Das Blockieren von Werbung entzieht uns die Finanzierung!
Das Recherchieren und Verfassen von Artikeln kostet viel Zeit. Das Betreiben unserer Infrastruktur kostet Geld.
All das wird mit Werbeeinnahmen finanziert.
Wir mögen Werbung ebenso wenig – deswegen verzichten wir auf nervige Banner und Pop-Ups.
Bitte gib uns eine Chance und deaktiviere Deinen Adblocker!
Alternativ kannst Du uns hier freiwillig unterstützen.

Folgen:


Honor Magic8 Pro im Test: Das Akku-Monster mit iOS-Anleihen

Ein Foto der Rückseite des Honor Magic8 Pro
Bild: TechnikNews
(Beitragsbild: © 2026 TechnikNews)

Das Honor Magic8 Pro positioniert sich selbstbewusst als neuestes Flaggschiff und will mit einer Mischung aus enormer Akku-Technologie, bewährtem Design und einer Prise Apple-Feeling den Markt aufmischen. Doch reicht reine Hardware-Power, um gegen Samsung und Google zu bestehen? Ich habe das Gerät im Alltag getestet.

Design und Verarbeitung: Robustheit trifft auf bekannte Kurven

Nimmt man das Magic8 Pro in die Hand, fühlt es sich sofort vertraut an. Honor setzt hier ganz klar auf Kontinuität: Das große Kameramodul auf der Rückseite und die abgerundeten Ecken kennt man vom Vorgänger. Auch bekannt vomMagic7 Pro ist die Front. Hier prangt eine pillenförmige Aussparung im Display, die stark an Apple erinnert. Sie beherbergt nicht nur die Frontkamera, sondern auch Sensoren für eine sichere 3D-Gesichtserkennung.

Mit 219 Gramm liegt das Smartphone satt in der Hand, was für ein Flaggschiff dieser Größe aber völlig im Rahmen ist. Verfügbar ist es in den Farben Sunrise Gold, Sky Cyan und dem klassischen Black. Was mich wirklich beeindruckt hat, ist die gebotene Robustheit. Honor belässt es nicht bei der üblichen IP68-Zertifizierung gegen Wasser und Staub, sondern legt mit IP69 und sogar IP69k noch eine Schippe drauf. Dazu kommt eine 5-Sterne-Zertifizierung von SGS für Sturzfestigkeit aus bis zu 1,5 Metern Höhe. Der Eindruck, hier einen echten Panzer im Smoking in der Hand zu halten, bestätigt sich im Alltag absolut.

Der Bildschirm: Ein Fest für die Augen

Das Display ist schlichtweg exzellent. Honor verbaut hier ein 6,71 Zoll großes LTPO-Panel, das dynamisch die Bildwiederholrate zwischen 1 bis 120 Hertz regelt und mit einer Spitzenhelligkeit von bis zu 6000 Nits beworben wird. Im Praxistest bei direkter Sonneneinstrahlung war die Ablesbarkeit tatsächlich jederzeit problemlos gegeben. Die Auflösung von 1256 × 2808 Pixeln sorgt bei 459 ppi für gestochen scharfe Inhalte.

Ein Punkt, der die Geister scheiden wird, sind die abgerundeten Displayränder. Während Samsung beim S25 Ultra und Google beim Pixel 10 mittlerweile auf flache Screens setzen, bleibt Honor den Kurven treu. Das sieht schick aus, ist in der Handhabung aber Geschmackssache. Biometrisch lässt Honor nichts anbrennen: Die Kombination aus der erwähnten 3D-Gesichtserkennung und einem superschnellen Ultraschall-Fingerabdrucksensor funktionierte in meinem Test zuverlässig und rasend schnell.

Weiterlesen:  Mountain Everest Max im Test: Das wohl modularste Keyboard

Hardware und Performance des Honor Magic8 Pro

Unter der Haube arbeitet mit dem Snapdragon 8 Elite Generation 5 (gefertigt im 3-nm-Verfahren), der neueste Chip aus dem Hause Qualcomm. Zusammen mit 12 GB Arbeitsspeicher und 512 GB internem Speicher gibt es hier keine Kompromisse. Apps öffnen sich im Wimpernschlag, Spiele laufen butterweich, und erfreulicherweise bleibt das Gerät dabei angenehm kühl.

Auch multimedial spielt das Magic8 Pro ganz oben mit. Die Lautsprecher klingen voll und laut, und der Vibrationsmotor liefert ein knackiges, präzises Feedback auf Flaggschiff-Niveau – auch wenn das Pixel 10 Pro hier vielleicht noch einen Hauch feiner abgestimmt ist. Das Gesamtpaket wirkt extrem stimmig.

Die Kameras: Starkes Duo mit Weitwinkel-Schwäche

Honor verbaut ein Setup aus einer 50-MP-Hauptkamera, einer beeindruckenden 200-MP-Telefotokamera und einem 50-MP-Ultraweitwinkel.

