Das Blockieren von Werbung entzieht uns die Finanzierung!
Das Recherchieren und Verfassen von Artikeln kostet viel Zeit. Das Betreiben unserer Infrastruktur kostet Geld.
All das wird mit Werbeeinnahmen finanziert.
Wir mögen Werbung ebenso wenig – deswegen verzichten wir auf nervige Banner und Pop-Ups.
Bitte gib uns eine Chance und deaktiviere Deinen Adblocker!
Alternativ kannst Du uns hier freiwillig unterstützen.

Folgen:


BMW 520d xDrive im Test: Ersteindruck der neuen 5er-Reihe nach drei Tagen

BMW 520d xDrive Beitragsbild
Bild: TechnikNews
(Beitragsbild: © 2024 TechnikNews)

Vor nicht allzu langer Zeit aktualisierte BMW seine 5er-Reihe. Ich hatte nun die Gelegenheit, ein Modell daraus, den BMW 520d xDrive, für einige Tage auszufahren.

tl;dr: Der BMW 520d xDrive ist einer der nobleren BMWs mit einem niedrigeren Preisschild als ein Fahrzeug aus der 7er-Reihe oder ein iX. Das merkt man mitunter am schlichten Innenraum mit den modern gestalteten Elementen und dem hohen Fahrkomfort. Ein allgemeiner Bonus der Modellreihe ist, dass für jede Präferenz etwas dabei ist. Der BMW 520d xDrive ist ein Mild-Hybrid-Auto, doch es gibt auch noch einen herkömmlichen Hybriden und mit dem i5 auch ein Elektrofahrzeug. Den i5 werden meine Kollegen aus Deutschland zeitnah noch genauer testen.

Negativ fiel mir mitunter der Spurwechselassistent in einer konkreten Situation, die Flexibilität des Rückspiegels und der Aufbau des Infotainment-Betriebssystems auf.

Design

Der 520d xDrive macht einen „gefährlichen“ Eindruck. Zumindest würde ich das von der Konfiguration meines Testwagens mit der Farbe „Transitblau Metallic“, der schwarzen Niere mit den Leuchten als Umrandung und den Felgen behaupten. Zeitgleich sieht er hochmodern aus und ist dennoch weiterhin als BMW erkennbar. „Transitblau Metallic“ ist ein „BMW Individual-Lack“ für einen Aufpreis. Die einzige Lackierung, die nichts zusätzlich kostet, ist „Alpinweiß uni“.

BMW hielt sich hier an mehreren Stellen an altbewährte Dinge. So haben wir hier noch die kleine Niere im Vergleich zum i4 und das breite Heck, welches wir von der Reihe kennen. Dennoch baute der Hersteller auch einige moderne Designelemente ein, wie die bündig mit der Tür abschließenden Türgriffe, welche man immer häufiger in Fahrzeugen des Unternehmens sieht. Dann findet man noch mehrere kleine Details am ganzen Auto. Dazu gehört das „5“-Emblem in der C-Säule, das seitliche M-Logo und das xDrive-Logo hinten.

BMW 520d xDrive Heck

Bild: TechnikNews

In den Tankdeckel hinten kommt beim BMW 520d xDrive Diesel hinein. Eine Steckdose zum Laden findet man an diesem Auto nicht, da es sich wie eingangs erwähnt um einen Mild-Hybriden handelt.

Innenraum

Das Interieur ist um einiges luxuriöser als das von etwa einem i4, man fühlt sich hier schon eher wie in einem Fahrzeug der 7er-Flotte oder einem iX.

Die „BMW Individual Leder Merino“-Sitze verfügen über eine Sitzheizung und -kühlung. Man sitzt vorn und hinten sehr angenehm mit mehr als nur genug Beinfreiheit. Bei größeren Personen ist es aber möglich, dass ein Gefühl der Enge aufgrund der Fahrzeughöhe aufkommt.

