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Gamescom 2019: Highlights, Tipps und Tricks fürs nächste Mal

Gamescom 2019 Header
Bild: Gamescom
(Beitragsbild: © 2019 Gamescom)

Wer nach dem Gaming Event des Jahres gesucht hat, wurde bei der diesjährigen Gamescom 2019 in Köln, fündig. Ich war vor Ort, teile hier meine Erfahrungen und gebe Tipps für Euren persönlichen, nächsten Gamescom-Besuch.

Auf der Gamescom hat man nicht nur die Chance, die neuesten „Triple A Titles“ (Videospiele von den größten Spiele-Herstellern) auf der besten Hardware der Zeit zu spielen, sondern auch neue Technologien wie VR (Virtual Reality) und vieles mehr auszuprobieren. Die Messe selbst begann am 21.8. und endete mit dem 24.8. – was ich selbst bei dieser Messe erlebt habe, werde ich hier mit Euch teilen.

Vorbereitung

Jeder, der schon mal auf einer großen Messe war, weiß, dass man dort ganz und gar nicht alleine ist. Die diesjährige Gamescom besuchten über 370.000 Personen, was bedeutet, dass man mitunter mehrere Stunden mit Warten bei den über 1.100 Ausstellern beschäftigt war. Ich empfehle einen kleinen Klappstuhl oder ähnliches mitzunehmen. Diese kriegt man beim Baumarkt vor Ort, sie kosten weniger als 10€ und können das Warten durchaus erträglicher machen. Außerdem empfiehlt es sich auch einige Snacks und Getränke einzupacken, da das Essen auf der Gamescom zwar gut aber doch recht teuer ausfällt.

Quartier und Öffi-Info

Ich empfehle das Quartier nicht zu weit von der Stadt Köln entfernt zu buchen, da die Zufahrt gerade an diesen Tagen durchaus von Stau geprägt sein kann und es somit zu Verzögerungen kommen kann. Ein Pluspunkt ist, dass man zusätzlich zu seinem Gamescom-Ticket einen kostenlosen Fahrausweis für Busse und Bahnen im ÖPNV (öffentlichen Personennahverkehr) erhält und davon praktischerweise auch Gebrauch machen sollte. Sozusagen ist es nicht nötig, mit dem Auto zu kommen. Desweiteren kann man in der Stadt Köln für nur wenig Geld E-Scooter mieten.

Wann soll ich da sein?

Am besten einen Tag vor Beginn der Messe das Quartier beziehen oder zumindest am Tag der Messe (je nach Ticket) vor 6 Uhr beim Messeeinlass (wenn man einer der Ersten sein will).

Wie sieht es mit dem Einlass und den Tickets aus?

Um 7 Uhr werden die Tore zum Security-Personal geöffnet, wo die mitgeführten Utensilien überprüft werden. Das Gamescom-Team selbst empfiehlt keine großen Taschen mitzuführen. Nach mindestens einer weiteren Stunde Wartezeit werden die nächsten Absperrungen geöffnet und man kann ins Gebäude eintreten. Dort muss man noch bis 10 Uhr warten, dann darf man bei den Automaten den QR-Code seines Tickets scannen und kann endlich wirklich rein.

Wenn man 100 Euro statt 15-20 Euro pro Tag fürs Ticket ausgibt, erhält man nicht nur ein VIP-Ticket, sondern man darf auch eine Stunde früher rein. Zusätzlich kommt man als VIP bei so manchen Ständen schneller dran, bzw. gibt es eine eigene Fast-Lane-Schlange. Wer in den Businessbereich will, muss sich ein Fachbesucher-Ticket zulegen.

Die Messe selbst

Tipps und Tricks

Das hier war meine erste Gamescom und deshalb möchte ich gleich beim Beseitigen der gewöhnlichen Anfängerfehler helfen.

Kommt nicht zu spät und auch nicht zu Stoßzeiten, wenn ihr wirklich die Highlight-Games spielen wollt. Das beste Beispiel liefert hier Borderlands 3: nach nur einer Stunde bildete sich dort eine Schlange, bei der man bis zu 5 Stunden lang warten musste. „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ lautet das Motto auf der Spielemesse – ist man als einer der Ersten auf der Messe und weiß wohin man will, kann man sich die 5-Stunden-Warteschlange das eine oder andere Mal sparen.

Alles zu Plänen, wer, was, und vor allem wo sich die Stände und Aussteller auf der Gamescom befinden, erfährt man auf der Webseite. Man sollte auch wissen, was man sich ansehen und austesten will. In jedem anderen Fall irrt man den ersten Tag nur blind durch die Hallen und verpasst die Hälfte.

