Lenovo LOQ 17IRX10 im Test: Top Spagat zwischen Budget und Leistung?

Laut Lenovo entstand die LOQ-Serie aus dem Gedanken, dass Gamer zusammen stärker sind. „LOQ“ soll hierbei an das englische Wort „lock“ erinnern und das wiederum an unzertrennlichen Teams aus Gamern. Die Serie wendet sich dabei an Einsteiger, welche für kleineres Budget eine gute Hardware bekommen sollen. Ob die Preis-Leistung stimmt, könnt ihr in unserem Testbericht lesen.
Unser getestetes Modell LOQ 17IRX10 ist das Flagship seiner Klasse. Darüber wäre nur noch die Legion-Serie, welche dann aber auch ein paar tausend Euro mehr kosten kann. Innerhalb der LOQ-Serie gibt es natürlich auch günstigere Modelle, welche dann eine kleinere Bildschirmdiagonale und etwas schwächere Hardware haben.
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Das Lenovo LOQ 17IRX10 ist ein konsequent auf Preis-Leistung ausgelegtes 17-Zoll-Gaming-Notebook. Es liefert mit dem Intel i7-14700HX und der NVIDIA RTX 5070 starke native Gaming-Performance und setzt damit das Versprechen der LOQ-Serie um, Einsteigern viel Leistung fürs Geld zu bieten. Für Nutzer, die primär in der Nähe einer Steckdose spielen und hohe Framerates wollen, ist das Paket überzeugend. Das Display (17,3″, 165 Hz, IPS, aber auch „nur“ FHD und 300 Nits) sowie die Ausstattungs- und Anschlussvielfalt unterstützen diesen Fokus.
Allerdings bringt das Konzept klare Kompromisse mit sich: Die 60-Wh-Batterie ist für ein 17-Zoll-Gerät knapp bemessen (sehr kurze Gaming-Laufzeit), die Lautsprecher sitzen nur an der Unterseite und liefern wenig Tiefe, und unter Volllast werden Lüfter deutlich hörbar (Messwerte bis ~50 dB aus Nutzerposition). Positiv hervorzuheben sind die durchdachte Software-Integration (Lenovo Vantage, LegionSpace) mit praktischen Leistungsmodi sowie das schnelle Laden per 245-W-Netzteil.
Hardware
Die Hardware spiegelt genau das Produktversprechen von Lenovo wider. Es ist ein im Einsteigerbereich angesiedeltes Gaming-Notebook, allerdings das Beste aus der LOQ-Serie. So haben wir einen sehr leistungsstarken aber weniger Stromeffizienten Intel i7-14700HX an Board, wie auch die NVIDIA RTX 5070. Günstigere Modelle haben eine 5050 oder eine 5060 Grafikkarte bekommen und einen i5 oder i7 Prozessor aus der 13. Generation. Für AMD-Liebhaber hat Lenovo wahlweise einen Ryzen 5 oder Ryzen 7 im Line-up. Die Audioqualität aus den 2x 2-Watt Stereo Lautsprechern ist in Ordnung, lässt allerdings viel Tiefe vermissen; zudem sind die Lautsprecher ausschließlich an der Unterseite verbaut. Ein großer Kritikpunkt ist die Akkukapazität. Mit 60 Wh ist das 17IRX10 im Vergleich eher mau bestückt für ein Gaming-Notebook.
Design
Das Gehäuse in der Farbe „Luna Grey“ wirkt erstmal unaufgeregt, vermittelt aber im Gegensatz zu den meist schwarzen Gaming-Notebooks eine angenehmere Atmosphäre. Auffällig ist der große „LOQ“-Schriftzug mit einem dreigeteilten „O“ welches sich auf dem Power-Button und dem O auf der Tastatur wiederfindet. Auch die großen Scharniere, welches das Display auf 180° Umklappen lassen, stechen heraus. Ansonsten ist das Äußere recht schlicht gehalten, keine Beleuchtung oder sonstige Auffälligkeit. Die Kamera ist in einem Camera Bump verbaut, welcher leicht übersteht und das Öffnen des Notebooks sehr erleichtert. Auf der Unterseite finden sich gummierte Standfüße, Lüfteröffnungen und -auslässe im länglichen Wabenmuster und zwei Lautsprecherausgänge.
- Bild: TechnikNews
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Anschlüsse
Anschlüsse sind auf der rechten und überwiegend hinteren Seite verbaut. Rechts von der Tastatur befindet sich jeweils ein USB-C und USB-A Slot, wie auch eine Klinkenbuchse für Kopfhörer. Auf der Rückseite kommen noch 3x USB-A (angenehm gleichmäßig verteilt), die Ladebuchse, Ethernet und HDMI zum Vorschein.
