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Samsung Galaxy Buds2 Pro im Test: Solide Alltags-Kopfhörer

Samsung Galaxy Buds2 Pro Beitragsbild
Bild: TechnikNews
(Beitragsbild: © 2023 TechnikNews)

Die Samsung Galaxy Buds2 Pro sind ein direkter Konkurrent für die AirPods Pro von Apple und die Google Pixel Buds Pro. Hier lest ihr, ob sie mir nach mehrwöchiger Benutzung gefallen und ob ich sie weiterempfehlen kann.

Es gibt zwei Arten von In-Ear-Kopfhörern. Einmal haben wir die „Allrounder“, welche mit allen Endgeräten gleich gut funktionieren – unabhängig von Hersteller oder Betriebssystem. Und dann gibt es die „Ökosystem-Kopfhörer“, welche am besten mit einem bestimmten Gerät oder OS eines bestimmten Herstellers harmonieren. Das Parade-Beispiel ist hier ganz klar Apple mit den AirPods, doch auch andere Hersteller erkannten schnell, dass so etwas großes Potential hat. So zogen Samsung und auch Google bald nach.

Die Galaxy Buds2 Pro sind nun der neueste Versuch von Samsung, mit High-End-In-Ears gegen die erwähnte Konkurrenz anzutreten. Ob das gelingt, konnte ich für mehrere Wochen in meinem Test herausfinden.

tl;dr

Die Samsung Galaxy Buds2 Pro sind die richtige Wahl für Samsung-User. Sie bieten dieser Zielgruppe eine kinderleichte Einrichtung und Bedienung, den automatischen Verbindungswechsel zwischen Samsung-Geräten und allgemein mehr Funktionen.

Wenn man kein Gerät dieses Herstellers besitzt, profitiert man dennoch von einem kompakten und handlichen Design sowie einem ordentlichen, jedoch nicht weltbewegenden Klang. Lediglich die Materialwahl sollte Samsung noch einmal überdenken. Überdies ist die Akkulaufzeit nur durchschnittlich gut. Im Vergleich zu den Buds2 ohne „Pro“ unterscheiden sie sich nur durch den fehlenden 360-Grad-Soundmodus, die Bluetooth-Version und die Auswahl an Codecs.

Unboxing und Ersteinrichtung

Die Buds2 Pro sind in einer schwarzen Box mit einem Bild des Produktes in der gewählten Farbe verpackt. Darin befinden sich die In-Ears samt Case, ein langes USB-C-Kabel, zwei Reserveaufsätze in verschiedenen Größen und diverse Zettel. Bei den Silikon-Adaptern hätte Samsung gerne etwas weniger sparen können, insgesamt drei Optionen sind mir zu wenig.

Samsung Galaxy Buds2 Pro Unboxing

Der Verpackungsinhalt. (Bild: TechnikNews)

Der Einrichtungsprozess ist ein zweischneidiges Schwert. Mit einem Samsung-Smartphone geht das Ganze sehr einfach. Man bringt die Kopfhörer in der Hülle in die Nähe, öffnet dieses und schon erscheint eine Aufforderung zum Koppeln am Bildschirm. Hier muss man die Verbindung nur mehr Bestätigen, dann ist das Pairing auch schon abgeschlossen. Sämtliche Einstellungen sind dann in der Wearable-App zu finden. Ansonsten können die In-Ears über die Bluetooth-Einstellungen eines Gerätes eingerichtet werden.

Die Samsung Galaxy Buds2 Pro sind sogar mit iOS kompatibel. Hier kann man allerdings nicht von den zusätzlichen Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten profitieren, da es die Wearable-App nicht im App Store gibt.

