Motorola Razr Fold und Edge 70 Fusion im Hands-on

Nach dem ersten Aufschlag auf der CES hat Motorola nun im Rahmen des MWC 2026 die Katze aus dem Sack gelassen und konkrete Details zu Preisen und Verfügbarkeiten genannt. Neben dem neuen Flaggschiff-Foldable Razr Fold bringt der Hersteller mit dem Edge 70 Fusion auch Nachschub für die Mittelklasse, der mit einer ungewöhnlichen Akku-Strategie überrascht.
Zum Abschnitt springen
Motorola Razr Fold: Ein Kraftpaket mit KI-Knopf
Das Motorola Razr Fold hinterlässt im ersten Hands-on einen massiven Eindruck, was nicht zuletzt am stolzen Gewicht von 240 Gramm liegt. Das Gerät verfügt über ein riesiges 8,1 Zoll großes 2K-LTPO-Hauptdisplay, während das Außendisplay mit 6,6 Zoll und einer Bildwiederholrate von 165 Hz ebenfalls keine Kompromisse eingeht. Besonders hervorzuheben ist der 6.000 mAh starke Akku, der kabelgebunden mit 80 Watt und kabellos mit beachtlichen 50 Watt geladen werden kann. Damit lässt Motorola die Konkurrenz von Samsung deutlich hinter sich, ordnet sich aber knapp hinter dem gestern vorgestellten Honor Magic V6 ein.
- Das Motorola Razr Fold bietet ein gewaltiges 8,1 Zoll Hauptdisplay. (Bild: Nils Ahrensmeier)
Ein spannendes Detail im Hands-on war der dedizierte KI-Knopf. Motorola setzt massiv auf „Moto AI“ und lässt Nutzern die Wahl zwischen verschiedenen Modellen wie Gemini oder Perplexity. Hardwareseitig kommt der Snapdragon 8 Elite zum Einsatz, kombiniert mit 16 GB RAM und 512 GB Speicher. Das Kamera-Setup besteht aus drei 50-Megapixel-Sensoren auf der Rückseite inklusive dreifach optischem Zoom.
Kritisch zu betrachten ist allerdings der Einstiegspreis: Mit 1.999 Euro ist das Razr Fold nominell teurer als die Basisversion von Samsungs Fold-Reihe, da Motorola auf eine günstigere 256-GB-Variante verzichtet. Für Fußball-Fans gibt es zudem eine limitierte FIFA Edition für 2.399 Euro, die inklusive eines WM-Tickets kommt. Der Vorverkauf startet am 14. April.
Motorola Edge 70 Fusion: Mittelklasse mit Akku-Wahl
In der preislich attraktiveren Region platziert Motorola das Edge 70 Fusion. Das Gerät ist mit 177 Gramm angenehm leicht und kommt in gewohnt bunten Pantone-Farben daher. Es setzt auf ein 6,78 Zoll AMOLED-Display mit 144 Hz und den Snapdragon 7s Gen 3. Eine Kuriosität zeigte sich im Gespräch mit dem PR-Team: Das Smartphone scheint in zwei Akku-Versionen (5.200 mAh und 7.000 mAh) geplant zu sein – ein ungewöhnlicher Schritt.
- Das Edge 70 Fusion ist leicht, farbenfroh und bietet eine IP69-Zertifizierung. (Bild: Nils Ahrensmeier)
Trotz des Kunststoff-Feelings ist das Edge 70 Fusion nach IP68 und IP69 zertifiziert. Die Preise bewegen sich je nach Speicher- und RAM-Konfiguration (8/256 GB bis 12/512 GB) zwischen 419 Euro und 469 Euro.
Ökosystem und erster Eindruck
Ergänzt wird das Portfolio durch die neuen Buds 2 und Buds 2 Plus, die über aktives Noise Cancelling (ANC) verfügen, zu denen jedoch noch keine finalen Preise vorlagen. Mein erster Eindruck vom Razr Fold ist überraschend positiv. Motorola liefert hier ein technisch sehr potentes Foldable ab, das Samsung dieses Jahr ordentlich unter Druck setzen dürfte. Ob der hohe Einstiegspreis von knapp 2.000 Euro für die breite Masse attraktiv ist, müssen die ersten ausführlichen Testberichte zeigen.

