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Citroën C5 X im Test: Verhältnismäßig günstig für das Gebotene

Citroën C5 X Test
Bild: TechnikNews
(Beitragsbild: © 2023 TechnikNews)

Mit dem C5 X bringt Citroën eine interessante Mischung aus Kombi, Limousine und SUV auf den Markt. Hat sich Citroën da zu viel vorgenommen oder wurde diese durchaus interessante Kombination so gut umgesetzt, wie sie sich anhört? In unserem Test haben wir die Frage für Euch geklärt.

Der C5 X ist als Verbrenner oder auch als Plug-in-Hybrid auf dem Markt. Wir haben die Hybridversion getestet und können eine Aussage schon mal treffen: Im Gegensatz zum ë-C4 (zum Test) ist der C5 X auch für Langstrecken ein gutes Auto.

tl;dr

Der C5 X hat mir sehr gefallen. Grund hierfür ist zum einen das Design, welches ich trotz meiner eigentlichen „Abneigung“ gegen Kombis sowohl von außen als auch von innen recht edel finde. Zum anderen wird ein Fahrgefühl vermittelt, welches aus einem klasse Zusammenspiel von Komfort und guten Fahreigenschaften herrscht. Unsere getestete Version war das Shine-Pack, welches für 55.180 Euro (inklusive 19 % MwSt.) den Besitzer wechselt. Meiner Meinung nach liegt es auf der Hand, warum es das Auto auch wert ist. Bei anderen Marken fängt man gerne mal bei 70.000 Euro an, bevor man auch nur über gekühlte Massagesitze, die auch noch einen Komforteinstieg bieten, nachdenken kann. Kabelloses Apple CarPlay, der Fahrspaß mit den 225 PS Systemleistung und das moderne Design runden das Paket ab.

Design: Mehr als erwähnenswert

Eine Mischung aus Kombi, Limousine und SUV hört sich komisch und nicht miteinander vereinbar an, Citroën beweist das Gegenteil. Zum einen haben wir die Praktikabilität eines Kombis mit dem auf 1.640 Liter erweiterbaren Kofferraum und dem Platzwunder für sämtliche Insassen im Fahrzeug. Zum anderen haben wir die Eleganz einer Limousine und das hohe Sitzen gepaart mit infolgedessen guter Übersichtlichkeit und dem einfachen Ausstieg eines SUV’s. Die Front ist dem ë-C4 recht ähnlich. Die Tagfahrlichter haben jetzt lediglich keine Unterbrechung und die Nebelscheinwerfer keinen billig wirkenden blauen Rahmen mehr. Auch der obere Luftdurchlass ist dezenter gehalten. Apropos Luftdurchlass, der Dach- und Heckspoiler sieht nicht nur gut, sondern auch funktionell aus.

Innenraum: Sehr viel stimmiger Kontrast

Im Innenraum wird einem alles andere als langweilig. Sowohl in den Sitzen als auch im Armaturenbrett wurden verschiedene Farben, Muster und Materialien eingesetzt, was ein homogenes Gesamtbild erschafft. Ein kleiner aber feiner Eyecatcher ist das Logo von Citroën, welches hier und da eingenäht wurde. Zurück aber erstmal wieder zu den sehr bequemen Sitzen. Hier haben wir nämlich die Möglichkeit, diese zu wärmen, zu kühlen und auch sich davon massieren zu lassen. Das ist wie bei dem DS 4 E-Tense natürlich alles Sonderausstattung, jedoch durchaus empfehlenswert für längere Strecken.

Wie im ë-C4 ist die Klimasteuerung analog geblieben. Das gefiel nicht nur mir, sondern auch meinem Beifahrer, der ohne Herumtippen auf dem Display schnell und einfach seine Wunschtemperatur einstellen konnte.

Das Lenkrad und den digitalen Tacho kennen wir bereits. Neu ist jetzt, dass bei dem Head-up-Display keine Plastikscheibe mehr herausfährt, sondern direkt auf die Windschutzscheibe projiziert wird. Dieses ist auch ganz gut gestaltet. Einzig die Routenführung über CarPlay verdeckte einen kleinen Teil der Geschwindigkeitsanzeige. Das sollte aber mit einem (Over-the-Air)-Update behebbar sein. Ambientebeleuchtung hatten wir ebenfalls an Board. Diese ist gut platziert, bleibt allerdings einfarbig.

