Vivo X300 Pro im Test: Keine großen Schwächen zum hohen Preis

Die Smartphones der Vivo X-Serie gehören schon seit Jahren zu den besten Geräten auf dem Markt, und beim Vivo X300 Pro ist das nicht anders. Im Vergleich zum X200 Pro hat sich die Ausstattung allerdings nicht maßgeblich verändert.
Für eine unverbindliche Preisempfehlung von 1.399 Euro bekommst Du im Grunde genommen eine nahezu identische technische Ausstattung des X200 Pro – ergänzt durch eine leicht verbesserte Kamera, einen minimal größeren Akku und schnelleres kabelloses Laden. Wir haben das Gerät ausführlich getestet und klären, ob sich der Aufpreis zum X200 Pro lohnt oder ob Du lieber zum Vorgänger greifen solltest.
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Fazit
Das Vivo X300 Pro ist ein rundum gelungenes Smartphone ohne echte Schwächen. Für mich zählt es definitiv zu den besten Geräten auf dem Markt – und in einigen Bereichen ist es sogar das beste. Das Design wirkt hochwertig, das Display ist extrem hell und farblich akkurat. Ich mag die Software, die langen Update-Zeiten und die starke Performance. Die Akkulaufzeit ist lang, der Akku schnell wieder voll. Die Kameras sind hervorragend, der Vibrationsmotor spürbar besser als beim Vorgänger und der Fingerabdrucksensor für mich weiterhin der beste auf dem Markt.
Trotz all seiner Stärken muss ich sagen, dass sich im Vergleich zum Vivo X200 Pro nicht allzu viel getan hat. Das Design des Vorgängers gefällt mir sogar etwas besser – vor allem wegen des gebürsteten Rahmens und weil es angenehmer in der Hand lag. Beim Display, der Performance und der Akkulaufzeit hat sich kaum etwas verändert. Auch bei den Kameras sehe ich nur wenige Verbesserungen, und gerade von der Ultraweitwinkelkamera hätte ich mir mehr erhofft.
Für den aktuellen Preis von 1.399 Euro fällt es mir daher schwer, das X300 Pro uneingeschränkt zu empfehlen. Auch wenn es für mich immer noch das beste Smartphone auf dem Markt ist, ist der Preis im Vergleich zum Vorgänger schlicht zu hoch. Wenn Du das X200 Pro noch für rund 1.000 Euro bekommst, solltest Du klar zum Vorgänger greifen. Da das aber kaum noch erhältlich ist und das X300 Pro bereits auf etwa 1.100 Euro gefallen ist, lohnt sich ein Blick dennoch. Ich würde aber noch ein paar Wochen oder Monate warten, bis der Preis auf rund 1.000 Euro sinkt. Dann bekommst Du ein hervorragendes Gesamtpaket zu einem fairen Preis – und dann kann ich das Vivo X300 Pro voll empfehlen. Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf das X400 Pro im nächsten Jahr.
Wir bedanken uns bei Vivo Österreich für die Bereitstellung des Vivo X300 Pro 🙂
Design
Auf den ersten Blick hat sich das Design des Vivo X300 Pro im Vergleich zum Vorgänger kaum verändert, doch beim genaueren Hinsehen werden erste Änderungen deutlich. Das Vivo X300 Pro ist insgesamt minimal kompakter als das X200 Pro, was mir persönlich sehr gut gefällt. Das Gewicht liegt bei 226 g, wodurch es nicht schwerer, aber auch nicht leichter als der Vorgänger ist. Es kommt wieder ein kantiger Rahmen zum Einsatz, der leicht scharfkantig wirkt, wodurch das Gerät nicht ganz so angenehm in der Hand liegt. Abgerundete Rahmen liegen einfach deutlich ergonomischer in der Hand. Nichtsdestotrotz liegt das Smartphone gut in der Hand und lässt sich in vielen Situationen auch problemlos einhändig bedienen. Eine vollständige Einhandbedienung ist aufgrund der Größe allerdings nicht immer problemlos möglich.