Schauen wir einmal in die Mittelkonsole. Dem iDrive-Steuerrad, der Gang-Wippe und dem Lautstärkeregler verpasste BMW einen Kristall-Look. Alle drei fühlen sich überaus angenehm in der Hand an und haben auch einen guten Druck- oder Klickpunkt. Die Buttons für die Medienkontrolle reagieren auf festere Berührungen und geben ein gutes Feedback. Dadurch kann ich sie gefühlt akkurater bedienen als nur berührungsempfindliche Flächen. Außerdem sind sie so weniger anfällig für Fehleingaben. Mein einziger Kritikpunkt an der Mittelkonsole ist, dass der Stauraum gar etwas knapp ausfällt. Es gibt nur ein kleines Fach unter der Armlehne und Ablagen für zwei Smartphones.

Der Rest wurde sehr einfach gehalten. Man findet nur mehr Buttons für die Lichtsteuerung, die Alarmblinkanlage und die Maximalstufen der Front- und Heckscheibenheizung. Neben letzteren wäre zwar noch etwas Platz für weitere Funktionen gewesen, doch wirklich fehlen tat mir nichts in meinem Test. Weiters fällt auf, dass die Lüftungsschlitze kaum sichtbar sind.

Ein weiterer Kritikpunkt am Innenraum ist, dass mir das weiße Schlierenmuster auf den Armaturen überhaupt nicht zusagte. Ferner muss ich noch kurz auf den Rückspiegel eingehen, denn dieser könnte in meinen Augen noch etwas flexibler verstellbar sein. Ich musste mich nämlich immer ein wenig bücken, um die volle Sicht auf die Heckscheibe zu bekommen.

Positiv fiel dagegen der Kofferraum auf, der auf den ersten Blick sehr klein wirkt. Tatsächlich ist er das mit einem Volumen von 520 Litern aber überhaupt nicht.

Infotainment

Kaum zu übersehen im Innenraum ist das gebogene Display vor dem Fahrer, welches als Infotainment und Fahrerinfo-Display fungiert. Darauf läuft BMW OS 8 und Android Auto und Apple CarPlay werden auf Wunsch kabellos unterstützt. Das Ganze macht optisch einiges her, doch je nach Körpergröße kann es schon einmal sein, dass man mit der Hand nicht bis ans Ende des Displays kommt. Dafür ist jeder Aspekt mit dem iDrive-Schalter bedienbar.

Wohl am besten gefiel mir am Infotainment die Anpassbarkeit des Head-Up-Displays und des Fahrerinfo-Displays. Es gibt zahlreiche Optionen, die sich einfach und schnell über Knöpfe am Lenkrad einstellen lassen. BMW integrierte sogar eine Anzeige für die aktuelle Medienwiedergabe, welche ich mir bekanntlich immer wünsche. Interessant fand ich, wie das Head-Up-Display oft als Erweiterung statt als Spiegelung des Fahrerinfo-Displays verwendet wird. So sieht man unter anderem die Infos zu einem Telefonat nur in der Windschutzscheibe, nicht aber am Display hinter dem Lenkrad.

Des Weiteren sagten mir die smarten Vorschläge sehr zu. Dabei handelt es sich um kleine Banner am Infotainment-Bildschirm, die zum Beispiel vorschlagen, Geschwindigkeitswarnungen zu deaktivieren, wenn sie mehrfach hintereinander ertönen. In einem iX3 sah ich auch einmal, dass angeboten wird, die Batterie bei niedrigem Akkustand zu konditionieren.

Oft kam es leider vor, dass ich einen bestimmten Menüpunkt im Betriebssystem suchte und ihn aber nicht fand. Als ich etwa den Verbrauch einsehen wollte, hielt ich Ausschau nach einem Punkt wie „Fahrzeugdaten“ oder „Fahrtdaten“. Stattdessen war diese Information aber in einer Ansicht namens „Live Vehicle“ verfügbar. Die App für die Bedienungsanleitung ist in solchen Situationen aber sehr hilfreich.

