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Google Nest Protect (2. Gen) im Test: Der Kohlenmonoxid- und Rauchmelder mit App

Google Nest Protect (2. Gen) Front
Unauffällig, teuer, aber trotzdem hilfreich. (Bild: © 2021 TechnikNews)
(Beitragsbild: © 2021 © 2021 TechnikNews))

Rauchmelder für das eigene Zuhause sind wichtig – keine Frage. Hier könnte es durchaus noch praktisch sein, wenn dieser nicht nur laut ist, sondern auch unterwegs Benachrichtigungen auf das Smartphone sendet. Der Google Nest Protect bietet genau dieses Gesamtpaket – und noch einiges mehr. Wir haben das Gadget für Euch getestet.

In sehr vielen Haushalten finden sich heutzutage Rauchmelder. Zudem ist bei Neu- und Umbauten das Platzieren von Rauchmeldern in Deutschland und Österreich etwa sogar verpflichtend. Um bei einem Brand im Schlaf oder im Garten aufmerksam zu werden, absolut wichtig, keine Frage. Allerdings muss man in allen Fällen zumindest in der Nähe sein, um den Rauchmelder überhaupt mitzubekommen. Oder wenn man als Elternteil mal unterwegs ist, die Kids zu Hause sind und aus welchem Grund auch immer etwas passiert (etwa Feuer in der Küche oder im Kinderzimmer) – ein klassischer Rauchmelder piepst nur ganz laut, informiert aber sonst niemanden.

Google Nest Protect (2. Gen) Tink

Der Google Nest Protect (2. Generation) zur Verfügung gestellt von tink.at. (Bild: © 2021 TechnikNews)

Wir haben uns aus diesem Grund nach smarten Rauchmeldern für die eigenen vier Wände umgeschaut und den Google Nest Protect für Euch getestet. An dieser Stelle vielen Dank an tink.at, welche uns den Google Nest Protect (2. Generation) für diesen Test zur Verfügung gestellt haben.

Ganz schnell startklar – Einrichtung & Montage

Zu Beginn der Einrichtung ist ein Smartphone erforderlich, auf welchem man die Nest App herunterlädt. Leider sind einige Nest-Geräte bis heute nicht in die Google Home App integriert – nervig. 6 Stück AA-Batterien zum Betrieb des Nest Protect werden bereits mitgeliefert und können im Batteriefach auf der Rückseite auch ausgetauscht werden.

‎Nest
‎Nest
Entwickler: Nest Labs
Preis: Kostenlos
Nest
Nest
Entwickler: Nest Labs Inc.
Preis: Kostenlos

Daraufhin muss man ein Nest-Konto anlegen, den Nest Protect einem Raum in der App zuweisen und den QR-Code auf der Rückseite des Protect scannen. Anschließend wird der Nest Protect noch mit einem WLAN verbunden. Dieses sollte aber nicht allzu schwach sein, damit eine verlässliche Alarmierung im Notfall gewährleistet ist. Sollte kein WLAN verfügbar sein, macht der Brandwächter auch durch „analoges“ Piepen und Sprechen auf sich aufmerksam. Dazu aber später unten mehr.

In der Verpackung findet sich neben dem Rauchmelder selbst noch eine Deckenhalterung inklusive Schrauben. Somit benötigt man zur Montage lediglich noch Werkzeug wie einen Kreuzschlitzschraubendreher und einen Bohrer, wenn das Loch vorgebohrt werden sollte, was in vielen Fällen zu empfehlen ist. Die Platzierung des Rauchmelders an anderen Orten wie auf einem Regal oder Tisch ist nicht empfohlen, da Rauch immer nach oben aufsteigt und nur so in die Rauchkammern des Rauchmelders eindringt. Übrigens warnt der Google Nest Protect auch vor Kohlenmonoxid (CO) – einem Gas, welches komplett geruchs-, geschmacks- und farblos ist – und somit nicht wahrnehmbar.

Eine ausführliche Anleitung zur Installation und Montage gibt es in diesem Blogpost von tink.

