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Asus Zenbook UX530UX im Test: Meine neue Arbeitsmaschine

Bild: TechnikNews
(Beitragsbild: © 2018 TechnikNews)

Vier Jahre habe ich nun einen alten Laptop von Medion benutzt. Ich bin damit bis jetzt auch ziemlich gut über die Runden gekommen, wegen meiner Schulwahl brauchte ich aber nun ein Notebook mit einer besseren Ausstattung. Und so bin ich zum Zenbook UX530UX von Asus gekommen. Mein Testbericht.

Design und Verarbeitung

Das Zenbook UX530UX ist ein schönes und kompaktes Notebook (Bild: © TechnikNews 2018)

Das Zenbook UX530UX besteht aus Aluminium. Bei der Farbe kann man zwischen einem tiefen Blau oder Silber wählen. Letzteres ist die Farbvariante, für die ich mich entschieden habe. Das Gewicht beläuft sich auf leichte 1,63kg. Außerdem ist das Gerät im Allgemeinen ziemlich kompakt, wodurch die Portabilität dieses Laptops sehr hoch ist. Auf der Unterseite des Gerätes sieht man die Lüfter und die Lautsprecher, welche in Zusammenarbeit mit Harman/Kardon abgestimmt wurden. Diese klingen in meinen Ohren sehr gut, ich habe des Öfteren während des Arbeitens Musik darüber gehört und meinen Libratone Q Adapt On ear eine Auszeit gegönnt.

Auf den Seiten des Notebooks findet man die Anschlüsse, von denen es noch vergleichsweise eine ganze Menge gibt. Links gibt es zwei USB – Anschlüsse, einen Klinkenstecker und einen Schacht für eine SD – Karte. Auf der rechten Seite wurden neben dem USB – C 3.1 Port der Generation 1 noch ein weiterer USB – Anschluss, welcher hier ebenfalls auf USB 3.1 der Generation 1 basiert, sowie ein HDMI Stecker und ein Ladeanschluss verbaut. Leider kann man das Zenbook UX530UX nicht über USB – C aufladen. Schade. Neben den ganzen Anschlüssen gibt es außerdem noch eine Status LED für den Ladestand des Gerätes. Zum Thema Akku komme ich aber später noch genauer.

Klappt man das Gerät auf, so wird man von der Tastatur und dem Trackpad begrüßt. Die Tastatur kommt man einer dreistufigen Hintergrundbeleuchtung und hat einen Hub von 1,4mm. Ich kann auf der Tastatur angenehm und ziemlich zügig tippen. Nummernfeld gibt es zwar keines, das hat aber auch kaum gestört. Das Trackpad ist aus Glas und beherbergt bei manchen Konfigurationen sogar einen Windows Hello Fingerabdrucksensor. Für meinen Geschmack hat es auch die richtige Größe, ich habe mich bis jetzt noch nie zu einer externen Maus hingezogen gefühlt. Die Genauigkeit geht aus meiner Sicht prinzipiell okay. Ab und zu hatte ich aber das Problem, dass die Multitouchgesten von Windows nicht richtig ausgeführt wurden. Das wundert mich, da ich nach einem Blick in die Einstellungen festgestellt habe, dass Precision Treiber für das Trackpad installiert sind.

Dank der Tastaturbeleuchtung kann man auch im Dunkeln tippen (Bild: © 2018 TechnikNews)

Vom Klappmechanismus für das Display bin ich etwas enttäuscht worden. Als erstes hält dieser das Display im geschlossenen Zustand nicht komplett zu, es ist also immer einen winzigen Spalt noch offen. Dann wackelt das Display im geöffneten Zustand selbst bei winzigen Bewegungen ziemlich stark hin und her. Hier zweifle ich etwas an der Langlebigkeit dieser Bauteile.

Display

Kurz habe ich nun schon über den Klappmechanismus für das Display gesprochen, kommen wir nun zum Display selbst. Dieses ist mit 15,6 Zoll bei einer Full HD Auflösung angenehm groß. Vorher habe ich kurz erwähnt, dass das Gerät sehr kompakt gebaut ist. Das liegt vor allem daran, dass die Displayränder ziemlich dünn sind. In Zahlen ausgedrückt: Das Panel nimmt 81% der verfügbaren Fläche ein. Außerdem kann es ordentlich hell werden und ist noch dazu entspiegelt, was hauptsächlich bei Sonneneinstrahlung echt behilflich ist.

Über dem Display sitzen noch die Webcam und ein Umgebungslichtsensor, welcher hilft, die Helligkeit des Displays automatisch anzupassen. Natürlich kann man dies aber auch manuell erledigen. Für die Leute, die viel im Dunkeln arbeiten, hat sich Asus auch etwas einfallen lassen. Dank der Asus Eye Care technology kann das Panel das Blaulicht um 30% herausfiltern, was die Augen schonen soll. Zusammenfassend habe ich beim Display überhaupt nichts auszusetzen.

