Honor Magic V6 und Tab 4 im Hands-On

Honor hat im Vorfeld des MWC 2026 eine vollgepackte Keynote abgehalten. Während viele Hersteller lediglich China-Releases für den globalen Markt aufwärmen, hat Honor tatsächlich neue Hardware im Gepäck. Im Hands-On zeigen sich Licht und Schatten – nicht nur bei den Geräten, sondern auch bei der Organisation vor Ort in Barcelona.
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Honor Magic Pad 4: Dünner als die Konkurrenz
Das Honor Magic Pad 4 kam fast ein wenig überraschend zur Sprache, hat es aber in sich. Mit gerade einmal 4,8 mm Gehäusedicke ist es das aktuell dünnste Android-Tablet auf dem Markt. Trotz der extrem schlanken Bauweise wirkt das Gerät stabil. Das 12,3 Zoll große OLED-Panel liefert mit bis zu 165 Hz eine extrem flüssige Darstellung, die im ersten Test direkt ins Auge fällt.
- Das Honor Magic Pad 4 beeindruckt durch seine extrem geringe Bauhöhe von 4,8 mm (Bild: Nils Ahrensmeier/TechnikNews)
Unter der Haube steckt ordentlich Leistung: Ein Snapdragon 8 Gen 5 wird von wahlweise 12 GB oder 16 GB RAM unterstützt. Der 10.100 mAh große Akku lässt sich mit 66 Watt laden. Spannend ist die Software-Ausrichtung. Honor positioniert das Tablet ganz klar als Apple-Alternative und hat sogar Funktionen integriert, um das Gerät als Companion für Apple-Produkte zu nutzen. Mit der Tastatur-Hülle und dem magnetischen Stift lassen sich bis zu 12 Apps gleichzeitig öffnen, was im Hands-On erstaunlich gut funktionierte. Der Preis ist mit einer UVP von 699 Euro (aktuell für 599 Euro zum Start) jedoch eine Ansage an die Konkurrenz von Samsung.
Magic V6: Das Foldable, das kein Klotz mehr ist
Das eigentliche Highlight ist das Honor Magic V6. Honor hat es geschafft, das Gehäuse auf 9 mm Dicke im zusammengefalteten Zustand zu schrumpfen. Damit fühlt es sich in der Hand kaum noch wie ein Foldable an, sondern eher wie ein reguläres Flaggschiff à la S26 Ultra. Besonders beeindruckend ist der 6.600 mAh Carbon-Akku, der trotz der dünnen Bauweise eine enorme Kapazität bietet.
- Das Honor Magic V6 Frontdisplay (Bild: TechnikNews)
- Das Honor Magic V6 Aufgefaltet (Bild: TechnikNews)
- Das Honor Magic V6 zugefaltet (Bild: TechnikNews)
Das Innendisplay misst 7,95 Zoll (LPTO AMOLED, 120 Hz), das Außendisplay 6,52 Zoll. Im Inneren arbeitet der Snapdragon 8 Elite. Die Kamera-Hardware mit einem 200 MP Hauptsensor und einer 64 MP Telelinse verspricht viel, konnte aber in der hektischen Demo-Area noch nicht final beurteilt werden. Ein Titan-Scharnier und die IP69-Zertifizierung runden das Paket ab. Unverständlich bleibt jedoch die Strategie von Honor beim Release: Obwohl das Gerät fertig wirkt, soll es erst im zweiten Halbjahr 2026 erscheinen – vermutlich erst nach der Konkurrenz von Samsung.
Chaos bei der Keynote und skurrile Roboter
Neben den Tablets und Foldables zeigte Honor auch ein „Roboter-Smartphone“, für das es jedoch keine Hands-On möglichkeit gab. Ein tanzender humanoider Roboter auf der Bühne sorgte zwar für Unterhaltung und zeigte die technischen Ambitionen von Honor, war aber in der Demo-Area nicht für nähere Interaktionen verfügbar.
- Ein tanzender Roboter als Show-Highlight der Honor-Keynote (Bild: Nils Ahrensmeier)
Preise und Verfügbarkeit
Das Honor Magic Pad 4 ist ab sofort verfügbar. Die UVP liegt bei 699 Euro für die Basisversion und 799 Euro für die größere Speichervariante. Zum Launch gibt es jedoch Direkt-Rabatte auf 599 Euro über die Honor-Webseite. Zum Magic V6 gibt es bisher keine Preisankündigung für Europa, da der Release erst in einigen Monaten erfolgen wird. Das MagicBook Pro 14 2026 wurde ebenfalls als simples Hardware-Upgrade ohne konkreten Termin für unseren Markt erwähnt.