In der Praxis – Rauchtest

Natürlich sollte man nicht etwas willkürlich in Brand setzen, nur um seinen Rauchmelder zu testen. Da ein Rauchmelder aber wirklich den Rauch selbst erkennt, haben wir ein Räucherstäbchen verwendet und dieses mit entsprechender Vorsicht über den Google Nest Protect gehalten. Durch Drehen des Geräts konnten wir den Rauch direkt in die Rauchkammern am Rand eindringen lassen und schon nach kurzer Zeit einen Alarm auslösen. Zuerst gab es eine akustische Warnung – ja, der Google Nest Protect spricht in der eingestellten Sprache – „Vorsicht, es wurde Rauch erkannt, in der Küche. Möglicherweise ertönt der Alarm“ und der Leuchtring blinkt gelb.

Google Nest Protect (2. Gen) Rauchmelder Alarm

Leichte Rauchentwicklung wurde erkannt – der Nest Protect alarmiert zusätzlich auch über die App. (Bild: © 2021 TechnikNews)

Nach weiteren Sekunden gibt der Brandmelder ein lautes Piepen, gemeinsam mit folgendem Ton, von sich: „Notfall. Es ist Rauch, in der Küche“, und blinkt gleichzeitig rot. In den meisten Fällen kann der Rauchalarm stummgeschaltet werden – direkt über die Nest App (dazu muss man sich in der Nähe des Rauchmelders befinden) oder durch einen Tastendruck auf die Oberseite des Geräts. Es ertönt ein „Rauchalarm stummgeschaltet“ und der Nest Protect blinkt weiterhin gelb bzw. rot. Sollte der Rauch ein kritisches Niveau erreichen, ertönt der Alarm erneut und lässt sich möglicherweise auch nicht mehr stummschalten.

Wenn alles wieder in Ordnung ist, beruhigt der Nest Protect mit einem „Der Alarm ist vorbei“ und blinkt währenddessen grün. In allen Fällen wird zudem eine Push-Benachrichtigung auf das Smartphone mit der installierten Nest App verschickt. Schade, dass man keinen weiteren Kontakt hinzufügen kann, welcher im Notfall ebenso darüber informiert wird.

Bei einer Erkennung von Kohlenmonoxid würden die Warnungen und Alarme wie bei einem Rauchalarm ablaufen. Aus Sicherheitsgründen haben wir das aber nicht getestet. Zum Testen von sogenannten „fotoelektrischen Rauchmeldern“ (wie etwa der Google Nest Protect) gibt es auch Test-Sprays auf Amazon. Mit einem Haarspray, Mückenspray, Klospray oder anderen Sprays auf den Rauchmelder zu sprühen, um ihn zu testen, sollte unbedingt vermieden werden.

Noch etwas mehr – Extras

Alarmierung per Sprache & Vernetzung

Zusätzlich zu den smarten Funktionen wie der App und der Benachrichtigung unterwegs, gibt es noch einige Extras, welche erwähnenswert sind. So etwa die „sprachliche“ Alarmierung, wie oben bereits erwähnt. Piept ein Rauchmelder nur ganz laut, weiß vielleicht nicht jeder, was nun genau los ist. Hier hingegen teilt der Nest Protect durch sprachliche Ansagen genau mit, welcher Alarm es ist, wie hoch die Gefahr ist und in welchem Raum die Auslösung stattgefunden hat. Hat man zudem mehrere Nest Protect in einem Haushalt, vernetzen sie sich miteinander und spielen den Alarm auf jedem Gerät ab. Entdeckt das Gadget beispielsweise Rauch in der Küche, informiert der Rauchmelder etwa auch im Schlafzimmer darüber.

Dampferkennung

Um Fehlauslösungen zu vermeiden, besitzt das Google-Gadget auch eine Dampferkennung. Das ist durchaus nützlich, wenn man den Rauchmelder im Badezimmer oder in der Küche in der Nähe des Herds anbringen möchte. Etwaige Fehlauslösungen durch Dampf hat es während des Tests bei mir nicht gegeben.

„Nachtwächter“ für zusätzliches Licht

Auch ganz hilfreich ist das „Nachtwächter“-Feature, welches in der Nacht für zusätzliches Licht sorgt. Der Nest Protect erkennt von der Decke aus etwaige Bewegungen unter ihm und aktiviert automatisch den Leuchtring. Beim nächtlichen Gang auf die Toilette braucht man somit keine Taschenlampe mehr. Um die Batterielaufzeit zu verlängern, kann man die Helligkeit anpassen bzw. die Funktion komplett deaktivieren.

