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Narwal Freo im Test: Der beste Saug- und Wischroboter für 700 Euro?

Narwal Freo Titelbild
Bild: TechnikNews
(Beitragsbild: © 2024 TechnikNews)

Vor einiger Zeit stellte der bisher vor allem in China bekannte Hersteller Narwal mit dem Freo einen neuen Saug- und Wischroboter vor, welcher mit einigen Innovationen daherkommt und vor allem mit seiner Wischleistung punkten soll.

Im Vergleich zu Konkurrenz soll der Freo vor allem mit seiner Wischleistung und einigen Features, wie der automatischen Schmutzerkennung, punkten können. Im Vergleich zu seinem Nachfolger, dem Narwal Freo X Ultra hingegen verzichtet er auf einige Features, wie die Objekterkennung und die deutlich gesteigerte Saugkraft. Wie mir der Freo im Test gefallen hat und ob ich ihn euch empfehlen kann, könnt ihr im Folgenden lesen.

tl;dr

Narwal hat mit dem Freo einen wirklich tollen Saug- und Wischroboter auf den Markt gebracht. Insgesamt hat mir der Roboter im Test wirklich sehr gut gefallen und konnte mich vor allem mit seiner wirklich guten Wischleistung und seinen vielen Features überzeugen. Auch die Navigation, das Design und die Verarbeitung haben mir wirklich gut gefallen. Die App sowie die Einrichtung über diese haben mir ebenfalls gut gefallen und sind sehr einfach aufgebaut. Die Saugkraft würde ich weder als Stärke noch als Schwäche sehen, da sie zwar für die meisten Situationen ausreichend ist, jedoch gerade für die Teppichreinigung deutlich stärker sein könnte. Hat man allerdings nur wenige oder gar keine Teppiche, sollte man mit der vorhandenen Saugkraft auch sehr gut zurechtkommen. Mein einziger größerer Kritikpunkt am Freo ist die fehlende Absaugfunktion in der Reinigungsstation. Dank eines verhältnismäßig großen Staubbehälters reichte es in unserem Haushalt aus, diesen etwa ein mal pro Woche auszuleeren.

Jedem, der vor allem einen hochwertigen Roboter mit starker Wischleistung sucht, kann ich den Freo empfehlen. Er bietet ein wirklich starkes Gesamtpaket für einen verhältnismäßig niedrigen Preis in der Klasse der Premium Putzroboter. Manchen Leuten, die viele Teppiche oder Haustiere haben, würde ich trotzdem eher dazu raten, den Nachfolger Freo X Ultra zu kaufen, da Narwal hier einiges verbessert hat. Darunter sind zum Beispiel die deutlich gesteigerte Saugkraft und eine Objekterkennung. Für viele Leute sollte der „normale“ Freo aber mehr als ausreichen. Kaufen könnt ihr den Roboter bei allen gängigen Elektrofachmärkten, sowie bei Narwal selbst für einen Preis von etwa 700 Euro.

Unboxing & Lieferumfang

Der Freo kommt in einer schlichten Verpackung aus weißem Karton, in der sich die Reinigungsstation sowie ein weiterer Karton befinden. In dem zweiten Karton finden sich dann der Roboter selbst sowie eine Aufbauanleitung. Ein dritter Karton, in dem sich das Reinigungsmittel sowie die Seitenbürsten befinden, findet sich dann noch in der Reinigungsstation. Der Lieferumfang fällt insgesamt aber sehr überschaubar aus und bietet leider weder ein weiteres Paar Wischmopps noch eine weitere Kartusche Reinigungsmittel, was ich schade finde.

Ersteinrichtung & Inbetriebnahme

Nachdem man den Roboter dann ausgepackt hat, den Wassertank aufgefüllt hat und alle Aufkleber entfernt hat, sollte man sich die Narwal App auf sein Smartphone oder Tablet laden. Diese führt einen dann einfach erklärt, Schritt für Schritt, durch den Einrichtungsprozess. Als Erstes verbindet man den Roboter und seine Station mit seinem WLAN. Danach erstellt der Roboter eine Karte von der Wohnfläche, was etwa 5 Minuten dauert. Zum Schluss sollte man sich die App etwas genauer anschauen und alle Einstellungen nach seinen eigenen Bedürfnissen anpassen.

