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Jawbone UP 24 im 7 Tage Test

Bild: Jawbone
(Beitragsbild: © 2015 Jawbone Presse)

Auch wenn es schon etwas älter ist: das UP 24 Fitness‐Armband von Jawbone. Ich hab mir das Gerät mal aus dem Laden geholt,und hatte den Tracker nun einige Tage im Einsatz – ob das Gerät wirklich gut abschneidet, oder es nur ein billiger Flop ist, liest du jetzt.

Das Jawbone UP 24 gibt es schon seit längerem, genauer gesagt seit Januar 2014, im Laden und auch online zu kaufen. Weiterhin ist es bei vielen Usern beliebt, aber man hört immer wieder Kritik, dass sich der Gummi des Fitness‐Gadgets nach einige Zeit ausleiert, das Gerät nach einem halben Jahr „tot” ist und, dass es schlimm ist, dass der Tracker kein Display besitzt. Dies konnte ich zwar noch nicht feststellen, aber ich habe den Tracker nun etwa eine Woche in meinem Besitz – hier kommt mein Testbericht.

Das habe ich für euch getestet:

  • Die App
  • Eintragen von Mahlzeiten
  • Genauigkeit des Armbands
  • Schlafaufzeichnung
  • Team‐ und Duellfeature
  • Stimmung eintragen
  • Akkulaufzeit
  • Fazit

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Jawbone UP 24 im 7 Tage Test: Die „UP”-App

Die App, für Android und iOS downloadbar, sieht auf dem ersten Blick sehr modern und auch übersichtlich aus, außerdem erhält man von dem hauseigenen „Smart Coach” Tipps, um seine Lebensqualität zu verbessern, oder sich zu mehr bewegen – diese Tipps basieren auf den „UP” Nutzer selbst. Der Schlaf und die getätigten Schritte, die zurückgelegte Strecke, die Kalorien, die maximale Inaktivitätsdauer und die Statistik der letzten 7 Tage an. Diese Daten wurden alle durch das Armband protokolliert. Außerdem erhält man eine Benachrichtigung, wenn man sein Tagesziel, dieses mal individuell in den Einstellungen einstellen kann, von standardmäßig 10 000 Schritten und 8 Stunden Schlaf erreicht. Wenn man einmal nicht geht, kann man auch beliebige Sportarten nachträglich eintragen, wie Skifahren, Fußball, Yoga, Radfahren oder Laufen, damit die App die Kalorien für die jeweilige Sportart richtig bestimmen kann.

App downloaden:

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Download App Store

Jawbone UP 24 im 7 Tage Test: Eintragen von Mahlzeiten

Auch Lebensmittel kann man einfach mit der App von UP tracken. Diese Mahlzeiten kann man mittels „inkludiertem” QR‐Code Reader an den Strichcode der Lebensmittelverpackung halten oder mittels Suchen in der Lebensmitteldatenbank, wo es derzeit noch nicht alle Mahlzeiten gibt, und die letzte Möglichkeit ist, alles manuell einzugeben (Zucker, Fett, Kalorien, etc.). Um so öfter man Lebensmittel trackt, wird dir dann eine Punktzahl auf der Startseite der App angezeigt. Umso besser die Punktzahl ist (z.B 910), desto besser ernährt man sich. Außerdem wird dir dann auf der Startseite in dem grünen Balken (dieser allerdings nur angezeigt wird, wenn man seine Lebensmittel trackt – das ist bei mir nicht der Fall, deswegen wird der Balken auf dem oberen Screenshot nicht angezeigt) wieviel kcal du heute noch zu dir nehmen darfst, um nicht dicker zu werden. Natürlich werden auch hierbei die Schritte des heutigen Tages berücksichtigt (umso mehr Schritte, desto mehr kcal darfst du zu dir nehmen). Mein Eindruck nach einigen Tagen: die Funktion ist zu aufwendig, deswegen habe ich das Feature nur einige Tage benutzt.

Jawbone UP 24 im 7 Tage Test: Genauigkeit des Armbands

Die Genauigkeit von meinem Jawbone UP 24 ist gut, aber genauer gesagt nicht perfekt. Ich habe selber mitgezählt, habe hierbei 200 Schritte getätigt, das Jawbone zählte hierbei 220, entweder ich habe mich verzählt oder das Jawbone UP 24 zählt nicht ganz genau. Aber das ist sicherlich kein Grund, dieses Armband nicht zu kaufen. Ich habe sogar meinen Arm 30 mal geschüttelt, und der Tracker konnte keine Bewegung feststellen. Das ist gut so. Zu weiteren Details kann ich leider keine Angaben machen.