Automatischer Funktionstest

Google Nest Protect (2. Gen) Selbsttest

Der smarte Rauchmelder testet sich regelmäßig selbst. (Bild: © 2021 TechnikNews)

Bei herkömmlichen Rauchmeldern sollte man jeden Monat einen Funktionstest durchführen. Mit dem Google Nest Protect ist das auch kein Aufwand mehr – er testet sich monatlich selbst. Dabei wird ein kurzer Testton (natürlich nicht laut, sehr dezent) abgespielt, welcher mit dem eingebauten Mikrofon verifiziert wird. „Hört“ sich das Gadget somit selbst, ist gewährleistet, dass der Lautsprecher funktioniert. Zudem kann man in der Nest-App auch einen manuellen Test ausführen, welcher allerdings etwas lauter ist.

Weiters leuchtet beim Ausschalten des Lichts am Abend der Leuchtring kurz grün, wenn der Rauchmelder funktioniert und alles in Ordnung ist.

Fazit

Google Nest Protect (2. Gen) Front

Unauffällig, teuer, aber trotzdem hilfreich. (Bild: © 2021 TechnikNews)

Der Google Nest Protect (2. Gen) hat sich im Vergleich zum Vorgänger sinnvoll weiterentwickelt. Etwa kann man nun die Batterien tauschen und er läuft deutlich zuverlässiger. Allerdings beträgt auch hier die maximale Lebensdauer 10 Jahre, danach deaktiviert sich der Rauchmelder von selbst und muss durch einen neuen ersetzt werden.

Zusammengefasst bietet das Gadget sinnvolle Funktionen, wie die Benachrichtigung für unterwegs, eine sprachliche Alarmierung, automatische Funktionstests und ein Nachtlicht. Leider fehlt die Möglichkeit, zusätzlich weitere Kontakte bei einer Alarmierung mit einer SMS zu informieren. Außerdem wäre es sinnvoll, die Nest-Produkte auch in der Google Home App (mit dem Google Nest Hub) zusammenfassen zu können. Zwar gehört Nest mittlerweile zu Google, wird aber immer noch sehr getrennt behandelt – das ist nicht ganz nachvollziehbar.

Am ersten Blick erscheint der Preis von 129 Euro (UVP) ziemlich hoch. Wenn man allerdings bedenkt, dass man hier ein Gerät erhält, welches 10 Jahre hält, vernetzt funktioniert und im Zweifel vor dem Abbrennen der eigenen vier Wände schützt – und das auch unterwegs – gibt es definitiv eine Kaufempfehlung. Ähnliche vernetzte Rauchmelder befinden sich preislich auf demselben Level. Das einzige Risiko wäre ein Support-Ende der App seitens Google, wodurch der Rauchmelder dann plötzlich ganz „dumm“ werden würde – aber trotzdem „offline“ funktioniert.

Danke nochmal an tink.at für die Bereitstellung des Google Nest Protect (2. Generation) für diesen Testbericht.

Google Nest Protect (2. Generation) kaufen

Google Nest Protect (2. Gen) + Google Nest Mini Set Tink

Den Google Nest Protect und den Google Nest Mini gibt es bei tink.at sogar im Set. (Bild: © 2021 TechnikNews)

  • Google Nest Protect (2. Generation) bei tink (AT/DE)
  • Google Nest Protect (2. Generation) + Google Nest Mini im Set bei tink (AT/DE)

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David Wurm

Macht das TechnikNews-Ding gemeinsam mit einem tollen Team schon über einige Jahre lang. Werkelt im Hintergrund an der Server-Infrastruktur und ist auch für alles redaktionelle zuständig. Ist an der aktuellen Technik fasziniert und bloggt gerne über alles Digitale. Ist sonst in der Freizeit oftmals beim Webentwickeln, Fotografieren oder Radiomachen anzutreffen.

David hat bereits 822 Artikel geschrieben und 341 Kommentare verfasst.

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