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Fitbit Luxe im Test: Einsteiger-Tracker mit fortschrittlichen Features

Fitbit Luxe Beitragsbild
Bild: TechnikNews
(Beitragsbild: © 2021 TechnikNews)

Ganz unten in Fitbits Rangordnung war einige Jahre die Inspire-Reihe. Diese wurde nun durch die Fitbit Luxe ersetzt. Ich konnte mir ein Bild davon machen, was Euch der Einsteiger-Tracker bringt.

Der Markt der Fitness-Wearables wird Jahr für Jahr dichter besiedelt. Wir haben den teureren Bereich, in dem die Uhren GPS, EKG und ähnliche Funktionen bieten. Dann gibt die etwas günstigere Kategorie, dessen Modelle für den Alltag gedacht sind. Und dann gibt es noch die Einsteiger-Produkte, die sich für die Aufzeichnung von Schritten, der Herzfrequenz und ähnlichen Parametern gedacht sind.

Fitbit deckte all diese Preisbereiche schon immer gut ab. Die Sense und die Versa sind in der High-End-Sparte angesiedelt, die Charge fügt sich prima in das alltägliche Leben ein und die Inspire bildete immer das Schlusslicht. Letztere wird nun von der neuen Fitbit Luxe abgelöst. Schauen wir uns nun an, was bei dieser anders ist und an welche Personen sie sich richtet.

Unboxing und Ersteinrichtung

Die Fitbit Luxe kommt in einer kompakten Verpackung mit demselben Style, den man erstmals bei der Sense und der Versa 2 einführte. Auf der Vorderseite ist ein Bild des Trackers zu sehen, außerdem sind der Modellname, Firmenlogos, Hinweise auf Features und diverse kleine Texte aufgedruckt.

Wenn man die Verschlüsse entfernt, kann man die Box nach links aufklappen. Sofort wird man von dem Wearable begrüßt. Weiters befindet sich noch ein magnetisches Ladegerät und ein Ersatzband in der Verpackung, während das kleinere Armband bereits montiert ist. Ich begrüße es immer sehr, dass man von Fitbit auch mit einem etwas größeren Handgelenk nicht im Stich gelassen wird.

Fitbit Luxe Unboxing

Hier ein Blick in die Verpackung. (Bild: TechnikNews)

Für die Einrichtung der Luxe wird die Fitbit-App benötigt, die es kostenlos im App Store und im Play Store zum Download gibt. Ein neues Gerät wird eingerichtet, in dem man das Menü der App über den Avatar links oben öffnet und „Ein Gerät einrichten“ auswählt. Dann ist die Fitbit Luxe aus der Liste mit den verfügbaren Produkten auszuwählen. Willigt zuerst den Nutzungsbedingungen ein und verbindet den Tracker danach mit der Stromversorgung. Dann sollten sich das Smartphone und die Fitbit finden und auf dem kleinen Display erscheint ein Code, welcher am Smartphone einzugegeben ist. Zum Schluss ist noch die Installation von Updates abzuwarten.

Alternativ können Android-Nutzer auch auf Fast Pair zurückgreifen. Das ist aber nicht auf allen Geräten, auf denen das Google-Betriebssystem läuft, verfügbar.

Design und Verarbeitung

Die Fitbit Luxe ist das kompakteste Produkt aus dem Hause Fitbit. Alles wurde in einem sehr kleinen Gehäuse verpackt, wodurch es am Handgelenk so gut wie gar nicht auffällt.

Wie wir das bereits von anderen Modellen dieses Herstellers kennen, ist auch dieses einmal mehr in vielen verschiedenen Farben erhältlich. Einmal in Weiß und Gold, einmal in Schwarz, einmal in Orchidee und Platin und einmal in Gold mit einem goldenen Kettenarmband. Bei meinem Testgerät handelt es sich um die Orchidee-Platin-Kombi. Nicht meine Lieblingsfarbe, dafür ist der Farbton sehr dezent. Auch Armbänder zum Wechseln bietet Fitbit erneut in einer Vielzahl an. Beim Material kann man dabei zwischen Silikon, Horween-Leder, Gewebe und Edelstahl wählen.

