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VW ID.3 GTX Fire+Ice im Test: Feuer und Eis treffen auf Strom

ID.3 GTX Fire+Ice Beitragsbild
Bild: TechnikNews
(Beitragsbild: © 2026 TechnikNews)

Mit dem ID.3 GTX Performance Fire+Ice (was für ein langer Name…) bringt Volkswagen nicht nur eine besonders leistungsstarke Variante seines kompakten Elektrofahrzeugs auf die Straße, sondern zitiert gleichzeitig eine der ikonischsten Designlinien der Marke. Die Fire+Ice Edition ist eine klare Hommage an den legendären Golf 2 Fire+Ice aus den 1990er Jahren und verbindet sportliche Performance mit auffälligem Design und moderner Technik. Wir haben den ID.3 GTX Performance Fire+Ice ausführlich für euch getestet. 

tl;dr: Eine Hommage wie sie sein sollte.

Der VW ID.3 Performance GTX Fire+Ice verbindet starkes Elektro Drehmoment mit ikonischem Kultdesign. 326 PS Hinterradantrieb gute Reichweite und spürbar verbesserte Qualität machen ihn zum emotionalsten ID.3 bisher. Sportlich genug für Enthusiasten alltagstauglich für jeden Tag.

Videobericht:

Design und erster Eindruck: Ziemlich bunt.

Der ID.3 GTX Performance Fire+Ice hebt sich sofort vom restlichen ID Portfolio ab. Die exklusive Lackierung spielt je nach Licht mit kühlen Blau und Violetttönen sowie warmen Akzenten und sorgt für hohe Aufmerksamkeit, egal wohin man fährt. Ergänzt wird der Auftritt durch spezielle 20 Zoll GTX Felgen, mit dem passenden Namen „Locarno“ als Anspielung auf das jährliche ID.Treffen am gleichnamigen Ort, sowie abgedunkelte Details und dezente Fire+Ice Schriftzüge.

Die LED Lichtsignatur mit GTX-Tagfahrleuchten und beleuchtetem Frontband wirkt modern und hochwertig besonders bei Dunkelheit, leider fehlt vorne und auch hinten weiterhin das beleuchtete VW-Logo. Insgesamt vermittelt der ID.3 GTX Performance Fire+Ice aber deutlich mehr Sportlichkeit und Eigenständigkeit als die bekannten Serienmodelle. Mit seinen 4,26m und einer breite von 1,81m (ohne Spiegel) ist er ein richtiges Hatchback mit sportlichen Zügen geworden.

Innenraum und Verarbeitung: Endlich wieder gewohnte VW Qualität?

Im Innenraum setzt Volkswagen das Fire+Ice Thema konsequent fort. Die Sportsitze greifen das Farbkonzept auf und bieten guten Seitenhalt ohne den Komfort zu vernachlässigen. Es gibt sogar eine ziemlich gute Massagefunktion. GTX Logos Kontrastnähte und exklusive Zierelemente sorgen für einen eigenständigen Look. Nicht wie eine 1:1 Kopie des Original Fire+Ice Golf 2.

Die Materialqualität hat im Vergleich zu frühen ID.3 Modellen spürbar zugelegt. Die wichtigsten Kontaktflächen fühlen sich hochwertig an und die Verarbeitung wirkt insgesamt deutlich solider. Das Platzangebot bleibt typisch ID.3 vorne großzügig hinten ausreichend auch für Erwachsene. An Klavierlack wurde trotzdem leider nicht eingespart. An den alt bekannten Stellen finden wir dieses doch sehr empfindlichen Material, was selbst bei unserem Testwagen der gerade einmal 3.000 Kilometer auf der Uhr hatte, sehr stark verkratzt war.

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Der Kofferraum bietet rund 385 Liter Volumen und ist damit voll alltagstauglich. Bei umgeklappten Sitzen bietet der ID.3 in jeder Version 1.267 Litern an Stauvolumen.

Soundsystem: Endlich mehr BUZZ!

Mit dem Harman-Kardon Soundsystem macht man im ID.3 definitiv nichts falsch. Wer den Subwoofer nicht missen möchte, und den damit verbundenen Bass, kann sich auf ein gut abgestimmtes und rundes Gesamtpaket freuen.

Infotainment und Assistenz: Gewohnt ziemlich gut.

Zentraler Bestandteil ist das große Touchdisplay mit aktueller VW Software. Die Bedienung reagiert flüssig die Menüführung ist logisch aufgebaut und Wireless Apple CarPlay sowie Android Auto funktionieren im Test stabil. Das Display misst insgesamt 13 Zoll, dies ist nochmals größer als im alten ID.3 von 2022.

Das digitale Kombiinstrument hinter dem Lenkrad zeigt alle relevanten Informationen übersichtlich an. Optional steht ein Head up Display mit Augmented Reality Navigation zur Verfügung das Abbiegehinweise direkt ins Sichtfeld projiziert. Eine neue Demoversion, veranschaulicht die Hinweise sehr praktisch.