BMW 520d xDrive Fahrersicht

Bild: TechnikNews

Mein Highlight des Infotainments ist aber ganz klar die Soundanlage von Bowsers & Wilkins. Ich würde sagen, dass ich noch nie einen so mitreißenden, kräftigen und vollen Klang in einem Auto erleben durfte.

Fahrerlebnis

Der BMW 520d xDrive hat eine Leistung von 197 PS, vier Zylinder und ein Steptronic-Getriebe mit acht Gängen. Zusätzlich hat der kleine Elektromotor, der das Auto zu einem Mild-Hybriden macht, eine Leistung von 11 PS oder acht Kilowatt. Der Verbrauch soll zwischen 5,5 und sechs Liter pro 100 Kilometer liegen.

Beim Fahren fühlt sich das Auto stark und sicher zugleich an. Man merkt die Energie nämlich sofort beim Berühren des Gaspedals und trotzdem hat man ein sehr sicheres Gefühl. Für den Test fuhr ich an einem ziemlich kalten Tag durch die Stadt, übers Land und über Autobahnen für 200 Kilometer und hatte dabei einen Verbrauch von 6,4 Liter auf 100 Kilometer.

Das Lenkrad hat drei Speichen und ist dicker, als man das normalerweise erwartet. Es liegt angenehm in der Hand und ist im Winter auch beheizbar. Die Lenkung selbst ist weich und hat trotzdem noch einen kleinen Widerstand, was ein sehr natürliches Gefühl vermittelt.

Bei den Assistenzsystemen stehen ein Limiter, ein Abstandsassistent und Assisted Driving zur Verfügung. Bei letzterem fährt der BMW eigenständig und wechselt selbst die Spur, was sich besonders auf Autobahnen anbietet. Das Ganze lässt sich sehr intuitiv einstellen und funktionierte bei mir auch weitestgehend zuverlässig. Einmal passierte es mir nur, dass ich das Lenkrad zu lange nicht festhielt und das Auto während eines Spurwechsels das Manöver daher abbrach. Ob das so sein soll, wage ich zu bezweifeln, da so etwas schon sehr irritierend für andere Verkehrsteilnehmer sein kann. Modelle, die in Deutschland verkauft werden, verfügen übrigens über eine Augenerkennung, sodass man das Lenkrad beim Assisted Driving überhaupt nicht mehr festhalten muss.

BMW 520d xDrive: Preise

Der Basis-Listenpreis des 520d xDrive mit Serienausstattung liegt bei 67.200 Euro. Mein Testauto liegt preislich schon bei 102.076 Euro mit Ausstattungsmerkmalen wie der Bowsers & Wilkins Anlage, den 21-Zoll-Aerodynamik-Felgen und der Lackierung.

Wir bedanken uns bei BMW Österreich für die Bereitstellung des BMW 520d xDrive.

Empfehlungen für Dich

>> Die besten Amazon-Deals <<

David Haydl

David wohnt in Graz und ist bereits rund ein halbes Jahrzehnt bei TechnikNews, seit einiger Zeit auch Chefredakteur. Er versorgt die Seite regelmäßig mit News, Testberichten und dem TechnikNews Weekly, dessen Einführung seine Idee war. Seine Freizeit verbringt er gerne im Freien, er hört dabei viel (und eindeutig zu laut) Musik und einige Podcasts zu allen möglichen Themen und geht auch gerne Laufen. Die Zeit, die dann noch übrig bleibt, genießt er mit seiner bezaubernden Freundin oder vor der laufenden Glotze.

David hat bereits 1220 Artikel geschrieben und 116 Kommentare verfasst.

Web | Facebook | Twitter | Insta | Snap | Paypal-Kaffeespende | MacBook Pro 16" (2019) | iPhone 13 Pro Max
Benachrichtigungseinstellungen
Benachrichtigungen über
guest
Dein Name, der öffentlich angezeigt wird.
Wir werden Deine Mailadresse nicht veröffentlichen.

0 Kommentare
Inline Feedbacks
View all comments
Cookie Consent mit Real Cookie Banner