Design & Verarbeitung

Das Design des Roboters und seiner Station gefällt mir richtig gut. Beide bestehen nahezu komplett aus glänzendem weißem Kunststoff, welcher nur durch einige Details aus mattem Grauen unterbrochen wird. Auf der Oberseite des Roboters finden sich ein Start-Stopp-Knopf sowie der LIDAR-Sensor. Vorne und auf der rechten Seite finden sich dann noch 2 weitere Sensoren, die zur Navigation und zur Wanderkennung beitragen. Auf der Unterseite finden sich dann noch die Hauptbürste sowie die zwei Seitenbürsten und die zwei Wischmopps. Auch die 5 Absturzsensoren sowie ein Sensor zur Teppicherkennung finden sich dort. Der 480 Milliliter große Staubbehälter sowie ein Reinigungswerkzeug finden sich unter einer Klappe auf der Oberseite. Die Verarbeitung hat mir auch richtig gut gefallen und ist auf Spitzenlevel. Nichts knarzt oder fühlt sich schlecht an.

Navigation & Hinderniserkennung

Wie auch fast alle anderen Premium Saugroboter benutzt der Freo hauptsächlich einen LIDAR-Sensor zur Navigation. Neben diesem besitzt der Roboter auch einen Wandabstandssensor und viele weitere kleinere Sensoren, die zur Navigation beitragen. Leider besitzt der Freo aber sonst keine Sensoren zur Hinderniserkennung, was sehr schade ist. Das heißt, dass Hindernisse weder erkannt noch umfahren werden und somit nur durch den Frontbumper wahrgenommen werden können, was wiederum dazu führen kann, dass diese quer durch den Raum geschoben werden. Trotzdem hat mir die generelle Navigation in meinem Testzeitraum immer sehr gut gefallen. Der Roboter fand sich immer gut zurecht und navigierte schnell und zuverlässig durch den Raum.

Saugleistung

Narwal setzt beim Freo auf eine Kombination aus einer Hauptbürste aus Borsten und einer Saugleistung von 3000 Pascal. Damit gehört der Freo auf dem Papier leider nicht gerade zu den starken Saugrobotern, sondern eher zu den schwachen. Im Alltag empfand ich die Saugleistung dennoch fast immer als mehr als ausreichend. Lediglich mit gröberen Verschmutzungen auf Teppichen gerät der Roboter trotz aktiviertem Teppich-Boost oft mal an seine Grenzen. Über die App lässt sich die Saugstärke in mehreren Stufen einstellen. Ich persönlich empfand die mittlere Saugstufe als beste für die tägliche Nutzung, da sie der beste Kompromiss aus Saugleistung und Lautstärke ist.

Mit Haaren kam die Borstenwalze jedoch nicht wirklich gut klar, da sie sich in ihr verfingen. Aus diesem Grund kaufte ich nach einiger Zeit die separat erhältliche Gummiwalze, welche sich bauartbedingt deutlich besser für die Aufnahme von Haaren eignet. Warum Narwal den Roboter nicht direkt mit der Gummiwalze verkauft, erschließt sich mir nicht, da so gut wie alle Konkurrenten diese auch standardmäßig mitliefern. Die Saugleistung verschlechtert sich durch diese nicht und man hat so gut wie keine Probleme mehr mit der Einwicklung von Haaren. Insgesamt betrachtet war ich aber nach dem Tausch der Hauptbürste wirklich zufrieden mit der Saugleistung des Freos.

Wischleistung

Die Wischleistung des Freos ist auf einem sehr hohen Niveau und gehört zu den besten auf dem Markt. Narwal setzt hier auf dreieckige Wischmopps, die sich 180 Mal pro Minute drehen und einen Druck von 12 Newton auf den Boden ausüben, um auch hartnäckige Flecken zuverlässig entfernen zu können. Erkennt der Roboter einen Teppich, kann er die Wischer um 12 Millimeter anheben, um den Teppich nicht nass zu machen, was überdurchschnittlich ist. Der Freo war der erste Roboter, welcher dank der Edge Swing Technologie auch Kanten wischen konnte. Das funktioniert, indem er sich, wenn er Kanten erkennt, leicht zu dieser mit dem Wischer dreht. Im Test hat das auch immer zuverlässig funktioniert. Viele Konkurrenten setzen mittlerweile aber auf einen ausfahrbaren Wischmopp, welcher noch etwas besser mit der Kantenreinigung klarkommt. Das heißt aber nicht, dass das Ergebnis des Freos schlecht ist, im Gegenteil.

