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Redmi Note 10 5G im Test: Ein Gerät zu viel

Xiaomi Redmi Note 10 5G Titelbild
Bild: TechnikNews
(Beitragsbild: © 2021 TechnikNews)

Mit dem Redmi Note 10 hat der chinesische Hersteller Xiaomi ihre günstige Redmi-Serie um ein 5G Smartphone erweitert. Dank Xiaomi Deutschland konnten wir das Gerät für zwei Wochen testen.

Design und Verarbeitung

Das Redmi Note 10 5G ist fast baugleich mit dem Redmi Note 10 Pro, welches bereits durch seine gute Verarbeitung punkten konnte. Lediglich das Kamera-Design ist leicht verändert. Die Rückseite des Gerätes besteht aus Kunststoff, die Vorderseite aus Gorilla Glass 3.

Die Rückseite fühlt sich aber nicht stark nach Kunststoff an, sondern erzeugt ein künstliches Glas Gefühl. Dabei ist der Kunststoff relativ matt gehalten, dies ist vor allem gut gegen Kratzer, Staub und Fingerabdrücke.

Redmi Note 10 5G: Display

Das Display ist leider nicht wie beim kompletten Rest der Redmi Note 10 Reihe ein OLED-Display, sondern nur ein 6,5“ 90Hz Full-HD+ LCD-Display. Wer also LCD ausschließt, der sollte zu einem der anderen Redmi Note 10 Geräte greifen. Trotz dessen ist das LCD-Panel sehr solide. Es unterstützt Adaptive-Sync bis 90 Hz, also 30, 50 und 90Hz.

Xiaomi Redmi Note 10 5G Display

Das Display des Note 10 5G ist leider nur ein LCD (Bild: TechnikNews)

Durch die hohe Auflösung sind bei normaler Betrachtung kaum Pixel zu sehen, doch das Display wird mit maximal 500 Nits nur ausreichend hell. Bei sehr hoher Sonneneinstrahlung kann es also zu Problemen beim Lesen von Inhalten kommen.

Hardware

Doch warum kauft man das Redmi Note 10 5G und kein anderes aus der Serie? Genau, 5G. Dies liegt am Prozessor, dem 7 nm Chip „Dimensity 700“ aus dem Hause MediaTek. Dieser ist effizient und für seinen geringen Preis durchaus performant.

Alltags Apps liefern rund, gerade auch welche, die in günstigen Smartphones gerne mal ruckeln. Dazu zählen Google Maps (Navigation), Spiele wie Call of Duty Mobile oder Social Media Apps wie Twitter. Performance Probleme gibt es nur bei neuen Apps, welche zum ersten Mal starten oder bei Spielen auf höchsten Einstellungen.

Xiaomi Redmi Note 10 5G Klinke

Das Redmi Note 10 5G hat weiterhin einen 3,5 mm Klinke-Anschluss (Bild: TechnikNews)

Das Smartphone gibt es mit 4 Gigabyte RAM und 64 bzw. 128 Gigabyte Speicher. Wem der RAM nicht ausreicht, der kann auch zum Poco M3 Pro greifen. Auf dieses Gerät werde ich in meinem Fazit aber auch eingehen.

Doch das Alleinstellungsmerkmal des Gerätes ist der 5G Mobilfunkstandard. Dieser bietet schnellere Datenübertragung und eine geringere Latenz. In Deutschland ist dieses Netz (in Städten bei Vodafone und Telekom) zwar schon gut ausgebaut, doch die Verträge sind noch sehr teuer. Wer sich also ein 200 Euro 5G Smartphone kauft, der wird voraussichtlich keinen 60-80 Euro 5G Vertrag abschließen. Außer man möchte sein Smartphone für 3-4 Jahre lang behalten.

Redmi Note 10 5G: Kamera/s

Die Kameras des Gerätes sind (wenn man die anderen Geräte der Serie ignoriert) für den Preis von ca 200 Euro echt gut. Das Smartphone hat eine 48 Megapixel Hauptkamera und zwei weitere Sensoren mit 2 Megapixel. Einer für Tiefeninformationen und einer für Makro-Fotos. Xiaomi setzt bei den Sensoren nicht auf Sony oder Samsung Sensoren, sondern auf welche von OmniVision. Diese sind auch in den günstigen Motorola-Smartphones zu finden.