Mit dem Display des Zenbooks bin ich sehr zufrieden (Bild: © TechnikNews 2018)

Specs und Performance

Meine Konfiguration des Zenbook UX530UX wird von einem Intel Core i7 7500U in der Kaby Lake Architektur angetrieben. Dieser Prozessor ist ein Dual Core Prozessor und taktet im Normalfall mit 2,7Ghz. Im Turbo Boost schafft der Chip bis zu 3,5Ghz. Wahlweise gibt es auch noch Modelle mit den leistungsschwächeren Core i5 und Core i3. Der RAM in bei meiner Ausstattung ist 8GB groß, von dem etwas weniger als 8GB nutzbar sind. Bei der Festplatte handelt es sich um eine SSD mit einer Kapazität von 256GB. Bei der Grafikkarte entschied sich Asus für die GTX950 von NVIDIA.

Kommen wir nun zur alltäglichen Performance. Das Notebook fährt ziemlich schnell hoch und ist dann auch sofort benutzbar. Normale Programme wie Office oder der Chrome Browser starten ebenfalls ohne gröbere Wartezeiten. Aufwendigere Programme, wie der von mir für die Schule benötige QT Creator, brauchen dann eine Denksekunde länger, das lässt sich aber verkraften, da er sobald er einmal geöffnet ist auch ohne Fehler läuft. Multitasking war dank den 8GB RAM nie ein Problem. Etwas enttäuschend fand ich, dass der Lüfter des Gerätes ziemlich oft angesprungen ist, selbst bei nicht so performancehungrigen Aufgaben. Außerdem diesem Punkt gibt es auch hier nichts zum Aussetzen.

Akku

Der Akku des Zenbooks ist 50Wh groß. Bei der Akkulaufzeit gibt Asus neun Stunden an. Diese konnte ich nicht erreichen. Anmerken muss man hier aber auch, dass sich dieser Wert auf Videowiedergabe bezieht und nicht auf das Arbeiten mit dem Gerät. Oft war es so, dass ich das Notebook am Sonntag gegen Abend aufgeladen habe und dann bis Mittwoch mit mehr als fünf Stunden Benutzung durchgekommen bin. Dabei hatte ich immer den Modus „Bessere Leistung“ von Windows aktiviert. Gestört hat mich, dass das Gerät oft bei 99% zum laden aufhörte. Das war jetzt zwar nie wirklich schlimm, aus meiner Sicht dürfte dieses Problem dennoch nicht existieren.

Software

Auf dem UX530UX läuft Windows 10 Home. Um einen Aufpreis von zirka 100€ kann man sich im Store Windows 10 Pro holen, was Features wie Remote Desktop mit sich bringt. Der Einrichtungsprozess dieses Notebooks gestaltete sich als sehr einfach. Einfach Microsoft Konto mit noch ein paar zusätzlichen Daten eingeben, fertig. Ein netter Bonus: In meinem Fall wurde gleich der Desktop Hintergrund von meinem alten Laptop übernommen.

Leider war, wie auf so ziemlich jedem neuen Gerät von Asus, ziemlich viel Bloatware installiert. Bevor ich also irgendetwas anderes installiert habe, habe ich zuerst einmal alles entfernt, was ich nicht brauche. Dies sollte man aber nur tun, wenn man weiß, welche Programme man problemlos löschen kann. Es waren aber auch für mich nützliche Dinge, wie etwas Spotify, Netflix und Office, vorinstalliert. Apps und Programme kann man dann aus dem Windows Store oder von den Herstellern direkt beziehen. Ansonsten bekommt man hier alles, was man auch von jedem anderen Windows Gerät erwarten würde.

Auf dem UX530UX läuft Windows so wie man es kennt (Bild: © TechnikNews 2018)

Fazit

Das Zenbook UX530UX von Asus ist ein kompaktes Notebook, das auch etwas leistungshungrigere Aufgaben problemlos meistert. Mit dem 50Wh großen Akku kommt man auch bequem durch einen Arbeitstag, während man von den Harman/Kardon Lautsprechern guten Sound als Begleitung bekommt. Dank dem i7 in Kombination mit 8GB RAM fliegt dieses Gerät förmlich durch Windows 10, Wartezeiten sind also kaum vorhanden. Nicht so gut gefallen hat mir, dass der Akku oft schon bei 99% zum Laden aufhörte, dass ziemlich viel Bloatware von Asus installiert war und dass die Verarbeitung des Scharniers für das Display nicht sonderlich gut ist.

Erhältlich ist das Asus Zenbook UX530UX direkt bei Asus, auf Amazon oder in den meisten Elektronikfachgeschäften. Preislich sprechen wir hier von etwa 1.200€. Wenn man zu den Personen gehört, die nur Office Aufgaben erledigen und etwas im Browser surfen, würde ich zu billigeren Geräten greifen. Dieses Gerät eignet sich aus meiner Sicht für die Leute, die ihren Laptop oft mitnehmen müssen und darauf anspruchsvollere Aufgabe erledigen.

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David Haydl

David wohnt in Graz und ist nun schon seit einem Jahr bei TechnikNews. Technik hat ihn schon immer durch sein Leben begleitet, dies möchte er hier gerne schriftlich festhalten. Aktuell schreibt er Artikel zu diversen Neuigkeiten in der Technikwelt, Apptests und den TechnikNews Weekly, welcher seine Idee war. Hin und wieder erscheinen von ihm auch Testberichte und Kolumnen.

David hat bereits 217 Artikel geschrieben und 50 Kommentare verfasst.

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