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Tastatur & Touchpad
Das Touchpad mit Mylar®-Oberfläche ist 75 mm breit x 120 mm lang und leicht nach links versetzt. Ich hätte es bei einem ein Gaming-Notebook für sinnvoller gehalten, wenn es eher auf die rechte Seite versetzt wäre, um nicht mit der Hand in WASD-Stellung das Pad zu berühren. Das Trackpad fühlt sich smooth an und reagiert so, wie man es auch möchte. Es unterstützt Multi-Touch und hat keine extra Tasten. Das heißt, man kann Gesten wie das Wechseln von Programmen mit drei Fingern ausführen und es gibt eine größere Touchfläche, da die zwei gewöhnlichen Tasten in das Touchpad am unteren linken und rechten Rand eingelassen sind. Einzige Auffälligkeit ist ein Klackern, wenn man auf die linke Seite des Touchfeldes tippt, als wäre es nicht gleichmäßig befestigt. Ob das ein einmaliger Fehler bei meinem Testgerät oder bei der kompletten Serie ist, kann ich nicht sagen. Als Handballenauflagefläche hat man großzügige 10,5 Breite x 10,7 Länge auf der linken Seite vom Trackpad und 18,4 cm Länge auf der rechten Seite. Die Tastatur mit angenehmem Druckpunkt und Numpad ist das einzige per Software individuell beleuchtbare Bauteil. Hier stehen uns bis zu 5 Profile zur Verfügung, die man einzeln anpassen und per Shortcut aktivieren kann. Ansonsten hat die Tastatur natürlich noch viel mehr Shortcuts, wie zum Beispiel das Dimmen der Displayhelligkeit oder das Deaktivieren der Touchfläche.
Durch das große Touchpad funktionieren auch Vier-Finger-Gesten ohne Probleme. Wichtiger Tipp: Es kann bei Spielen vorkommen, dass bei gleichzeitiger Tastatur- und Touchpadeingabe (z. B. Lenken und Kameraschwenkung bei Rennspielen) das Touchpad nicht reagiert. Dann einfach in den Einstellungen unter „Touchpad“ auf „Tippeingaben“ klicken und die „Touchpad-Empfindlichkeit“ auf „Höchste Empfindlichkeit“ stellen.
Display
Auf ordentlichen 17,3 Zoll kann man zocken, Office-Arbeiten und Videoschnitt angenehm gestalten – zumindest wenn einem Full-HD bei maximalen 300 Nits Display-Helligkeit reichen, mehr bekommen wir hier nämlich nicht. Dafür werden uns 165 Hertz auf einem IPS anti-glare Display (matte Oberfläche, um Lichtreflexionen zu reduzieren) und G-Sync geboten. Auch hier merken wir also wieder, der Fokus liegt auf Gaming, aber im günstigeren Einsteigerbereich. Außerdem sei noch gesagt, dass das Display durch sein IPS-Panel einen sehr breiten Betrachtungswinkel hat.
Software und Konnektivität
Über die vorinstallierte „Lenovo Vantage“ Software lässt sich eine ganze Menge einstellen. Am auffälligsten ist wohl das Vantage-Widget, welches auf dem Desktop die Auslastung der Hardware, Down- und Uploadgeschwindigkeit und den Akkustand anzeigt. Dieses lässt sich aber natürlich auch deaktivieren. Des Weiteren haben wir in der App detaillierte Informationen über den Zustand des Akkus und dessen Temperatur sowie die Möglichkeit einen Hardware-Scan durchzuführen, bei dem jede einzelne Komponente auf Funktion geprüft wird. Zu guter Letzt ist der Reiter „Systemaktualisierung“ erwähnenswert. Hier kann man sein Gerät auf Softwareaktualisierungen prüfen und diese ausführen. So zumindest der Plan – ein „BIOS Update Utility“ wollte sich anfangs erst nicht installieren lassen und brach den Vorgang immer wieder ab.
- Bild: TechnikNews
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Die zweite unverzichtbare App ist „LegionSpace“. Hier wird nicht nur die Beleuchtung der Tastatur nach den Wünschen der Nutzer konfiguriert, sondern auch die Hardware auf ruhige Effizienz oder verbrauchsstarke Leistung angepasst. Beides passiert kinderleicht über ein paar Klicks. Zur Auswahl haben wir dafür 4 Modi:
- Still: möglichst weit heruntergetaktet, um einen leisen Lüfterbetrieb zu ermöglichen; der An/Aus-Knopf leuchtet blau
- Ausgewogen: höher getaktet für normales bis anspruchsvolles Gaming; der An/Aus-Knopf leuchtet weiß
- Leistung: Nur im Netzbetrieb verfügbar; höchste Leistung, wenn Lüfterlautstärke egal; Übertaktung ist an; der An/Aus-Knopf leuchtet rot
- Benutzerdefiniert: Nur im Netzbetrieb verfügbar; eigene Konfiguration möglich; der An/Aus-Knopf leuchtet lila
Wichtiger Tipp: In der Standardeinstellung wird im Akkubetrieb die Leistung gedrosselt, um Energie zu sparen. Um wieder mehr als 60 FPS beim Zocken zu bekommen, muss man in den Einstellungen unter „Strom und Akku“ unter Energiestatus bei Akku „Beste Leistung“ aktivieren.
