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WhatsApp teilt Eure Nutzerdaten nun mit Facebook

Bild: WhatsApp
(Beitragsbild: © 2018 WhatsApp Web)

Nun ist es soweit. WhatsApp teilt nun offiziell Daten von Nutzern mit Facebook. WhatsApp gehört nun schon seit einigen Jahren zu dem großen Social‐Media‐Netzwerk. Bislang gab es allerdings keinen Datenaustausch. Wieso ist das jetzt möglich?

Bereits 2016 begann WhatsApp mit der Weitergabe von Daten. Doch vor etwas mehr als einem Jahr trat die Anordnung des Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar in Kraft. Diese sollte verhindern, dass von WhatsApp personenbezogene Daten an Facebook weitergegeben werden. Durch die nun in Kraft tretende Datenschutz Grundverordnung (kurz: DSGVO) gilt diese Anordnung aber nicht mehr. Damit öffnet eine Verordnung, welche den Nutzer eigentlich schützen sollte, Facebook die Tore zur Datenübermittlung von WhatsApp.

Welche Daten werden geteilt?

Die Weitergabe beschränkt sich vorläufig auf eure Telefonnummer, Daten eures Smartphones und installierte Software. Ebenso wird euer Nutzungsverhalten innerhalb der App geteilt. So beschreibt das Unternehmen das als „die Art und die Häufigkeit” der Nutzung von Features. Jedoch erwähnt WhatsApp nicht, was sie damit genau meinen. Nachrichten oder ähnliches werden durch die Ende‐zu‐Ende‐Verschlüsselung nicht geteilt. Nicht zu vernachlässigen ist aber, dass WhatsApp weiß mit wem ihr chattet. Ebenso nicht geplant ist die Weitergabe eurer WhatsApp‐Kontakte. Dies wäre nicht mit der DSGVO zu vereinbaren.

Wofür nutzt Facebook die Daten?

Diese Frage kann man im Moment leider noch nicht sicher beantworten. Eure Daten werden nämlich nicht nur an Facebook selbst, sondern auch an „vertrauenswürdige[…] Drittanbieter[…]” weitergegeben. Welche Unternehmen in diese Kategorie fallen und was sie mit euren Daten machen dürfen ist bisher noch unklar. Klar ist jedoch, dass alles was gemacht wird DSGVO‐konform sein muss.

Durch das Teilen der Daten möchte Facebook auch gegen Spam vorgehen und euch vor Personen schützen, welche ein potentielles Sicherheitsrisiko darstellen. Personenbezogene Werbung ist bisher nicht geplant, dies kann sich aber in Zukunft noch ändern. Wichtig ist aber zu erwähnen, dass die DSGVO hier klare Grenzen setzt, welche schwer zu durchbrechen sind.

Welche Alternativen habe ich?

Hier bleibt leider zunächst nur der Wechsel zu einem anderen Messenger wie beispielsweise Threema. Nichtsdestotrotz ist WhatsApp in der Monopolstellung der Messenger und wird diese auch nicht so schnell verlassen. Selbst als sie 2016 mit der Weitergabe von Nutzerdaten begannen hatten sie keine großen Verluste. Es gilt hier vorsichtig zu beobachten, wie sich die Datennutzung von WhatsApp und Facebook in Zukunft verhält.

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