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Mazda 6e im Test: Gutes Leisten mit vereinten Kräften

Mazda 6e Beitragsbild
Bild: TechnikNews
(Beitragsbild: © 2026 TechnikNews)

Mazda und die Elektromobilität, das war bisher eine eher schwierige Beziehung. Während Pioniere wie Nissan schon vor über einem Jahrzehnt mit dem Leaf vorlegten, blieb Mazda mit dem MX-30 und seiner überschaubaren Reichweite eher in der Nische. Doch im Jahr 2026 wendet sich das Blatt: Der Mazda 6e rollt auf den Markt. Entstanden aus einer Kooperation, die modernes Infotainment und effiziente E-Technik mit dem klassischen Mazda-Design verbindet, verspricht er, die europäische Konkurrenz ordentlich unter Druck zu setzen. Wir haben den Mazda 6e in der Top-Ausstattung „Takumi Plus“ zwei Wochen lang im Alltag getestet.

tl;dr: Wirklich sehr überzeugend, mit kleinen Patzern.

Der Mazda 6e erweist sich im Test als echte Überraschung und punktet vor allem durch eine Materialqualität im Innenraum, die selbst deutlich teurere Konkurrenzmodelle alt aussehen lässt. Während das Design der klassischen Kodo-Linie treu bleibt und mit Details wie einem elektrisch ausfahrbaren Heckspoiler spielt, überzeugt der Antrieb durch eine hohe Effizienz von rund 16,9 kWh auf 100 Kilometern. Ein kritischer Punkt ist jedoch die Wahl des Akkus: Man sollte unbedingt zum Standard Range mit LFP-Technik greifen, da dieser deutlich schneller lädt als das teurere Long-Range-Modell. Trotz kleinerer Software-Bugs bei der Laderoutenplanung bietet Mazda hier für rund 45.000 Euro ein Gesamtpaket an, das in Sachen Preis-Leistung aktuell kaum zu schlagen ist.

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Design: Kodo-Eleganz trifft auf technisches Spielzeug

Von vorne ist der Mazda 6e sofort als solcher zu erkennen. Die Front ist klassisch gehalten, wobei das beleuchtete Logo ein modernes Statement setzt – auch wenn dieses aufgrund von EU-Regularien nur im Stand leuchten darf. Mit einer stattlichen Länge von 4,92 Metern steht die Limousine kräftig auf ihren 19-Zoll-Felgen. Besonders die ikonische rote Sonderlackierung schmeichelt den fließenden Formen des Fahrzeugs.

Das eigentliche Highlight wartet jedoch am Heck. Mazda hat dem 6e einen elektrisch ausfahrbaren Heckspoiler spendiert. Dieser fährt entweder automatisch ab 90 km/h aus oder lässt sich per Knopfdruck am Lenkrad steuern. Bei einer Leistung von 258 PS ist er zwar technisch gesehen eher „Show“, sorgt aber für einen massiven Coolness-Faktor, den man in dieser Preisklasse sonst vergeblich sucht.

Innenraum: Luxus-Niveau in der Mittelklasse

Wer den Innenraum des Mazda 6e in der Takumi Plus Ausstattung betritt, wird von zweifarbigem Nappaleder und hochwertigsten Oberflächen begrüßt. Die Verarbeitung ist auf einem Niveau, das an Premium-Marken wie Genesis erinnert. Besonders auffällig sind Details wie die stoffbespannten Lautsprecher des Sony-Systems oder das mit Samt ausgekleidete Handschuhfach.

Platztechnisch überzeugt der 6e ebenfalls. Selbst Personen mit einer Größe von 1,80 m finden im Fond bequem Platz. Ein nettes Gimmick ist das zweigeteilte Glasdach mit elektrischen Rollos, die sich separat für vorne und hinten steuern lassen. Für das Gepäck gibt es einen 456 Liter fassenden Kofferraum sowie einen großzügigen 75-Liter-Frunk unter der Fronthaube, der sogar mit Stoff ausgekleidet ist.

Software & Infotainment: Ein riesiger Sprung nach vorne

Das Infotainment wird über ein großes, zentrales Display gesteuert, dessen UI stark an moderne Systeme von BMW oder Mercedes erinnert. Die Bedienung läuft flüssig, die Menüs sind logisch strukturiert und die deutsche Übersetzung ist hervorragend.

