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Samsung Galaxy A52 5G im Test: Alles richtig gemacht?!

Samsung Galaxy A52 5G Header
Bild: TechnikNews
(Beitragsbild: © 2021 TechnikNews)

Die Mittelklasse von Samsung erfreute sich schon immer großer Beliebtheit. Das Samsung Galaxy A51 war im vergangenen Jahr sogar das am besten verkaufte Android-Smartphone. Dieses Jahr hat Samsung mit dem Galaxy A52 und A52 5G gleich zwei Nachfolger des Kassenschlagers vorgestellt.

Ich habe mir das Samsung Galaxy A52 5G nun etwas genauer angeschaut und wie es sich im Alltag geschlagen hat, erfahrt Ihr in diesem Testbericht.

Design, Haptik & Verarbeitung

Ich nehme es direkt vorweg. Die Haptik ist für mich persönlich einer von zwei größeren Kritikpunkten an dem Gerät. Mit Abmessungen von 159,9 x 75,1 x 8,4 mm ist es definitiv kein kleines Handy, lässt sich aber noch relativ unproblematisch einhändig bedienen. Hier ist das Gewicht von 189 Gramm wirklich hilfreich und das Smartphone fühlt sich in der Hand recht gut an. Rahmen und Rückseite bestehen zwar aus Kunststoff, bieten aber dennoch einen guten Grip. Die matte Rückseite ist hierbei sicherlich hilfreich, doch der Schein trügt, denn man merkt schnell, dass Samsung hier gespart hat. Nicht nur ist die weiße Farbe meines Gerätes anfällig für Dreck, nein, sie lässt sich auch leicht eindrücken, was das Gefühl in der Hand leider etwas abwertet. Es fühlt sich definitiv angenehmer als der Vorgänger an, aber für 429 Euro kann man noch etwas mehr erwarten wie ich finde.

Samsung Galaxy A52 5G Haptik, Design und Verarbeitung

Bild: TechnikNews

Display

Wir wissen alle, dass Samsung in der Lage ist, hervorragende Displays herzustellen. Und auch hier ist das nicht anders. Das 6,5 Zoll große AMOLED-Display, welches mit 2.400 x 1.080 Pixel auflöst, ist eine Wucht. Die Farben sind kräftig und etwas kühler, die Schärfe mit 407 PPI vollkommen ausreichend und die Helligkeit von 800 Nits sorgt dafür, dass man auch an sonnigeren Tagen keine Probleme mit der Ablesbarkeit hat.

Das Highlight ist jedoch ganz klar die flüssige Bildwiederholrate von 120 Hertz. Nachdem letztes Jahr 90 und 120 Hertz Panels nur den High-End-Smartphones vorbehalten waren, sehen wir nun in diesem Jahr immer mehr Mittelklasse-Smartphones mit solch hohen Bildwiederholraten und OLED. Das Samsung Galaxy A52 5G gehört neben dem Redmi Note 10 Pro und dem Poco F3 zu den günstigsten Smartphones, die ein 120Hz OLED-Display vorweisen. Es gibt an dem Panel einfach nichts auszusetzen und es könnte genauso gut auch in teureren Smartphones zu finden sein.

Performance

Samsung spendiert dem A52 5G keinen Exynos SoC, sondern einen Qualcomm Snapdragon 750G. In Kombination mit den wahlweise 6 oder 8 GB RAM und dem erweiterbaren 128 oder 256 GB internen Speicher, sollte es in der Theorie auch über genügend Reserven verfügen. Das hört sich zwar alles gut an, dennoch würde ich persönlich die Performance als neutral bewerten, weil ich zum einen das Gefühl habe, dass die UI das Gerät ein wenig ausbremst und zum anderen scheint es mir so, dass der Prozessor nicht so gut mit den 120 Hz zurechtkommt. Vor allem beim Scrollen, beispielsweise durch Twitter, fällt das auf. Man hat einfach das Gefühl, dass der SoC das Display ein wenig ausbremst, jedoch kann der Hersteller hier zukünftig mit Updates nachbessern. Eine 90 Hz Bildwiederholrate wäre hier in meinen Augen der bessere Kompromiss gewesen. Angenehmer als 60 Hz ist es aber allemal.

Software

Für mich gehört One UI mittlerweile in die Top 3 der Android-Oberflächen. Wie man es erwarten darf, läuft auf dem Gerät Android in Version 11 mit dem Sicherheitspatch vom 1. April. Auch wenn es sich hierbei um ein Mittelklasse-Smartphone handelt und die Updates hier definitiv später als bei den Flaggschiffen erscheinen wird, ist es dennoch lobenswert. Samsung verspricht drei Jahre lang Softwareupdates und vier Jahre lang Sicherheitsupdates auszuliefern. Damit kann im Android-Lager sonst kein anderer Hersteller punkten.

Die UI an sich ist auch hier so, wie wir es von Samsung mittlerweile gewohnt sind. Sie bietet diverse Features, wie beispielsweise einen Augenschutzmodus, eine geniale Gestensteuerung oder auch ein sehr gutes Always-On-Display. Des Weiteren lässt sich die UI auch prima mit einer Hand bedienen, was bei den immer größer werdenden Smartphones definitiv hilfreich sein kann.

