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Volvo XC90 Plug-in Hybrid (2026) im Test: Das Flagschiff überzeugt

Volvo XC90 PHEV Beitragsbild
Bild: Volvo Deutschland
(Beitragsbild: © 2026 Volvo Deutschland)

Der Volvo XC90 steht seit über zwei Jahrzehnten für schwedische Premium-Werte im SUV-Segment. Mit dem umfassenden Facelift für das Modelljahr 2025 beweist der Siebensitzer jedoch, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Wir haben die Plug-in-Hybrid-Variante mit 455 PS Systemleistung und sieben Sitzen ausführlich getestet.

Der Volvo XC90 ist mehr als nur ein großes SUV, er ist eine Ikone. Er feierte 2002 seine Premiere und etablierte Volvo endgültig im Segment der Premium-Geländewagen. Mit der 2015 debütierenden zweiten Generation läuteten die Schweden eine neue Ära ein. Der XC90 war das erste Modell auf Basis der skalierbaren Produkt-Architektur (SPA) und markierte den Beginn einer konsequenten Elektrifizierungsstrategie. Nun, im Modelljahr 2026, präsentiert sich das Premium-SUV nach einem ersten Facelift im Jahr 2019 mit einem umfassenden zweiten Facelift. Dieses schlägt nicht nur optisch, sondern auch technologisch eine Brücke zu den vollelektrischen Volvo-Modellen.

Wir haben den Volvo XC90 Plug-in-Hybrid T8 AWD in der Ausstattungsvariante „Ultra” während der kalten Wintermonate ausführlich getestet und ihn in diesem Testbericht auch mit der Konkurrenz verglichen: dem BMW X5 xDrive50e, dem chinesischen GWM Wey 05 Luxury und dem Audi Q7 3.0 TFSI e. In einem Markt, der zunehmend auf Elektrifizierung setzt, muss sich der Schwede beweisen – und zwar gegen etablierte deutsche Premium-Rivalen sowie neue Herausforderer aus Fernost.

Fazit (tl;dr) zum Volvo XC90 Plug-In Hybrid: Flagschiff Status verdient

Der Volvo XC90 T8 Ultra AWD ist ein beeindruckendes Gesamtpaket, das skandinavisches Design, höchste Sicherheitsstandards, luxuriösen Komfort und moderne Antriebstechnik vereint. Das Facelift bringt frischen Wind in die inzwischen zehn Jahre alte Modellgeneration und schlägt eine Brücke zu den Elektromodellen der Marke. Besonders überzeugen können die charaktervolle Optik, das großzügige und hochwertig gestaltete Interieur, das vorbildliche Platzangebot mit sieben vollwertigen Sitzen, die umfassende Sicherheitsausstattung und die gelungene Plug-in-Hybrid-Technik. Das intuitive Android-Infotainment und das herausragende Soundsystem von Bowers & Wilkins unterstreichen den Premium-Anspruch zusätzlich.

Weniger gut sind die fehlende DC-Ladefähigkeit, die geringe reinelektrische Reichweite und die etwas träge Heizung bei Minusgraden. Im Konkurrenzvergleich spielt der XC90 seine Stärken bei Sicherheit, Platzangebot und Komfort aus. Der BMW X5 xDrive50e bietet mehr Fahrdynamik und einen sportlicheren Charakter, der Audi Q7 TFSI e überzeugt mit technischer Raffinesse und der GWM Wey 05 mit seiner elektrischen Reichweite und dem niedrigen Preis.

Das Flagschiff der Schweden punktet insgesamt mit Ausgewogenheit, skandinavischem Charme und einer Philosophie, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Wer ein großes, komfortables und sicheres Premium-SUV mit Plug-in-Hybrid-Antrieb und sieben Sitzen sucht und Wert auf minimalistisches, aber edles Design legt, findet im Volvo XC90 einen überzeugenden Begleiter.

 

Stärken und Schwächen des Volvo XC90 Plug-in Hybrid:

✅ Stärken:

  • Charakterstarkes, zeitloses Design
  • Großzügiges, hochwertig gestaltetes Interieur mit exzellenter Verarbeitung
  • Sieben Sitze mit guter Variabilität
  • Vorbildliche, umfassende Sicherheitsausstattung
  • Leistungsstarker 455 PS Plug-in-Hybridantrieb mit souveränen Fahrleistungen
  • Ein-Pedal-Fahren möglich
  • Hervorragendes Bowers & Wilkins-Soundsystem mit 1.410 Watt
  • Intuitives Android-Infotainmentsystem mit Google-Integration
  • Hoher Komfort durch Luftfederung und exzellente Geräuschdämmung

 

❌ Schwächen:

  • Keine DC-Schnellladefähigkeit
  • Nur 180 km/h Höchstgeschwindigkeit
  • Höherer Verbrauch bei entladener Batterie (9,5-11 Liter)
  • Lenkung könnte direktere Rückmeldung bieten

Volvo XC90 HintenBild: Volvo Deutschland

 

Design und Exterieur des Volvo XC90 Plug-In Hybrid:

Die Neuauflage des XC90 präsentiert sich selbstbewusster denn je. Besonders auffällig ist die neu gestaltete Frontpartie, die sich deutlich an der Designsprache der vollelektrischen Volvo-Modelle wie dem EX90 orientiert. Der Kühlergrill präsentiert sich mit einem grafischeren Muster, bei dem diagonal entgegenlaufende Einsätze die klassische Wasserfall-Optik ablösen. In der getesteten Ultra-Ausführung sind Rahmen und Einsätze chromfarben, was dem 4,95 Meter langen Schweden eine besonders luxuriöse Note verleiht. Das charakteristische „Thors Hammer“-Lichtmotiv der LED-Tagfahrleuchten wurde beibehalten und mit neuen Matrix-LED-Scheinwerfern kombiniert, die aus 15 einzelnen Segmenten bestehen. Die Scheinwerfer ziehen sich nun schlanker bis in den Kühlergrill und verleihen dem XC90 einen wachen, modernen Blick. Besonders beeindruckend ist die Funktion der Matrix-LED-Technik: Einzelne Segmente können gezielt deaktiviert werden, um den entgegenkommenden Verkehr nicht zu blenden, während die Straße bestmöglich ausgeleuchtet bleibt.

Unser Testfahrzeug war in der exklusiven Lackierung Mulberry Red ausgeführt. Dies ist ein neuer Farbton, der von den herbstlichen Farben Skandinaviens inspiriert ist und dem XC90 eine außergewöhnliche Ausstrahlung verleiht. Je nach Lichteinfall changiert die Farbe zwischen tiefem Rot und einem warmen Bordeaux-Ton und unterstreicht so die skulpturalen Linien der Karosserie perfekt. Im Vergleich zur Konkurrenz wirkt der XC90 weniger bullig, aber durchaus selbstbewusst. Er hat nicht diesen futuristischen Look wie manche anderen neuen SUVs, kann aber mit viel Eleganz und zeitloser Gestaltung punkten. Die charakteristische Linie, die sich über die gesamte Flanke spannt, die großzügigen Fensterflächen und die integrierte Dachreling aus Aluminium unterstreichen in der Bright-Ausführung den SUV-Charakter, ohne dabei protzig zu wirken. Abgerundet wird das stimmige Gesamtbild durch die 22-Zoll-Leichtmetallräder im Diamantschnitt-Design.

 

Platzangebot: Erstklassig

Hier spielt der XC90 eine seiner größten Stärken aus. Das Premium-SUV bietet serienmäßig sieben Sitze in drei Reihen, was in dieser Klasse nicht selbstverständlich ist. Die weit nach vorne gerückte Vorderachse, die auf der SPA-Architektur basiert, ermöglicht einen langen Radstand von 2,98 Metern. Das schlägt sich unmittelbar in großzügigen Platzverhältnissen nieder. In der ersten Reihe finden selbst Personen mit einer Körpergröße von über zwei Metern komfortabel Platz. Die Sitze verfügen über einen großen Justierbereich in Länge und Tiefe sowie zahlreiche elektrische Einstellmöglichkeiten. Auch die zweite Sitzreihe präsentiert sich äußerst geräumig. Die drei Einzelsitze lassen sich unabhängig voneinander in der Länge verschieben, um die Beinfreiheit individuell anzupassen. Ein cleveres Detail sind die per Touchscreen elektrisch herunterklappbaren Kopfstützen der zweiten Reihe, die das Sichtfeld nach hinten erweitern, wenn die Plätze nicht besetzt sind.

Mit rund 94 Zentimetern Beinraum liegt der XC90 auf Augenhöhe mit dem BMW X5 und übertrifft den Audi Q7 leicht. Die dritte Sitzreihe ist großzügiger dimensioniert als bei vielen Konkurrenten. Passagiere bis zu einer Körpergröße von 170 Zentimetern finden hier tatsächlich brauchbaren Platz. Die Sitze sind versetzt und nach hinten ansteigend angeordnet, was eine angenehme Sitzposition ermöglicht. Der Fußraum unter den Sitzen der zweiten Reihe schafft zusätzlichen Komfort. Zum Vergleich: Der BMW X5 bietet ebenfalls optional sieben Sitze, die dritte Reihe ist aber eher nur für Kinder gedacht. Der Audi Q7 bietet in der dritten Reihe ein ähnliches Platzangebot wie der Volvo, während der GWM Wey 05 keine Option für sieben Sitzplätze bietet.

 

Kofferraum: Praxisgerechtes Volumen

Beim Kofferraumvolumen zeigt sich der typische Kompromiss eines Plug-in-Hybriden mit Siebensitzer-Konfiguration. Bei voller Bestuhlung bleiben 262 Liter Ladevolumen, was für Einkäufe ausreicht, aber nicht üppig ist. Klappt man die dritte Sitzreihe um, wächst das Volumen auf praxisgerechte 640 Liter. Durch das zusätzliche Umklappen der zweiten Sitzreihe entsteht eine nahezu ebene Ladefläche mit beeindruckenden 1.816 Litern Fassungsvermögen. Zum Vergleich: Der BMW X5 xDrive50e und der GWM Wey 05 bieten in der Fünfsitzer-Konfiguration nur 500 Liter, der Audi Q7 TFSI e kommt immerhin auf 563 Liter.