Dank eines in der Reinigungsstation verbauten Sensors erkennt der Freo besonders schmutzige Bereiche im sogenannten Freo Modus und reinigt diese so lange, bis sie auch wirklich komplett sauber sind, was ein wirklich nützliches und cooles Feature ist. Die generelle Wischleistung hat mir im Test wirklich gut gefallen. Der Freo kam mit so gut wie allen Flecken ziemlich gut klar und entfernte diese immer zuverlässig. Auch die intelligente Schmutzerkennung im Freo Modus funktionierte wirklich gut und trug dazu bei, die Sauberkeit immer auf dem höchsten Niveau zu halten.

Akku & Laden

Im Freo verbaut Narwal einen 5200 Milliamperestunden großen Akku. Dieser hat eine für einen Saugroboter ordentliche Größe. Narwal gibt die Reinigungszeit mit bis zu 180 Minuten an. In Realität erreicht man diese Zeit allerdings nur dann, wenn man den Roboter auf der geringsten Saugstufe laufen lässt, was man aufgrund des schlechteren Reinigungsergebnisses allerdings nicht machen sollte. Auf Standardstufe sind dann aber noch 2 bis maximal 2,5 Stunden drin, was auch kein schlechter Wert ist. Ist der Akku dann einmal leer, wird er in etwa 2 Stunden wieder vollständig aufgeladen, was ebenfalls ziemlich gut ist.

Narwal App

Natürlich verfügt der Freo wie auch die meisten anderen Saugroboter über eine App, über die er gesteuert werden kann. Diese fällt beim Freo eher simple aus und beschränkt sich auf die wichtigen Dinge, was mir gut gefallen hat. Über sie lassen sich nicht nur mehrere Karten und Zeitpläne erstellen, sondern auch die Reinigungsmodi individualisieren. Natürlich lässt sich der Roboter über die App auch starten. Während der Reinigung wird dem User auf der Karte gezeigt, wo der Roboter gerade putzt und welche Bereiche er bereits gereinigt hat. Nach der Reinigung bekommt man dann einen Bericht, in welchen Bereichen es wie dreckig war und wo der Roboter gereinigt hat, sowie die Zeit, die er unterwegs war.

Immer wenn etwa die Tanks der Station gefüllt oder gelehrt werden müssen, oder ein Teil des Roboters geputzt oder ausgetauscht werden muss, schickt die App dem Benutzer eine Nachricht, was mir auch ziemlich gut gefallen hat. Leider hat die App aber auch ein paar kleinere Probleme, wie einige Übersetzungsfehler oder dass sie sich manchmal aufhängt und neu gestartet werden muss. Dennoch hat mich die App insgesamt gerade wegen ihres Aufbaus und ihrer Einfachheit überzeugen können.

Waschstation

Wie auch die meisten anderen Hersteller liefert Narwal seine Premium-Geräte wie den Freo mit einer Waschstation aus, welche dafür zuständig ist, die Wischmopps des Roboters während und nach der Reinigung sauber zu halten. Im Fall vom Freo bietet diese allerdings noch einige weitere spannende Features wie einen Schmutzerkennungssensor und eine Warmluft-Mopptrocknung. Jedoch hat sie einen großen Nachteil.