Fitbit Luxe Design

Bild: TechnikNews

Das Gehäuse besteht aus Edelstahl und macht prinzipiell einen guten Eindruck. Ich musste aber leider feststellen, dass ich mir bereits zwei sichtbare Kratzer einfing. Dafür ist das Wearable bis fünf Atmosphären wasserfest. Fitbit gibt an, dass man damit also problemlos im Meer schwimmen kann. Aber auch Workouts im Regen können den Tracker nicht in die Knie zwingen.

Das Display ist 0,79 Zoll groß, löst mit 124×206 Pixel auf und basiert auf AMOLED. Die Anzeige ist sehr scharf und dank AMOLED bekommt man auch gute Farben. Leider ist aber kein Always-On-Modus integriert – man muss zur Aktivierung immer das Handgelenk heben. Das funktionierte noch dazu in meinem Test nicht immer zuverlässig. Außerdem ist die Helligkeit an sonnigen Tagen für meinen Geschmack etwas zu gering – seht selbst auf dem folgenden Bild – und die Navigation auf dem Bildschirm ist nur gerade so möglich.

Fitbit Luxe Display

Hier sieht man ganz gut, dass das Display der Luxe ruhig heller sein könnte. (Bild: TechnikNews)

Die Seiten sind komplett blank, es gibt auch keine drucksensitive Taste für die Navigation. Das war für mich als langjähriger Fitbit-Nutzer im ersten Moment ungewohnt. Stattdessen muss man nämlich auf dem Display von links nach rechts wischen, um in Menüs einen Schritt zurückzugehen.

Auf der Rückseite spielt sich wieder etwas mehr ab. Dort integrierte Fitbit den Sensor zur Messung der Herzfrequenz und die Pins für das Ladegerät. Diese haftet magnetisch und hält dort auch wirklich fest, es fällt also nicht leicht herunter.

Specs und Akkulaufzeit

Fitbit gibt bei der Akkulaufzeit fünf Tage an und ich kam in meinem Test je nach Verwendung auf vier bis fünf Tage. Nichtsdestotrotz ist das trotzdem ein guter Wert – das wenige Aufladen gehört einmal mehr zu meinen Highlights. Und wenn der Akku dann doch einmal zur Neige geht, ist einer innerhalb von zwei Stunden wieder voll geladen.

Fitbit Luxe Ladegerät

Das Ladegerät haftet magnetisch auf der Rückseite. (Bild: TechnikNews)

Fitbit packte einige Sensoren in die Luxe. Neben dem bereits erwähnten Herzfrequenzsensor, der dauerhaft im Einsatz ist, finden wir noch einen SpO2-Sensor und einen Beschleunigungssensor. Der erstgenannte misst die Sauerstoffsättigung, was Auskunft über mögliche Veränderung der Gesundheit gibt. Letzterer Sensor wird unter anderem für die Zählung der Schritte und die Aufzeichnung der überwundenen Stockwerke herangezogen.

Was ist nicht mit an Bord? GPS zur Aufzeichnung von Routen und NFC für kabelloses Bezahlen mit Fitbit Pay. Das war aber auch im Vorfeld zu erwarten und ist bei dem Preis gerechtfertigt.

Installiert ist eine angepasste Version von Fitbit OS. Diese zeigt Benachrichtigungen und Anrufe, hat einen „Nicht stören“-Modus und Apps für den Wecker, den Timer und die Stoppuhr. Was nicht mit dabei ist, ist die Auswahl eines Ziffernblattes auf der Uhr, Apps wie Spotify und einige andere Dinge. Außerdem stach mir ein lustiger Übersetzungsfehler bei den Bewegungserinnerungen ins Auge. Da steht dann etwa „86 links“ (wegen der direkten Übersetzung aus dem Englischen) statt „86 übrig“.

Gesundheitsfeatures

Die Fitbit Luxe erfasst verschiedene Werte im Alltag. Zu diesen gehören die Anzahl der Schritte, die zurückgelegte Strecke und verbrannte Kalorien.

Außerdem ermittelt der Tracker regelmäßig den Tagesform-Index. Dieser berechnet auf Basis verschiedener Parameter, ob man für ein Training bereit ist. Das ist zwar eine praktische Sache, doch ich erkenne selbst ganz gut, ob ich das bin oder nicht. Das wurde mir auch in der Praxis bestätigt: Die eigene Einschätzung wich so gut wie nie von der Einschätzung der Software ab.