Die Laderaumbreite zwischen den Radkästen beträgt 113 Zentimeter. Die elektrisch betriebene Heckklappe mit sensorgesteuerter Öffnungsfunktion erleichtert außerdem das Be- und Entladen erheblich. Praktisch ist auch das zusätzliche Fach mit 145 Litern Volumen im Kofferraumboden, in dem sich Wertsachen oder das Typ-2-Ladekabel verstauen lassen. Mit dem optionalen Luftfahrwerk lässt sich das Heck zudem um vier Zentimeter absenken. Das ist beim Beladen oder Ankuppeln eines Anhängers (maximal 2.400 kg beim Plug-in-Hybrid) sehr hilfreich.

 

Assistenzsysteme des Volvo XC90 Plug-In Hybrid:

Volvo nimmt bei Sicherheit und Assistenzsystemen traditionell eine Vorreiterrolle ein. Diesen Anspruch unterstreicht der XC90 eindrucksvoll. Die Advanced Driver Assistance Systems (ADAS)-Sensorplattform mit Frontkamera, Radarsensoren und Ultraschallsensoren bildet die Grundlage für ein umfassendes Paket an Assistenzsystemen. Das automatische Notbremssystem erkennt Fahrzeuge, Motorräder, Fahrradfahrer, Fußgänger und sogar Großtiere wie Rehe oder Wildschweine bei Tag und Nacht und arbeitet ab 4 km/h. Bei drohender Kollision und ausbleibender Reaktion des Fahrers leitet das System eine Notbremsung ein. Der Kreuzungs-Bremsassistent verhindert Zusammenstöße mit dem entgegenkommenden Verkehr beim Linksabbiegen. Eine weitere Funktion schwächt Kollisionen mit entgegenkommenden Fahrzeugen ab, die beim Überholen auf die eigene Spur geraten.

Die „Oncoming Lane Mitigation” greift zwischen 60 und 140 km/h ein, wenn das Fahrzeug die Mittellinie überfährt und Gegenverkehr droht: Ein aktiver Lenkeingriff führt den XC90 zurück in die richtige Spur. Die „Road Edge Detection” verhindert durch sanfte Lenkeingriffe und Bremseingriffe ein unbeabsichtigtes Verlassen der Fahrbahn. Besonders innovativ ist die Run-off Road Protection: Bei einem Abkommen von der Straße strafft sie präventiv die Gurte und aktiviert energieabsorbierende Elemente in den Sitzen, um Wirbelsäulenverletzungen vorzubeugen. Das BLIS (Blind Spot Information System) mit Lane Change Merge Aid überwacht zudem bis zu 70 Meter hinter dem Fahrzeug und warnt vor Fahrzeugen im toten Winkel. Bei Nichtbeachtung der Warnung erfolgt ein aktiver Lenkeingriff. Der Cross Traffic Alert mit Notbremsfunktion registriert zuverlässig beim Rückwärtsfahren querenden Verkehr in einem Umkreis von bis zu 30 Metern.

Cloudbasierte Systeme warnen außerdem vor rutschigen Straßen und Gefahrenstellen, indem sie Informationen mit anderen Volvo-Fahrzeugen in der Nähe austauschen. Die Verkehrszeichenerkennung nutzt zusätzlich die Navigationsdaten von Google Maps, um die Präzision zu erhöhen. Im Vergleich zur deutschen Konkurrenz liegt Volvo mindestens auf Augenhöhe und in einigen Bereichen, etwa bei der Tier-Erkennung oder der Run-off-Road-Protection, sogar darüber. Der GWM Wey 05 bietet ebenfalls umfangreiche Assistenzsysteme, kann in puncto Ausgereiftheit aber noch nicht ganz mithalten.

Volvo XC 90 Lenkrad
Bild: TechnikNews

 

Autonomes Fahren: Pilot Assist überzeugt

Der Pilot Assist ermöglicht teilautonomes Fahren mit einer Geschwindigkeit von bis zu 130 km/h, auch ohne vorausfahrendes Fahrzeug. Das System kombiniert eine adaptive Geschwindigkeitsregelung mit einer aktiven Lenkunterstützung und hält den XC90 so zuverlässig in der Fahrspur. Dabei nutzt es nicht nur Kamera- und Radardaten, sondern auch Kartenmaterial von Google Maps zu Straßenverläufen, Kurven und Steigungen. Der Emergency Stop Assist schaltet sich ein, wenn das System über einen längeren Zeitraum keine Lenk-, Brems- oder Beschleunigungsaktivitäten des Fahrers feststellt und dieser nicht auf Warnungen reagiert. In diesem Fall wird das Fahrzeug automatisch bis zum Stillstand abgebremst und die Warnblinkanlage aktiviert.

