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Subaru Forester MJ25(Platinum) im Test: Der preisgünstige Alleskönner

Subaru Forester Beitragsbild
Bild: TechnikNews
(Beitragsbild: © 2025 TechnikNews)

Mit dem Forester MJ25 bringt Subaru die 5. Generation auf den Markt. Diese steht optisch und technisch deutlich anders da als sein Vorgänger. Wir durften das neue Modelljahr ausgiebig für Euch testen.

Seit 1997 ist der Subaru Forester auf dem deutschen Markt erhältlich. Seitdem erfreut er sich großer Beliebtheit bei Fahrern, die eher abenteuerlustig sind, aber dennoch nicht auf moderne Features verzichten wollen. Mittlerweile gibt es den Forester in der fünften Generation. Vieles hat sich im Laufe der Zeit verändert, doch einem Hauptmerkmal ist der Wagen stets treu geblieben: Seit der ersten Generation sind alle Forester-Modelle mit dem Subaru-typischen Allradantrieb ausgestattet.

tl;dr: guter Allrounder mit Mängeln

Mit dem Forester ist Subaru wieder ein solides Fahrzeug gelungen. Optisch ansprechend präsentiert sich das Modell ebenfalls, und auch ausstattungstechnisch steht es gut da. Am Komfort mangelt es kaum. Einzige Kritikpunkte sind die etwas niedrig dimensionierte Motorisierung sowie die überempfindliche Fahrerüberwachung. In allen anderen Bereichen kann sich der Forester jedoch durchaus sehen lassen. Preislich ist der Forester in der Basisausstattung ab 40.490,00 Euro inklusive 19 % Mehrwertsteuer erhältlich. Die von uns getestete Variante, gleichzeitig die höchste Ausstattungsstufe, liegt bei 49.190 Euro (inkl. 19 % MwSt.).

Design: Funktional und Stylisch

Optisch gefällt uns der Forester sehr gut. Er kommt deutlich kantiger daher als sein Vorgänger, zudem sind ab diesem Baujahr alle Forester-Modelle serienmäßig mit LED-Scheinwerfern ausgestattet. Zusammen mit dem breiten Kühlergrill, der die Scheinwerfer optisch miteinander verbindet, wirkt der Wagen deutlich bulliger als zuvor. Zusätzlich verfügen die Scheinwerfer über ein adaptives Kurvenlicht, das den Lichtkegel der Lenkbewegung folgend mitführt. Die Motorhaube fällt nicht mehr so stark nach vorne ab, wodurch der Forester insgesamt kräftiger und breiter wirkt, obwohl er tatsächlich nur 1,5 cm an Breite zugelegt hat.

Auch Radläufe, Schweller und Stoßstangen wurden überarbeitet und sind nun merklich kantiger gestaltet. Mit dem Ausstattungspaket „Platinum“ steht der Forester auf 19-Zoll-Leichtmetallfelgen statt der serienmäßigen 18-Zöller. Zudem verfügt er ab der Ausstattung „Exclusive“ welche noch vor der „Platinum“ kommt, über ein Panoramadach, das sich zur Hälfte öffnen lässt.

Innenraum: Robust und geräumig

Was den Innenraum des Japaners angeht, gibt es nicht viel auszusetzen. Dieser ist für den Preis des Wagens gut verarbeitet und sehr geräumig. Robuste Materialien und gute Verarbeitung sind ein Pluspunkt für das Fahrzeug. Die Sitze des Wagens sind in braunem Leder und Ultrasuede®. Das ist ein synthetischer Stoff, welcher sich anfühlt wie Wildleder. Diese sind sehr bequem und sollten auch auf langen Fahrten nicht unangenehm werden. Zudem lassen sie sich bequem elektrisch einstellen und verfügen vorne als auch auf der Rückbank über eine Sitzheizung. Die Lehne von der Rückbank lässt sich auch etwas im Winkel verstellen, um die Fahrt für Mitfahrende angenehmer und individueller zu gestalten. Der Wagen erhält in dieser Ausstattung auch ein beheiztes Lenkrad, was gerade an kalten Tagen oder nach Ausflügen ein richtiger Gamechanger ist.

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Stauraum gibt es obendrein auch noch mehr als genug mit 508 Liter Kofferraum. Durch den minimalen Höhenunterschied bei der Ladekante zu dem Kofferraum lassen sich auch sperrige oder schwere Gegenstände einfach verstauen oder herausnehmen. Falls dabei die Hutablage im Weg ist, kann diese ganz einfach ausgebaut und unter der Ladefläche verstaut werden. Für mehr Stauraum können die Rücksitze entweder per elektrischer Entriegelung oder ganz ordinär mit Hand vom Heck des Wagens umgeklappt werden, wodurch man auf ein Kofferraumvolumen von 1679 Liter kommt.