Den Klappstuhl-Tipp, wie oben schon beschrieben, sollte man sich wirklich zu Herzen nehmen, gleich wie die Snacks und Co. – ist echt nachhaltig hilfreich – den Klappstuhl aber bitte nicht aus den Augen lassen! (Papp-Falt-Sitzgelegenheiten sind zwar überall auf dem Messegelände erhältlich – Stabilität naja …)

Jetzt wirklich die Messe selbst

Mein erster Tag verlief anfangs so wie oben schon beschrieben – ich irrte trotz guter Vorbereitung immer wieder mal umher, da die Ausstellfläche mit 218.000 m² doch sehr groß ist.

Mein erster Stand war der von PlayStation. Ich konnte die neue VR-Brille mit der Demo von Ironman VR austesten. Hierbei flog man als Tony Star höchst persönlich im Ironman-Anzug übers Meer, gesteuert wurde über die Kontroller in beiden Händen. Man musste auch Ziele per Laser zerschießen, zerschlagen und gleichzeitig einen Parcours durchfliegen, was sich zuerst nicht als gar all zu leicht entpuppte. Doch als ich mich an die Brille und die Kontroller gewöhnt hatte, war es ganz „awesome“.

Gegen Ende kämpfte man gegen Drohnen und landete auf dem Parkplatz von Tony’s Unterschlupf. Mir persönlich gefallen die Umsetzung und die Demo sehr gut. Die Brille liefert auf beiden Seiten einen 1080p-Bildschirm und eine erstaunliche Bildwiederholungsrate von 120 Hz. Ich kann diese VR-Brille nur weiterempfehlen, vor allem denen, die schon eine PS4 haben und mit VR-Gaming anfangen wollen.

„Triple A Titles“

Einen weiteren VR-Gaming-Stand bot Facebook in Zusammenarbeit mit Oculus. Hierbei wurde auf das Standalone Oculus Quest gesetzt, das wirklich komplett ohne starken Gaming-PC, Wireless und ohne externe Tracking-Sensoren eine sehr gute Performance bietet. Das einzige, das man hierfür braucht, ist ein Smartphone, auf dem die Oculus-App läuft. Das Spiel, welches auf der Quest lief, war der Klassiker Beatsaber, bei dem man mit Laserschwertern die Beats (Blöcke in rot, blau) zur Musik treffen musste. Ich habe selbst schon sehr viel von dem Spiel gehört und habe mich noch umso mehr gefreut, es endlich selbst spielen zu können. Man fühlt sich wie in einer anderen Welt und läuft auch nicht Gefahr, über ein Kabel zu stolpern – da Wireless. Meiner Meinung nach ist das eine sehr gute Alternative zur herkömmlichen Konsole oder zum PC.

Nun kommen wir zu den Ständen mit den längsten (bis zu 5 Stunden!) Warteschlangen, die ich zeitlich (auch nervlich) geschafft habe: Borderlands 3 und Ghost Recon Breakpoint.

Beginnen wir mit Borderlands 3, einem Action-Rollenspiel für Ego-Shooter. Der Stil ist vom Zeichentrick angehaucht und das Spiel schließt an den Vorgänger an, welcher 2012 veröffentlicht wurde. Gespielt wurde auf der Messe mit Kontroller, aber jeder der wie ich Maus und Keyboard bevorzugt, kann das Spiel natürlich auch so spielen.

Nun zu Tom Clancy’s Ghost Recon Breakpoint, einem taktischen Open-World-Spiel. Leider kann ich nicht viel über das Gameplay sagen, da die Kopfhörer nicht so gut isolierten wie bei Borderlands 3 und die Mikrofone der Mitspieler lauter als das Game selbst eingestellt waren, was das Hörvermögen leider drastisch einschränkte. Das Game selbst spielt nach Ghost Recon Wildlands und man selbst spielt einen Soldaten namens Nomad neben drei anderen Charakteren und versucht das Hauptquartier eines sehr gefährlichen Milliardärs einzunehmen, laut pcgameshardware. Weitere Storys findet ihr unter dem Link zuvor.

Xbox-Stand

Auf dieser Gamescom lieferte Xbox viele verschiedene Stände, man konnte von Retro-Games bis zu den neuesten Spielen und auch Indigames alles testen.

Vor Ort bekam ich auch einen Pass, mit dem man bis zu vier Stempel sammeln konnte. Ab drei Stempel durfte man am Spin drehen. Die Preise waren Xbox-Gaming-Pass-Gutscheine für bis zu 12 Monate Gratisnutzung.

