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iA Writer im Apptest: Die beste App, um Texte zu schreiben?

(Beitragsbild: © 2018 iA Writer)

Als Redakteur bei TechnikNews stand bei mir schon länger die Überlegung im Raum, mir eine dezidierte App zum Schreiben meiner Beiträge zu holen. Das habe ich nun getan und mir iA Writer zugelegt. Mein Apptest.

Simple Oberfläche

Die Oberfläche von iA Writer ist sehr minimalistisch, was ich sehr begrüßt habe. Immerhin will man beim Schreiben doch bestmöglich auf sein neues Meisterstück fokusiert sein, ohne von irgendwelchen Schaltflächen einer App abgelenkt zu werden. Unter anderem wird das minimalistische Design dadurch möglich gemacht, dass alle Schaltflächen der App beim Schreiben automatisch ausgeblendet werden.

Je nach Geschmack kann man sich zwischen einem weißen und schwarzen Theme entscheiden. Letzteres eignet sich besonders zum Arbeiten in der Nacht oder in dunklen Umgebungen. Außerdem ist es das Theme, das ich die meiste Zeit benutzt habe.

Schreiben in Markdown

Dokumente, die man mit iA schreibt, werden in einem speziellen Dateiformat abgespeichert: Markdown. Das ermöglicht es, die geschriebenen Dateien einfach in andere Formate zu übertragen, weil Markdown ein neutrales Dateiformat ist.

Manche fragen sich jetzt bestimmt, wo die Formatierungsbuttons sind. Die gibt es in der Form nicht. Formatierungen erreicht man durch das Setzen von bestimmten Zeichen um ein Wort oder um eine Textpassage. Und Überschriften? Diese erhält man durch das Einfügen von Rauten am Anfang eines Absatzes. Es gibt auch die Möglichkeit, Tabellen, Inhaltsverzeichnisse, Bilder und andere Dateien und Checklisten einzufügen. Das habe ich aber nie wirklich benötigt. Ziemlich nervig fande ich an der Schreiberfahrung, dass nach einer Enter‐Eingabe kein Zeilenabstand zum nächsten Absatz eingefügt wird. So muss ich beim Hochladen auf TechnikNews alle Absätze neu machen.

iA Writer speichert Dateien im Markdown‐Format ab (Screenshot: TechnikNews, 2018)

Natürlich gibt es auch eine optionale Rechtschreibkorrektur und einen Wortzähler. Der sogenannte Focus‐Mode ermöglicht es, Textpassagen, an denen man nicht gerade schreibt, auszugrauen. Dieses Feature habe ich allerdings schnell deaktiviert, da ich es sehr verwirrend fand.

Dateien exportieren und synchronisieren

Fertige Texte lassen sich ganz einfach im Markdown‐Format abspeichern und später wieder mit iA Writer oder einem anderen Programm, das dieses Format unterstützt, öffnen. Allerdings hat man auch die Möglichkeit, PDF‐ und HTML‐Fassungen von seinem Geschreibsel zu exportieren. Die PDF‐Datei eignet sich hierbei besonders gut zum Ausdrucken, die HTML‐Fassung lässt sich mit ein paar Klicks auf Wunsch bei einer Webseite einbinden.

Auf Android, iOS und macOS gibt es einen integrierten File‐Explorer (Screenshot: TechnikNews, 2018)

Texte lassen sich ohne Probleme automatisch während dem Schreiben lokal abspeichern, auch das synchronisieren mithilfe von Clouddiensten ist möglich. Auf allen Plattformen, außer bei Windows. Umgehen lässt sich dieses Problem mit Tools wie Backup&Sync von Google. Schade. Im übrigen gibt es auch keinen integrierten File‐Explorer, den es in der App für macOS, Android und iOS schon gibt. Mit einem zukünftigen Update könnte dieser Kritikpunkt allerdings aus der Welt geschaffen werden.

Praktisch ist auch, dass die geschriebenen Texte über das Smartphone direkt auf WordPress oder Medium hochgeladen werden können. Hierfür muss man sich allerdings mit dem jeweiligen Konto in der iA Writer‐App anmelden.

Preise, Verfügbarkeit und Fazit

Alles in allem benutze ich iA Writer sehr gerne. Definitiv werde ich diese App auch weiterhin benutzen. Besonders gut hat mir die minimalistische Oberfläche gefallen, da diese sehr hilft, sich auf seine Arbeit zu konzentrieren. Allerdings hoffe ich, dass wir in iA Writer auf Windows bald einen integrierten File‐Explorer mit Google Drive‐ und Dropbox‐Unterstützung sehen werden.

iA Writer gibt es auf jeder Plattform, die man sich wünschen kann. Die App für Android ist gratis, dieselbe für iOS kostet derzeit allerdings 5,50€. Für die Windows‐App muss man dann schon ganze 20€ hinblättern, für die macOS‐App werden knapp 50€ fällig. Manche werden das jetzt bestimmt überteuert finden, ich bereue den Kauf auf jeden Fall nicht.

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David Haydl

David wohnt in Graz und ist nun schon seit einem Jahr bei TechnikNews. Technik hat ihn schon immer durch sein Leben begleitet, dies möchte er hier gerne schriftlich festhalten. Aktuell schreibt er Artikel zu diversen Neuigkeiten in der Technikwelt, Apptests und den TechnikNews Weekly, welcher seine Idee war. Hin und wieder erscheinen von ihm auch Testberichte und Kolumnen.

David hat bereits 213 Artikel geschrieben und 50 Kommentare verfasst.

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