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Mini Cooper SE im Test: Klein in jeder Hinsicht?

Mini Cooper SE Beitragsbild
Bild: TechnikNews
(Beitragsbild: © 2023 TechnikNews)

MINI Cooper SE, so heißt der erste vollelektrische MINI Cooper. Von außen sieht er aus wie der normale Mini Cooper S. Aber im Inneren steckt die Technik aus dem BMW i3s. Kann der elektrische MINI trotz seiner geringen Reichweite im Alltag überzeugen?

Vorweg muss man sich bewusst sein, dass der MINI Cooper SE kein Langstreckenauto ist. Er kann im Alltag nämlich nur maximal 150 km weit fahren. Dennoch hat er einige Vorteile. Diese wollen wir euch in diesem Testbericht zeigen und vielleicht ist er als Zweitwagen für die Stadt dennoch eine Option für den Ein oder Anderen.

Design: Typisch MINI

Das Design ist dem Verbrenner MINI treu geblieben. Wir haben die RESOLUTE Edition bei uns im Test gehabt. Beim elektrischen MINI gibt es unter anderem keine separaten Nebelscheinwerfer. Das Dach ist weiß, so wie man es kennt. Der MINI gilt als sehr einzigartiges Fahrzeug, da man hier viele Designmöglichkeiten im Konfigurator hat. Ebenfalls neu beim elektrischen MINI, das Dach kann einen Farbverlauf erhalten, wenn man dies wünscht.

Per Aufkleber sind im Resolute Trim noch Streifen auf der Motorhaube zu finden. Die Spiegelkappen sind in Weiß gehalten. Das S vorne ist gelb gehalten und weist ebenfalls auf die Elektrifizierung des MINIs hin. Am Heck befinden sich die Union Jack Rückleuchten, die zur Serie beim elektrischen MINI gehören. Ebenfalls ein Elektro-Badge in Gelb befindet sich links unten. Das Design ist halt typisch MINI, nichts Gewagtes, sondern traditionell so wie man es kennt. Aber uns gefiel das Design definitiv.

Innenraum: Kompakt & Retro-Feeling

Das würde den Innenraum vom MINI Cooper SE wohl am besten beschreiben. Man darf bei dem MINI natürlich nicht einen großen Innenraum erwarten, das ist verständlich. Aber dennoch hat man durchaus genug Platz bei 1,85 m Körpergröße. Laut MINI sollen wohl auch 2 m Personen auf dem Fahrer oder Beifahrersitz Platz nehmen können. Dies konnten wir mangels 2 m Person nicht ausprobieren. Aber mit viel Glück könnte das auch noch so gerade funktionieren.

Die Rücksitze sind eher eine Staumöglichkeit und nicht wirklich für Personentransporte gedacht. Zumindest passen dort nur Kinder oder kleinere Personen bequem rein, wenn man vorne auch schon zwei Personen untergebracht hat. Im Alltag ist es wohl eher für 2 Personen gedacht. Der Kofferraum ist übrigens optisch nicht viel größer als der im Fiat 500E, soll aber laut Literangaben etwas mehr fassen können. Für 1-2 Einkaufstaschen sollte genügend Platz sein. Perfekt für die Stadt eben. Die Düsen für die Belüftung sind in Kreisform wie bei einige anderen Herstellern angebracht. Das führt dazu, dass man sie sehr gut verstellen kann. Der Infotainmentbildschirm ist in einer runden Form (aber immer noch quaderförmig), in der Mitte des MINI Cockpits angebracht. Es wirkt alles eher klassischer. Hinter dem Lenkrad befindet sich noch ein TFT Bildschirm mit Geschwindigkeitsanzeige und weiteren nützlichen Einblendungen, wie etwa des aktuellen Verbrauchs oder auch des Leistungsabrufens.

Ebenfalls findet sich in Form eines ausfahrbaren Plexiglases ein HUD (Head-up-Display) als optionales Extra im elektrischen MINI. Dieses ist aber mehr Head-on-Motorhaube, als wirklich auf der Straße. Dennoch bringt es einem die wichtigsten Infos ins Sichtfeld ohne ablenkend nach unten gucken zu müssen. Also der eigentliche Sinn eines HUDs wird hier definitiv erreicht.

Infotainment: iDrive ähnlicher Controller und einfache Bedienung

Im aktuellen MINI Cooper SE läuft eine ähnliche Software wie man sie bei BMW direkt kennt. Trotzdem natürlich angepasst auf das MINI Ökosystem. Wir vermuten hier BMW OS 6 oder 7 hinter den angepassten MINI Grafiken. Welches trotzdem flüssig im Alltag läuft und sogar kabelloses Apple CarPlay bietet. Leider vermissen wir eine Möglichkeit, Android Auto mit Kabel oder kabellos überhaupt zum Laufen zu bringen, denn diese Möglichkeit fehlt im MINI komplett.

Mini Cooper SE Innen 2

Bild: TechnikNews

Eine eingebaute Spotify Anbindung gibt es zwar „irgendwie“, aber dafür muss man einige Hürden überkommen und sogar auf eine Drittanbieter-App auf Android zurückgreifen. Da hoffen wir mal, dass der neue MINI hier Abhilfe schaffen kann. Eine Rückfahrkamera mit Abstandsensorik gibt es natürlich auch im MINI. Diese funktionierte im Test auch immer sehr zuverlässig. Abstandssensorik ist aber nur vorne und hinten vorhanden. Aufgrund der überschaubaren Größe des Fahrzeugs sollte dies jedoch kein Ausschlusskriterium darstellen.