Design, Verarbeitung und Tragekomfort

Bei den Samsung Galaxy Buds2 Pro handelt es sich um sehr kleine und leichte Earbuds. Sie haben sogar einen so kleinen Fußabdruck, dass ich oft dachte, sie flogen aus meiner Hosentasche. Das Gesamtpaket wiegt 43 Gramm und misst 21,6 Millimeter in der Höhe, 19,9 Millimeter in der Breite und 18,7 Millimeter in der Tiefe. Erhältlich sind die Buds2 Pro in Bora Purple, White und Graphite.

Schlichter hätte Samsung das Design nicht halten können. Man findet am Case nur ein Samsung-Logo, einen USB-C-Port und eine Status-LED. Ein Pairing-Button ist nicht vorhanden, was aber grundsätzlich nicht weiter schlimm ist, da sich der Kopplungsmodus bei der Einrichtung automatisch starten sollte. Andernfalls muss man die Seitenflächen beider In-Ears gedrückt halten, wenn sich diese in der Hülle befinden. Funktioniert zwar zuverlässig, doch ein kleiner Knopf wäre sicher einfacher verständlich gewesen. Die Stöpsel sind auch komplett blank. Einer meiner Kritikpunkte ist die klobige Form des Cases – für meinen Geschmack hätte es runder sein können.

Samsung Galaxy Buds2 Pro Case

Bild: TechnikNews

Mit der Verarbeitung bin ich weitestgehend zufrieden. Das Lade-Etui besteht aus gummierten Kunststoff, was für mehr Grip in der Hand und in der Hosentasche sorgt. Zudem sagte mir das Einrasten der Klappe zu. Der Kunststoff bringt aber auch zwei Nachteile mit sich: Fettspuren sind schnell einmal sichtbar und auch der eine oder andere kleine Kratzer bleibt nicht lange fern.

Die In-Ears bestehen ebenfalls aus Kunststoff und sind IPX7-zertifiziert. Mit den richtigen Aufsätzen liegen sie leicht und angenehm im Ohr, wobei ich mir aber auch vorstellen kann, dass sie bei manchen auch herausfallen könnten. Sie wurden übrigens um 15 Prozent kleiner verglichen mit dem Vorgänger.

Samsung Galaxy Buds2 Pro Earbuds

Die Earbuds können sehr angenehm im Ohr liegen. (Bild: TechnikNews)

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit beträgt fünf Stunden und bis zu 18 Stunden mit Nachladen in der Hülle laut Hersteller. Über vier Stunden waren in meinem Test mit Active Noise Canceling gar kein Problem, fünf Stunden oder mehr gingen sich aber nie aus. Ohne Geräuschunterdrückung kann man allerdings noch ein wenig mehr Wiedergabezeit herausholen.

Nach einer guten Stunde sind die Galaxy Buds2 Pro wieder vollständig geladen. Das geht entweder kabellos oder über USB-C.

Klang

Die Samsung Galaxy Buds2 Pro sind mit Bluetooth 5.3, den Codecs SSC, AAC und SBC, 10-Millimeter-Treibern und drei Mikrofonen für „Signal to noise ratio“ ausgestattet. Weiters sind ein 360-Grad-Sound-Modus und eine aktive Geräuschunterdrückung mit an Bord.

Bei den Codecs listete ich SSC, doch was ist das eigentlich genau? SSC steht für „Samsung Seamless Codec“, es ist also ein neues Protokoll von Samsung zur Klangübertragung. Verfügbar ist der Codec auf allen Samsungs mit One UI 4.0 oder neuer. Er verspricht, mehr Daten auf einmal zu übertragen, womit theoretisch auch Streaming von 24-bit-Audio, also Lossless, möglich sein soll. Bislang war das eigentlich nur mit kabelgebundenen Kopfhörern machbar, da bisherige Codecs mit den hohen Übertragungsraten nicht umgehen können.

Ich habe mir im Vorfeld einiges davon erwartet, doch meine Erwartungen wurden im Endeffekt nicht erfüllt. Ich testete das Feature mit Tidal Hi-Fi Plus und Apple Music samt den passenden Einstellungen. Doch weder beim Streamen, noch beim Anhören von heruntergeladenen Titeln, konnte ich einen signifikanten Unterschied hören. Und das ist schade, da die Sache großes Potential gehabt hätte.

