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WWDC 2018: Das sind die Neuigkeiten in iOS 12, watchOS 5, macOS Mojave und tvOS

(Bild: Apple)
(Beitragsbild: © 2018 TechnikNews/Screenshot)

Nach den Entwicklerkonferenzen von Google und Microsoft schreitet nun auch Apple zur Tat und begrüßt Entwickler aus aller Welt zur WWDC (Worldwide Developers Conference).  

Nach eigenen Zahlen gibt es bereits 20 Millionen Entwickler für iOS. Diese sollen über den App-Store insgesamt 100 Milliarden Dollar eingenommen haben. Nicht unüblich für Apple, mit solch triumphierenden Zahlen zu starten. Damit leiten sie auch diesmal die WWDC ein.

iOS 12

Die Produktvielfalt von Apple wird immer größer. So läuft iOS 12 nach Release auf allen iPhones, iPads und iPods, welche auch iOS 11 besaßen (2013 oder neuer).

Neuigkeiten gibt es vor allem bei der Performance. So werden die Aufgaben für den Prozessor nun besser aufgeteilt was eine deutlich flottere Leistung ermöglichen soll. Dies soll in vielen Fällen Ladezeiten sogar um die Hälfte verkürzen.

Deutlich bessere Performance dank der neuen Software. (Bild: Apple)

ARKit 2

Mit iOS 11 wurde die Augumented-Reality-Plattform eingeführt und bekommt mit dem neuen iOS Update eine neue Version. Ein neues Feature ist der neue Framework, genannt UDSZ. Damit soll es Entwicklern möglich sein AR-Inhalte in beispielsweise Webseiten zu integrieren. Ist man kein Entwickler, sondern nur Nutzer, so kann man sich über die neue App „Measure“ freuen. Diese bietet die praktische Funktion Längen auf allen Oberflächen zu messen. Bereits die vorgeführte Demo zeigt ein sehr genaues Ergebnis an. Das neue ARKit wird auch auf mehren Geräten gleichzeitig unterstützt um ein einheitliches Erlebnis zu ermöglichen.

(Bild: Apple)

Fotos: Neue Suchfunktion und Gruppierung

Bei der Überarbeitung der Fotos-App gibt es nicht nur eine intelligente Suchfunktion, sondern auch eine „Für dich“-Sektion. Bekannt ist diese Funktion aus dem App Store oder von Apple Music. Sie basiert auch auf dem selben Prinzip. Durch maschinelles Lernen werden hier die besten Momente ausgewählt und noch einmal schön dargelegt. Ebenso kann die neue App Gesichter erkennen und anhand dieser Kontakte zum Versenden der Bilder vorschlagen. Dies geschieht aber leider zunächst nur über iMessage von Apple Gerät zu Apple Gerät. Sollte der Empfänger auch über ein Gerät mit iOS 12 verfügen, so werden seine Fotos nach ähnlichen Motiven mit den selben Menschen durchsucht. Abschließend wird dann auch wieder ein Kontakt zum Senden der restlichen Bilder vorgeschlagen.

Endlich: Siri kann programmiert werden

Wie es von Alexa und dem Google Assistent bereits bekannt ist kann nun auch Siri dazulernen und programmiert werden. Durch diese neue Funktion ist Siri in der Lage alltägliche Aufgaben abzunehmen. Dies geschieht vor allem mittels der neuen App „Shortcuts“, welche mit iOS 12 automatisch installiert wird. Damit kann man Siri Routinen zuordnen. Sagt man beispielsweise den Satz: „Ich gehe aus dem Haus“, so ist Siri in der Lage alle Lichter auszuschalten, sollten sie Smart-Home kompatibel sein. Auch bei Terminen wird Siri zur eigenen Sekretärin, sollte eine Verspätung zu einem Meeting offensichtlich sein, so kann sie vorschlagen, dass alle Teilnehmer per Anruf über die Verspätung informiert werden. Das sind aber nur einige wenige Beispiele, von all den Neuigkeiten die das Shortcut-Feature mit sich bringt. Damit wird auch der neue HomePod von Apple deutlich relevanter in der Liga der Smart-Home-Geräte.

