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Spotify vs. Youtube Music: Was ist besser?

Bild: Android Central
(Beitragsbild: © 2018 Android Central)

Seit einigen Tagen ist Youtube Music nun verfügbar. Natürlich will Google damit eine Konkurrenz für Spotify darstellen. Ich habe beide Dienste miteinander verglichen und geschaut, welcher im Endeffekt besser ist.

Design

Kleiner Hinweis vorweg: Bei diesem Thema beziehe werde ich mich nur auf die Apps für das Smartphone und das Tablet beziehen, die Apps und Websites am PC sehen nämlich etwas anders aus.

Spotify orientiert sich beim Design hauptsächlich an schwarzen Elementen. Es gibt aber auch bunte Schaltflächen unter dem Reiter Browse. Zum Aufbau der beiden Services komme ich später noch genauer. Alles in allem gefällt mir Spotify vom Optischen her besser als Youtube Music, außerdem wirkt es auf mich moderner.

Das Design von Youtube Music ähnelt dem der normalen Youtube App sehr. Allerdings verwendet auch Google sehr viele schwarze Elemente. Zudem sticht vor allem auf der Startseite die für die Header verwendete Schriftart sehr heraus, da sie in Youtube sonst noch nie zum Einsatz gekommen ist.

Aufbau der Services

Gemeinsamkeiten

Beim Aufbau der beiden Services konnte ich teilweise einige Gemeinsamkeiten feststellen. So gibt es bei Spotify und bei Youtube Music mehrere Reiter, hinter denen weitere Inhalte der App zu finden sind. In den mobilen Apps befinden sich die Leisten mit den Reitern sogar beide Male am unteren Rand des Bildschirms. Darüber wird in beiden Fällen eine weitere Leiste angezeigt, wo man sieht, welches Lied gerade wiedergegeben wird. Die aktuelle Wiedergabe kann zudem durch einfaches Tippen erweitert werden, sodass sich die aktuelle Wiedergabe über den gesamten Bildschirm erstreckt.

Unterschiede

Schaut man die einzelnen Reiter beider Apps genauer an, so merkt man, dass sie sich in der Anzahl unterscheiden: Bei Spotify gibt es fünf, bei Youtube Music nur drei.

Der erste Reiter bei Spotify heißt Start. Dort werden Playlists, Mixtapes, Alben und Künstler vorgeschlagen, die im gerade relevant sein könnten. Als nächstes kommt Browse. Dort werden auch relevante Playlists angezeigt, diesmal nur im oberen Bereich. Darunter befinden sich die verschiedensten Genres und Kategorien, die für unterschiedliche Anlässe gedacht sind, wie zum Beispiel eine Kategorie namens Summer.

Danach kommt Suche, was sich von selbst erklären dürfte. Unter Radio findet man verschiedene Mixtapes, die auf Playlists, Künstlern oder Genres basieren können. Einzelnen Sendern kann man folgen, damit sie in der eigenen Bibliothek angezeigt werden.

Hinter Bibliothek, dem nächsten Reiter, gibt es einige Untermenüs. Das erste heißt Für dich erstellt. Dahinter findet man wiederum die eigenen Mixtapes und die wöchentliche Playlist, die Spotify automatisch für einen erstellt. Bei Playlists werden alle eigenen und alle Playlists, denen man folgt, angezeigt. Wie vorher erwähnt, findet man hinter Sender alle Radiosender, denen man folgt. Hinter Songs, Alben und Künstler findet man gespeicherte Inhalte. Bei Podcasts werden alle Podcasts aufgelistet, denen man folgt.

Youtube Music ist mit nur drei unterschiedlichen Sektionen etwas einfacher gegliedert. Die erste heißt, gleich wie bei Spotify, Start und funktioniert haargenau gleich. Rechts neben Start gibt es die Hotlist. Dort werden Musikvideos gezeigt, die gerade angesagt sind.

Das Feature für die Suche hat keinen eigenen Reiter bekommen, hierfür gibt es nur ein schlichtes Icon. Der letzte Reiter wurde für die Bibliothek reserviert. Auch hier gibt es weitere Unterteilungen, wie zum Beispiel Playlists, Alben oder Songs, durch die die eigene Musik sortiert wird.

Besondere Features

Beide Services haben eine handvoll Features, die man aus meiner Sicht nochmal extra erwähnen sollte. Beginnen wir bei Spotify. Die App für seine mobilen Geräte unterstützt Google Cast und aber auch das Streaming über einen Fire TV. Ich persönlich habe die Running Mixes sehr zu schätzen gelernt. Das sind Playlists, deren Songs als ein durchgehender Mix abgespielt werden. Zudem gibt es für jedes Tempo einen passenden Mix. Als Beispiel: Bei der Playlist Running to Rock wird als Vergleich eine Herzfrequenz von 170 – 190 BPM angeführt. Diese Liste eignet sich also sehr für schnelle Läufer.

Ein weiteres besonderes Feature ist, dass man seine Musik von anderen Geräten aus fernsteuern kann. So kann ich die Lieder, die über Spotify auf meinem Zenbook wiedergegeben werden, über die Spotify – App auf meinem Smartphone steuern.

Podcasts – Liebhaber werden sich freuen, dass Spotify Podcasts anbietet. Das Angebot ist auch sehr groß. Das einzige, was ich nicht gefunden habe, ist der CURVED Cast. Für Leute, die gerne die aktuellen Charts hören, gibt es für so ziemlich jedes Land eine eigene Playlist, die täglich aktualisiert wird.