In der Praxis funktioniert der Pilot Assist überzeugend: Auf Autobahnen und mehrspurigen Schnellstraßen zentriert das System das Fahrzeug präzise in der Spur, passt die Geschwindigkeit sanft an den Verkehrsfluss an und meistert auch moderate Kurven souverän. Der Fahrer muss die Hände am Lenkrad behalten, da dies durch einen Sensor kontinuierlich überwacht wird. Im Vergleich zu BMWs Driving Assistant Professional oder Audis Adaptive Cruise Control liefert der Volvo ein ähnlich ausgereiftes Erlebnis, wenngleich die deutschen Systeme in sehr engen Kurven minimal präziser agieren.

Volvo XC90 Assistenten
Bild: TechnikNews

 

Sicherheit: Die DNA von Volvo

Sicherheit ist und bleibt die DNA von Volvo. Der XC90 verfügt über einen Sicherheitskäfig aus warmgeformtem Borstahl, einer der härtesten verfügbaren Stahlsorten. Die extrem steife Fahrgastzelle schützt die Insassen bei allen Kollisionsarten, während Knautschzonen vorn und hinten die Aufprallenergie gezielt ableiten. Die umfassende Airbag-Ausstattung umfasst Front- und Seitenairbags, Kopf-Schulter-Airbags für alle drei Sitzreihen sowie einen Knieairbag für den Fahrer.

Alle Sitze sind mit Drei-Punkt-Sicherheitsgurten mit Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer ausgestattet. Das patentierte Whiplash Protection System (WHIPS) in den Vordersitzen reduziert zudem das Risiko eines Schleudertraumas bei Heckaufprallen. Besonders vorbildlich ist die Kindersicherheit. Volvo empfiehlt rückwärtsgerichtete Sitze bis zum vierten Lebensjahr und bietet speziell entwickelte Kindersitze mit schlankerem Design und atmungsaktiver Wollpolsterung an. Das serienmäßige Notrufsystem „Volvo on Call” kontaktiert bei Airbagauslösung automatisch die Rettungsdienste und übermittelt die GPS-Position.

Volvo XC90 Sicherheit
Bild: TechnikNews

 

Innenraum des Volvo XC90 Plug-In Hybrid:

Beim Öffnen der Tür empfängt einen ein Interieur, das die skandinavische Designphilosophie perfekt verkörpert: klare Linien, hochwertige Materialien und Liebe zum Detail. Die neu gestaltete, horizontal ausgerichtete Armaturentafel verstärkt das großzügige Raumgefühl. Sie ist mit genarbtem, anthrazitfarbenem Vinyl bezogen und vermittelt einen exklusiven Look. Besonders beeindruckend sind die beleuchteten Dekoreinlagen aus „Grey Ash“ Echtholz in unserem Testfahrzeug. Die leicht konkav geformten Einlagen werden bei Dunkelheit dezent erhellt und schaffen eine angenehme Atmosphäre. Die erweiterte Ambientebeleuchtung taucht Armaturenbrett und Türverkleidungen in warmes Licht.

Die Sitze verdienen Lob: Sie sind ergonomisch geformt und bieten mit ihrer an die menschliche Wirbelsäule angelehnten Form hervorragenden Langstreckenkomfort. In der Ultra-Ausstattung sind sie zudem mit belüftetem Nappaleder bezogen und verfügen über eine Massagefunktion mit verschiedenen Programmen. Die Massagefunktion arbeitet sehr effektiv und trägt spürbar zur Entspannung bei. Auch die elektrisch einstellbaren Beinauflagen und die Vier-Wege-Lendenwirbelstütze erhöhen den Komfort. Die überarbeitete Mittelkonsole bietet nun mehr Stauraum. Der neue 2+1-Becherhalter nimmt neben normalen Bechern auch schmalere Dosen auf. Die Verarbeitung bewegt sich auf höchstem Niveau, die Materialanmutung und Haptik überzeugen durchweg.

 

Komfort: Sehr leise im Innenraum

Der Volvo XC90 T8 Ultra definiert Komfort auf Premium-Niveau neu. Das optionale adaptive Luftfahrwerk mit aktiver Four-C-Technik (Continuously Controlled Chassis Concept) sorgt für ein außergewöhnlich geschmeidiges Fahrverhalten. Bis zu 500 Mal pro Sekunde analysieren Sensoren den Fahrzustand und passen die Dämpferkennung entsprechend an, wodurch Nick-, Tauch- und Rollbewegungen effektiv minimiert werden. Die neue FSD-Dämpfertechnik (Frequency Selective Damping) lässt das 2,2 Tonnen schwere SUV in unserem Test souverän über Unebenheiten gleiten. Längswellen werden sanft absorbiert, ohne dass das Fahrzeug schwammig wirkt. Die Luftfederung hält die Bodenfreiheit konstant und senkt das Fahrzeug ab 110 km/h automatisch um einen Zentimeter, um die Aerodynamik zu verbessern.

Das Geräuschniveau im Innenraum ist bemerkenswert niedrig. Akustikschaum in den Säulen, Dämmmaterial in der Spritzwand sowie die serienmäßige Akustikverglasung der Seitenscheiben schirmen Wind-, Motor- und Straßengeräusche effektiv ab. Bei Autobahngeschwindigkeit herrscht Bibliotheksatmosphäre. Ein optionales Head-up-Display (in der Ausstattungsvariante Ultra serienmäßig) projiziert Geschwindigkeit und Navigationshinweise direkt ins Sichtfeld. Es wirkt, als würden die Informationen zwei Meter vor dem Fahrzeug schweben. Over-the-Air-Updates halten das System und die Software aktuell und installieren neue Funktionen ohne Werkstattbesuch.