Aber fangen wir von vorne an. Das Design der Station ist ziemlich schlicht und modern gehalten. Sie besteht nahezu komplett aus weißem Kunststoff in Hochglanz-Optik und lässt sich damit gut in den Wohnbereich integrieren. Wirklich cool und auch ziemlich einzigartig ist das runde LC-Display, welches sich auf dem Deckel der Station befindet. Über dieses lassen sich alle wichtigen Funktionen des Roboters steuern, falls man gerade nicht die App zur Hand hat. In der Station befinden sich dann noch ein Frisch- und ein Abwassertank, die 4,5 beziehungsweise 4,1 Liter groß sind, sowie eine 930 Milliliter große Reinigungsmittelkartusche. Leider sucht man einen Staubbeutel für eine Absaugfunktion aber vergeblich, was neben der fehlenden Objekterkennung auch der meiner Meinung nach größte Nachteil am Freo ist.

Während der Reinigung kehrt der Roboter je nach Einstellung oft oder weniger oft zur Station zurück, um seine Mopps zu reinigen. Dieser Vorgang ist allerdings teilweise ziemlich laut und kann auch etwas stören. Gut wiederum ist, dass dank eines in der Station integrierten Sensors auch erkannt wird, wie schmutzig das Abwasser und somit auch der Boden im zuvor gewischten Bereich ist und dann nach Bedarf nochmal nachgewischt, was in der Praxis gut funktionierte. Nach der Reinigung trocknet die Station für etwa 2 Stunden die Wischmopps mit 40 Grad warmer Luft, was man zwar durchaus hört, ich persönlich aber nicht als wirklich störend empfand. Insgesamt hat mir die Station und ihre Reinigungsleistung aber wirklich gut gefallen.

Narwal Freo Station Reinigungsplatte

Bild: TechnikNews

Reinigung & Wartung

So selbstständig der Freo auch mit der Reinigung der Wischmopps auch ist, muss er trotzdem nach einer gewissen Zeit gewartet werden. Mindestens einmal im Monat sollte man die Waschschale der Wischmopps gründlich reinigen, da sich hier einige Ablagerungen und Verschmutzungen sammeln und somit auch das gesamte Reinigungsergebnis des Roboters verschlechtern können. Auch die Wischmopps selbst sollte man meiner persönlichen Meinung nach alle 2 bis 4 Wochen einmal von Hand oder in der Waschmaschine gründlich waschen, da sie nur so lange halten und wirklich sauber bleiben. Die Wassertanks sollte man auch alle paar Monate einmal gründlich reinigen, da sich hier auch Ablagerungen bilden und der Schmutzwassertank mit der Zeit anfängt zu stinken.

Um das Reinigungsergebnis konstant gut zu halten, müssen auch einige Teile regelmäßig ausgewechselt werden. Die Seitenbürsten sowie die Hauptbürste nutzen sich leider auch ab und müssen etwa nach 6 bis 12 Monaten getauscht werden. Gleiches gilt für die Wischmopps, die ich etwa alle 3 bis 6 Monate je nach Abnutzungsgrad tauschen würde. Auch die Reinigungsmittelkartusche muss man natürlich tauschen, falls sie leer wird, was bei mir nach etwa 6 Monaten bei fast täglicher Reinigung der Fall war.

Preise & Verfügbarkeit

Der Freo hat eine unverbindliche Preisempfehlung von 799 Euro, allerdings kostet er mittlerweile nur noch etwa 650 bis 700 Euro, was ich für das Gebotene durchaus gerechtfertigt finde. Der Nachfolger Freo X Ultra, der einige deutliche Verbesserungen bietet, kostet etwa 200 bis 250 Euro mehr. Für Leute, denen vor allem eine Hinderniserkennung und eine gesteigerte Saugkraft wichtig sind, kann sich dieser Aufpreis zwar lohnen, jedoch bietet der „normale“ Freo meiner Meinung nach auch wirklich viel für sein Geld. Erhältlich ist der Roboter bei allen gängigen Elektrofachmärkten, sowie bei Narwal selbst.

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Jonas Wilhelm

Jonas wohnt in der Nähe von Ingolstadt und ist schon über ein Jahr bei TechnikNews. Er schreibt für die Seite regelmäßig Testberichte und News. In seiner Freizeit informiert er sich gerne über die neuste Technik, wenn er nicht gerade dabei ist viel zu laut Musik zu hören oder sich Serien anzuschauen. Außerdem trifft er sich oft mit seinen Freunden und kocht gerne.

Jonas hat bereits 31 Artikel geschrieben und 1 Kommentare verfasst.

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