Am Ende des Jahres gibt es immer die Wrapped – Analyse. Dort kann man zum Beispiel einsehen, wie viele Minuten man etwas mit Spotify gehört hat. Diese Werte dann mit Freunden zu Vergleichen macht aus eigener Erfahrung sehr viel Spaß.

Weiter mit Youtube Music. Auch die App dieses Services unterstützt die Wiedergabe über Cast – fähige Geräte. Zudem werden Musikvideos von Youtube eingebunden. Praktisch hierbei ist, dass man sich das Video nicht einmal zwingend anschauen muss. Man kann sich auch nur das Audio anhören.

Angebot

Spotify gibt an, dass auf der eigenen Plattform mehrere Millionen Songs zum Streamen bereitstehen. Das heißt, dass es so ziemlich jeden Künstler, jedes Album und jedes Genre geben sollte. Dann gibt es noch Playlists, die von Spotify selbst erstellt wurden. Deren Inhalte basieren meistens auf bestimmten Genres. Es gibt aber unter Browse zum Beispiel auch eine ganze Sektion mit Listen, die man für die Hintergrundmusik bei einem Abendessen verwenden kann. Zum Schluss gibt es noch die Running Mixes und die Playlists mit den Charts für jedes Land, die ich vorher bereits erwähnt habe.

Das Angebot von Youtube Music ist etwas kleiner als das von Spotify, dennoch dürfte es für die meisten Leute ausreichend sein. Nativ gibt es das Album 25 von Adele zum Beispiel nicht. Der Vorteil bei dieser Plattform ist aber wiederum, dass man auf die ganzen Musikvideos von Youtube zurückgreifen kann, sollte es einmal einen Song nicht geben. Auch Youtube Music hat eigene Playlists für verschiedene Anlässe oder Genres.

Verfügbarkeit

Spotify gibt es für Android, iOS und sogar für Windows Phone, falls das noch irgendjemand nutzen sollte. Windows und macOS werden auch mit einer eigenen App abgedeckt. Sollte letzteres einem gar nicht zusagen, so kann man immer noch auf den Webplayer zurückgreifen.

Youtube Music gibt es für Android und iOS, Windows Phone wird nicht unterstützt. Eine App für den PC gibt es zwar nicht, dennoch kann man den Service über den eigenen Webbrowser aufrufen.

Preise

Spotify kann man grundsätzlich gratis nutzen. Allerdings kann man dann nur Playlists erstellen und diese sowie sämtliche weitere Listen mit Shuffle – Play wiedergeben. Letzteres ist auch bei Alben möglich. Für 9,99€ pro Monat bekommt man Spotify Premium. Durch dieses Upgrade bekommt man keine Werbung mehr zu hören, man kann Lieder unendlich oft überspringen, Musik offline hören und jedes Lied ohne Shuffle – Play sofort abspielen. Für 14,99€ pro Monat bekommt man das Familienabo, zu dem man sechs verschiedene Accounts hinzufügen kann. Beachten muss man hierbei allerdings, dass bei allen Accounts die ein und dieselbe Wohnadresse angegeben werden muss, um an diesem Abomodell Anspruch erheben zu können. Jeder Account bekommt dann die gleichen Features wie bei Spotify Premium.

Auch Youtube Music kann grundsätzlich gratis genutzt werden. Hier bekommt man dann Zugriff auf offizielle Alben und Songs. Außerdem ist das Abspielen von Titeln nach Wahl möglich, man wird hier nicht zu Shuffle – Play gezwungen. Für 9,99€ pro Monat bekommt man Zugriff auf Youtube Music Premium. Mit diesem Abo kann man Musik ohne Werbeunterbrechungen genießen, Songs wiedergeben, während man was anderes mit seinem Endgerät macht und Lieder für unterwegs herunterladen. Für 15,99€ bekommt gibt es auch hier ein Familienabo, zu dem man sechs verschiedene Konten hinzufügen kann.

Bild: Youtube

Beim Abschluss eines Abos über ein iOS – Gerät kann es sein, dass die Preise höher sind, da die Abrechnung über Apple und nicht über Google stattfindet.

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David Haydl

David wohnt in Graz und ist nun schon seit einem Jahr bei TechnikNews. Technik hat ihn schon immer durch sein Leben begleitet, dies möchte er hier gerne schriftlich festhalten. Aktuell schreibt er Artikel zu diversen Neuigkeiten in der Technikwelt, Apptests und den TechnikNews Weekly, welcher seine Idee war. Hin und wieder erscheinen von ihm auch Testberichte und Kolumnen.

David hat bereits 191 Artikel geschrieben und 46 Kommentare verfasst.

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David Haydl

Das sagt der Autor:

Youtube Music verfolgt zwar einen guten Ansatz, dennoch werde ich weiterhin bei Spotify bleiben. Das hat den Grund, da ich das große Angebot zu schätzen gelernt habe und ich ohne die Running Mixes nicht mehr möchte. Außerdem kann ich mit meinem Mobilfunktarif den Service ohne Datenverbrauch verwenden.

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Brunner
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Brunner

Datensauger + Datensammler = YouTube Music. Dann weißt Google jetzt sogar auch noch, auf welche Musik man steht. Bei Spotify ist das wenigstens nicht mit Google oder anderen großen Firmen verknüpft. Gratuliere allen Nutzern, die dafür zahlen.