Besonders beeindruckend ist das 360-Grad-Kamerasystem. Es bietet nicht nur eine exzellente Auflösung, sondern auch Features wie eine Felgenkamera (ideal für Waschstraßen) und eine „Transparent-Chassis“-Ansicht, bei der man virtuell durch das Auto auf den Boden unter sich blicken kann. Dennoch gibt es Kinderkrankheiten: Die Gestensteuerung funktionierte im Test kaum und die Lade-Routenplanung der Navigation hatte mit Netzwerkfehlern zu kämpfen. Hier muss Mazda per Over-the-Air-Update dringend nachbessern.

Akku & Laden: Vorsicht bei der Modellwahl

Hier müssen potenzielle Käufer aufpassen. Mazda bietet zwei Akku-Varianten an:

  1. Standard Range (68 kWh LFP-Akku): Unsere Empfehlung. Er lädt mit bis zu 165 kW. Im Test erreichte er einen Durchschnitt von ca. 120 kW und lud von 10 auf 80 % in etwa 26 Minuten.

  2. Long Range (80 kWh NMC-Akku): Klingt verlockend, ist aber eine Enttäuschung. Die Ladeleistung ist hier auf 90 kW begrenzt, was den Ladevorgang auf 45 Minuten streckt. Das ist im Jahr 2026 nicht mehr zeitgemäß.

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Wer also nicht nur Kurzstrecken fährt, ist mit dem kleineren Akku paradoxerweise schneller am Ziel, da die Ladestopps deutlich kürzer ausfallen.

Fahreindruck: Komfortabler Gleiter mit Effizienz-Genen

Mit 258 PS sprintet der Mazda 6e in 7,5 Sekunden auf 100 km/h. Das Fahrwerk ist komfortabel abgestimmt und erinnert an den VW ID.7 – es bügelt Unebenheiten souverän weg, ohne dabei schwammig zu wirken.

Die Assistenzsysteme machen in 85 % der Fälle einen guten Job. Der Lenkassistent hält das Fahrzeug sicher in der Spur, reagiert aber manchmal etwas ruppig, wenn er die Spurführung abgibt. Ein kleiner Wermutstropfen: Mit aktivem Lenkassistenten ist die Geschwindigkeit auf 130 km/h begrenzt. Wer schneller fahren möchte (bis zu 175 km/h Spitze), muss den Assistenten deaktivieren und manuell lenken.

Beeindruckt hat uns die Effizienz: Trotz der Größe der Limousine kamen wir im Testalltag auf einen Durchschnittsverbrauch von 16,9 kWh pro 100 km, was für eine Reichweite von weit über 400 Kilometern im Standard-Modell spricht.

Fazit: Der Preis-Leistungs-König aus Fernost?

Der Mazda 6e ist eine echte Überraschung. Er kombiniert das wunderschöne Design, für das Fans die Marke lieben, mit einer modernen Elektro-Plattform, die effizient und leistungsstark ist.

ProContra
Hervorragende MaterialqualitätUnverständliche Ladedrosselung beim Long Range
Sehr effizienter AntriebSoftware-Bugs bei der Routenplanung
Umfangreiche SerienausstattungLenkassistent steigt manchmal unsanft aus
Unschlagbarer Einstiegspreis

Für rund 45.000 Euro bekommt man hier ein Auto, das sich vor einem BMW i4 oder VW ID.7 nicht verstecken muss. Wer auf die maximale Reichweite des Long Range verzichten kann und stattdessen den schneller ladenden Standard Range wählt, erhält eine der derzeit besten Elektro-Limousinen auf dem Markt.

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Dominik Lux

Dominik ist 23 Jahre alt und sehr interessiert an neuer Hardware bei Smartphones, sowie im VR- und AR-Bereich. Er schreibt gerne Artikel über diese Themen. Er hat einen Fable für Smartphones und Gadgets, als auch für die Elektromobilität. Somit schreibt er momentan fleißig im Mobilitätsressort hier auf TechnikNews.

Dominik hat bereits 172 Artikel geschrieben und 9 Kommentare verfasst.

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