Der Klang gefällt mir dafür ansonsten sehr. Samsung stimmte ihn so ab, dass er der breiten Masse zusagt. Die Galaxy Buds2 Pro liefern ordentlich Punch, wo es angebracht ist (man höre sich das Album neue RUSH! von Måneskin an), und können auch mit ruhigeren und detaillierten Songs, wie etwa No Time to Die von Billie Eilish, gut umgehen, wenngleich sie hier nicht so natürlich wie manch andere Modelle klingen. Alles in allem also doch ein sehr gutes Gesamtpaket.

Zusätzlich dazu gibt es noch den vorher bereits angesprochenen 360-Grad-Modus. Dieser wirkt in meinen Augen teils natürlicher als bei der Konkurrenz, die damit verbundene Kopferfassung benötigt jedoch stellenweise eine kleine Denksekunde.

Ansonsten ist auch ANC mit von der Partie. Nachdem ich Probleme mit der Passform durch Wechseln der Aufsätze behoben hatte, hatte ich auch große Freude damit. Die Galaxy Buds2 kommen damit zwar nicht auf Platz Eins, doch sie müssen sich auch nicht von der Konkurrenz verstecken. Ähnlich fällt mein Fazit zum Transparenzmodus aus. Er ist etwas leise, doch man versteht seine Umwelt dennoch klar und deutlich. Nett ist hier außerdem der Kommunikationsmodus, welcher die Umgebungsgeräusche automatisch beim Start eines Gesprächs einblendet.

Smartphone-Anbindung

Sämtliche Einstellungen der Buds2 Pro werden über die Wearable-App von Samsung festgelegt. Diese ist auf Galaxy-Smartphones standardmäßig installiert und ansonsten über den Play Store von Google erhältlich. Prinzipiell hinterließ die App einen positiven Eindruck bei mir. Es gibt umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten und der Aufbau ist leicht verständlich. Außerdem bekommt man mit der App Zugang zu vielen anderen hilfreichen Funktionen, zu denen das Piepen lassen der Ohrhörer und der Passform-Test gehören.

Samsung Galaxy Buds2 Pro App

Bild: TechnikNews

Ein Kontra an der App ist, dass man bei den Equalizern nur die Wahl zwischen einigen vordefinierten Optionen hat. Mich hätte gefreut, wenn man als Nutzer ähnliche Freiheiten wie bei Sennheiser bekommen würde. Ferner hätte ich mir gewünscht, dass man einprogrammieren kann, welche Einstellungen direkt auf der Startseite sichtbar sind. Stattdessen sind die dort sichtbaren Punkte statisch.

Samsung Galaxy Buds2 Pro: Preise und Verfügbarkeit

Die Samsung Galaxy Buds2 Pro gibt es bei Samsung, Amazon und MediaMarkt zu kaufen. Die UVP liegt bei 229 Euro.

Wir bedanken uns bei Samsung Österreich für die Bereitstellung der Galaxy Buds2 Pro!

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David Haydl

David wohnt in Graz und ist bereits rund ein halbes Jahrzehnt bei TechnikNews, seit einiger Zeit auch Chefredakteur. Er versorgt die Seite regelmäßig mit News, Testberichten und dem TechnikNews Weekly, dessen Einführung seine Idee war. Seine Freizeit verbringt er gerne im Freien, er hört dabei viel (und eindeutig zu laut) Musik und einige Podcasts zu allen möglichen Themen und geht auch gerne Laufen. Die Zeit, die dann noch übrig bleibt, genießt er mit seiner bezaubernden Freundin oder vor der laufenden Glotze.

David hat bereits 1251 Artikel geschrieben und 116 Kommentare verfasst.

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