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Sony WF-1000XM5 im Test: Endlich angekommen?

Sony WF-1000XM5 Beitragsbild
Bild: TechnikNews
(Beitragsbild: © 2023 TechnikNews)

Neben den WH-1000XM5 gibt es auch noch die Sony WF-1000XM5, mit denen der Hersteller sein In-Ear-Sortiment abdeckt. Ich testete diese für Euch.

tl;dr: Die eben angesprochenen WH-1000XM5 sind im High-End-Bereiche bei Sony angesiedelt und bei den WF-1000XM5 merkt man deutlich, dass das hier nicht anders ist. Die Klangqualität ist ausgezeichnet und das ANC ist herausragend. Hinzu kommt, dass das Design kompakter und die In-Ears somit deutlich komfortabler als der Vorgänger sind. Zudem gibt es praktische Funktionen wie „Finden Sie Ihren Equalizer“ und das adaptive Noice Canceling. Technologisch sind die Kopfhörer ebenfalls am neuesten Stand.

Dennoch habe ich auch hier einige Verbesserungswünsche. Der Tragekomfort könnte noch immer ein wenig besser sein, weiterhin finde ich diverse Konkurrenz-Modelle angenehmer als diese. Mit den gewählten Materialien bin ich nicht ganz zufrieden. Zwar passt die Verarbeitung, doch die Optik gefällt mir nicht so. Weiters wünsche ich mir eine flexiblere Anpassung der Touchflächen, eine Überarbeitung der mittlerweile etwas altbackenen Headphones Connect App, einen besseren Transparenzmodus und ein doppelseitiges USB-C-Kabel im Lieferumfang.

Unboxing und Ersteinrichtung

Die Sony WF-1000XM5 kommen wieder in einer kleinen Schachtel aus Karton. Diese ist mit einem Papier umwickelt, auf dem alles Wichtige zum Produkt samt Bildern und Logos zu sehen ist. Nach dem Entfernen des Siegels und Anheben des Deckels findet man die In-Ears in ihrem Case oben aufliegen. Darunter packte Sony ein kleines Ladekabel mit USB-C, verschiedene Aufsätze und diverse Zettel. Insgesamt gibt es drei verschiedene Adapter und ein Paar ist bereits montiert. Beim Vorgänger gab es ein Paar weniger, das ist also schon einmal gut. Wie eingangs bereits erwähnt, hätte ich mir ein doppelseitiges USB-C-Kabel gewünscht, da viele Netzteile heutzutage nur mehr diesen Anschluss haben. Zudem ist das Kabel wieder sehr kurz geraten, was ich bekanntlich nicht so mag.

Sony WF-1000XM5 Unboxing

Der Verpackungsinhalt ist ähnlich wie beim Vorgänger. (Bild: TechnikNews)

Die Einrichtung kann auf drei verschiedenen Wegen vollzogen werden, wobei eine Möglichkeit das geführte Setup in der Sony Headphones Connect App ist. Dafür setzt man die Stöpsel ins Ohr und startet den Kopplungsprozess in der App. Bei mir fanden sich Kopfhörer und Smartphone recht schnell, ich musste nur mehr die Verbindung mit einem Tippen bestätigen. Im Folgeschritt lässt sich optional ein Name für das Gerät hinterlegen und danach geht es an die Einstellungen der adaptiven Geräuschunterdrückung.

Die adaptive Geräuschunterdrückung funktioniert auf Basis der aktuellen Aktion (liegen, Spazieren gehen oder ähnliche) und passt das ANC und den Transparenzmodus dementsprechend an. Ferner kann man Orte festlegen, an denen ein definierter Modus auf jeden Fall aktiv sein soll und die Kopfhörer können Präferenzen für die Geräuschunterdrückung auch automatisch erlernen. So ist es unter anderem möglich, dass das adaptive ANC beim Spazieren gehen in der Nacht die Lärmunterdrückung voll aufdreht, wenn man dies einige Male zuvor manuell tat, während am Tag weiterhin standardmäßig der Transparenzmodus läuft.

Als letzter Schritt steht noch die Konfiguration von „360 Reality Audio“, also dem Feature für räumlichen Klang, an. Dafür scannt man seine Ohren und muss nur mehr eine kompatible App wie Tidal öffnen, damit diese für die Funktion optimiert ist.

Alternativ unterstützen die WF-1000XM5 Google Fast Pair mit Android-Smartphones oder die altbekannte manuelle Einrichtung.