Xiaomi Redmi Note 10 5G Kamera

Die Kamera sieht anders aus, als im Pro (Bild: TechnikNews)

Die Fotos sehen für so einen geringen Preis wirklich gut aus. Bei natürlichem Licht schießt der 48 Megapixel-Sensor (wird auf 12 Megapixel normal gebündelt) schöne Fotos. Natürliche Farben, guter Dynamikumfang. Wer also gerne Alltags-Fotos schießt, der wird mit dem Hauptsensor zufrieden sein. Im 48-Megapixel Modus steigt zwar die Qualität, doch bewegende Objekte werden schnell verschwommen. Der Vorteil im 48 Megapixel Modus liegt aber darin, dass ohne viel an Qualität zu verlieren im Bild gezoomt werden kann. Dies klappt gut. Die Makro-Kamera habe ich nur sehr wenig genutzt. Dies liegt aber auch daran, dass 2 Megapixel Makro-Kameras meist nur „Platzhalter“ sind und nur wenig bringen.

Die Kameras sind  von den anderen Geräten mal abgesehen  für den Preis recht gut. Nur das Redmi Note 10 Pro für ca 20-30 Euro mehr bietet um einiges mehr. Starke 108 Megapixel Kamera, einen Ultraweitwinkel (fehlt mir hier sehr) und trotzdem die beiden 2 Megapixel Sensoren.

Akku

Der Akku ist mit 5000 mAh groß bemessen und durch den Energiesparenderen Prozessor schafft das Smartphone in normaler Nutzung mindestens einen Tag. Realistisch sind also zwischen zwei und drei Tage Nutzung.

Das Redmi Note 10 und 10 Pro laden beide mit 33W, dies wird beim Redmi Note 10 5G gestrichen und es wird nur 18W verbaut. Eine Ladung von 0 auf 100 dauert also ca. zwei Stunden. Der Akku überzeugt also, doch beim Laden muss Geduld mitgebracht werden.

Software

Auf dem Gerät läuft MIUI 12, basierend auf Android 11. Für das Redmi Note 10 5G gilt für mich dasselbe wie für das Redmi Note 10 Pro.

„Schnelle Animationen, viele Einstellungsmöglichkeiten, leicht zu bedienen, doch leider kein Support versprechen“. In der Preis/Leistung gibt Xiaomi generell den Ton an, doch beim Support liegt Xiaomi noch hinter Samsung und Co.

Redmi Note 10 5G: Fazit

Das Redmi Note 10 ist ein gutes und günstiges 5G Smartphone. Doch es hat nur ein großes Problem: Xiaomi konkurriert sich mal wieder selbst aus. 1. Das Alleinstellungsmerkmal 5G kann für mich nicht überzeugen. Die meisten Kunden, welche nach einem günstigen Smartphone suchen, würden eher von OLED oder 120Hz profitieren. 5G ist aktuell nicht viel mehr als Marketing. Das Redmi Note 10 Pro gibt es bereits für ca. 20-30 Euro mehr und bietet OLED, 120Hz und eine viel bessere Kamera.

Das war aber scheinbar nicht genug. Xiaomi hat mit dem Poco M3 Pro das identische Gerät, doch mit mehr RAM und günstiger. Es gibt also für mich keinen ernsthaften Grund zum Redmi Note 10 5G zu greifen, außer vielleicht die Farben. Diese sollten aber keinen Aufpreis von fast 100 Euro darstellen. Es ist kein schlechtes Smartphone, sondern: Ein Gerät zu viel.

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Nils Ahrensmeier

Nils ist sehr interessiert in Mobile-Geräte wie Smartphones, Wearables und Kopfhörer. Er schreibt seit 2019 auf TechnikNews - vor allem News und Testberichte. In seiner Freizeit spielt er Schlagzeug und Klavier oder geht seinem Hobby, der Leichtathletik, nach.

Nils hat bereits 224 Artikel geschrieben und 21 Kommentare verfasst.

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