Apples 2-Milliarden-Dollar-Wette: Siri liest uns bald von den Lippen ab

Apple hat mal wieder das Scheckheft gezückt und sich das israelische Startup Q.ai gesichert. Rund 2 Milliarden US-Dollar lässt sich Cupertino den Deal laut Financial Times kosten – das ist kein Kleingeld, sondern die zweitgrößte Übernahme der Firmengeschichte nach Beats. Warum der hohe Preis? Weil Q.ai etwas beherrscht, das wie Science-Fiction klingt: Die Technologie erkennt „stumme Sprache“. Apple will offenbar, dass wir mit unseren Geräten kommunizieren, ohne auch nur ein einziges Wort laut auszusprechen.
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Schluss mit dem Gequatsche in der U-Bahn
Das Hauptproblem von Sprachassistenten ist seit jeher der „Cringe-Faktor“ in der Öffentlichkeit. Niemand möchte im vollen Bus lautstark private Nachrichten diktieren. Q.ai löst das mit optischen Sensoren, die Mikrobewegungen der Gesichtshaut tracken. Das System versteht, was man sagt, selbst wenn man nur die Lippen bewegt oder Wörter lautlos formt. Johny Srouji, Apples Hardware-Vize, feiert das Ganze bereits als „Durchbruch für Machine Learning und Bildverarbeitung„.
Alte Bekannte und neue Hardware-Power
Hinter Q.ai steckt Aviad Maizels, der kein Unbekannter in Cupertino ist. Er war der Kopf hinter PrimeSense – also genau der Firma, die Apple damals kaufte, um FaceID zu entwickeln. Jetzt schließt sich der Kreis. Die Patente von Q.ai deuten darauf hin, dass die Sensoren in Kopfhörer oder Brillen wandern könnten. Damit würden die AirPods zum ultimativen Eingabegerät für Apple Intelligence. Man flüstert quasi gedanklich, und Siri führt den Befehl aus, während das iPhone in der Tasche bleibt.
Der Preis der Diskretion
Technisch ist das ein massiver Sprung, doch die Kehrseite liegt auf der Hand: Solche High-End-Sensorik dürfte die ohnehin schon saftigen Preise für Apple-Hardware weiter nach oben treiben. Zudem wird die Privatsphäre-Diskussion eine neue Stufe erreichen, wenn die AirPods nun nicht mehr nur auf „Hey Siri“ lauschen, sondern permanent unsere Gesichtsmuskeln scannen.