- Bild: TechnikNews
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Der Rahmen besteht zwar weiterhin aus Aluminium, aber leider ist dieser nicht mehr gebürstet wie beim Vorgänger, sondern nun vollständig matt. Das bringt den Vorteil mit, dass Fingerabdrücke und Gebrauchsspuren bei weitem nicht so stark auffallen, aber mir persönlich hat der gebürstete Look des Vorgängers optisch besser gefallen und fand ich auch etwas griffiger.
Auf der Rückseite kommt mattes Glas zum Einsatz, welches sich sehr weich, riffig und hochwertig anfühlt. Im oberen Drittel des Gehäuses ist die Triple-Kamera verbaut, die sehr stark aus dem Gehäuse hervorsteht und aufgrund des rundlichen Designs sehr auffällig ist. Mir persönlich gefällt dieses Design allerdings deutlich besser als beispielsweise beim Samsung Galaxy S25 Ultra. Da die Kamera so weit aus dem Gehäuse vorsteht, wackelt das Smartphone bei der Bedienung auf einem Tisch liegend recht stark, vor allem im oberen Drittel des Gehäuses. Bei den Farben stehen Dir „Dune Braun“ und „Phantom Schwarz“ zur Verfügung. Ich habe das braune Modell getestet, welches ich jedem weiterempfehlen kann.
- Bild: TechnikNews
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Auf der Vorderseite fallen die größten Unterschiede zum Vorgänger auf. Der Displayrand ist noch dünner geworden, was ich sehr beeindruckend finde. Leider ist das Displayglas nicht mehr zu allen vier Seiten abgerundet – etwas, das mir beim Vorgänger sowohl optisch als auch beim Swipen sehr gut gefallen hat. Schade, dass Vivo dieses Design beim X300 Pro nicht weiterführt. Nichtsdestotrotz gehört die Vorderseite weiterhin zu den schönsten auf dem Markt und einen dünneren Displayrand wirst Du kaum finden.
Display
Das Display des Vivo X300 Pro misst 6,78 Zoll und löst mit 2.800 x 1.260 Pixel auf. Die Schärfe geht im Alltag völlig in Ordnung, einzelne Pixel lassen sich im Alltag nicht erkennen. Das Panel unterstützt eine flüssige Bildwiederholrate von 120 Hz, wodurch Animationen und das Scrollen sehr flüssig wirken. Das fällt definitiv auch positiv im Alltag auf. Die maximale Helligkeit liegt auf dem Papier bei 4500 nits. Rein von den technischen Daten hat sich beim Display im Vergleich zum Vorgänger absolut gar nichts verändert. Aber das ist auch nicht weiter schlimm, denn schon das X200 Pro hatte eines der besten Displays auf dem Markt.
Die Farben werden OLED-typisch intensiv, aber je nach Farbmodus dennoch ausreichend realistisch dargestellt. Die Blickwinkelstabilität ist sehr gut, auch wenn sich weiße Inhalte bei extremer seitlicher Neigung leicht rötlich verfärben. Die maximale Helligkeit gefällt mir insgesamt ebenfalls sehr gut: Vor allem bei direkter Sonneneinstrahlung zählt das Display zu den hellsten auf dem Markt. Ohne direktes Sonnenlicht erreicht es zwar nicht ganz die Werte eines Google Pixel oder Huawei Pura 80 Pro, bleibt aber immer noch mehr als ausreichend hell.
Software
Als Software kommt OriginOS in Version 6 auf Basis von Android 16 zum Einsatz. Das Vivo X300 Pro wird seit 7 Jahren mit Sicherheitsupdates versorgt und erhält 5 Jahre große Android-Versions-Updates. Das ist nochmal mehr als beim Vorgänger. Somit ist man auf Samsung, Apple und Google Niveau. Ganz großes Lob an Vivo an dieser Stelle.
