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Houseparty hackt Accounts? Was wirklich dran ist – eine Recherche

Houseparty Logo
Bild: Epic Games
(Beitragsbild: © 2020 Epic Games)

Aktuell gibt es harte Vorwürfe gegen die App Houseparty. Die Videochat-App für Android und iOS soll angeblich Accounts von Nutzern hacken und Bankdaten abgreifen. So posten es zumindest tausende Accounts auf Twitter. Ist Euer Account in Gefahr? TechnikNews hat recherchiert, was dahinter steckt.

Houseparty gehört gewiss ebenso wie Zoom zu den Gewinnern in dieser Corona-Krise. Da wir unsere Kontakte aktuell nur über das Internet treffen sollten, ist der Griff zu einer Videochat-App eine gute Wahl. Von zahlreichen Nutzern im Internet bekommt man aktuell zu hören, dass die App gefährlich sei. Auch haben vereinzelte Blogs darüber gepostet, dass die App gefährlich sei. Hingegen behaupten wieder einige, dahinter stecke nichts. Ich bin der Sache auf den Grund gegangen und habe gemeinsam mit TechnikNews Redakteur Lars einige Wochen lang Beweise gesucht, recherchiert und das Netz durchforstet.

Basics first: Was ist Houseparty?

Solltet Ihr Houseparty kennen, scrollt gerne gleich weiter. Für die Unwissenden klären wir an dieser Stelle kurz, was die App eigentlich genau ist. Houseparty ist eine App für Android und iOS. Darüber hinaus lässt sie sich auch im Chrome-Browser am Computer mit einer Extension nutzen. Grundsätzlich ist sie eine Videochat-App, vergleichbar mit Skype oder weiteren Apps die es in diesem Gebiet gibt. Bei Houseparty kann man mit bis zu sieben Freunden in sogenannten Räumen gemeinsam quatschen. Auch hier wird ein Nutzername, gemeinsam mit E-Mail-Adresse und Passwort zur Nutzung der App benötigt.

Houseparty
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‎Houseparty
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Unbekannte App
Preis: Kostenlos

Die App existiert bereits seit 2015 und wurde Mitte 2019 von Epic Games gekauft – dem Entwicklerteam, welches auch hinter Fortnite steckt. Bislang hatte Houseparty hierzulande wenig Bekanntheitsgrad – durch die Corona-Krise erklimmte die App nun die Bestenlisten im App Store und schaffte es auf Platz 1. Im Google Play Store zählt die App bis zum heutigen Tag über 10 Millionen Installationen.

Was ist das Problem mit Houseparty?

Viele Nutzer behaupten auf Twitter, YouTube und teils auch auf Instagram, die App Houseparty hätte ihre Accounts gehackt. Als Beispiele für Angriffsziele wurden etwa Accounts bei Spotify, Amazon, Disney+ oder Uber genannt. Darüber hinaus soll es auch Anmeldeversuche bei Amazon-Konten gegeben haben oder Bankdaten sollen abgegriffen worden sein. Bei einer Nutzerin soll etwa auch der Facebook-Account betroffen gewesen sein.

Houseparty Hack Screenshot

Screenshot: TechnikNews

Trotz geändertem Passwort und E-Mail-Adresse soll es dem Hacker weiterhin gelungen sein, in den Spotify-Account zu gelangen, schreibt die Nutzerin auf Twitter. Direkt darunter schreibt eine weitere Nutzerin, dass ihr Fitbit-Account und Spotify-Account entwendet worden sei. Wir wurden etwas stutzig und recherchierten also weiter. Wir entdeckten einen Tweet einer vermeintlich besorgten Nutzerin vom 30. März. Sie hat ihr Houseparty-Konto gelöscht, um nun sicher zu sein.

Houseparty Hack Screenshot

Screenshot: TechnikNews

Das war immer noch nicht alles, wir finden zahlreiche weitere Accounts, welche über ihre schlechten Erfahrungen posten. Darunter sieht man jeweils Screenshots von angeblichen Anmeldeversuchen auf Amazon, bei Uber und Spotify. Sogar ein Screenshot einer vermeintlichen fremden Abbuchung bei einem Bankkonto ist dabei. Lasst uns mal schauen:

Sind diese Screenshots echt?

Wir haben selbst versucht, diese Screenshots nachzustellen. Tatsächlich versenden Amazon, Spotify, Uber und Disney+ solche Meldungen, falls man sich von einem fremden Gerät aus anmelden möchte bzw. sich von dort aus angemeldet hat. Somit können diese Screenshots durchaus echt sein – auch wenn das noch nicht beweist, ob wirklich Houseparty dahinter steckt. Somit waren wir uns erneut unsicher und haben weiter zu diesem Thema recherchiert. Wir wollten also direkt von den betroffenen Nutzern wissen, wieso genau Houseparty an diesen Vorfällen Schuld sein sollte.

Leider hat keiner der Accounts auf unsere Anfragen via Direktnachricht reagiert, noch haben wir eine Antwort direkt unter dem jeweiligen Twitter-Post bekommen.

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Allgemeiner Hinweis zu "Kolumne"

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Kolumne eines Autors. Dieser muss nicht die Meinung von TechnikNews vertreten und widerspiegeln. Der Artikel kann die persönliche Meinung des jeweiligen Autors enthalten – somit ist dieser Artikel im Gegensatz zu News möglicherweise nicht objektiv. Trotzdem nach bestem Gewissen recherchiert. Kann Links zu Partnerseiten enthalten.

David Wurm

Macht das TechnikNews-Ding gemeinsam mit einem tollen Team schon mehrere Jahre lang. Werkelt im Hintergrund an der Server-Infrastruktur und ist auch für alles Redaktionelle zuständig. Ist an der aktuellen Technik fasziniert und bloggt gerne über alles Digitale. Ist sonst in der Freizeit oftmals beim Webentwickeln, Fotografieren oder Radiomachen anzutreffen.

David hat bereits 900 Artikel geschrieben und 375 Kommentare verfasst.

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