Neuigkeiten von Apple-Apps

Sei es die Aktien App, Apple News oder Apple Books. Das Unternehmen selbst bietet ein recht hohes Repertoire an alltäglich nutzbaren Apps und einige davon dürfen sich nun auch über ein Update freuen. Bereits Google kündigte eine neue, personalisierte News-App an und auch Apple möchte dem eigenen Vertreter ein Update verpassen. So gibt es nun auch neben dem personalisierten News-Feed einen Browse-Tab, welcher neue Themen finden soll.

Wer statt handschriftlichen oder getippten Notizen die Sprachmemos bevorzugt, darf sich über ein Update der dafür vorgesehenen App freuen. Diese funktioniert nun auch auf dem iPad und lässt sich mittels iCloud auf allen Geräten synchronisieren. Damit bleiben alle Sprachmemos übersichtlich in einer App und können von jedem Gerät abgerufen werden.

Minimierung der Ablenkung durch das Handy

Der neu erscheinende „Nicht stören“-Modus lässt Benachrichtigungen beispielsweise in der Nacht oder auf Arbeit verschwinden. Somit sieht man beim Einschalten des Gerätes nur die Uhrzeit. Einstellen lässt sich dieser Modus aber auch kurzfristig über das Kontrollzentrum. Dazu werden nun auch bei iOS Nachrichten gruppiert. Dies kennt man bereits von Android, doch bei Apple sollen Benachrichtigungen künftig auch nach Thematiken sortiert sein.

Möchte man sich von einigen Apps trennen, um die Ablenkung zu minimieren, so kann die neue App „Screen Time“ dabei helfen. Diese zeigt auf wie lang und wie oft man sein Gerät allgemein genutzt hat, aber auch spezifisch welche App man am längsten nutzt, am häufigsten aufruft oder welche die meisten Benachrichtigungen schickt. Für Eltern gibt es zusätzlich die Möglichkeit die Nutzung der Kinder einzuschränken und auch zu sehen, welche App sie wann, wie oft und wie lang nutzen. Außerdem kann man sich nun die Nutzung von bestimmten Apps selbst zeitlich einschränken.

(Bild: Apple)

Animojis und Memojis

Ein nettes kleines Features ist ebenfalls die zukünftige Zungenerkennung der Animojis und die neuen Memojis. Letzteres sind an das eigene Aussehen angepasste Animojis, welche nach Erstellung an Freunde verschickt werden können. Diese neuen Features werden in der überarbeiteten Nachrichten-App unterstützt.

WatchOS 5

„Wir sind begeistert von den positiven Auswirkungen, die Apple Watch auf das Leben der Menschen hat“, sagt Jeff Williams, Chief Operating Officer von Apple. „Apple Watch hilft unseren Kunden in Verbindung zu bleiben, ihre Fitness zu verbessern und in vielen Fällen lebensbedrohliche Zustände zu erkennen. Mit der Einführung von watchOS 5 freuen wir uns, neue Aktivitäts- und Kommunikationsfunktionen einzuführen, die die Uhr auf ein völlig neues Niveau heben werden.“ So startet die Präsentation des neuen WatchOS, hier die neuen Features im Überblick.

Hauptaugenmerk des neuen Updates: Der Sport

Apple Watch Nutzer können sich nun untereinander herausfordern und einen 7 tägigen Aktivitätswettbewerb starten. Dies soll das Gemeinschaftsgefühl beim Sport steigern und die Motivation  erhöhen.

Häufig ist es auch passiert, dass Nutzer der Apple Watch ein Workout starteten, aber vergessen haben dies ihrer smarten Uhr mitzuteilen. Das soll nun aber der Vergangenheit angehören, denn es gibt nun eine automatische Erkennung des Trainings. Zusätzlich wird man auch an eine Beendigung des Workouts erinnert, wenn die Uhr eine lange Ruhephase wahrnimmt. Zu den Trainingsarten zählen mittlerweile auch Yoga und Wandern, bei welchen nun auch die verbrannten Kalorien und verdienten Trainingsminuten ausgezählt werden.

