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Urbanista Miami im Test: Bassstark und ausdauernd

Urbanista Miami Titelbild
Bild: TechnikNews
(Beitragsbild: © 2021 TechnikNews)

Mit den Urbanista Miami bringt der schwedische Kopfhörerspezialist Urbanista verhältnismäßig günstige Over-Ear-Kopfhörer mit ANC auf den Markt. Wir haben sie getestet.

Das Design der Urbanista Miami ist sehr simpel. Sie sind robust und schlicht verarbeitet. Selbst für den geringeren Preis vermitteln sie ein hochwertiges Gefühl und sind tadellos gefertigt. Im Lieferumfang liegt neben einem USB-C-Kabel bereits ein Case dabei, dies ist nicht selbstverständlich.

Tragekomfort und Sound der Urbanista Miami

Mein persönlich größter Kritikpunkt ist nicht der Sound, nicht die Akkulaufzeit oder fehlenden Funktionen, nein, es ist der Tragekomfort. Da die Kopfhörer sehr kleine Ohrmuscheln haben sitzen sie sehr fest. Für Menschen mit etwas größeren Lauschern kann das auf längere Zeit sehr unangenehm werden. Wer kleinere Ohren hat, der wird die Kopfhörer lieben, da diese durch sehr großzügige Polsterung gut abdecken und damit wenig Klang von außen reinlassen. Außerdem sitzen die Kopfhörer auf kleineren Köpfen sehr fest und würden auch beim Laufen nicht stark wackeln. Doch wie eingangs bereits erwähnt, gehöre ich zur Gruppe mit größeren Ohren, dieser Kritikpunkt ist aber nicht “universal”, sprich für alle Nutzer relevant.

Der Sound hingegen ist für mich sehr positiv aufgefallen. Wie ich in jedem Kopfhörer-Test schreibe: Ich bin Zielgruppe “Bass”. Ich höre viel basslastige Musik, also Pop, Hip-Hop und Elektro. Eine Firma wie Urbanista legt viel Wert auf eine jüngere Zielgruppe und passt ihren Klang dementsprechend genau für diese Zielgruppe an. Die Urbanista Miami sind da nicht anders und haben einen starken Tiefbass, was gerade in den angesprochenen Genres sehr in den Fokus gerät. Dies zum Leid der Mitten und Höhen, diese können nicht mehr klar abgebildet werden.

Der ANC-Modus öffnet die Bassebene etwas und wirkt dadurch klarer. Das ANC ist aber effektiver als bei den Urbanista New York. Gerade bei Stimmen und lauteren Geräuschen ist das ANC wirkungsvoll, doch ein leichtes Grundrauschen ist definitiv vorhanden. Beim “Ambient Modus”, oder auf Deutsch “Umgebungsmodus”, ist das Grundrauschen nicht vorhanden und die Außenwelt (zum Beispiel Lautsprecheransagen) werden dadurch lauter wiedergegeben.  Zwischen den Modi kann per Knopfdruck gewechselt werden, die Funktionstaste funktioniert dabei sehr zuverlässig.

Urbanista Miami Tragekomfort

Die Urbanista Miami sitzen bei mir sehr stramm, bei kleineren Köpfen könnte dies zum Vorteil werden (Bild: TechnikNews)

Verbindung

Die Verbindung des Urbanista Miami läuft über Bluetooth 5 und das sehr stabil. Selbst wenn ich mit den Kopfhörern durch das Haus gehe und das Smartphone im Zimmer lasse, bricht die Verbindung nicht ab. Eine App mit Funktionen gibt es leider nicht, dies ist sehr schade. Gerade Updates mit Verbesserungen bleiben so aus.

Akku

Die Akkulaufzeit des Kopfhörers ist fantastisch. Mit aktiviertem ANC konnten die Kopfhörer ganze 40 Stunden lang halten, ohne ANC zirka 50 Stunden. Für eine Woche mit Videokonferenzen und Musikhören also sehr geeignet. Wer die Kopfhörer per 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss verbindet, spart sich die Akkukapazität, dann ist das ANC aber nicht verfügbar. Der Aufladeprozess dauert 90 Minuten, das USB-C Kabel wird mitgeliefert. Ebenfalls ist ein 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss im Lieferumfang enthalten.

Urbanista Miami Akku

Die Urbanista Miami werden per USB-C geladen und können aber auch per 3,5 mm genutzt werden. (Bild: TechnikNews)

Fazit

Die Urbanista Miami sind gute Kopfhörer für eine UVP von 149 Euro, doch für meinen Kopf leider zu klein. Wer also einen größeren Kopf hat, sollte lieber zu einem anderen Kopfhörer greifen. Für kleinere Köpfe sind die Miami aber ideal, denn sie sitzen sehr fest, haben eine sehr lange Akkulaufzeit und einen guten Klang. Gerade der Bass steht dabei sehr im Fokus, im ANC werden aber auch die anderen Ebenen klarer. Dieses hat hingegen leider ein leichtes Grundrauschen und der Kopfhörer unterstützt nicht den Qualcomm aptX Standard.

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Nils Ahrensmeier

Nils ist sehr interessiert in Mobile-Geräte wie Smartphones, Wearables und Kopfhörer. Er schreibt seit 2019 auf TechnikNews - vor allem News und Testberichte. In seiner Freizeit spielt er Schlagzeug und Klavier oder geht seinem Hobby, der Leichtathletik, nach.

Nils hat bereits 150 Artikel geschrieben und 17 Kommentare verfasst.

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