 

Klima: Vier Zonen für ultimativen Komfort

Die Vierzonen-Klimaautomatik ermöglicht eine individuelle Temperatureinstellung für Fahrer, Beifahrer sowie die beiden äußeren Plätze der zweiten Sitzreihe. Auch die dritte Sitzreihe wird klimatisiert. Das erweiterte Luftreinigungssystem mit PM2,5-Feinstaubfilterung filtert bis zu 95 Prozent mikroskopisch kleiner Partikel aus der Luft. Ein System, das insbesondere in Ballungsräumen überzeugt. Allerdings fiel im Test auf, dass die Heizung bei Minusgraden etwas länger benötigt, bis der Innenraum angenehm warm wird.

Dies wird jedoch durch die Sitzheizung für die ersten beiden Reihen, die Lenkradheizung und die beheizbare Frontscheibe gut kompensiert. Das serienmäßige Panorama-Glasdach mit elektrischem Sonnenschutz flutet den Innenraum mit Licht und verstärkt das luftige Raumgefühl zusätzlich. Ein praktisches Detail ist, dass sich der Sonnenschutz bei Temperaturen über 25 Grad beim Parken automatisch schließt, um ein Aufheizen zu verhindern.

 

Infotainment des Volvo XC90 Plug-In Hybrid:

Mit dem neuen Volvo XC90 hält das aus den anderen Volvo-Elektrofahrzeugen bekannte, fortschrittliche Infotainmentsystem Einzug. Herzstück ist der neue 11,2-Zoll-Touchscreen im Hochformat, dessen Pixeldichte um 21 Prozent höher ist als die des Vorgängers. Das auf Android Automotive basierende System bietet eine äußerst intuitive Bedienung wie bei einem Smartphone. Die Integration von Google-Diensten ist nahtlos: Google Maps liefert ein ausgereiftes Navigationssystem mit Echtzeit-Verkehrsinformationen und aktualisiert das Kartenmaterial alle zwei Wochen. Der Google Assistant ermöglicht zudem die Sprachsteuerung für Navigation, Musikwiedergabe, Klimafunktionen und sogar Smart-Home-Geräte. Über den Google Play Store lassen sich fahrzeugoptimierte Apps wie Waze, Spotify oder YouTube herunterladen. In Zukunft soll der Google Assistant sogar durch Googles Gemini-KI ersetzt werden, wodurch er noch smarter wird.

Das Menüsystem ist logisch aufgebaut. Eine feste Leiste am unteren Bildschirmrand bietet direkten Zugriff auf die Hauptfunktionen. Darüber erscheint eine kontextabhängige Leiste mit situationsrelevanten Optionen. Die Schaltfläche der 360°-Kamera wird beispielsweise nur bei niedriger Geschwindigkeit eingeblendet. Während des Parkens kann man sich mit vorinstallierten Spielen die Zeit vertreiben – eine nette Spielerei, die zeigt, wie sehr sich Volvo der digitalen Welt öffnet. Auch das Streamen von Videos über Prime oder YouTube ist im geparkten Zustand möglich. iPhone-Nutzer können ihr Gerät kabellos per Apple CarPlay verbinden. Das 12,3 Zoll große Fahrer-Display hinter dem Lenkrad zeigt alle wichtigen Informationen in hoher Auflösung. Zur Wahl stehen zwei Modi: „Calm“ mit klassischen Rundinstrumenten oder „Navi“ mit großem Navigationskartenausschnitt.

 

Konnektivität: App bietet alles was man braucht

Die Volvo Cars App ermöglicht eine umfassende Fernsteuerung: Vorklimatisierung, Lade-Timer, Fahrzeugortung mit Hupe und Licht, Abfrage von Verbrauchswerten sowie die Überprüfung, ob Türen und Fenster verschlossen sind. Besonders die Vorklimatisierung des Autos per App funktioniert zuverlässig. Dabei wird der Innenraum, bei angeschlossenem Ladekabel sogar ohne Reichweitenverlust, auf Wunschtemperatur geheizt oder gekühlt. Push-Benachrichtigungen informieren über Fehlermeldungen oder Wartungsbedarf. Das serienmäßige Volvo-on-Call-Notrufsystem kontaktiert bei Airbag-Auslösung automatisch die Rettungsleitstelle und übermittelt die GPS-Position mit einer Genauigkeit von zehn Metern. Per SOS-Taste lässt sich jederzeit manuell ein Notruf absetzen.

Eine Internetverbindung mit unbegrenztem Datenvolumen ist vier Jahre lang inklusive, eine zusätzliche SIM-Karte ist nicht nötig. Alle gängigen Smartphones sind mit dem System kompatibel, auch Geräte ohne Android-Betriebssystem. Die kabellose Ladeschale für Smartphones wurde an die Vorderseite des Mitteltunnels verlegt. Leider gibt es nur ein einziges Wireless Charging Pad, was bei einem Fahrzeug dieser Preisklasse besser sein könnte. Zwei USB-C-Anschlüsse befinden sich vorne in der Mittelkonsole, zwei weitere hinten für die Fondpassagiere.