Wer gerne läuft kann sich nun seine Schrittfrequenz messen lassen oder sich einen Tempo-Alarm einstellen. Dieser soll den Läufer warnen, falls er zu schnell oder zu langsam läuft. Dazu lässt sich der Lauf nun besser auswerten. So lassen sich die Tempi der letzten Läufe mit dem jetzigen Tempo oder dem des letzten Kilometer vergleichen.

Features für Sportler: Walkie-Talkie und Podcasts

Die neue Funktion trägt nicht umsonst den Namen „Walkie-Talkie“. Sie ist dem allseits bekannten Funkgerät sehr ähnlich. Mit lediglich einem Tipp auf die Uhr lässt sich Sprache von Uhr zu Uhr verschicken. Praktisch sollte dies vor allem für Sportler sein, welche ihren Sport gern in Gruppen ausüben. Insbesondere Wanderer können so stetig in Kontakt bleiben und dies mit einem simplen Tipp auf die Uhr.

Mittels dem neuen Siri-Update ist es nun auch möglich jeden beliebigen Podcast oder Podcast Katalog über die Apple Watch zu hören. Dies benötigt weder ein iPhone noch eine aktive Internetverbindung. Durch eine neue Funktion für Entwickler lassen sich Musik, Hörbücher, Podcasts oder Meditationsübungen frei über die Apple Watch abspielen. Notwendig sind dafür natürlich kompatible kabellose Kopfhörer.

Musik und Podcasts nun auch unterwegs während dem Sport, ganz ohne Smartphone. (Bild: Apple)

 

Neue Armbänder als Hardwarefeature

Neben dem neuen Ziffernblatt Pride gibt es auch ein neues Armband in selbigen Farben. Dieses besteht aus gewebtem Nylon. Der Erlös durch den Verkauf dieses Armbandes geht an einige LGBTQ*-Organisationen, welche sich für die Rechte der LBGTQ*-Community einsetzen.

Das neue Watchface und die neuen Armbänder. (Bild: Apple)

 

macOS 10.14 Mojave

Auch bei dem neuen Update für das Betriebsystem des Macs erhöht man die Performance. Diese erhöht sich hier vor allem durch den Verzicht auf den Support von 32-Bit-Apps. Das neue macOS läuft auch auf allen Geräten, welche das Update für macOS High Sierra erhielten.

Der Dark Mode kommt im Mac an

Der von vielen Anwendungen bereits bekannte „Dark Mode“ ist nun nahezu systemweit vorzufinden. Angenehm ist dies vor allem bei Anwendungen wie Xcode 10. Auch das Dock und die Menüleiste sind abdunkelbar, je nach App Icon ist dieses Feature bislang aber mit sehr guten und eher wenigen guten Ergebnissen vertreten.

So sieht der neue systemweite Dark Mode aus. (Bild: Apple)

Dynamischer Desktop und Desktophaufen

Der Bildschirmhintergrund kann sich nun im Laufe des Tages, je nach Zeit, ändern. Damit der Desktop dazu auch noch ordentlich aussieht ist es möglich einen Haufen anzufertigen.

Die neuen Desktophaufen. (Bild: Apple)

Finder jetzt besser

Im Finder gibt es nun eine Galerieansicht. Dazu ist es nun auch möglich Bilder direkt im Finder zu bearbeiten. Dabei spricht man natürlich nicht von aufwendiger Bearbeitung, sondern zum Beispiel einem Umdrehen der Bilder. Diese Funktion, aber auch die Konvertierung einer Datei in eine PDF, ersparen das Öffnen einer separaten App. Mittels Automator-Actions lassen sich auch weitere Aktionen in den neuen Finder integrieren.