OriginOS gefällt mir mittlerweile sehr gut und gehört fast zu meinen liebsten Benutzeroberflächen. Die Software ist übersichtlich, schön gestaltet und mit tollen Animationen versehen. Gleichzeitig wirkt sie nicht so verspielt und bunt wie etwa Xiaomis Oberfläche. Steuerfeld und Benachrichtigungsleiste sind kombiniert statt getrennt, was ich sehr angenehm finde. Auch die Einstellungen-App ist inzwischen recht übersichtlich. Der Homescreen wirkt aufgeräumt, es gibt einen schönen App-Drawer und links den Google-News-Feed.
Besonders mag ich die vielen Zusatzfunktionen, die Vivo seit Jahren beibehält. So kannst du etwa die Animation des Fingerabdrucksensors oder die Entsperr-Animation anpassen und die Gestensteuerung verändern. Großartig finde ich auch, dass Apps in kleine Fenster verkleinert werden können, sodass man mehrere Anwendungen parallel nutzen kann – etwas, das bei Google-Pixel-Geräten nicht möglich ist. Auch die Galerie-App ist sehr gelungen, vor allem die Funktionen, Text aus Bildern zu generieren oder ein Bild sofort als PDF zu exportieren.
Performance
Unter der Haube werkelt der MediaTek Dimensity 9500, der im stromsparenden 3nm-Verfahren gefertigt ist. Mit dazu gilt es 16 GB RAM und 512 GB internen Speicher, den Du nicht erweitern kannst. Beim RAM handelt es sich um den sehr schnellen LPDDR5X Ultra Speicher.
Die alltägliche Performance ist – wie schon beim Vorgänger – auf einem sehr hohen Niveau. Apps starten und schließen extrem schnell, Animationen laufen kaum bei einem anderen Smartphone so flüssig und konstant, Spiele wirken hochwertig, und selbst in der Kamera-App gibt es praktisch keine Ruckler. Insgesamt ist das Bedientempo hervorragend. Ehrlich gesagt merke ich hier jedoch keine Unterschiede zum Vorgänger oder zu anderen High-End-Smartphones wie dem HONOR Magic 7 Pro oder HUAWEI Pura 80 Pro. Wir sind einfach an einem Punkt angekommen, an dem sich Prozessorunterschiede im Alltag kaum noch bemerkbar machen. Auch die Wärmeentwicklung des X300 Pro ist gut – selbst bei anspruchsvollen Aufgaben wird das Gerät nie unangenehm warm.
Akku
Der Akku verfügt über eine Kapazität von 5.440 mAh. Somit ist er nur unwesentlich größer als beim X200 Pro. In der chinesischen Version arbeitet allerdings ein 6.510 mAh Akku. Fast Charging ist mit bis zu 90 Watt möglich, allerdings liegt das dazu benötigte Netzteil leider nicht im Lieferumfang bei. Kabelloses Laden ist mit bis zu 40 Watt möglich, was etwas mehr als bei Vorgänger ist.
Trotz des minimal größeren Akkus erreiche ich mit dem Vivo X300 Pro nahezu die gleichen Laufzeiten wie mit dem Vorgänger. Bei einer Screen-On-Time von 3,5 bis 4,5 Stunden habe ich am Ende des Tages meist noch zwischen 45 und 70 Prozent übrig. Das ist ein sehr guter Wert, und eigentlich sollte jeder problemlos einen ganzen Tag ohne Nachladen schaffen. In den ersten Tagen ist mir zwar aufgefallen, dass der Verbrauch stellenweise etwas höher war, doch nach kurzer Zeit hat sich das komplett eingependelt.
Kamera
Auf der Rückseite findet eine Triple-Kamera Platz, die folgendermaßen aufgestellt ist:
- 50 Megapixel Hauptkamera – f/1.57
- 50 Megapixel Ultraweitwinkel-Kamera – f/2.0
- 200 Megapixel Telekamera – f/2.67 – 3,5x optisch
Für Selfies ist eine 50 Megapixel Frontkamera mit einer Blende von f/2.0 zuständig.