Bei den Assistenzsystemen ist alles an Bord was man erwartet adaptiver Tempomat Spurhalteassistent Travel Assist Parkassistent und Verkehrszeichenerkennung. Diese funktionieren gewohntermaßen sehr gut, die Schildererkennung könnte etwas weniger auf die Kartendaten achten, diese stimmen nicht immer mit den aktuellen Gegebenheiten überein. Einen digitalen Fahrzeugschlüssel im Apple oder Google Wallet gibt es weiterhin bei Volkswagen leider nicht.

Volkswagen App: Schneller als zuvor.

Die Volkswagen App konnten wir im Zuge des Tests ebenfalls fast täglich zum vorheizen des Fahrzeugs benutzen. Die Funktionen sind überschaubar. Neben Vorheiz/Vorkühlungsfunktion aus der Ferne, kann man die aktuelle Reichweite, den Ladestand, sowie etwaige Fehler sehen. Über die Karte in der App kann man Ziele direkt aus Google Maps ans Auto senden.

Die App ist im Vergleich zu meinem ID.3 aus 2022 etwas schneller, was das Senden und schließlich auch das Ausführen von Befehlen ans Auto angeht.

Antrieb und Fahrverhalten: Sportlich und Spaßig.

Der Elektromotor (APP550) an der Hinterachse leistet 240 kW was 326 PS entspricht. Damit ist der ID.3 GTX Fire+Ice der stärkste ID.3 bisher. Der Sprint von 0 auf 100 kmh gelingt in rund 5.6 Sekunden. Abgeriegelt wird er erst bei 200 km/h.

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Besonders beeindruckend ist der Durchzug aus dem Stand und bei Überholmanövern. Die Leistungsentfaltung ist sofort und linear typisch Elektro aber deutlich sportlicher abgestimmt.

Dank Hinterradantrieb bleibt das Fahrverhalten ausgewogen. Das Sportfahrwerk mit dynamisch anpassbaren Dämpfern ist straffer als bei normalen ID.3 Modellen vermittelt aber viel Stabilität und Kontrolle. Auf Wunsch kann man dieses im Individuellen Fahrmodus auf die eigenen Bedürfnisse einstellen. In Kurven wirkt der ID.3 überraschend agil die Lenkung ist direkt und präzise, wie man es von einem sportlichen Volkswagen eben erwartet.

Reichweite und Laden: Akkuheizung endlich da!

Die 79 kWh Batterie ermöglicht im Alltag eine realistische Reichweite von etwa 400 bis 430 km. Im gemischten Betrieb lag der Verbrauch im Test zwischen 18 und 20 kWh pro 100 km. Bei wohlgemerkten winterlichen Temperaturen. Auf der Autobahn bei konstant 130 kmh reduziert sich die Reichweite auf rund 350 km. Geladen wird mit bis zu 175 kW an DC Schnellladesäulen. Von 10 auf 80 Prozent dauert es etwa 27 Minuten. AC Laden erfolgt serienmäßig mit 11 kW.

Alles in allem sind das für ein Auto im Golf-Segment ziemlich gute Werte. Mit der manuellen und automatischen Akku-Vorheizfunktion, die alle neuen VW-Modelle an Bord haben, klappt das Schnellladen auch bei kalten Temperaturen sehr gut.

Alltagstauglichkeit: Sportlich aber auch komfortabel?

Trotz sportlicher Ausrichtung bleibt der ID.3 GTX Fire+Ice absolut alltagstauglich. Die erhöhte Leistung sorgt für entspanntes Fahren in jeder Situation. Gleichzeitig lässt sich der Verbrauch bei moderater Fahrweise gut kontrollieren. Im Sommer sollte man deutlich bessere Verbräuche von durchschnittlich 15-16 kWh auf 100 Kilometer erzielen.

Die Geräuschdämmung ist gelungen Wind und Abrollgeräusche bleiben angenehm leise. Das straffere Fahrwerk ist spürbar aber nicht störend und auch auf längeren Strecken komfortabel genug. Die Assistenzsysteme arbeiten eher im Hintergrund und stören meistens nicht so sehr.

Preis und Positionierung

Preislich liegt der ID.3 GTX Fire+Ice im oberen Bereich der Baureihe. Je nach Ausstattung werden rund 55.000 Euro (inkl. 19 Prozent MwSt.) fällig. Dafür erhält man ein exklusives Design starke Leistung und eine umfangreiche Serienausstattung.

Im Vergleich zur Konkurrenz bietet der ID.3 GTX Fire+Ice eine gelungene Mischung aus Emotion Performance und Alltag. Und dank seiner Limitierung auf 1990 Stück Europaweit, ein bisschen Sammlerwert.

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Dominik Lux

Dominik ist 23 Jahre alt und sehr interessiert an neuer Hardware bei Smartphones, sowie im VR- und AR-Bereich. Er schreibt gerne Artikel über diese Themen. Er hat einen Fable für Smartphones und Gadgets, als auch für die Elektromobilität. Somit schreibt er momentan fleißig im Mobilitätsressort hier auf TechnikNews.

Dominik hat bereits 169 Artikel geschrieben und 9 Kommentare verfasst.

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