Infotainment: Das Wichtigste an Board

Die Software des 11,6 Zoll großen Infotainments sieht auf den ersten Blick etwas altbacken aus. Dafür ist sie übersichtlich gestaltet und nicht so überladen wie in anderen Fahrzeugen. Man findet sich darin schnell zurecht. Hier wird mehr auf Funktion, statt auf schicke Gimmicks gesetzt. Die Bedienung der Klimaanlage erfolgt auch über das Display, ist aber jederzeit erreichbar und klar strukturiert. Um sein Handy zu laden, steht einem in der Mittelkonsole eine Ladeschale oder optional auch mehrere USB-Typ-C Anschlüsse zur Verfügung. Für die Konnektivität ist auch gesorgt, sodass Apple CarPlay und Android Auto hier fehlerfrei kabellos funktionieren. In der Ausstattung gibt es zudem das Audiosystem von Harman Kardon mit 11 Lautsprechern, das, wie wir finden, ein gutes und ausgewogenes Klangbild abgibt.

Fahreigenschaften: Träge aber Komfortabel

Gebaut ist der Forester auf der Subaru Global Platform, kurz (SGP). Diese sorgt für eine um zehn Prozent höhere Versteifung der Karosserie und bietet damit mehr Sicherheit für die Insassen und eine bessere Straßenlage dank abgesenkten Schwerpunktes. Den Antrieb teilt sich der Forester mit anderen Subaru Modellen wie dem Impreza. Hier kommt der 2-Liter Boxermotor von Subaru zum Einsatz. Dieser leistet zusammen mit dem E-Motor des Mildhybrid-Antriebs 136 Ps. Das ist für ein Leergewicht von fast 1,9 Tonnen eine eher wenig passende Motorisierung. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h benötigt der Forester 12,2 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 188 km/h. Im Alltag sollte die Leistung dennoch ausreichen. Was die Straßenlage angeht, gibt es nichts auszusetzen. Das Fahrwerk ist weich abgestimmt, sodass Schlaglöcher und Unebenheiten gut abgefedert werden. Durch den Boxermotor und seine flache Bauform hat der Wagen einen niedrigen Schwerpunkt, was zu spürbar geringeren Wankbewegungen führt.

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Offroad: Durchaus solide

Dank seiner 22 cm Bodenfreiheit hat der Forester keine Probleme mit hügeligem Gelände. Der Symmetrische-Allradantrieb sorgt dabei für konstanten Vortrieb ohne Schlupf. Mit dem X-Mode steht für anspruchsvolleres Terrain zudem eine kürzere Übersetzung zur Verfügung, die das Vorankommen deutlich erleichtert. Die im Infotainment integrierte Anzeige des Neigungswinkels hilft dabei, Risiken besser einzuschätzen und möglichen Beschädigungen vorzubeugen. Solange man sich nicht in extremes Gelände wagt, ist man mit dem Forester für nahezu alle Situationen gut gerüstet. Für echte Offroad-Einsätze greift man jedoch besser zu einem vollwertigen Geländewagen wie dem von uns getesteten Jeep Wrangler Rubicon, da dem Forester dafür einige Zentimeter Bodenfreiheit fehlen und das Fahrzeug sowohl vorne als auch hinten relativ weit über die Räder hinausragt.

Assistenzsysteme: Augen auf die Straße

Ein großer Kritikpunkt am Forester ist die Fahrerüberwachung, unter anderem das sogenannte „Eye-Sight“. Diese ist sehr überempfindlich und lässt keine längeren Blicke abseits der Straße zu, wie auch auf den Tacho. Die im Tacho eingeblendete Warnung, welche auch akustisch begleitet wird, verdeckt regelmäßig beim Fahren die Werte und Daten, welche dort zu sehen wären. Hier ist auf jeden Fall Nachbesserung erforderlich. Gerade auch, weil es eine Funktion ist, die sich nicht dauerhaft abschalten lässt und mehr stört als, dass sie einem hilft. In den anderen Punkten wie den Spurhalteassistenten oder die Kameras lässt sich nichts Negatives berichten. Diese funktionieren zuverlässig und machten keine Probleme über unseren Testzeitraum.

Verbrauch

Der Forester MJ25 ist mit einem kombinierten Verbrauch von 8,1 Litern auf 100 km angegeben. In unserem Test haben wir diesen Wert leicht überschritten: Bei überwiegend außerorts und geringem Streckenanteil innerorts kamen wir auf einen Durchschnittsverbrauch von knapp 8,5 Liter. Auf der Autobahn liegt der Forester – je nach Fahrweise – bei über 10 Liter. Der Tank fasst 48 Liter, womit man mit unserem Verbrauch auf eine Reichweite von rund 560 km kommt.

Danke an Subaru Deutschland für die Bereitstellung des Forester’s für diesen Testbericht.

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