scherentüren & Lichter

Der MG Cyberster punktet optisch auf ganzer Linie: Schon das Heck mit der markanten Leuchtengrafik in Pfeiloptik strahlt pure Sportlichkeit aus und sorgt dafür, dass man sofort ins Auge fällt. Während meiner Fahrt im Cyberster habe ich ausschließlich positive Rückmeldungen bekommen, es ist wirklich ein Auto, das Aufmerksamkeit erzeugt. Die Front wirkt auf den ersten Blick relativ neutral, gewinnt aber durch die zahlreichen Kanten, Linienführungen und dynamischen Kurven an Präsenz und vermittelt auch von vorne ein sportliches, selbstbewusstes Auftreten. Insgesamt ist der Cyberster ein echter Hingucker, der Designfans begeistern wird. An den kleinen Flügeln an der Seite des Cyberster, steht auch ganz dezent „100th Anniversary“ drauf. Als kleiner Tipp das es sich beim Cyberster um ein pures Geschenk für MG Fans handelt.

Durch die Scherentüren gewinnt der Cyberster ohnehin subjektiv in jeder Designwertung, ein echter Blickfang, der sofort das gewisse Etwas vermittelt. Klar, Geschmackssache spielt hier eine Rolle, aber gerade weil solche Türen selten sind und dem Fahrzeug einen einzigartigen Charakter verleihen, wird man sie fast automatisch positiv wahrnehmen. Sie unterstreichen das Besondere des Cyberster und heben ihn optisch klar von der Masse ab.

Innenraum: Hochwertig, aber eng

Im Innenraum des MG Cyberster zeigt sich das sportliche Konzept konsequent umgesetzt. Hochwertige Materialien und eine moderne Gestaltung vermitteln sofort Premium-Feeling. Das Cockpit wirkt futuristisch, alle Bedienelemente sind klar angeordnet und gut erreichbar, ideal für den Fahrerfokus. Die Sitze bieten guten Halt, besonders in Kurven, und unterstreichen den sportlichen Charakter des Roadsters.

Interessant ist, dass der Cyberster in China ursprünglich mit einem halben Lenkrad ähnlich dem Tesla Yoke auf den Markt kam. Dadurch wirkt die Display-Anordnung bei uns etwas verfälscht und teilweise bedeckt, doch wie bei vielen ungewohnten Features gewöhnt man sich schnell daran. Personen über 1,80 m sollten beachten, dass der Platz etwas eingeschränkt ist, ansonsten überzeugt das Interieur durch Qualität, Design und natürlich den Fahrspaß den man spüren kann.

Infotainment: 4 Displays, abgeschnitten und halbherzig?

Der MG Cyberster setzt auf gleich vier separate Displays, die jeweils unterschiedliche Funktionen übernehmen. In der Mittelkonsole lassen sich Fahrzeugeinstellungen, Klima und Assistenzsysteme steuern, besonders praktisch: alle nervigen Töne dank EU-Regelungen lassen sich schnell ausschalten. Das rechte Display zeigt optional aktuelle Wetterdaten an, ansonsten dient es vor allem für zusätzliche Infotainment-Einstellungen, etwa das serienmäßige BOSE-Soundsystem, das bereits sehr guten Klang liefert. Das mittlere, große Display fungiert als Tacho und bietet zwei Anzeige-Styles: ein rundes Instrument mit flüssigem Tacho in der Mitte, bei dem jede Zahl einzeln angezeigt wird, und ein längliches Diagramm, das an alte Rennspiele aus der Atari-Ära erinnert.

Insgesamt läuft das System stabil und ohne Abstürze, und man gewöhnt sich schnell an die Anordnung. Kritik gibt es an der teils verschachtelten Menüführung und daran, dass Android Auto sowie Apple CarPlay nur per Kabel funktionieren, im Innenraum ist ohnehin kein Platz für kabelloses Laden, sodass dies verschmerzbar ist. Ein echtes Manko bleibt jedoch die fehlende Ladeplanung. Gerade bei Roadstern und Cabrios, die problemlos über 400 km am Stück bewegen können, wäre eine smarte, automatische Ladeplanung 2025/26 eigentlich Pflicht. Im Cyberster fehlt diese Funktion komplett, sodass man auf Alternativen über Apple CarPlay ausweichen muss, ein Punkt, den MG bei allen Elektrofahrzeugen dringend nachbessern sollte.

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Fahrverhalten & Verbrauch: sportlich & schnell

Der MG Cyberster zeigt sich auf der Straße als echter Elektro-Roadster mit Charakter: sportlich, schnell und ungestüm. In der Allradversion mit 510 PS und 725 Nm katapultiert er sich in rund 3,2 Sekunden auf 100 km/h, während auch die Heckantriebsversion mit 340 PS noch beeindruckend druckvoll beschleunigt. Trotz seines Gewichts von knapp zwei Tonnen bleibt der Cyberster erstaunlich agil und vermittelt ein unmittelbares, emotionales Fahrerlebnis, das eher wild als präzise wirkt.

Beim Verbrauch zeigt er sich etwas durstiger, rund 16,7 kWh pro 100 Kilometer nach WLTP im Hecktriebler und etwa 19,1 kWh beim Allradmodell. In der Praxis liegen die Werte bei dynamischer Fahrt eher um 25 kWh pro 100 Kilometer. Die Reichweite beträgt je nach Version zwischen 443 und 507 Kilometer, geladen wird mit bis zu 144 kW DC oder 11 kW AC. Unterm Strich ist der MG Cyberster kein Effizienzwunder, aber das muss er auch nicht sein. Denn er ist eben ein Spaßmobil, welches noch vor dem elektrischen Porsche Boxter und dem elektrischen Audi TT auf den Markt kam. Da muss man schonmal etwas applaudieren, dass MG es vor den etablierten deutschen Herstellern direkt beim ersten Wurf so gut hinbekommen hat.

Aufladen & Reichweite: Bewusst weniger mit offenem Verdeck

Wie bei jedem Cabrio steigt auch beim MG Cyberster der Verbrauch mit geöffnetem Verdeck, um etwa drei bis vier Kilowattstunden pro 100 Kilometer. Das ist jedoch leicht zu verschmerzen, schließlich fährt man offen in der Regel nur im Sommer oder Frühherbst, wenn die Temperaturen angenehm sind. Sollte der Cyberster doch einmal bei kühlerem Wetter zum Einsatz kommen, sorgt die serienmäßige Wärmepumpe für angenehmen Innenraumkomfort und eine effizientere Energienutzung. In unserem Test erreichten wir bei rund 18 Grad Außentemperatur realistische Reichweiten zwischen 380 und 410 Kilometern, sowohl bei entspannten Alltagsfahrten als auch bei dynamischen Ausflügen.

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Dominik Lux

Dominik ist 23 Jahre alt und sehr interessiert an neuer Hardware bei Smartphones, sowie im VR- und AR-Bereich. Er schreibt gerne Artikel über diese Themen. Er hat einen Fable für Smartphones und Gadgets, als auch für die Elektromobilität. Somit schreibt er momentan fleißig im Mobilitätsressort hier auf TechnikNews.

Dominik hat bereits 172 Artikel geschrieben und 9 Kommentare verfasst.

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