Design, Verarbeitung und Tragekomfort

Bereits beim ersten Anblick ist klar zu erkennen, dass es sich hier um In-Ears des Herstellers Sony handelt. Das Aussehen ähnelt dem der Vorgänger, den WF-1000XM4, und wurde in mehreren Punkten weiterentwickelt. Erhältlich ist das Produkt in Beige und Schwarz.

Das Gehäuse der Stöpsel ist kleiner, leichter und unauffälliger im Vergleich zum vorherigen Modell. Den Vorgänger konnte ich aufgrund seiner klobigen Form nie lange am Stück nutzen, doch hier ist das komplett anders. Selbst nach einigen Stunden hatte ich keine Schmerzen im Ohr. Luft nach oben gibt es trotzdem noch, wenn auch nicht mehr viel. Weiters sticht sofort hervor, dass das Mikrofon auf den Seiten nicht mehr aus dem Gehäuse hervorsteht.

Die Materialwahl sagt mir in diesem Jahr nicht so zu. Die WF-1000XM5 bestehen weiterhin aus Kunststoff, doch Sony verpasste ihnen dieses Mal eine Klavierlack-Optik. Meine größte Sorge ist, dass man sich damit schnell Kratzer holt. In anderen Tests wird darüber hinaus behauptet, dass man sie deswegen nicht mehr so leicht aus dem Case bekommt, was ich nicht so unterschreiben kann. Der Trick ist hier, die In-Ears zur Seite hinauszudrücken und nicht herauszuziehen. Alles eine Frage der Gewöhnung also. Die Verarbeitung ist dafür anständig und eine Zertifizierung nach IPX4 gibt es auch.

Weitere Neuerungen gibt es bei den Aufsätzen. Alle bestehen aus einer Mischung aus Memory-Foam und Silikon. Ich bin mir nicht mehr sicher, ob die Adapter bei den WF-1000XM4 bereits auch aus diesem Material bestanden, doch das Ganze fühlte sich auf jeden Fall neu für mich an. Das Material ist sehr weich und angenehm im Ohr. Leider rutschten die In-Ears damit während der Verwendung öfters einmal heraus und mussten nachjustiert werden.

Beim Etui habe ich wieder kaum etwas zu bemängeln. Es ist kleiner und rundlicher als noch bei der letzten Generation und kann kabellos oder via USB-C geladen werden. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass Fettspuren sehr leicht sichtbar sind.

Sony WF-1000XM5 Case

Auch das Etui schrumpfte ein wenig. (Bild: TechnikNews)

Die berührungsempfindlichen Stellen auf den Seiten sind weitestgehend unspektakulär funktionieren größtenteils gleich wie bei anderen In-Ear-Kopfhörern auch. Zwei Dinge kannte ich bisher allerdings so noch nicht: „Quick Access“, womit sich Spotify oder Endel mit nur einem Tippen starten lassen und die Möglichkeit, den Transparenzmodus temporär durch gedrückt halten einzuschalten.

Specs und Akkulaufzeit

Die Treiber im Gehäuse sind 8,4 Millimeter groß und unterstützen einen Frequenzbereich von 20 Hertz bis 20.000 Hertz (bis 40.000 Hertz über LDAC).

Für die Verbindung sind Bluetooth 5.3 und die Codecs SBC, AAC, LDAC und LC3 mit an Bord. Außerdem haben die WF-1000XM5 eine Funktion namens DSEE Extreme. Diese verspricht, die Audioqualität von komprimierten Dateien und Signalen mithilfe von KI zu erhöhen und soll somit auch dazu in der Lage sein, die Verluste bei der Bluetooth-Übertragung leicht zu minimieren. Im Alltag merkt man davon aber ziemlich wenig.

Die Akkulaufzeit ist mit insgesamt 24 Stunden eher durchschnittlich. Noch dazu kommt die Laufzeit im Alltag nicht ganz an das Versprechen heran, meistens war schon nach etwa 21 Stunden Schluss. Oder mit anderen Worten: Ich kam nicht eine Woche bei meiner üblichen Verwendung von In-Ears ohne Anstecken aus. Aufgeladen sind sie innerhalb 1,5 Stunden mit dem USB-C-Kabel.

Bewegungssensoren sind auch integriert, was das Annehmen von Anrufen auf Wunsch durch Nicken des Kopfes ermöglicht. Abgelehnt können Anrufe durch Kopfschütteln werden, wenn diese Funktion eingeschaltet ist.