Fahreindruck: Ja, es ist ein Gokart!

MINI wirbt ja schon seit längerem mit dem Gokart Fahrgefühl. Man sitzt quasi direkt auf der Straße, und fühlt sich dank des Front-E-Motors mit 135 kW Leistung (ca. 184 PS) definitiv nicht untermotorisiert. Sollte man im Normalen- oder im Sportmodus fahren. Der Eco Mode oder gar Eco+ Mode sind dann für diejenigen gedacht, die maximale Reichweite und sanfte Beschleunigung bevorzugen.

Im Sport Modus wird das MINI-Symbol im System gegen ein Gokart-Symbol ausgetauscht. Damit weiß auch jeder direkt, jetzt geht es wirklich zur Sache! In 7,3 Sekunden sprintet der kleine MINI von 0 auf 100 km/h. Eine Launch Control hat er nicht an Bord.

Ist die Reichweite wirklich ein Problem?

Nein, denn der MINI platziert sich als reines Stadtauto. Längere Strecken sind aufgrund des kleinen Cockpits eher nicht zu bewältigen. Dazu kommt die realistische Reichweite von 150 bis 180 km. Wenn man aber in der Stadt wohnt oder eher kürzere Strecken täglich fahren muss, dann bietet der elektrische MINI definitiv ein sehr angenehmes Fahrgefühl. Er kann sogar auf Knopfdruck sehr sportlich werden. Einzig das Aufladen dürfte ein kleines Problem darstellen, sollte man sich mal auf die ein oder andere längere Strecke wagen. Denn der MINI Cooper SE kann nur mit maximal 50 kW nachladen. Das ist für 2023 leider kein guter Wert. Aber wer sowieso nur an der heimischen Wallbox oder z.B. beim Arbeitgeber mit 11 kW nachlädt, den interessiert dies wahrscheinlich sowieso nicht. Dennoch wäre eine schnellere Nachladegeschwindigkeit wünschenswert gewesen. Da hoffen wir natürlich auch wieder auf das kommende neue elektrische MINI Modell.

Weiteres: Soundsystem, Assistenz etc.

Unter anderem verbaut BMW beim elektrischen MINI ein Harman Kardon System. Dieses ist für die Größe des Wagens wirklich gut. Tiefe Bässe dürfen natürlich nicht erwartet werden. Aber es ist definitiv im Alltag mehr als ausreichend, vor allem da die Fahrten innerstädtisch meistens nicht so lange andauern. Ein gutes Stop n‘ Go Assistenzsystem ist trotzdem gewünscht. Und MINI liefert einen etwas ruppigen, aber dennoch guten Assistenten mit. Von einer Lenkassistenz fehlt jeder Spur. Die bekommt man auch für gute Worte oder viel Geld nicht. Ob man sie wirklich braucht, ist jedem selbst überlassen.

Notbremsassistent etc. sind natürlich mit an Bord. Für den neuen elektrischen MINI wünschen wir uns natürlich einen guten Lenkassistenten und vielleicht auch eine Totwinkel-Erkennung.

Fazit: Ist der MINI das perfekte Stadtauto?

Ja, er ist definitiv ein sehr gutes (und kleines) Stadtauto. Die Parkplatzsuche dürfte wirklich leicht fallen. Zwar nicht so leicht wie mit einem Smart, aber dennoch leichter als mit den immer größer werdenden Limos und SUVs. MINI bietet einiges für das Geld. Aber unserer Meinung nach nicht genug. Denn unser Testwagen liegt bei 43.000 Euro. Dort sind aber noch nicht mal eine Lenkrad- oder Sitzheizung an Bord. Diese gibt es optional noch hinzu zu bestellen.

Dies könnte auch dem Faktor geschuldet sein, dass der MINI eine echte Stilikone ist. Eben wie bei Apple: Man gibt viel Geld aus, obwohl es andere Marken besser oder gleich gut für weniger Geld hinbekommen. Dennoch findet der elektrische MINI eben seine Käufer. Auch unter Fahranfängern ist der MINI eine gute Wahl. Nicht zu groß, bietet gute Knautschzonen, und fährt stabil und sicher im Straßenverkehr mit. Dazu ist er wirklich sehr wendig.

Wir können den MINI Cooper SE den Leuten empfehlen, die ein kleines Auto suchen und denen Reichweite als Faktor Nummer 1 erstmal egal ist. Trotzdem würden wir diesen Leuten auch empfehlen abzuwarten, da bald der neue MINI Cooper in seiner komplett elektrischen Form auf den Markt kommen wird. Wir halten euch da natürlich weiterhin auf dem Laufenden. Für etwas mehr Reichweite und noch mehr Wendigkeit könnt ihr euch gerne mal unseren Fiat 500E Testbericht durchlesen. Er bietet eine attraktive Alternative zum MINI Cooper SE!

Danke an BMW Deutschland, dass wir den MINI Cooper SE bei uns für 2 Wochen testen durften!

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Dominik Lux

Dominik ist 21 Jahre alt und sehr interessiert an neuer Hardware bei Smartphones, sowie im VR- und AR-Bereich. Er schreibt gerne Artikel über diese Themen. Er hat einen Fable für Smartphones und Gadgets, als auch für die Elektromobilität. Somit schreibt er momentan fleißig im neuen Mobilitätsressort hier auf TechnikNews.

Dominik hat bereits 107 Artikel geschrieben und 7 Kommentare verfasst.

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