Auch das Stresslevel kann mithilfe des eingebauten EDA-Sensors gescannt werden. Je höher der Index ist, welcher dabei herauskommt, desto entspannter ist man. Und fürs Herunterkommen stehen Atem- und Achtsamkeitsübungen zur Verfügung. Im Vergleich zum Tagesform-Index finde ich das hilfreich, da man sich Stress oft nicht so bewusst ist.

Sehr sinnvoll finde ich auch die Schlafaufzeichnung. Fitbit zählt hier schon seit mehreren Jahren zu den Vorreitern und erkennt die verschiedenen Schlafphasen, also Leichtschlaf, Tiefschlaf und REM. Ein Schlafindex gibt zudem darüber Auskunft, wie gut man in der vergangenen Nacht schlief. Außerdem wird eine geschätzte Sauerstoffabweichung kalkuliert, wobei hohe Abweichungen auf Atemprobleme hinweisen können. Alles in allem ist es für mich immer ganz spannend, meinen Schlaf in der Fitbit-App zu beobachten.

Fitbit Luxe App

In der Fitbit-App landen alle von der Fitbit Luxe gesammelten Daten. (Screenshots: TechnikNews)

Dann dürfen wir natürlich auch nicht die Aufzeichnung von Workouts vergessen. Man kann zwischen 20 verschiedenen Sportarten wählen, wobei für die Aufzeichnung sämtliche Daten aller Sensoren und das GPS-Signal des Smartphones verarbeitet werden. Wenn man einmal das Starten eines Trainings vergessen sollte, erkennt SmartTrack zudem automatisch, welchen Sport man betreibt und leitet eine Aufzeichnung ein. Während Workouts erhält man Aktivzonenminuten, wobei es sich um Punkte fürs Erreichen von bestimmten Herzfrequenzzonen handelt. In meinen Augen ist das ein toller Ansporn.

All diese Daten werden in der Fitbit-App abgelegt, wobei man manche nur mit einem aktiven Abo für Fitbit Premium sieht. Dieses kostet rund neun Euro pro Monat oder rund 80 Euro pro Jahr.

Preise und Verfügbarkeit

Die Fitbit Luxe bekommt ihr auf Amazon und bei Fitbit im Store. Die UVP liegt bei 149,95 Euro, mit dazu bekommt ihr Fitbit Premium für sechs Monate kostenlos.

Fitbit Luxe: Fazit

Die Fitbit Luxe begleitet einen mit nützlichen Informationen zum eigenen Wohlbefinden durch den Alltag. Dafür ist es aber keinesfalls das ultimative Gesundheits-Wearable, wie etwa die Fitbit Sense.

Mich konnte besonders das kompakte und das leichte Gehäuse sowie die Wasserfestigkeit überzeugen. Die Schärfe und die Farbwiedergabe des Displays und die lange Akkulaufzeit gefielen mir ebenfalls gut. Außerdem finde ich die meisten Gesundheitsdaten sehr nützlich, wie zum Beispiel die Schlafresultate und den Stressindex. Weniger sagte mir dafür die Größe des Displays, die Widerstandsfähigkeit des Gehäuses und die Umgewöhnung bei der Navigation zu. Außerdem finde ich manche Dinge, die die Luxe aufzeichnet, unnötig. Zudem funktionierte das Aktivieren des Displays durch Drehen des Handgelenks nicht immer zuverlässig.

Für wen ist die Luxe nun geeignet? Am ehesten für Personen, die sich zum ersten Mal ein solches Produkt kaufen und noch nicht so viel Geld dafür ausgeben wollen. Auch für Leute, die nur einfache Gesundheitsdaten erhalten möchten, passt dieses Gerät gut.

Wir bedanken uns für die Bereitstellung der Fitbit Luxe.

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David Haydl

David wohnt in Graz und ist nun schon seit mehr als drei Jahren bei TechnikNews. Seit Kurzem trägt er auch den Titel des Chefredakteurs, worauf er total stolz ist. Er versorgt die Seite regelmäßig mit News, Testberichten und dem TechnikNews Weekly, dessen Einführung seine Idee war. In seiner Freizeit liest er gelegentlich, hört viel (und eindeutig zu laut) Musik und einige Podcasts zu allen möglichen Themen zwischendurch und geht gerne Laufen. Die restliche Zeit, die dann noch übrig bleibt, genießt er mit seiner bezaubernden Freundin oder vor der laufenden Glotze.

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