Alle drei Kameras liefern bei guten Lichtbedingungen beeindruckend schöne Aufnahmen. Besonders die Farbwiedergabe gefällt mir in diesem Jahr richtig gut: Sie wirkt natürlich, bleibt aber trotzdem knackig, ohne übersättigt zu sein. Wer es kräftiger mag, kann das direkt über verschiedene Farbprofile anpassen. Auch der Dynamikumfang ist bei allen drei Kameras extrem stark und nahezu ungeschlagen. Nur bei Gegenlicht oder sehr hellen Lichtquellen habe ich gelegentlich leichte Lichtschlieren bemerkt – etwas, das mir beim Pura 80 Pro so nicht aufgefallen ist.
Die Schärfe der Hauptkamera ist ausgezeichnet. Die Ultraweitwinkelkamera kann hier allerdings nicht ganz mithalten. Der Zoom hingegen ist hervorragend: Selbst bei 10x, 20x oder sogar 30x Vergrößerung wirken die Bilder noch erstaunlich scharf. Ab etwa 50x erkennt man dann deutlich, dass die KI stark nachbearbeitet und die Ergebnisse nicht mehr realistisch, aber trotzdem beeindruckend aussehen.
Bei schlechten Lichtbedingungen zählt die Hauptkamera ebenfalls zu den besten am Markt. Der Weißabgleich sitzt, die Schärfe ist hoch und die Farben bleiben natürlich. Manchmal könnten die Aufnahmen für meinen Geschmack minimal heller sein, aber insgesamt passt das Niveau. Auch die Zoom-Kamera schlägt sich trotz der lichtschwächeren Blende überraschend gut und bleibt selbst im Lowlight-Bereich absolut brauchbar. Nur die Ultraweitwinkel-Kamera fällt hier zurück – sie ist nicht schlecht, aber für 1.399 Euro erwarte ich mir deutlich mehr.
Portraits, Videos und Selfies
Bei Porträtaufnahmen zählt das Lenovo X300 Pro ebenfalls zu den besten Smartphones auf dem Markt. Das Bokeh wirkt sehr realistisch und die Randerkennung arbeitet äußerst zuverlässig. Besonders gut gefallen mir die natürlich wirkenden Hauttöne. Videos mit der Hauptkamera lassen sich in 8K mit bis zu 30 fps und in 4K mit bis zu 120 fps aufnehmen. Die Schärfe ist gut, die Farben ebenfalls, und auch die Stabilisierung bewegt sich auf einem ordentlichen Niveau.
Die Selfie-Kamera liefert solide Ergebnisse: Hauttöne wirken natürlich, die Schärfe ist in Ordnung und der Dynamikumfang passt.
Sonstiges
Vivo verbaut einen 3D-Ultraschall-Fingerabdrucksensor im Display, der sehr gut mit dem Daumen zu erreichen ist. Er reagiert sehr schnell und extrem zuverlässig – insgesamt zählt er definitiv zu den besten Sensoren auf dem Markt. Schade finde ich nur, dass er recht klein ausfällt und ich verstehe bis heute nicht, warum Vivo wie beim X80 Pro keinen größeren Sensor mehr einsetzt.
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Auch der Vibrationsmotor gehört zu den besten seiner Klasse: sehr präzise, sinnvoll in die Software integriert und jederzeit spürbar, ohne dabei laut oder störend zu wirken. Die Stereo-Lautsprecher gefallen mir ebenfalls gut. Sie werden ausreichend laut und klingen bis zu einer gewissen Lautstärke klar und angenehm, mit solidem Bass.
Zu guter Letzt möchte ich noch positiv hervorheben, dass das Vivo X300 Pro nach IP68 und IP69 wegen das Eindringen von Wasser und Staub zertifiziert ist.