Jawbone UP 24 im 7 Tage Test: Schlafaufzeichnung

Kommen wir zum nächsten Punkt des 7 Tage Test: der Schlafaufzeichnung. Ein paar Fitness‐Tracker erkennen von selbst, wenn man im Bett liegt, und zeichnen den Schlaf dann automatisch auf. Dies ist bei meinem Jawbone hier nicht der Fall. Ich muss bei meinem UP24 den Knopf auf der Unterseite lange halten, bis das Band kurz vibriert und ein Mond‐Symbol auf dem LED‐Display aufleuchtet. Während meines 7‐Tage‐Tests habe ich zwei Mal vergessen, den Button, als ich ins Bett ging, zu drücken. Natürlich hat auch hier Jawbone eine Lösung gefunden: man kann nachträglich den Schlaf eintragen, und die Schlafstatistiken werden abermals angezeigt, cool! Nur müssen bei diesen Angaben die Zeiten des „ins Bett gehens” und des Erwachens ungefähr stimmen, sonst werden nämlich keine Statistiken dieser Nacht angezeigt. Wenn man nun auf der Startseite der App den Schlaf letzter Nacht anklickt, sieht man sofort die Schlafbalken ins Auge stechen. Diese zeigen an um welche Zeit man Gesund bzw. tief geschlafen hat und wann man einen leichten Schlaf hatte. Außerdem sieht man noch wie lange man gebraucht hatte, um einzuschlafen, wie lange man nun insgesamt im Bett war, wie lange man wach war und wie oft man aufgewacht ist. Ganz unten sieht man dann noch die Statistik der letzten 7 Tage und den Schlafdurchschnitt.

Jawbone UP 24 im 7 Tage Test: Team‐ und Duellfeature

Ein gutes aber ausbaufähiges Feature in der UP‐App ist das Team‐ und Duellfeature. Mit dieser Funktion kann man sich Freunde in der App hinzufügen, die ebenfalls ein Armband besitzen und mit denen gegen ein Duell antreten oder einfach die Schritte und den Schlaf des jeweiligen Freundes sehen. Natürlich gibt es hierbei Privatsphäreeinstellungen: hier kann ich auswählen, welche Sachen ich mit meinen Freunden teilen möchte: den Schlaf, die Schritte und Aktivitäten, Mahlzeiten und Getränke, meine Stimmung (dazu komme ich später) oder mein Gewicht. Einen Screenshot konnte ich hierbei nicht machen, da das Bild komischerweise DRM‐geschützt ist. Wenn ich nun ein Duell starten möchte, klicke ich in die Sidebar und dann auf Duelle (komischerweise kam dieses Feature bei mir erst nach einigen Tagen Benützung.) Dann wähle ich einen Gegner aus, wähle die Zeitspanne des Duells aus, und kann die Privatsphäre auf „Öffentlich” (damit es die Teams der beiden Duellgegner sehen können oder auf „Privat” (dann sehen das Duell nur die beiden Duellgegner). Danach klickt man auf „Jetzt senden!” – nun muss der Gegner nurnoch bestätigen, und dann startet das spannende Schrittduell.

Jawbone UP 24 im 7 Tage Test: Stimmung eintragen

Die UP‐App kann noch mehr: man kann sogar seine eigene derzeitige Stimmung eintragen – je nachdem wie man gerade drauf ist. Hier kann man zwischen folgenden „Stimmungssmileys” wählen: Total erledigt, Erschöpft, Schwerfällig, Naja, Gut, Energiegeladen, Aufgedreht und zu guter letzt noch Hervorragend! Natürlich kann man auch entscheiden, wann und ob man seine Stimmung teilen möchte, einfach hierbei das Schloss auf „ein” oder „aus” stellen. Danach kann man noch einen Kommentar in die Zeile schreiben, und dann mit dem Klick auf den Haken in der Timeline posten. Die Stimmung wird natürlich auch zu den Tipps von Smart Coach einfließen. Wie etwa: „Ist man nach einem langem Workout gleich erschöpft? Ist man auch nach einem sportlichen Tag noch energiegeladen?” Und so weiter.

