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LG 28MQ780 DualUp im Test: Viel Arbeitsfläche, jedoch nicht für jedermann

LG 28MQ780 DualUp Beitragsbild
Bild: TechnikNews
(Beitragsbild: © 2023 TechnikNews)

LG brachte vor längerer Zeit einen etwas ungewöhnlichen Monitor auf den Markt: Den LG 28MQ780 DualUp. Ich konnte herausfinden, wie er sich im Alltag schlägt.

tl;dr: Mit dem DualUp-Monitor bekommt man gewissermaßen die Arbeitsfläche, die sonst nur zwei Monitore kombiniert bieten würden, in einem Paket. Multitasking ist daher ähnlich angenehm wie mit einem Widescreen-Monitor. Der Formfaktor ist jedoch nicht für jeden optimal, besonders im Hinblick auf professionelle Anwendungszwecke. So ist beim Videoschnitt eher eine breitere Fläche von Vorteil, während man zum Programmieren von Software eher den Platz in der Höhe haben möchte, was man hier beim DualUp bekommt.

Ansonsten fühlt sich der 28MQ780 DualUp bei der Verwendung wie andere Modelle von LG an. Lediglich die Bildqualität konnte mich nicht ganz überzeugen. Die Schärfe war zwar in Ordnung, dafür waren die Farben mit den Standardeinstellungen etwas ausgewaschen. Verbesserungswürdig ist außerdem der USB-Hub auf der Rückseite.

Unboxing und Ersteinrichtung

Der Monitor kommt in einer großen und schweren Schachtel. Somit empfiehlt es sich, bei der Zustellung zu Hause zu sein oder zumindest das Paket mit dem Auto bei der Post zu holen. Enthalten sind alle benötigten Teile für den Ergo-Standfuß, ein Netzteil und ein Stromkabel, ein HDMI-Kabel und ein USB-C-Kabel. Das Gerät selbst befindet sich in einer dickeren Plastikhülle im unteren Teil der Verpackung.

Die Einrichtung ist ziemlich einfach, zuerst muss man den Standfuß am Tisch befestigen. Dafür schraubt man ihn auf, stellt die passende Höhe für die Klemme ein und schraubt ihn dann wieder zu. Das Verstellen der Höhe geht mittlerweile auch ohne zusätzliches Werkzeug, was bei meinem letzten Test eines Bildschirmes mit Ergo-Fuß von LG noch nicht der Fall war. Danach ist der Monitor mit dem Standfuß zu verbinden. Zuerst hängt man ihn dabei in die Zähne der Monitorhalterung am Standfuß ein und schwenkt ihn dann bis zu einem deutlich hörbaren Klick nach unten.

Zu guter Letzt muss man nur mehr eine Verbindung mit dem Computer herstellen. Optional hat man dann noch die Möglichkeit, die On-Screen-Kontrollsoftware zu installieren, damit man den DualUp nicht mehr zwingend über den Joystick bedienen muss. Hat man ein Endgerät mit USB-C verbunden, so kann man außerdem noch Festplatten, Audiogeräte oder ähnliche Accessoires in die jeweiligen Anschlüsse auf der Rückseite stecken.

Design und Verarbeitung

Der LG 28MQ780 DualUp folgt derselben Designsprache wie auch der Rest vom aktuellen Monitor-Portfolio des Herstellers. Der auffälligste Unterschied zu den anderen Produkten ist natürlich das Seitenverhältnis, welches 16:18 beträgt, was dem Seitenverhältnis von zwei gewöhnlichen Bildschirmen übereinander gleich kommt. Da die Bildschirmdiagonale trotzdem nur 27,6 Zoll beträgt, hält sich die Größe des Produktes zwar in Grenzen, doch mit der richtigen Skalierung im Betriebssystem kann man einiges an Arbeitsfläche zurückbekommen. Der große Vorteil bei dem Formfaktor in Kombination mit dem Ergo-Standfuß ist, dass man den DualUp selbst an kleinen Arbeitstischen gut verwenden kann.

LG 28MQ780 DualUp Display

Am Display hat ganz schön viel auf einmal Platz. (Bild: TechnikNews)

Auf der Unterseite sind wieder einige Lautsprecher verbaut. Gut klingen die keinesfalls, da es ihnen an Bass und Details fehlt. Doch meiner Erinnerung nach gibt es hier eine merkbare Steigerung im Vergleich zum LG 27QN880-B, dessen Test ich vorhin verlinkte.