 

Sound: B&W Premium Audiosystem

Das optionale Bowers & Wilkins Premium-Audiosystem gehört zu den besten, die die Automobilbranche zu bieten hat. Es verfügt über 19 Lautsprecher, darunter sieben doppellagige Nautilus-Hochtöner, sieben Mitteltöner mit Continuum-Membran und einen verbesserten 250-mm-Subwoofer. Diese werden von einem 15-Kanal-Verstärker mit 1.410 Watt Leistung angetrieben. Der zentral auf der Armaturentafel platzierte Edelstahl-Hochtöner ist nicht nur ein optisches Highlight, sondern dank Tweeter-on-Top-Technik auch akustisch ein Gewinn: Die Töne erreichen die Zuhörerinnen und Zuhörer direkt, ohne zunächst von der Windschutzscheibe reflektiert zu werden.

Besonders beeindruckend ist die B&W Sound Experience Demo, die die Leistungsfähigkeit des Systems demonstriert: kristallklare Höhen, präzise Mitten und druckvolle Bässe bis 20 Hz. Die Klangverarbeitungs-Software von Dirac Research optimiert das Zusammenspiel der Lautsprecher. Verschiedene Modi bilden unterschiedliche Akustikszenarien nach – vom Göteborger Konzerthaus bis zum Jazzclub Nefertiti. Im Vergleich zum Harman-Kardon-System des BMW X5 oder dem Bang-&-Olufsen-System des Audi Q7 spielt das Bowers-&-Wilkins-System minimal audiophiler auf, mit noch feiner aufgelöster Räumlichkeit. Der GWM Wey 05 kann hier nicht mithalten.

 

Antrieb des Volvo XC90 Plug-In Hybrid:

Der Plug-in-Hybridantrieb des T8 AWD kombiniert einen aufgeladenen 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner mit 228 kW (310 PS) an der Vorderachse mit einem 107 kW (145 PS) starken Elektromotor an der Hinterachse. Die Systemleistung beträgt somit 335 kW (455 PS) und das maximale Drehmoment 709 Nm. Der Benziner arbeitet mit intelligenter Hochdruck-Direkteinspritzung und variabler Ventilsteuerung. Ein Partikelfilter senkt die Emissionen auf Euro-6e-Niveau. Der Elektromotor liefert bereits ab Leerlaufdrehzahl sein volles Drehmoment von 309 Nm – typisch elektrisch.

Als Schaltzentrale fungiert der integrierte Kurbelwellen-Startergenerator (CISG), der nahtlose Übergänge zwischen Elektro- und Verbrennungsbetrieb ermöglicht. Die Achtgang-Automatik mit Shift-by-Wire-Technik arbeitet geschmeidig und intelligent. Der aus schwedischem Orrefors-Kristallglas gefertigte Wählhebel ist ein haptisches Highlight. In der Praxis beeindruckt der Antrieb durch seine Vielseitigkeit: Im Pure-Modus gleitet der XC90 flüsterleise rein elektrisch, im Hybrid-Modus wechselt das System intelligent zwischen den Antrieben und im Power-Modus entfesselt die Kombination beeindruckende Fahrleistungen.

Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt im XC90 Plug-in-Hybrid in 5,4 Sekunden. Ein wirklich respektabler Wert für so ein großes und schweres Fahrzeug. Dieser Wert wird vom BMW X5 xDrive50e (4,8 s), dem Audi Q7 TFSI e (5,0 s) und dem GWM Wey 05 (5,0 s) unterboten. Leider ist die Höchstgeschwindigkeit beim Volvo XC90 zudem elektronisch auf 180 km/h begrenzt. Hier sind die Konkurrenten mit Höchstgeschwindigkeiten zwischen 235 und 250 km/h deutlich besser aufgestellt. Besonders gut gelungen ist hingegen das Ein-Pedal-Fahren. Im B-Modus rekuperiert der Elektromotor beim Gaswegnehmen stark und bremst das Fahrzeug bis zum Stillstand ab. Die Rekuperation arbeitet sehr effektiv und erhöht die Reichweite. Im Stadtverkehr ermöglicht dies ein entspanntes Fahren, bei dem die mechanische Bremse kaum genutzt werden muss.

 

Batterie: Könnte größer sein

Die Lithium-Ionen-Hochvoltbatterie mit 18,8 kWh Kapazität (14,7 kWh nutzbar) sitzt zentral im Mitteltunnel und besteht aus sechs Modulen mit je 16 Zellen. Diese Anordnung senkt den Schwerpunkt und verbessert die Fahrdynamik, ohne das Platzangebot einzuschränken. Der On-Board-Charger leistet maximal 6,4 kW (zweiphasig). An einer 11-kW-Wallbox dauert das Aufladen von 0 auf 100 Prozent drei Stunden, an einer 230-Volt-Haushaltssteckdose sieben Stunden. Die Ladeklappe befindet sich am vorderen linken Kotflügel.