Screenshot: TechnikNews.net

Screenshot: TechnikNews.net

Jawbone UP 24 im 7 Tage Test: Akkulaufzeit

Als letzten Punkt im 7‐Tage‐Test haben wir noch die Akkulaufzeit des Fitness‐Gadgets. Wenn man das Armband direkt auspackt, einrichtet, und auflädt hält es maximal 7 Tage – das ist natürlich nicht sehr lange. Man kann sich aber die neueste Firmware des UP’s herunterladen – dies geschieht mittels offiziellen Firmware‐Update von Jawbone. Hier der Download für Windows, und hier der Download für die Mac‐User unter euch. Um die Firmware auf euer Band herunterzuladen müsst ihr es erstmal an euren Rechner anschließen. Danach folgt ihr den Anweisungen des Jawbone UP‐Updaters. Vorher solltet ihr aber noch eure Schritte mit eurem Smartphone synchronisieren, damit im Zweifelsfall keine Daten von euch verloren gehen. Mit der neuen Firmware für euer Armband sollte es aber mindestens 14 Tage, laut Jawbone, durchhalten. In der Praxis waren es bei mir nur ganze 10 Tage. Um den Fitness‐Tracker nach den 10 oder 14 Tagen wieder aufzuladen, steckt ihr es mittels mitgeliefertem Adapter, an einem beliebigen USB‐Port an (sei es der Fernseher, die Spielkonsole oder der Rechner selbst).

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Screenshot: TechnikNews.net

Jawbone UP 24 im 7 Tage Test: Fazit

Ich finde, dass das Jawbone UP 24 ein sinnvolles Armband ist, welches speziell für diejenigen ist, die sich derzeit wenig bewegen, und durch das UP einen Ansporn mithilfe von Tipps von Smart Coach wollen. Schade ist, dass der Fitness‐Tracker über kein Display verfügt. Das verbaute LED‐Display kann legendlich den Mond für den Nachmodus und die Sonne für den Tagmodus anzeigen – wenn man untertags auch mal nach den Schritten sehen möchte, dafür das Smartphone aber nicht mitschleppen möchte, hat man Pech gehabt – für viele Fans des UP’s sicher ein Kritikpunkt, für mich eher nicht, da man das Smartphone heutzutage eh fast überall mitnimmt. Sonst finde ich, dass es wirklich ein gelungenes, ein stylisches noch dazu, Armband aus dem Hause Jawbone ist. Den Preis um derzeit etwa 100 Euro finde ich jedoch okay. Auch das Armband hat sich mittlerweile noch nicht ausgeweitet, der Gummi ist auch nicht über den Knopf gegangen, damit man es nicht mehr gut bedienen kann und außerdem hat es mich nicht gestört, dass das UP kein Display hat. Das ist halt jedermann Ansichtssache.

Nachtrag: Falls das Band wirklich nach einem halben Jahr nicht mehr funktionieren sollte, das Armband sich so sehr ausdehnt, dass es vom Arm rutscht, oder sonstige Fehler erscheinen, werde ich diesen Beitrag natürlich im nachhinein nochmals Updaten.

(Bitte beachte: Dieser Test ist keine bezahlte Anzeige von Jawbone.)

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David Wurm

David hat TechnikNews im Februar 2015 gestartet. Er ist an der aktuellen Technik fasziniert und bloggt daher gerne über Technik bzw. alles was Smartphones, Tablets, Computer und Gadgets betrifft. Ist sonst in der Freizeit mit Fotografieren und Lernen beschäftigt.

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Wie findet ihr meinen Test? Wie findet ihr das Jawbone UP 24 selbst? Werdet ihr euch es kaufen?

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Morpheus
Gast

Toller Artikel!
Ich habe aktuell den aXbo und ab und zu auch das Philips‐Wake‐Up Light in Verwendung.

Aber dein Test klingt ja echt vielversprechend, bin eh schon länger auf der Suche nach einem Fitnessband.

Vielen Dank!

Lili
Gast
Lili

Spontan fallen mir fognelde Alternativen ein:- – Allerdings hat nur das Up einen integrierten Schlafphasenwecker. Diese Funktion weckt Dich morgens zu einer optimalen Zeit, indem das Armband leicht vibriert. Soweit ich weidf bietet kein anderes Fitnessarmband diese Funktion an, weshalb ich mich ffcr das Up von Jawbone entschieden habe (bestellt habe ich es fcbrigens im ).

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