Folgen:

Samsung Galaxy Buds im Test: Airpod-Killer?

Bild: TechnikNews
(Beitragsbild: © 2019 TechnikNews)

Die Samsung Galaxy Buds sind schon seit gut 4 Monaten auf dem Markt und wollen mit ihrem attraktiven Preis von 150€ den 180€ teuren Apple Airpods Konkurrenz machen. Ich habe sie für Euch getestet – das ist mein Fazit.

Unboxing und Einrichtung

Die Galaxy Buds kommen in einer einfachen Verpackung mit glänzender Bud-Aufschrift. Im Paket befinden sich Anleitung, USB-C Ladekabel, 3 verschiedene Ohraufsätze und Ohrenhalterungsaufsätze, die für besseren Halt im Ohr sorgen und natürlich auch die Buds selbst.

Die Einrichtung ist genauso einfach wie beim Konkurrenten Apple: Case öffnen und auf „Verbinden“ drücken (für diese Funktion muss die App Galaxy Wearable installiert sein! Sie ist leider nicht für iOS verfügbar).

Allgemeines zu den Buds

Sie sind recht klein, kompakt und leicht, haben keine physischen Knöpfe, sondern vertrauen auf einen dreieckigen Touchscreen, welcher nach dem letzten Firmware Update deutlich profitiert hat, da man jetzt in beliebiger Geschwindigkeit das Touchpad antippen kann, so kommt es zu weniger Missklicks.

Des Weiteren besitzt jeder Bud zwei Mikros und mehrere Sensoren, welche erkennen können, ob sich der Bud im Ohr befindet oder nicht. Das hat die Funktion dass, wenn einer davon nicht im Ohr sitzt, der Touch gesperrt ist und die Musik erlischt. Nimmt man beide raus, so wird die Musik pausiert.

Die Galaxy Buds selbst liefern bis zu 6 Stunden Musik, Airpods von Apple hingegen nur 5 Stunden.

Ein weiterer Punkt geht an den Komfort, da Samsung bei seinen Galaxy Buds mehrere Ohr- und Ohrhalterungsauflagen im Verpackungsumfang mitliefert, somit passen sie mehreren Kunden. Die Airpods von Apple hingegen haben eine fixe Größe, hat man ein zu kleines -, großes Ohr oder ein zu flaches, finden sie womöglich zu wenig Halt.

Ich selbst habe die Buds schon seit fast einem Monat und sie sind mir nicht ein Mal aus dem Ohr gerutscht, ein eindeutiger Pluspunkt.
Damit nicht genug, sie sind sehr angenehm im Ohr und das auch nach mehreren Stunden!

Das Case

Das Erste das einem auffällt ist, dass das Case wirklich winzig ist, es passt sogar in meine Neben-Hosentasche!

Es besteht ebenso wie die Buds aus einem hochwertigen Kunststoff. Die Klappe macht einen schön nervigen Klack beim Schließen und wirkt recht stabil.
Das Case schützt und lädt die Buds wieder auf und bringt so 7 weitere Stunden Musikgenuss. Hier geht der Punkt an Apple, denn dessen Case bringt 19 Stunden auf den Tisch.

Aufgeladen wird mit USB-C oder Wireless, die Apple Airpods haben zwar auch das Feature, jedoch gegen einen Aufpreis von 50€.
Der Akkustand wird ähnlich wie bei den Airpods mit kleinen LED Lichtern dargestellt, eins für die Buds und eins fürs Case. Sie ändern die Farben von grün auf gelb auf rot, je nach Akkustand.

Galaxy Buds Case (Bild: TechnikNews)

Weitere Features zu den Buds

Die App bringt viele Möglichkeiten, den Sound anzupassen und zeigt auch den Akkustand der einzelnen Buds, aber nicht den des Cases an:

Das Touchpad ist konfigurierbar (leider nur Punkt „Halten des Touchpads“) und der Voice-Assistent kann umgestellt werden (z.B. auf Google Assistent). Da die Samsung Galaxy Buds In-Ear-Kopfhörer sind, isolieren sie die Umgebung. Um trotzdem seine Umgebung hören zu können, hat Samsung das Feature Umgebungsgeräusche hinzugefügt.

Es ermöglicht die Umgebung ein/aus zu blenden und Stimmen rauszufiltern.

Ich finde, das Feature zwar recht nützlich, sie können aber nicht mit Active-Noice-Canceling von Bose oder Sony mithalten (sind Headsets ab 300€). Der Stimmfokus hört sich zwar nett an, ist aber recht leise, sodass man sein Gegenüber hört. Sofern muss man entweder die Musik auf 10% stellen oder die Umgebungssound-Lautstärke raufdrehen, was man eigentlich nicht will, da man ja die Umgebung ausblenden möchte. Selbst wenn man es rauf dreht, ist es für meinen Geschmack noch immer zu leise. Meine Empfehlung ist es einen Bud herauszunehmen, wenn man sich mit jemandem unterhalten möchte.

Der Sound

Der Sound ist recht gut, an den Mitten fehlt nichts, selbst Bass erzeugt das kleine Teil, für meinen Geschmack könnte er aber noch ein bisschen fetziger sein. Samsung Galaxy Buds werden sogar recht laut, aber nicht so laut wie Airpods von Apple, dafür kriegt dein Gegenüber nichts davon mit.

Die Verbindung via Bluetooth 5.0

Latency: Sie ist auf Samsung Produkten nicht bemerkbar, in meinem Fall einem S9+, aber auf einem iPhone S6 konnte ich sie klar bemerken. Auf meinem Desktop-PC bemerkte ich sie nur bei Video Games, aber die Buds wurden nicht zum Zocken entworfen.

Hin und wieder kommt es zu kleinen Unterbrechungen, wenn man eine schnelle Bewegung mit dem Kopf macht oder sein Handy beim Laufen eingesteckt hat. Ist für mich kein Problem und sollte auch nicht kaufentscheidend sein, da die Verbindung bei wenig Bewegung sehr stabil ist.

Ich kann nur aus Erfahrung sagen, dass ich nach einer 2 stündigen Netflix-Session in der Hängematte nicht eine einzige Unterbrechung bemerkt hatte.

Mein Fazit

Wer gerne Musik hört, ein Samsung Smartphone hat, und wer keine Airpods von Apple möchte, für den sind sie perfekt. Wer damit zocken will, sollte sich eher was anderes holen. Die Features sind nett, der Stimmenfilter könnte herausgehoben und lauter gemacht werden. Die Touch-Funktionen sind gelungen und der Sound ist besser als bei den Airpods.
Das Mikrofon ist gut für ruhige Orte, aber in lauten Umgebungen sollte man doch das Handy verwenden. Alles in allem sind die Samsung Galaxy Buds meiner Meinung nach 130€ wert, da sie mittlerweile schon etwas im Preis gefallen sind und somit noch attraktiver den Airpods von Apple gegenübertreten können.

Empfehlungen für Dich

Andreas Roßmann

Andreas ist erst seit einigen Wochen bei TechnikNews. Er bloggt bei uns hauptsächlich über Games.

Andreas hat bereits 6 Artikel geschrieben und 0 Kommentare verfasst.

Web

Was meinst du?

avatar
  Benachrichtigungseinstellungen  
Benachrichtigungen über