An einem der Stände spielte ich Halo, ein Spiel aus dem Jahre 2001. Das Spiel ist ein Ego-Shooter, der in der Zukunft spielt, es ist unter den langjährigen Gamern sehr bekannt. Auch eines der bekannteren Retro Games ist Battletoads – hier wurde sogar eine eigene Zusatz-Mission nur für die Gamescom hinzugefügt. Es handelt von Kampffröschen, die sich den Weg frei kämpfen und das mit sehr lustigen und tollpatschigen Kombis. Man spielte es auf der Gamescom zu dritt auf einer Couch, mit neuen Xbox-Controllern. Desweiteren habe ich, wie oben schon beschrieben, recht viele kleinere alte und neue Indigames ausprobiert welche sehr lustig zu spielen waren und auch zeigen, wie sich die Spiele über die Jahre verbessert haben.

Omen by HP

Der Stand von Omen stellte uns heuer die neue Gaming-Notebook-Lineup, welches 2 Monitore beinhaltet, vor, einen auf dem Mainscreen und einen über dem Keyboard. Das Game, das man auf den Maschinen ausprobieren durfte, war Sea Of Thieves. Es ist ein Action-Adventure-Videospiel, das auch auf ein zeichentrickähnliches Gameplay setzt. Es handelt von Piraten auf der See und vielen Missionen, die man online oder offline spielen kann. Man kann Schätze finden, die Schiffe der anderen Spieler entern und plündern. Omen bat auch ein Gewinnspiel an, bei dem man blind per Kran in ein Meer aus Stoff-Blöcken gesenkt wurde. Ziel war es, am Kran hängend so viele Blöcke wie möglich zu ergattern, um sie anschließend in tolle Preise umzutauschen.

Fordzilla

Ford lässt sich auch auf der Gamescom blicken und das mit Fordzilla. So nennt Ford das neue E-Sport-Team, das hier auf der Gamescom nach Mitgliedern sucht. Man musste das Rennspiel in Topzeit meistern und sich einen der ersten Plätze auf dem Leaderboard sichern. Das Fahrerlebnis war wirklich wahnsinn – man saß in einem Gokart mit Pedalen, Lenkrad, Monitor und Kamera und fuhr gegen sechs andere Mitstreiter. Das Rennen selbst wurde auf einem riesigen Monitor gezeigt, und so konnte man mich auf der Leinwand sehen.

Fordziilla 4D Driving Experience

Bild: Ford

Da ich normalerweise leider so gut wie keine Rennspiele spiele, schaffte ich es nicht, eine Zeit von unter 5:10 zu fahren und konnte so auch nicht das 4D-Rennsimulator-Shuttle austesten, welches sich in den Kurven per Hydraulik quasi in 4D mitgeschwenkt hatte – echt schade!

Alienware

Am diesjährigen Stand von Alienware wurden nicht nur die neuesten und besten Gaming-Notebooks, PCs und Zubehör von Alienware vorgestellt, sondern die PCs auch an die HTC Vive Pro angeschlossen, was in der Kombo eine sehr gute VR-Experience macht, da ein Stand-PC mehr Leistung auf den Tisch bringt und so bessere Grafiken rendern kann. Zwar konnte man dort nur Indigames spielen, doch diese waren extrem scharf und hochauflösend. Bei einem der Spiele musste man unter Wasser mit Energiekugeln Kaffeebohnen zerschießen, und das in der Form eines Rätsels. Das hier war einer meiner Liebings-Stände. Er war vielleicht nicht der am Meistbesuchteste, aber doch einer, bei dem man außergewöhnlich viele Spiele ausprobieren konnte. Außerdem konnte man viel Erfahrung mit VR-Brillen sammeln. Alienware hat sich hiermit schon heute für einen Platz auf meiner Liste für die nächste Gamescom qualifiziert.

Cosplay Village

Wer sich gern verkleidet oder mit den bekanntesten Game-Charakteren ein Selfie im Real-Life machen will, der wurde beim Cosplay Village fündig. Eine halbe Halle voller wandernder Kostüme. Bilder und weitere Infos dazu findet ihr auf der Gamescom-Seite.

Gamescom 2019 Cosplay Village

Bild: Gamescom

Alles in allem hatte ich echt viel Spaß auf der diesjährigen Gamescom und kann die nächste schon jetzt jedem Gamingfreak empfehlen. (Klappstuhl nicht vergessen!)

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Andreas Roßmann

Andreas ist erst seit einigen Wochen bei TechnikNews. Er bloggt bei uns hauptsächlich über Games.

Andreas hat bereits 6 Artikel geschrieben und 0 Kommentare verfasst.

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