Apple plant KI-Offensive: Rundumschlag für MacBooks und iMacs steht bevor

Apple steht laut Medienberichten vor einem umfassenden Relaunch seines gesamten Mac-Portfolios. Um der steigenden Nachfrage nach leistungsstarker Hardware für KI-Anwendungen zu begegnen, plant der Konzern eine Aktualisierung fast aller Modellreihen bis 2027.
Zum Abschnitt springen
Marktboom durch KI-Agenten und Engpässe in der Lieferkette
Wie Mark Gurman für Bloomberg News berichtet, verzeichnen die Mac-Verkäufe das dritte Jahr in Folge ein Wachstum. Ursächlich hierfür ist insbesondere der Trend zu rechenintensiven KI-Agenten auf Endgeräten. Parallel kämpft Apple jedoch mit globalen Speicherchip-Engpässen, die bereits zu Preissteigerungen im gesamten Sortiment führten. So stieg der Einstiegspreis des MacBook Neo im Juni auf 699 US-Dollar, während das 13-Zoll MacBook Air nun ab 1.299 US-Dollar startet. Das Topmodell des 16-Zoll MacBook Pro schlägt in der Maximalausstattung mittlerweile mit 9.999 US-Dollar zu Buche. Zudem sind Modelle wie der Mac mini und Mac Studio teils erst in drei Monaten lieferbar.
Neustart im Herbst: M6-Chip und OLED-Debüt
Den Auftakt der Produktoffensive bilden im Herbst ein überarbeitetes 14-Zoll-Einsteiger-MacBook Pro (Codenamen J804) mit dem neuen M6-Chip sowie neue iMacs (J833 und J834). Beide Modellreihen sind bezüglich der Entwicklung bereits fertiggestellt.

Bild: TechnikNews
Ende 2026 bis Anfang 2027 sollen die Highlight-Modelle folgen: Völlig neu gestaltete 14-Zoll- und 16-Zoll-MacBook Pros (K114 und K116) mit OLED-Displays und Touchscreen-Funktionalität. Diese Geräte werden intern bereits mit macOS 27.1 getestet und nutzen die im März eingeführten Pro- und Max-Varianten des M5-Prozessors. High-End-Ableger des M6-Chips werden laut Berichten zugunsten der KI-fokussierten M7-Reihe übersprungen.
Die kommenden Mac-Roadmaps im Überblick
MacBook Pro 14″ (Herbst 2026): Neues Basismodell mit M6-Chip im gewohnten Design (J804).
iMac (Herbst 2026): Erste Modellpflege der All-in-One-Desktops seit zwei Jahren (J833 / J834).
MacBook Pro 14″ & 16″ OLED (Ende 2026 / Anfang 2027): Neues Design mit OLED-Touchscreen, M5 Pro/Max (K114 / K116); Nachfolger mit M7 Pro/Max für Ende 2027/2028 geplant.
MacBook Air 13″ & 15″ (Anfang 2027): Modellpflege (J913 / J915); OLED-Variante erst für 2028 angesetzt.
MacBook Pro 14″ Base (2027): Neugestaltetes Basismodell mit M7-Standardchip (K104).
MacBook Neo: Das im März eingeführte Budget-Notebook erhält ein internes Upgrade auf den A19 Pro Prozessor sowie mehr Arbeitsspeicher.
Mac mini & Mac Studio: In Testung befinden sich Varianten mit M5 Pro/M6 bzw. M5 Max/Ultra, deren Marktstart hängt jedoch stark von den Chip-Lieferketten ab.
Aboprogramm und Fertigung in den USA
Um den hohen Anschaffungskosten entgegenzuwirken, bereitet Apple laut Bloomberg für den 28. Juli den Start eines Hardware-Leasing-Programms vor, das auch Mac-Modelle umfassen soll. Zudem expandiert das Unternehmen seine US-Produktion: Der stark nachgefragte Mac mini wird künftig unter anderem in Houston gefertigt, um die Abhängigkeit von asiatischen Lieferketten zu reduzieren.