Speziell für die GPU gibt es nochmal zwei Modi:
dGPU-Modus: Verwendet nur die separate Grafikkarte, also nicht die integrierte des Prozessors
Hybrid-Modus: Wechselt selbstständig zwischen der integrierten und der dedizierten GPU, um Akkulaufzeit und Leistung auszugleichen
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Verbindungsmöglichkeiten
Zum einen haben wir Wi-Fi® 6, welches sich schnell und zuverlässig verbindet, zum anderen Bluetooth 5.2 welches auch keine Probleme im Test gemacht hat. Auch wenn es bei beiden also nicht die neueste und schnellste Version ist, sind sie stabil und ausreichend für den Modellanspruch.
Performance
Benchmarks
Cinebench
3D-Mark
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Thermik & Lüftergeräusche
Der Hotspot liegt zwischen den beiden Lufteinlässen auf der Unterseite, da hier die Heatpipes verlaufen. Mit diesen kommt man aber nicht in Kontakt, wenn man das Notebook auf den Beinen liegen hat und merkt das somit kaum. Lediglich die Luftauslässe auf der Rückseite können einen die warme Luft durch die Kühlrippen links und rechts ordentlich auf die Knie pusten – und wenn eine Kühlung stark pusten kann, ist sie oft auch gut hörbar. Zugegeben, man muss den Laptop schon sehr fordern, um auf die maximalen 50 dB aus Nutzerposition bzw. 60 dB neben dem Luftauslass zu kommen, die wir in unserem Test erreicht haben, aber immerhin gibt es selbst da kein nervig hochfrequentes Piepen. Und wo wir grade bei der Lüftung sind: Abgestellt werden sollte der Lenovo unter hoher Auslastung nicht auf weichen Untergrund wie Stühle, Kissen oder Decken. Die Lüfter an der Unterseite sind sehr nah am Untergrund und werden schnell blockiert.
Akkulaufzeit und -ladedauer
Mit dem mitgelieferten 245-Watt-Netzteil (im Konfigurator optional abwählbar, um 30,00 € zu sparen) wird das Notebook in 32 Minuten von 0 auf 80 % geladen und erreicht nach weiteren 11 Minuten 100 %, sofern man währenddessen nicht arbeitet. Eine kleine LED neben dem Ladeport signalisiert farbig, ob Strom fließt und wann der Akku voll ist. Die Gesamtlänge des Stromkabels beträgt 3 Meter. Das Netzteil verfügt über eine Aussparung, in die der Kabelanfang eingelegt werden kann, um Platz zu sparen. Außerdem ist es so, dass man während des Spielens keine Benachrichtigung erhält, wenn der Stromsparmodus automatisch aktiviert wird, was sehr vorteilhaft ist, um das Game nicht zu unterbrechen
So lange hält der Akku
Anspruchsvolles Gaming in höchster Qualität mit 165 Hz, 100 % Helligkeit, dGPU-Modus (verwendet nur die separate Grafikkarte, nicht die integrierte des Prozessors), Tastatur RGB beleuchtet, mittlere Leistungsstufe sowie Stromsparmodus ab 30 %: 0 h 38 min
YouTube mit 165 Hz, 50 % Helligkeit und Lautstärke, Hybrid-Modus (Gerät entscheidet selber welche GPU aktiv ist), Tastatur nicht beleuchtet, kleinste Leistungsstufe: 2 h 43 min Videos schauen
Office-Arbeiten mit 60 Hz, 50 % Helligkeit, Hybrid-Modus (Gerät entscheidet selber welche GPU aktiv ist), Tastatur einfarbig beleuchtet, kleinste Leistungsstufe: 3 h 10 min Word schreiben
Webcam & Mikrofone
Die Webcam ist mit 5.0 Megapixel nichts Besonderes und für den Office-Gebrauch absolut ausreichend, immerhin kann man sie für mehr Privatsphäre mit einem Schieberegler an der Seite deaktivieren (E-shutter). Diese Deaktivierung ist allerdings elektronischer Natur, sodass sich nichts physisch vor die Kamera schiebt. Man muss also darauf vertrauen, dass das funktioniert. Die zwei Mikrofone geben Stimmen tatsächlich sehr klar wieder, vorausgesetzt man deaktiviert die Audioverbesserung „Gerätestandardeffekte“ in den Mikrofoneigenschaften.
Preis und Verfügbarkeit
Unser getestetes Modell kostet auf der offiziellen Lenovo Website 1.839,00 € (inkl. 19 % MwSt.). Eine eigene Konfiguration des Modells kann den Preis aber steigen (32 GB RAM statt 16 GB) oder fallen (RTX 5060 statt 5070) lassen. Eine Garantie bietet Lenovo von 2 Jahren.
Vielen Dank an Lenovo Deutschland für die Bereitstellung des LOQ 17IRX10 um diesen zu testen. Dies hat unsere Meinung nicht beeinflusst!

