Screenshots wurden überarbeitet

Es ist nun möglich die Vorschau direkt zu bearbeiten. Damit kann man nun eine Lupe hinzufügen, Anmerkungen machen und noch viele andere Dinge. Wie auch schon vom iPhone bekannt ist es nun auch auf dem Mac möglich Videoaufnahmen zu tätigen und dies ohne separates Programm. Diese können vom ganzen Desktop oder auch nur von einzelnen Fenstern sein. Nach der Aufnahme können diese Videos ebenfalls bearbeitet oder mittels Drag-and-drop in eine App eingefügt werden.

News und Aktien nun auch auf dem Mac

Durch die Integration von News und Aktien auf den Mac erhöht sich für viele Menschen der Lese- und Arbeitskomfort. Auch wenn die neue News-App vorerst nicht in Deutschland verfügbar ist, kann man sich auf dieses neue Feature freuen. Dazu kommt auch die neue Aktien-App mit der Integration von Buisness-News auf den Mac.

Voice Memos, Home App, Sicherheit und anderes

Voice Memos auch am Mac

Sprachaufzeichnungen können Sie nun auch am Mac machen, wie Sie es vom iPhone gewohnt sind und mit iOS 12 ja auch am iPad. Wie bereits erwähnt lassen sich diese auch vom Mac aus mittels iCloud auf andere Geräte übertragen.

Der Mac bekommt eine Home-App

Von den mobilen Geräten (iPhone und iPad) kannte man die Steuerung der Smart-Home-Hardware mittels HomeKit bereits. Das soll nun auch bequem über den Mac möglich sein um nicht extra das Handy anschalten zu müssen, sollte man die Lampen einschalten wollen. Neben dem simplen Bedienen lassen sich auch zum Beispiel Regeln einrichten.

Sicherheit am Mac und in Safari

Apple fügt weitere Sicherheitsmechanismen hinzu. Das Betriebssystem überwacht zum Beispiel auch die Kamera des Systems. Wenn eine App davon Gebrauch machen möchte, dann muss Sie in Zukunft Ihre Erlaubnis einholen. Dazu nutzt Safari erweiterte Filter. Webformulare oder Like-Buttons auf Webseiten werden in Zukunft nun auch nicht mehr ohne Ihre Erlaubnis mit dem Tracking beginnen.

Neuer App Store am Mac

Der neue App Store am Mac erinnert stark an den von iPhone oder iPad. In diesem gibt es täglich eine neue Übersicht und auch Beiträge mit Infos über die Erstellung von Apps. Die Vorschau und Infoseiten von Apps können nun auch Videos enthalten, wodurch entwickler ihre Software noch besser präsentieren können.

Der neue App Store, in Dunkel und mit allgemein neuem Design. (Bild: Apple)

tvOS 12 für den AppleTV

Das neue OS des AppleTV 4K ist nun Dolby Atmos und Dolby Vision zertifiziert. Durch diesen raumfüllenden Klang ist es nun möglich ausgeliehene Filme in noch besserer Audioqualität zu genießen. Voraussetzung hierbei ist eben das Vorhandensein einer entsprechenden Anlage. Mit dem neuen Update bietet Apple ein kostenloses Update für alle gekauften Filme an, welche vor dem Update erworben wurden.

Eine kleine äußerliche Neuerung sind die neuen Bildschirmschoner. Aber diese gehören zum AppleTV, wie die Watchfaces zur AppleWatch. Bei den neuen Hintergründen handelt es sich um Bildern aus dem All, welche von NASA-Astronauten geschossen wurden. Wer dies will, kann auch die Standortinformationen des Bildes abrufen.

Das Update wird auf dem AppleTV (4. Gen.) und dem Apple TV 4K erscheinen.

Erscheinungsdatum der Updates

Nun heißt es warten auf all diese Neuerungen. Verfügbar sollen sie im Herbst 2018 sein. Wer Interesse an einer Entwickler-Beta hat, der kann sich bereits morgen freuen.

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