Infotainmentsystem: Neue Software, die es in sich hat

Der 12-Zoll-Touchscreen ist das Herzstück für die Funktionen im C5 X. Es arbeitet meist flüssig und auch die Spracheingabe, die über „Hallo Citroën“ automatisch aktiviert wird, hat sogar bei schwierigen Straßennamen meist die richtige Route gestartet. Das Besondere, man kann sich das Infotainmentsystem, Kombiinstrument und Head-up-Display so mit Funktionen und Anzeigen anordnen, wie man es denn möchte. Somit hat man mit einfachen Handgriffen ein Maximum an Personalisierbarkeit geschaffen. Ebenfalls muss ich die Einparkhilfe loben, welche mit ihren 4 Kameras ein super Rundumbild schafft. Einziges Manko ist, dass das Touchdisplay ab und zu zwei oder drei Berührungen braucht, um den Befehl auch auszuüben. Ich denke, das ist aber ebenfalls mit einem Softwareupdate behebbar.

Audio: Hauseigen, aber durchaus vorzeigbar

Bei dem C5 X kommt wie schon bei dem ë-C4 kein großer Markenhersteller für das Audiosystem daher. Nichtsdestotrotz haben wir erneut einen guten Klang und auch der eingebaute Subwoofer sorgt für angenehmen Bass bei dem richtigen Song. Wo wir grade bei Geräuschen sind, der C5 X ist im Innenraum auch bei hohen Geschwindigkeiten sehr Windgeräuscharm. Nur die Abrollgeräusche sind besser zu hören, durch die Akustikverglasung im Shine-Pack aber durchaus nicht unangenehm.

Fahreindruck: Langstrecken werden angenehm

Die Systemleistung von 225 PS bringt den langen Flitzer von 0 auf 100 km/h in 8,9 Sekunden, tatsächlich fühlte es sich aber schneller an. Von 100 geht es dann auf 225 km/h Höchstgeschwindigkeit und selbst dabei sorgt das im Sport-Modus gestraffte Fahrwerk und die härtere Lenkung für einen sicheren Halt auf der Autobahn. Auch ist der C5 X dank Achtgang-Automatikgetriebe und Akustikverglasung deutlich leiser als andere Autos bei nur der Hälfte der Geschwindigkeit. Abseits von der Bahn geht es dann im Komfort-Modus wieder entspannt über jede Bodenwelle, allerdings eher selten mit dem Spurhalteassistenten, da dieser ab 60 km/h schon bei leichten Kurven etwas unzuverlässig wird und hier und da einfach aufhört mit der Lenkhilfe. Matrix-LED-Scheinwerfer gibt es leider auch in der Topausstattung nicht.

Laden und Reichweite: Standard Mittelklassewerte

In schnellstens einer Stunde und 55 Minuten ist die Batterie des Citroën’s mit einem optionalen Bordladegerät mit 7,4 kW voll aufgeladen. Hiermit sind dann realistisch 45-55 km rein elektrisch zurücklegbar. Wenn dies geschehen ist, fährt man kombiniert mit circa 7,1 l auf 100 km weiter. Citroën bietet auch die „E-Save“ Funktion. Damit kann man einstellen, ob man einen gewissen Batterieladestand halten möchte oder ihn auch aufbauen. Bei Letzterem produziert der Verbrenner quasi den Strom, was dann natürlich einen größeren Verbrauch bedeutet. Wie sinnvoll das für den Einzelnen ist, muss jeder selbst entscheiden.

Danke an Citroën Deutschland für die Bereitstellung des Testwagens im Rahmen dieses Testberichts!

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Benedikt Behrling

Benedikt ist 21 Jahre alt und schreibt für TechnikNews vermehrt Testberichte im Bereich der E-Mobilität. Ob zwei- oder vierrädrig spielt dabei keine Rolle. Aber auch wenn es sich um technische Produkte des alltäglichen Lebens handelt, beschäftigt sich Benedikt gerne mit der Materie, egal um welchen Bereich es da genau geht.

Benedikt hat bereits 15 Artikel geschrieben und 0 Kommentare verfasst.

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