Praktisch sind im XC90 Plug-in Hybrid außerdem die Hold- und Charge-Funktionen: Der Hold-Modus konserviert den aktuellen Ladestand und Charge lädt die Batterie während der Fahrt auf. So lässt sich die elektrische Reichweite für Umweltzonen oder Wohngebiete aufsparen. Die Funktion „Predictive Efficiency“ verteilt bei Zieleingabe die Energie intelligent über die Strecke und senkt den Verbrauch.

 

Fahrdynamik und Handling: Top für so ein schweres SUV

Für ein 2,2 Tonnen schweres und 4,95 Meter langes SUV bewegt sich der XC90 erstaunlich agil. Die Doppelquerlenker-Vorderachse reduziert Untersteuertendenzen und die Integral-Hinterachse mit Querblattfeder aus Verbundmaterial spart Gewicht und ermöglicht präzise Einstellungen. Die geschwindigkeitsabhängige elektrische Servolenkung bietet bei niedrigem Tempo zudem eine hohe Unterstützung beim Rangieren und bei höherer Geschwindigkeit eine direktere Rückmeldung. Die Lenkung arbeitet präzise, wenn auch nicht ganz so kommunikativ wie beim BMW X5.

Das adaptive Luftfahrwerk mit Four-C-Dämpfern balanciert Komfort und Dynamik exzellent aus: In Kurven bleibt die Karosserie erstaunlich flach und Wankbewegungen werden effektiv kontrolliert. Die Corner Traction Control mit Torque Vectoring bremst das kurveninnere Rad und überträgt mehr Kraft nach außen, wodurch sich Kurven enger fahren lassen. Der elektronisch geregelte Allradantrieb verteilt die Kraft intelligent zwischen Vorder- und Hinterachse. Im AWD-Modus werden permanent alle vier Räder angetrieben. Im Off-Road-Programm erhöht sich die Bodenfreiheit um 40 Millimeter und die Bergabfahrhilfe wird aktiviert.

Die leistungsstarke Bremsanlage mit 345-mm-Scheiben an der Vorderachse und 320-mm-Scheiben an der Hinterachse verzögert souverän und dosierbar. Der Bremsweg aus 100 km/h liegt bei 36 Metern, was für diese Fahrzeugklasse ein guter Wert ist. Im direkten Vergleich fährt sich der XC90 komfortorientierter als der sportlichere BMW X5, aber dynamischer als der Audi Q7. Das Handling überzeugt durch Ausgewogenheit – der XC90 ist kein Sportwagen und muss es auch nicht sein.

 

Verbrauch des Volvo XC90 Plug-In Hybrid:

Die offiziellen WLTP-Werte liegen bei 3,5 l/100 km (gewichtet kombiniert) sowie bei 12,8 kWh/100 km Strom. In der Praxis sind diese Werte jedoch nur mit voller Batterie und bei kurzen Strecken erreichbar. Bei unseren Testfahrten ergaben sich folgende realistischere Werte: Im reinen Elektrobetrieb benötigte der XC90 zwischen 22 und 25 kWh/100 km – ein akzeptabler Wert für ein 2,2 Tonnen schweres SUV. Wurden beide Antriebe genutzt, lag der Verbrauch bei 8,4 Liter/100 km und 13,1 kWh/100 km. Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass die Batterie auf den von uns gefahrenen 700 Kilometern nicht durchgängig aufgeladen war. Bei konstant voller Batterie sind wahrscheinlich auch Verbräuche unter 8 Liter/100 km möglich. Im Hybridbetrieb mit entladener Batterie pendelten sich die Verbräuche je nach Fahrweise und Streckenprofil zwischen 9 und 11 Litern pro 100 Kilometer ein.

Auf längeren Autobahnfahrten mit höherem Tempo kletterte der Verbrauch auf 11 bis 13 Liter. Im Stadtverkehr mit voller Batterie und überwiegend elektrischem Fahren ließen sich dagegen Durchschnittsverbräuche unter drei Litern erreichen, wobei natürlich der Stromverbrauch hinzugerechnet werden muss. Interne Volvo-Daten zeigen, dass XC90-Plug-in-Hybrid-Fahrer im Durchschnitt rund 50 Prozent aller Strecken rein elektrisch zurücklegen – ein beachtlicher Wert, der das Potenzial dieser Antriebsform unterstreicht. Wer konsequent lädt, kann den Alltag weitgehend elektrisch bestreiten.

 

Reichweite: Sollte für den Alltag reichen

Die elektrische Reichweite des Volvo XC90 Plug-in-Hybrids liegt laut WLTP bei 71 (kombiniert) bis 89 (Stadt) Kilometern. Wenn die Reichweite im Stadtverkehr als Grundlage für die Förderung von Plug-in-Hybriden herangezogen wird, sollte der XC90 also auch förderfähig sein, da er die Mindestgrenze von 80 Kilometern überbietet. In unserem Test erreichten wir bei gemäßigter Fahrweise und aktiviertem Ein-Pedal-Fahren realistisch etwa 62 Kilometer. Bei Minusgraden im Winter und aktivierter Heizung schrumpfte die Reichweite auf rund 53 Kilometer. Die elektrische Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h ist auch für Autobahnfahrten ausreichend. Für die meisten Pendler reicht die elektrische Reichweite problemlos für den Hin- und Rückweg zur Arbeit. Wer zusätzlich tagsüber nachladen kann, fährt praktisch ausschließlich elektrisch.

