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Lenovo Legion Pro 34WD-10 im Test: Gibt es zu viele Features?

Lenovo Legion Pro 34WD-10 Beitragsbild
Bild: TechnikNews
(Beitragsbild: © 2026 TechnikNews)

Der Lenovo Legion Pro 34WD-10 ist das Ultrawide Flagship-Modell der Monitore von Lenovo. Viele Funktionen, neben den bereits sehr guten Spezifikationen des Monitors, sollen das Benutzererlebnis noch weiter verbessern. Warum das nicht immer klappt und noch viel mehr lest im folgenden Testbericht.

tl;dr

Der Lenovo Legion Pro 34WD-10 überzeugt vor allem dort, wo es zählt: beim Panel. 34-Zoll-OLED mit 3440 × 1440 Pixeln, 240 Hz, 0,03 ms Reaktionszeit und nativen 10-Bit-Farben liefern eine herausragende Bildqualität mit exzellenter Bewegungsdarstellung und starkem Kontrast. Für Gaming und Multimedia bewegt sich das Niveau klar in der Oberklasse.

Auch bei den Anschlüssen und Funktionen ist der Monitor sehr gut aufgestellt: HDMI 2.1 inklusive eARC, USB-C mit 140 W, KVM-Switch sowie True-Split, BiB und BnB machen ihn vielseitig einsetzbar – vom Gaming-Setup bis zum Multitasking-Arbeitsplatz.

Abzüge gibt es bei einigen Zusatzfeatures. Die intelligente Benutzererkennung arbeitet nicht immer sauber, die RGB-Beleuchtung bleibt optisch unscheinbar und die Software bietet nur begrenzte Profilanpassungen.

Unterm Strich ist der Legion Pro 34WD-10 ein stark ausgestattetes OLED-Flaggschiff mit überragender Bildperformance. Kleinere Schwächen liegen eher im Detail als im Kernprodukt.

Bildschirm

Entscheidend bei einem Monitor ist die Bildqualität und hier liefert Lenovo eindrucksvoll ab. Es ist fast schon schwierig mit dem Besten anzufangen aber der Reihe nach. Auf einem 34 Zoll OLED-Screen bekommt man bei einer Auflösung von 3440 x 1440 (WQHD) 240 Hz geboten. Dazu kommt eine Reaktionszeit von 0,03 ms (GtG) und eine Farbtiefe von echten 10-bit, also kein geschummeltes bei dem 8-bit + Frame Rate Control verwendet wird. Wir haben also ein Meisterwerk an Technik auf dem Datenblatt, welches sich auch so in der Realität widerspiegelt. Zusammen mit der HDR TrueBlack 400 und ClearMR 13000 (extrem wenig Unschärfe bei schnellen Bewegungen) Zertifizierung sollten kaum noch wünsche offen bleiben. Der Betrachtungswinkel spielt für die Qualität übrigens keine große Rolle was positiv auffällt, wenn man den Monitor zu zweit nutzt.

Negativ gibt es eigentlich nur zu berichten, dass unser Screen einmal Schlieren gezogen hat. Dank der einfachen Bildschirmaktualisierung konnte das aber schnell behoben werden und trat seit dem auch nicht wieder auf.

Anschlüsse

In ein so großes Gehäuse passen theoretisch natürlich auch viele Anschlüsse. Lenovo hat die Theorie in die Praxis umgesetzt.

Von rechts nach links: HDMI 2.1 (eARC), HDMI 2.1, DisplayPort 1.4, USB-C (DP1.4), USB-B, Ethernet, 2x USB 3.2 Gen 1 Typ-A

Darunter: USB 3.2 Gen 1 Typ-A, 2x USB-Typ-C

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Es wird also auch nicht hier gegeizt. Nur 3.2 USB Typ-A, USB Typ-C mit bis zu 140 W Leistung und dem eARC Anschluss, welcher in Verbindung mit einem externen Soundsystem den Klang verschiedener Quellen mit einem Kabel weiterleiten und nochmal verbessern kann.

On-Top Features

Wahrscheinlich ist Euch auch diese „Nase“ in der Mitte unter dem Display aufgefallen. Zum einen versteckt sich hier der Umgebungshelligkeitssensor. Damit kann sich der Monitor genau wie ein Smartphone auf die äußeren Lichtverhältnisse anpassen. Wird es also dunkel, so wird automatisch die Helligkeit gedimmt um die Augen zu schonen. Das funktioniert an sich auch zuverlässig, ich finde die Automatik nur ab und zu etwas zu zaghaft.

Auch in diesem Gehäuse untergebracht ist die sogenannte „Intelligente Benutzerkennung“. In der Theorie sollte diese im eingeschalteten Zustand den Bildschirm nach 5, 10 oder 15 Minuten dimmen um Energie zu sparen. In der Praxis wird der Bildschirm bei Auswahl der 5 Minuten für ein paar Sekunden komplett schwarz und geht dann wieder an. Anders ist es bei den einstellbaren 15 Minuten, hier verdunkelt sich der Bildschirm tatsächlich und verbleibt auch solange so, bis man sich wieder davor setzt.

Lenovo Legion Pro 34WD-10 Sensorik

Bild: TechnikNews

Die in vorgegebenen Modi einstellbare RGB-Beleuchtung hätte man sich sparen können. Sie sieht zwar hübsch aus, allerdings nur, wenn man von unten dagegen guckt. Das Licht ist viel zu dunkel, als das man viel davon auf dem Tisch wahrnimmt und mit jedem Zentimeter an Höhe den man den Standfuß verstellt, wird es noch deutlich weniger sichtbar.

