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Die neue Soundboks im Test: Das Musik-Monster?

Soundboks Titelbild
Bild: TechnikNews
(Beitragsbild: © 2020 TechnikNews)

Die neue Soundboks oder „The New Soundboks“ ist interessant, denn Bluetooth-Boxen haben sich in den letzten Jahren sehr viel weiterentwickelt. Während vor ein paar Jahren noch viele auf ihren 3,5 mm Klinke geschworen haben, da Bluetooth noch nicht gut genug ist, läuft heutzutage fast alles über Bluetooth. Unser Test.

Dass Bluetooth-Lautsprecher im Bereich 200 Euro schon sehr guten Sound liefern können, hat mein Kollege David mit dem Teufel Rockster Go herausgefunden. Die „New Soundboks“ will aber mehr, viel mehr. Auf dem Papier klingt die Box wie eine Festival-Box: Bis zu 126 dB, Bluetooth 5.0, und viele Extras. Damit will die Soundboks überzeugen. Wir haben sie getestet.

Unboxing

Beim Unboxing merkt man direkt: Soundboks meint es ernst. Neben der Box liegen noch ein oder zwei Akkus (je nach Bestellung), das Ladegerät, ein Heft mit der Geschichte, den Funktionen der Box und drei Sticker mit dem Logo (Weiß, Schwarz und in einer „Pride-Edition“) mit dabei. Man merkt, dass sich die Firma wirklich viel Mühe bei der Verpackung gegeben hat. Das erwarte ich aber auch in der Preisklasse.

Design

Das Design der Soundboks ist sehr schlicht gehalten. So ist das Gitter abnehmbar, der 4,5-mm-Inbusschlüssel liegt bei. Auf der oberen rechten Seite der Box ist das „Soundboks“-Logo eingraviert. Die Eckbälle sehen auch sehr solide aus. Diese sind aus Silikongummi gefertigt und geben der Box einen festen Halt. Die Soundboks hat bei den Armgriffen auch ein Loch im Gehäuse: die Bassreflexröhre. Diese soll durch mehr Luft einen besseren Bass erzeugen und stabilisiert außerdem die Box.

Funktionen

Die Soundboks kann entweder per Bluetooth oder per Kabel benutzt werden. Als Bluetooth-Standard wird hier auf das neueste Bluetooth 5.0 gesetzt. Die Box hat an der rechten Seite einen sehr gut verarbeiteten Lautstärkeregler, welcher die elf Lautstärke-Stufen regelt. Neben diesem sitzen der An/Aus-Knopf und einen Knopf zum Verbinden mehrerer Soundboksen. Als Unterstützung zur Box gibt es noch eine App, in dieser können Equalizer eingestellt, Software-Updates getätigt und weitere Einstellungen an der Box getätigt werden.

Mir haben die Funktionen, die unter der Haube stecken, sehr gut gefallen. Doch trotzdem fehlen mir ein paar Funktionen: Wenn ich die Box zu Hause verwendet habe, dann haben mir die „smarten Funktionen“ gefehlt. Eine Spotify-Integration, ein Radio etc. wäre sehr schön gewesen. Damit habe ich aber auch nicht bei einer „Bluetooth-Box“ gerechnet. Die Latenz beträgt laut Soundboks ca. 40 Millisekunden. Dies sollten vor allem Musiker wie DJs beachten.

Anschlüsse

Die Soundboks hat zwei Arten von Anschlüssen. Einen 3,5 mm AUX-Input und -Output, darunter sitzen ein XLR-Input und ein XLR-Output. An den XLR-Anschlüssen können zum Beispiel Mikrofone, DJ-Controller etc. angeschlossen werden. An den 3,5 mm AUX-Anschlüssen kann auch per Kabel Musik abgespielt werden.

Soundbox Anschlüsse

Das sind die Anschlüsse der Soundboks. Ebenfalls ist Bluetooth 5 vorhanden. (Bild: TechnikNews)

Klang

Dafür überzeugt die Soundboks beim Klang, aber so richtig. Wenn ich hier von LAUT spreche, dann meine ich auch LAUT. Mit bis zu 126 dB ist die Soundboks wirklich ein Monster! Aber was bringt eine hohe Lautstärke, wenn der Klang nicht stimmt? Diese Sorge braucht man hier nicht zu haben – naja zumindest meistens.

Der Klang ist der Hammer. Bei geringer Lautstärke ist der Sound noch ausgewogen, aber bei höherer Lautstärke wird vor allem der Bass priorisiert. Bei voller Lautstärke wirkt dieser nicht mehr so sauber, denn dieser klingt dann „blechern“. Dies war besser bei mittlerer Lautstärke. Natürlich immer noch so gut genug, um bei sich zu Hause eine Party zu feiern, aber für Professionelle ist das unvorteilhaft. Wer will, der kann in der App den „Bass Boost“ Equalizer auswählen. Der Bass wird dadurch noch einmal besser.

Außerdem habe ich die Box als Verstärker für mein E-Schlagzeug benutzt, was auch super funktioniert hat. Bei anderen Nutzern aus dem Gitarre-Bass-Bereich soll es doch ein Grundrauschen geben.

Akku

Der Akku der Soundboks soll laut Hersteller bei voller Lautstärke fünf Stunden und auf mittlerer Lautstärke 40 Stunden halten, das kann ich bestätigen. Ich habe in den vier Wochen den Akku einmal leer bekommen, aber dieser ist in 3 Stunden und 25 Minuten wieder aufgeladen. In der nächsten Version sollte Soundboks ein paar USB-Ports einbauen, damit die Soundboks auch als Powerbank genutzt werden kann.

Fazit

Die Soundboks ist eine sehr gute Bluetooth-Box. Als Heimgerät oder Außengerät für Partys werdet ihr damit sehr zufrieden sein. Sie ist laut, hat viele Anschlüsse (Bluetooth, 2x XLR, 2x Klinke) und kann per App gesteuert werden. Die Box ist aber nicht nur für Musik, sondern auch als Verstärker von Instrumenten benutzbar.

Mir fehlen USB-Ports zur Nutzung als Powerbank, bei voller Lautstärke wird der Bass in den tieferen Frequenzen abgeschnitten. Als Festival-PA ist sie also nicht gedacht, aber für den normalen Konsumenten, dem Straßenmusiker oder auch Anfänger-DJs. Hier kann die „Die neue Soundboks (3)“ sehr überzeugen.

Auf einer Skala von 1 bis 10 kriegt die Soundbox eine 8,5.

Preis und Verfügbarkeit

Die neue Soundboks ist mit einem oder zwei „Batteryboksen“ (Akkus) zu einem Preis von 899 Euro zu haben.

Wir bedanken uns für die Bereitstellung der „New Soundboks“.

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Nils Ahrensmeier

Nils ist sehr interessiert in Mobile-Geräte wie Smartphones, Wearables und "TWS"-Kopfhörer. Er schreibt hier ganz neu auf TechnikNews - vor allem News und Testberichte. In seiner Freizeit spielt er Schlagzeug oder geht seinem Hobby, der Leichtathletik, nach.

Nils hat bereits 46 Artikel geschrieben und 6 Kommentare verfasst.

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