Im Alltag liefert die Hauptkamera verlässlich gute Ergebnisse. Die Farben sind zwar typisch für Honor leicht angehoben, wirken aber nicht unnatürlich, und auch die Schattenzeichnung gefällt mir gut. Das wirkliche Highlight ist für mich aber die Zoom-Kamera. Der optische 3,7-fach Zoom ist qualitativ hervorragend. Selbst wenn man digital auf 10-fach vergrößert, bleiben dank des hochauflösenden 200-MP-Sensors erstaunlich viele Details erhalten.

Wir haben wieder einige Fotos mit dem Honor Magic8 Pro geschossen, die ihr hier anschauen könnt. 

Leider fällt die Ultraweitwinkelkamera dagegen ab. Die Bilder wirken im Vergleich oft etwas weich („soft“), es mangelt an letzter Schärfe und auch der Dynamikumfang kommt nicht an die beiden anderen Linsen heran. Für Videografen stehen 4K-Aufnahmen mit bis zu 120 fps zur Verfügung. Die Stabilisierung leistet gute Arbeit, und nützliche Features wie eine Tonherausfilterung runden das Paket ab. Insgesamt eine gute, wenn auch nicht marktführende Kamera-Performance.

Software: iOS lässt grüßen

Ausgeliefert wird das Gerät mit Android 16 und der Oberfläche Magic OS 10. Honor verspricht nun stolze 7 Jahre Software- und Sicherheitsupdates – ein extrem wichtiger Schritt, um mit Google und Samsung gleichzuziehen.

Weiterlesen:  Honor 70 für Deutschland vorgestellt

Optisch macht Honor keinen Hehl daraus, wo die Inspiration herkommt. Magic OS 10 erinnert stark an iOS 26. Es gibt einen Transparenzmodus, ein Dock für den Schnellzugriff und diverse Design-Elemente, die iPhone-Nutzern sehr bekannt vorkommen dürften. Neu ist eine seitliche KI-Taste, die auch zur Kamerasteuerung genutzt werden kann – eine klare Antwort auf die Kamerataste der aktuellen iPhone-Modelle. Die Software wirkt deutlich polierter und besser an den europäischen Markt angepasst als früher. Dennoch muss man festhalten: Bei den KI-Funktionen haben Google und Samsung aktuell noch die Nase vorn, auch wenn Honor mit eigenen Ansätzen dagegenhält.

Der Akku: Das absolute Highlight

Kommen wir zur Paradedisziplin des Magic8 Pro. Dank der neuen Silikon-Carbon-Technologie schafft es Honor, in der europäischen Version satte 6270 mAh in das Gehäuse zu packen (in China sind es sogar 7200 mAh). Das ist spürbar mehr Kapazität als bei der Konkurrenz.

Im Alltag ist das ein Gamechanger. Selbst bei sehr intensiver Nutzung kam ich locker über den Tag, oft waren noch Reserven für den nächsten Morgen übrig. Wenn der Akku doch mal leer ist, geht es rasend schnell: Mit 100 Watt kabelgebunden ist das Gerät in unter einer Stunde voll. Auch drahtlos sind beeindruckende 80 Watt möglich. Ein kleiner Wermutstropfen für europäische Käufer: Das Ladegerät liegt nicht mehr in der Box und muss separat gekauft werden.

Fazit

Das Honor Magic8 Pro ist ein wirklich gutes Flaggschiff, das vor allem Hardware-Liebhaber glücklich machen wird. Die Akkulaufzeit ist phänomenal, das Display brillant und die Performance über jeden Zweifel erhaben. Die Haupt- und Telekamera machen Spaß, solange man den Ultraweitwinkel nicht zu kritisch betrachtet.

Wer von einem älteren Huawei-Gerät kommt oder eine Alternative zu Samsung und Google sucht, die sich keine Sorgen um die Laufzeit macht, ist hier genau richtig. Man muss sich jedoch mit der starken iOS-Optik der Software anfreunden können und bereit sein, den hoch angesetzten Preis von 1299 Euro zu zahlen.

>> Die besten Amazon-Deals <<

Nils Ahrensmeier

Nils ist seit 2019 bei TechnikNews und sehr an Smartphones, Lautsprechern, Smartwatches und Smart-Home interessiert. Neben seinem Jurastudium betreibt er seinen eigenen YouTube-Kanal und schreibt auch für das Portal "BASIC thinking"

Nils hat bereits 430 Artikel geschrieben und 33 Kommentare verfasst.

| X (Twitter) | YouTube | MacBook Pro 14" 2021 | iPhone 17 Pro Max
Benachrichtigungseinstellungen
Benachrichtigungen über
guest
Dein Name, der öffentlich angezeigt wird.
Wir werden Deine Mailadresse nicht veröffentlichen.

0 Kommentare
neueste
älteste beste