Klangqualität

Der Klang der Sony WF-1000XM5 ist herausragend, auf den letzten Metern zum absoluten Platz 1 scheitert es dennoch. Er ist sehr ausgeprägt und kräftig. Bass gibt es zur Genüge, was besonders für House, EDM und ähnliche Genres perfekt ist. Bei Songs wie Anti-Hero von Taylor Swift stört er mich persönlich nicht, doch ich kann mir denken, dass manche ihn hierfür beim Equalizer zurückstellen wollen. Gesänge waren für mich zuerst nicht schlecht, aber dennoch ein klein wenig dumpf. Mit Anpassungen am Equalizer konnte auch dieses Problem aus der Welt geschaffen werden. Mir fehlen lediglich die letzten kleinen Details in diversen Songs. Wenn man diese möchte, ist man bei Sennheiser in einem ähnlichen Preissegment noch etwas besser aufgehoben.

Das ANC ist gleich zufriedenstellend wie bei den WF-1000XM4. Gewöhnlicher oder konstanter Lärm wird nahezu komplett gefiltert. Nur Dinge wie das Hämmern auf einer Baustelle treten beispielsweise durch, doch das muss man auch bei der Konkurrenz erwarten. Der Transparenzmodus ist nicht so natürlich wie bei den AirPods Pro 2, ein Rauschen ist nämlich dauerhaft hörbar. Darüber sind Gespräche gedämpft. Die adaptive Geräuschunterdrückung funktioniert in den meisten Fällen dafür akkurat, doch ich bevorzuge noch immer das manuelle Einstellen.

Smartphone-Anbindung

Wie nun mittlerweile schon mehrfach angedeutet, spielt die Sony Headphones Connect App bei der Verwendung der WF-1000XM5 eine große Rolle. Diese findet man kostenlos im Google Play Store und Apple App Store. Wenn man bereits Audio-Produkte von Sony besitzt oder schon einmal hatte, kennt man diese, da sie sich in den vergangenen Jahren so gut wie gar nicht veränderte.

Sie ist nach wie vor nicht die schönste App, da sie auf einen veralteten Look von Android-Apps setzt und somit auf iOS fehl am Platz aussieht. Die App ist in drei Tabs aufgeteilt, wobei der Haupt-Tab noch einmal in vier Unterbereiche gegliedert ist. Der Aufbau ist also sehr einfach und die Features leicht verständlich gestaltet.

Einige weitere Gedanken:

  • Die Bedienungsflächen auf den Seiten der In-Ears lassen sich nicht so flexibel konfigurieren, wie ich das gerne hätte. Man kann nur eine fixe Palette an Funktionen auf einmal zuweisen, nicht aber die einzelnen Gesten separat definieren.
  • Im Equalizer gibt es mehrere Presets ab Werk und diese lassen sich auch selbst erstellen. Das ist allerdings nicht so verständlich wie bei Sennheiser, wodurch man also schon genau wissen muss, was die einzelnen Regler genau tun.
  • Dafür ist „Finden Sie Ihren Equalizer“ klasse. Hier kann man in mehreren Schritten anhand eines eigens ausgesuchten Song die perfekte Einstellung für den Klang finden, was besonders auch für Laien gut geeignet ist.
  • Die App sendet einem eine Benachrichtigung bei leer werdendem Akku. Und das nicht erst bei 10 Prozent Restladung (looking at you, Apple!).

Sony WF-1000XM5: Preise und Verfügbarkeit

Die Sony WF-1000XM5 kosten 319 Euro (UVP). Erhältlich sind die über Sony selbst und über Amazon.

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David Haydl

David wohnt in Graz und ist bereits rund ein halbes Jahrzehnt bei TechnikNews, seit einiger Zeit auch Chefredakteur. Er versorgt die Seite regelmäßig mit News, Testberichten und dem TechnikNews Weekly, dessen Einführung seine Idee war. Seine Freizeit verbringt er gerne im Freien, er hört dabei viel (und eindeutig zu laut) Musik und einige Podcasts zu allen möglichen Themen und geht auch gerne Laufen. Die Zeit, die dann noch übrig bleibt, genießt er mit seiner bezaubernden Freundin oder vor der laufenden Glotze.

David hat bereits 1250 Artikel geschrieben und 116 Kommentare verfasst.

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