Folgen:

Nuki Smart Lock 2.0 im Test: Smart-Home auf dem nächsten Level

Nuki Smart Lock 2.0 App 2
Bild: TechnikNews
(Beitragsbild: © 2020 TechnikNews)

Mit dem Nuki Smart Lock 2.0 möchte das österreichische Start-up Euer Leben ein kleines Stückchen angenehmer machen. Ihr sollt ganz bequem ohne Schlüssel Eure Tür öffnen können und das sicher und ohne viel Aufwand. Ich habe den Türöffner für Euch getestet.

Ich habe von Nuki für diesen Test ein Nuki Smart Lock 2.0 und die Wi-Fi Bridge als „Combo“ zur Verfügung gestellt bekommen. In diesem befinden sich das Türschloss selber (inklusive Batterien), die Bridge und die Montageplatten (klemm und klebe).

Einrichtung des Nuki Smart Lock

Bevor Ihr Euch das Schloss kauft, müsst Ihr einige Dinge beachten. Euer Schloss muss einen bestimmten Zylinder nutzen, welcher auch auf beiden Seiten aufschließt. Ihr müsst also prüfen, ob im Haus ein Schlüssel stecken kann und Ihr die Tür trotzdem noch mit einem Schlüssel öffnen könnt. Außerdem stellt Nuki einen einfachen „Installations-Check“ zur Verfügung.

Nuki Smart Lock 2.0 Kombo

Bild: TechnikNews

Die Einrichtung des Nuki Smart Lock war einfach und problemlos. Zuerst muss die Montageplatte auf das Schloss geklemmt oder geklebt werden, danach das Türschloss darauf und fertig. Anschließend geht es in die App. Diese gibt es für iOS und Android, ob diese auch auf Huawei-Smartphones ohne Google-Dienste funktioniert, ist fraglich.

Nuki Smart Lock
Nuki Smart Lock
Preis: Kostenlos
‎Nuki Smart Lock
‎Nuki Smart Lock
Preis: Kostenlos

Die App führt einen durch den Einrichtungs-Prozess und richtete (bei uns) auch auf Nachfrage die WLAN-Bridge mit ein.

Funktionen

Was kann denn ein smartes Türschloss nun mehr als ein normales?

Nun, zuerst einmal kann es durch ein Smartphone oder einer Smartwatch geöffnet werden. Ich bin ein Mensch, welcher gerne seinen Schlüssel vergisst und dann vor der verschlossenen Tür steht. Da ich am meisten auf mein Smartphone aufpasse, da ich es viel nutze und es mittels Google Pay auch mein Portemonnaie ist, habe ich nun durch das Nuki Türschloss meinen „Schlüssel“ immer mit dabei.

Das zweite große Feature ist das „Auto-Unlock“. Das hat bei mir in 9/10 Fällen geklappt und öffnet Euch automatisch Eure Tür. Wenn Ihr in einem Bereich von 100 Metern im Umkreis des Schlosses seid, merkt die App, dass Ihr Euch nach Hause bewegt. In diesem Radius schickt sie Euch eine Nachricht „Willst Du die Tür öffnen?“. Sobald Ihr das Bluetooth Signal des Schlosses empfangt, öffnet die Tür dann automatisch. Das ist wirklich sehr angenehm, da ich seit über einem Monat nicht mehr nach meinem Schlüssel greifen muss und wenn ich den Einkauf ins Haus trage, nicht mehr vorher die Tür aufschließen muss.

Ihr könnt auch Familie oder Freund für eine bestimmte Zeit oder lebenslänglich einladen, gerade für Inhaber von Airbnb-Wohnungen dürfte dies Interessant sein. Eine weitere Situation, welche meine Familie und ich in unserem Testzeitraum erlebt hatten, war das Ausschließen eines Familienmitgliedes. Mein Vater konnte diese dann einfach per Smartphone von seinem Arbeitsplatz ins Haus lassen.

Integration in das Smart-Home

Das Nuki Türschloss funktioniert mit allen gängigen Smart-Home Systemen. Ob es das Apple HomeKit im Apple-Kosmos ist oder Amazon Alexa für die Echos oder Google Assistent für die Android-Nutzer unter Euch.

Das Türschloss ohne Smartphone öffnen

Wer in einer Innenstadt lebt, wird wohl kaum einen eigenen Eingang haben, sprich meistens in einer Wohnung leben. Was ist denn, wenn die Großeltern im selben Haus leben oder man Kinder hat. Wie öffnen die das Nuki? Das konnte ich persönlich nicht testen, aber ich habe bei weiteren Testern herumgefragt, wie sie das gelöst haben. Für Nutzer in der Innenstadt gibt es noch einen „Opener“, dieser lässt Euch per Knopfdruck auf Eure Klingel in das Treppenhaus. Für Nutzer ohne Smartphone gibt es entweder noch ein Keypad oder ein Bluetooth-Schlüsselanhänger.

Nachteile des Nuki Smart Lock

Was viele Vorteile mit sich bring, hat meistens auch Nachteile. So ist das Türschloss beim vollständigen Öffnen und schließen sehr laut (klingt wie ein Akkubohrschrauber), was wirklich sehr nerven kann. Außerdem sind die Batterien nach ca. 3 Monaten wieder leer, dafür kann das 49 Euro „Akkupack“ Abhilfe schaffen. Apropos Preis, das Schloss mit der WiFi-Bridge (Combo) kostet bei Nuki selbst ganze 269 Euro und bei anderen Anbietern ist das Paket aktuell auch nicht wirklich günstiger. Nun stellt sich die Frage, lohnt es sich für den Preis?

Fazit

Das Nuki Türschloss hat mein Leben ein Stückchen angenehmer gemacht. Ich muss mich nur noch um meinen Smartphone-Akku kümmern und kann somit meinen Schlüssel Zuhause lassen. Das Türschloss hat aber nicht nur mich überzeugt, sondern gleich meine ganze Familie. Die Einrichtung war angenehm einfach, die Funktionen schnell erklärt und nach ungefähr 7 Wochen Nutzung lernt man das Schloss richtig zu schätzen.

Braucht Ihr also nun unbedingt ein smartes Türschloss? Nein. Für mich ist es kein Must-Have, sondern Nice-To-Have-Produkt, genauso wie eine Smartwatch oder Kopfhörer mit ANC. Wenn Ihr aber ein smartes Schloss wollt, kann ich Euch das Nuki Smart Lock 2.0 sehr ans Herz legen. Es sind zwar nicht die günstigsten Produkte, aber die am meist kompatiblen und ausgereiftesten.

Empfehlungen für Dich

Nils Ahrensmeier

Nils ist sehr interessiert in Mobile-Geräte wie Smartphones, Wearables und "TWS"-Kopfhörer. Er schreibt hier ganz neu auf TechnikNews - vor allem News und Testberichte. In seiner Freizeit spielt er Schlagzeug oder geht seinem Hobby, der Leichtathletik, nach.

Nils hat bereits 68 Artikel geschrieben und 6 Kommentare verfasst.

| Twitter | YouTube | Paypal-Kaffeespende | Dell XPS 15 2in1 | Samsung Galaxy S10
Mail: nils.ahrensmeier|at|techniknews.net | bitte NICHT für allgemeine Anfragen, Kooperationen! Hier lang: Kontakt

avatar