Zum Vergleich: Der BMW X5 xDrive 50e kommt durch seine 29,5-kWh-Batterie auf höhere Werte von 105 bis 119 WLTP-Kilometern, der Audi Q7 TFSI e liegt mit offiziell 81 bis 87 Kilometern dahinter. Der GWM Wey 05 bietet mit seiner 39-kWh-Batterie bis zu 158 Kilometer WLTP-Reichweite und hat dies in unserem Test auch bewiesen. Der Benzintank des Volvo XC90 hat ein Volumen von 71 Litern. Bei effizientem Fahren können demnach Gesamtreichweiten von 800 bis 1.000 km erreicht werden. Die tatsächliche Reichweite hängt dabei natürlich stark vom Fahrstil ab.

 

Laden: Leider kein Schnellladen

Das Laden mit Wechselstrom (AC) an einer 11-kW-Wallbox oder einer Ladesäule in der Stadt dauert drei Stunden von komplett leer bis voll. Das ist ein praxisgerechter Wert für das Laden über Nacht oder während eines längeren Aufenthalts. An der Haushaltssteckdose vergehen sieben Stunden, was ebenfalls für das nächtliche Laden ausreicht. Die Bedienung ist einfach: Stecker in die Ladeklappe – fertig. Der Ladevorgang lässt sich per Volvo Cars App überwachen und zeitgesteuert starten, um beispielsweise günstigere Nachtstromtarife zu nutzen. Ein beleuchteter Ring um die Ladebuchse zeigt zusätzlich den Ladefortschritt an.

Schade ist beim XC90 das Fehlen der Schnellladefähigkeit. Auch wenn die meisten Plug-in-Hybrid-Fahrer vornehmlich zu Hause oder bei der Arbeit laden, wäre die Möglichkeit zum schnellen Zwischenladen auf Langstrecken ein Komfort- und Effizienzgewinn. Hier sind BMW und Audi allerdings auch nicht weiter. Nur der GWM Wey 05 kann mit bis zu 80 kW auch mit Gleichstrom (DC) geladen werden.

 

Preis und Garantie des Volvo XC90 Plug-In Hybrid:

Der Volvo XC90 Plug-in Hybrid ist in der Ausstattungsvariante „Core” ab 88.900 Euro erhältlich. Damit positioniert er sich unter dem BMW X5 xDrive50e (ab ca. 101.270 Euro) und dem Audi Q7 TFSI e (ab ca. 90.800 Euro). Der GWM Wey 05 Luxury ist mit Preisen um die 63.900 Euro deutlich günstiger, kann in puncto Marken-Prestige aber nicht mit den etablierten Premium-Marken mithalten.

In der von uns getesteten Ultra-Variante des XC90 (ab 96.390 Euro) sind umfangreiche Ausstattungsmerkmale enthalten: sieben Sitze, Matrix-LED-Scheinwerfer, Panorama-Glasdach, Head-up-Display, 360°-Kamera, Premium-Sound von Harman Kardon, Luftfederung, Nappaleder-Sitze mit Massage- und Belüftungsfunktion, erweitertes Luftreinigungssystem und alle beschriebenen Assistenzsysteme. Das Bowers & Wilkins-Audiosystem kostet etwa 3.200 Euro Aufpreis, lohnt sich für Audiophile aber absolut. Die Akustik-Seitenscheiben schlagen mit rund 800 Euro zu Buche. Eine andere Lackierung als die Basisfarbe „Vapour Gray“ kostet 1.150 Euro Aufpreis.

Volvo gewährt drei Jahre Garantie ohne Kilometerbegrenzung; die Batterie ist acht Jahre oder 160.000 Kilometer garantiert. Die Servicepakete sind moderat kalkuliert und die Wartungsintervalle von 20.000 Kilometern oder einem Jahr sind klassenüblich. Die Versicherungseinstufung bewegt sich im Rahmen der Klasse (Haftpflicht 26, Vollkasko 31) und die erwartete Wertentwicklung ist solide, da der Volvo XC90 als wertstabil gilt.

Vielen Dank an Volvo Deutschland für die Bereitstellung des Volvo XC90 Plug-In Hybrid für diesen Testbericht.

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Kasimir Hupe

Kasimir ist 29 Jahre alt und studierte nach seinem Bachelor in Technikjournalismus im Master Digitale Kommunikation und Medieninnovation. Er begeistert sich sehr für Smartphones, Wearables und das Thema Mobilität. Hier bei Techniknews testet er besonders gerne die neuesten Elektroautos, Plug-in-Hybride und Verbrenner für euch.

Kasimir hat bereits 32 Artikel geschrieben und 1 Kommentare verfasst.

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