Tatsächlich sehr sinnvoll und durchdacht finde ich den Kopfhörerhaken. Dieser lässt sich bei Bedarf einfach ausklappen und auch wieder formschlüssig einklappen. Auch der Handyhalter funktioniert gut. Es ist zwar nur eine Plastikschale und lädt nicht etwas kabellos das Handy aber es ist ein nettes Feature. Ich würde nur empfehlen die Halterung mit Filz oder ähnlichem auszukleiden damit nicht jedes Vibrieren durch eine Nachricht für ein akustisches Erdbeben sorgt. Apropos Akustik, die zwei eingebauten 5 W-Lautsprecher sind zwar kein Soundwunder und es fehlt ihnen an Tiefe, aber besser als Laptop-Lautsprecher sind sie allemal.

Software

Neben normalen Monitormenü, mit dem man über den Joystick an der Rückseite navigiert, bietet Lenovo auch eine Software zum Download an (1,75 KB groß). Das sogenannte „Lenovo Display Control Center“ kann all das, was das Monitormenü auch kann, teilweise aber etwas übersichtlicher. Verzögerungen im Ausführen der Befehle gibt es bei beiden Varianten nicht. Zu beanstanden gibt es ebenfalls nicht viel. Mich stört nur die begrenzte Konfiguration von nur zwei selbst konfigurierbaren Profilen. Hier kann für zwei Profile ausschließlich die Helligkeit und der Kontrast einzeln angepasst werden. Von Anpassungen bezüglich Farbeinstellungen, Anzeigen oder Bildschirmaufteilungen fehlt jede Spur.

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True-Split, BiB, BnB und KVM-Switch …

… das alles kann der Widescreen, doch was heißt das überhaupt?

True-Split: Aus einem Monitor macht Lenovo für Windows zwei komplett eigenständige. Beispiel: Auf der linken Hälfte wird ein Spiel gespielt, während auf der rechten Seite ein Walkthrough abspielt.

Bild im Bild (BiB): Zwei Inhaltsquellen werden auf einem Bildschirm angezeigt. Beispiel: Excel wird über dem gesamten Monitor ausgeführt und in eine der 4 Ecken projiziert man sein Handy mit einer Vorlage der Daten dafür darüber.

Lenovo Legion Pro 34WD-10 Bild im Bild

Bild: TechnikNews

Bild neben Bild (BnB): Zwei Inhaltsquellen werden auf einem Bildschirm angezeigt. Diesmal aber nicht überlappend, sondern im Verhältnis 1:1 oder 3:1 nebeneinander. Beispiel: Zwei Computer werden angeschlossen und man spielt ein Rennspiel gegeneinander oder surft auf dem Handy während man ein YouTube Video schaut.

Lenovo Legion Pro 34WD-10 Bild neben Bild

Bild: TechnikNews

KVM-Switch: Eine Peripherie kann für zwei Geräte genutzt werden. Beispiel: Ein PC und ein Laptop sind am Monitor angeschlossen. Mit dem KVM-Switch kann man wählen, welches Gerät man gerade mit seiner Tastatur und Maus steuern will.

Standfuß

Optisch ist der sechseckige Standfuß eher schlicht. Stilvoll finde ich die Mischung aus Weiß und Schwarz mit den geschwungenen Linien zum Monitorarm und dem zurückhaltenden „Lenovo“-Schriftzug. Der Standfuß ist 42,5 cm hoch x 32,5 cm breit x 24,5 cm tief. Dank des flexiblen Ständers mit integrierter Kabelführung bekommen wir für den Monitor folgende Verstellmöglichkeiten: Neigungswinkel (-5°/22°), Drehwinkel (+45°/-45°), Höhenverstellbereich (135 mm). Das geht alles leicht von der Hand – abgesehen von der Höhenverstellung welche etwas mehr Kraft benötigt. Ansonsten bleibt der gummierte Standfuß auch bei einer Änderung der Ausrichtung sicher auf dem Tisch stehen.

Einfach wie genial lässt sich der Standfuß mit dem Arm verschrauben (dafür liegt Werkzeug bei) und dann mit dem noch im Karton liegenden Monitor verbinden. Neben dem Werkzeug liegen dem Lieferumfang außerdem das Stromkabel, ein HDMI und ein DisplayPort-Kabel, ein USB-B- sowie ein USB-C-Kabel und natürlich die Anleitung bei.

Preis und Verfügbarkeit

Aktuell kostet der Lenovo Legion Pro 34WD-10 1.299,99 Euro (inkl. 19 % MwSt.) im offiziellen Lenovo Online-Shop. Abseits davon sind 850,00 € im freien Handel meistens möglich. Wem das noch zu teuer ist, dem sei geraten den offiziellen Shop hin und wieder zu besuchen und vielleicht einen guten Aktionsrabatt zu erwischen.

Vielen Dank an Lenovo Deutschland für die Bereitstellung des Legion Pro 34WD-10 um diesen zu testen. Dies hat unsere Meinung nicht beeinflusst!

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Benedikt Behrling

Benedikt ist 23 Jahre alt und auf Berichte im Bereich der Mobilität für TechnikNews spezialisiert. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um zwei- oder vierrädrige Fahrzeuge handelt. Zusätzlich widmet er sich technischen Produkten des täglichen Lebens und analysiert Trends und Innovationen über verschiedene Technikfelder hinweg.

Benedikt hat bereits 33 Artikel geschrieben und 1 Kommentare verfasst.

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