Kamera

Wie beinahe schon üblich in der Mittelklasse verfügt auch das Galaxy A52 5G über eine Quad-Kamera auf der Rückseite. In der linken Ecke finden Weitwinkel-, Ultra-Weitwinkel-, Tiefen- und Makrokamera Platz. Diese lösen mit 64, 12 und jeweils 5 Megapixel für die Tiefen- bzw. Makrokamera auf. Über die Tiefenkamera möchte ich mich an dieser Stelle auch nicht mehr kümmern, da sie keinen Mehrwert bietet. Porträtaufnahmen sind gut, aber eben auch nichts Besonderes.

Die Bilder der Weit- und Ultra-Weitwinkelkamera gefallen mir echt gut. Samsung-typisch sind die Farben etwas übersättigt, was zwar einen kräftigen, aber keinen natürlichen Look erzeugt. Ich persönlich bin kein Freund davon, wobei dies natürlich immer dem persönlichen Geschmack entspricht. Dennoch können sich die Bilder was Bildschärfe und Dynamikumfang betrifft, echt sehen lassen.

Was Nachtaufnahmen betrifft, dürft Ihr hier keine Wunder erwarten. Der optische Bildstabilisator der Hauptkamera hilft definitiv und die Bilder können sich dem Preis entsprechend auch durchaus sehen lassen. Dennoch sollte man sich bewusst sein, dass es sich hier eben um ein Mittelklasse-Smartphone handelt, was bei Nachtaufnahmen recht schnell ersichtlich wird. Bei Nacht kann auch wirklich nur die Hauptkamera einigermaßen überzeugen.

Zu guter Letzt bedarf es noch einer Erwähnung der 5 Megapixel Makrokamera. Diese hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Ihr dürft hier natürlich keine Wunder erwarten, aber es sind Bilder, für die man sich nicht schämen muss.

Makroaufnahme des Samsung Galaxy A52 5G. (Bild: TechnikNews)

Akku

Der 4.500 mAh starke Akku sorgte in meiner Testphase für wirklich gute Laufzeiten. Hier kommt der Snapdragon SoC ins Spiel, denn obwohl wir hier trotz der 120 Hz einen kleineren Akku als beim S20 Ultra haben, hielt der Akku des A52 5G mindestens genauso lang, wenn nicht sogar etwas länger durch. Ich bin immer durch einen Tag gekommen. Hierbei lag die Screen-On-Time im Schnitt immer so bei 6 Stunden. Mal ein wenig mehr, mal aber auch weniger. Anders als bei der S21-Reihe liefert Samsung hier allerdings noch ein 15 Watt Netzteil mit. Damit dauert es schon eine gewisse Zeit, bis das Smartphone wieder vollgeladen ist. Mit den maximal unterstützten 25 Watt ist jener Zeitraum etwas kürzer, kommt aber trotzdem nicht an die Ladezeiten der Konkurrenz heran.

Sonstiges

Das Samsung Galaxy A52 5G bietet neben einem Klinkenstecker auch wirklich gute Stereo-Lautsprecher, die mich positiv überrascht haben. Sie werden laut und übersteuern bei hoher Lautstärke nicht allzu stark. Zusätzlich ist das Galaxy A52 5G auch nach IP67, gegen das Eindringen von Staub und Wasser zertifiziert, was in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit und definitiv eine Erwähnung wert ist.

Doch wir müssen leider auch über den Vibrationsmotor und den Fingerabdrucksensor sprechen. Neben der Haptik der größte Kritikpunkt. Der Fingerabdrucksensor an sich ist eigentlich relativ zuverlässig, braucht nur eine gefühlte Ewigkeit bis er das Gerät entsperrt und ganz ehrlich, so etwas stört mich. Die Vibrationen habe ich tatsächlich relativ schnell deaktiviert, weil der Vibrationsmotor einfach nicht gut ist.

Fazit

Das Samsung Galaxy A52 5G gehört zu den günstigsten 5G-Smartphones in Samsungs Line-Up. Aber kann ich es deswegen empfehlen? Im Prinzip schon. Es gibt jedoch einen Haken, nämlich das Samsung Galaxy S20 FE. Mit einem aktuellen Straßenpreis von rund 485 Euro ist es nicht wesentlich teurer als das A52 5G und bietet dafür eine bessere Performance, eine bessere Kamera inklusive 3-fach optischen Zoom und Wireless-Charging. Abstriche macht Ihr hier eigentlich nur bei der Akkulaufzeit und dem Fakt, dass es sich beim S20 FE nur um die 4G-Version handelt. Von daher würde ich persönlich noch etwas mit einem Kauf abwarten. Ich gehe davon aus, dass die Preise sich schnell bei unter 400 Euro einpendeln werden und dann ist es definitiv eine Überlegung wert.

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Jacob Kluge

Jacob ist 21 Jahre alt und schon seit längerer Zeit sehr technikbegeistert. Vor allem Smartphones sprechen ihn an. Aufgrund seiner Leidenschaft hat er 2018 einen YouTube Kanal gestartet und ist seit kurzem auch Mitglied im TechnikNews Team und schreibt Artikel. In seiner Freizeit ist er entweder mit der Uni beschäftigt oder hört Musik.

Jacob hat bereits 4 Artikel geschrieben und 3 Kommentare verfasst.

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Mat.

Zitate:
„aber für 429 Euro kann man noch etwas mehr erwarten“ und
„Ich gehe davon aus, dass die Preise sich schnell bei unter 400 Euro einpendeln werden und dann ist es definitiv eine Überlegung wert.“

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