Sämtliche Anschlüsse sind auf der Rückseite zu finden, darunter DisplayPort 1.4, zweimal HDMI 2, USB-C, zweimal USB-A und ein Klinkenanschluss. Die letzteren drei Anschlüsse lassen sich nur verwenden, wenn ein Computer über USB-C angeschlossen ist. Laptops werden dabei gleichzeitig wieder mit Strom aufgefüllt. Mich würde es freuen, wenn LG die Auswahl an Ports endlich einmal überarbeitet. Ein zweiter USB-C-Anschluss wäre etwa sehr hilfreich, da besonders Smartphones heutzutage häufig nur mehr mit einem USB-C-Kabel fürs Netzteil kommen.

Auch der Ergo-Standfuß sticht sofort ins Auge. Diesen schraubt man wie eingangs erwähnt nur am Tisch an, wodurch er kaum Platz auf diesem wegnimmt. Und wenn man ihn gut zuschraubt, hält hier alles bombenfest. Das Ganze ist wie im Test zum 27QN880-B sehr flexibel verstellbar. So kann man ganz einfach den passenden Blickwinkel für eine optimale Sitzposition finden, den Monitor bei Verwendung mit einem höhenverstellbaren Schreibtisch einfach mit drehen und in Studios und Büros problemlos hin und her schwenken.

Die äußerlich sichtbaren Teile des LG 28MQ780 DualUp bestehen aus Kunststoff. Die Verarbeitung lässt dabei keine Wünsche offen.

Display und Anwendungsbereiche

Das Display des DualUp ist wie bereits erwähnt 27,6 Zoll groß, hat ein Seitenverhältnis von 16:18 und basiert auf IPS. Die Auflösung beträgt 2560 x 2880 Pixel und die maximale Bildwiederholrate 60 Hertz. Darstellen kann der Monitor 1,073 Milliarden Farben und deckt somit 98 Prozent des DCI-P3-Farbraum ab.

Die Schärfe des Bildes ist ähnlich zufriedenstellend wie bei anderen LG-Monitoren. Was mich zu Beginn störte, war die Farbwiedergabe, denn es war mit den Standardeinstellungen alles ein wenig blass. Durch das Deaktivieren der Option „Hochkontrastbild“ und Einstellen des Farbprofils „Display P3“ in den Bildschirmeinstellungen von macOS konnte ich das zwar korrigieren, doch das sollte eigentlich nicht notwendig sein.

LG 28MQ780 DualUp Bildqualität

Die Bildqualität stellte sich bei mir nur als mittelmäßig heraus. (Bild: TechnikNews)

Nun stellt sich natürlich die Frage, wo man einen solchen Monitor am besten einsetzt. Ganz klar ungeeignet ist er aufgrund des Seitenverhältnisses und der verhältnismäßig geringen Bildfrequenz fürs Gaming. Anders sieht die Sache im kreativen Bereich.

Bei meiner Arbeit für TechnikNews, welche das Verfassen von Artikeln, die damit verbundene Recherche und das Bearbeiten von Bildern umfasst, konnte ich zum Beispiel problemlos mehrere Fenster auf einmal im Blick behalten und somit produktiver sein. Videocutter werden vermutlich damit eher weniger zufrieden sein, da sie nicht so viel von ihrer Timeline auf einmal sehen können. Für meinen Hauptberuf (ich arbeite Vollzeit als Webentwickler) konnte ich auch gut von dem Seitenverhältnis profitieren. Beim Programmieren ist es nämlich praktisch, wenn man viel von seinem Code auf einmal zu Gesicht bekommt, und das ermöglicht der DualUp. Außerdem war meistens noch Platz für ein Konsolenfenster (zur Visualisierung des Programmablaufs) im oberen Bereich des Bildschirmes.

LG 28MQ780 DualUp: Preise und Verfügbarkeit

Der LG 28MQ780 DualUp kann man besten über LG oder Amazon erwerben. Die UVP liegt bei 649 Euro, wobei er vereinzelt auch günstiger zu haben ist.

Wir bedanken uns bei LG für die Bereitstellung des LG 28MQ780 DualUp!

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David Haydl

David wohnt in Graz und ist bereits rund ein halbes Jahrzehnt bei TechnikNews, seit einiger Zeit auch Chefredakteur. Er versorgt die Seite regelmäßig mit News, Testberichten und dem TechnikNews Weekly, dessen Einführung seine Idee war. Seine Freizeit verbringt er gerne im Freien, er hört dabei viel (und eindeutig zu laut) Musik und einige Podcasts zu allen möglichen Themen und geht auch gerne Laufen. Die Zeit, die dann noch übrig bleibt, genießt er mit seiner bezaubernden Freundin oder vor der laufenden Glotze.

David hat bereits 1249 Artikel geschrieben und 116 Kommentare verfasst.

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