Das Blockieren von Werbung entzieht uns die Finanzierung!
Das Recherchieren und Verfassen von Artikeln kostet viel Zeit. Das Betreiben unserer Infrastruktur kostet Geld.
All das wird mit Werbeeinnahmen finanziert.
Wir mögen Werbung ebenso wenig – deswegen verzichten wir auf nervige Banner und Pop-Ups.
Bitte gib uns eine Chance und deaktiviere Deinen Adblocker!
Alternativ kannst Du uns hier freiwillig unterstützen.

Folgen:


MGS5 EV im Test: Ein neues Kapitel für die Traditionsmarke

MGS5 EV Beitragsbild
Bild: TechnikNews
(Beitragsbild: © 2026 TechnikNews)

MG hat in den letzten Jahren eine beeindruckende Transformation durchlaufen. Vom MG ZS EV über den Marvel R bis hin zum spektakulären Cyberster, alle Modelle findet ihr übrigens bei uns im Test, hat die Marke unter der Flagge des SAIC-Konzerns stetig dazugelernt. Mit dem MGS5 EV steht nun ein Fahrzeug bereit, das die Massen im hart umkämpften Segment der Kompakt-SUVs erobern soll. Mit einer Länge von 4,47 Metern positioniert er sich direkt gegen Schwergewichte wie den Skoda Elroq. Dabei verzichtet MG auf optische Experimente und setzt auf eine klare, fast schon europäisch wirkende Designsprache.

tl;dr: Solide Hardware, aber Software schwächelt etwas

Der MGS5 EV markiert einen wichtigen Entwicklungsschritt für MG und präsentiert sich als ernstzunehmender Konkurrent in der Klasse der kompakten Elektro-SUVs. Zu den größten Stärken zählt das überraschend geringe Leergewicht von nur 1,74 Tonnen, was dem Wagen eine Agilität verleiht, die man in diesem Segment selten findet. Während das Design europäisch und gefällig wirkt und die Verarbeitungsqualität im Innenraum deutlich zugelegt hat, bleibt die Software das Sorgenkind. Insbesondere die unzuverlässige Ladeplanung im Navigationssystem trübt das ansonsten positive Gesamtbild. Wer jedoch ein preiswertes, gut ausgestattetes und effizientes Elektroauto sucht und bereit ist, bei der Software kleine Kompromisse einzugehen oder auf Smartphone-Spiegelung zu setzen, erhält hier ein sehr solides Paket mit guter Ladeperformance.

Videobericht:

Design und Abmessungen: Aerodynamik trifft Nutzwert

Die Front des S5 ist weitgehend geschlossen, verfügt jedoch im unteren Bereich über aktive Lamellen, die sich je nach Kühlbedarf der Batterie öffnen oder schließen. Besonders auffällig sind die aerodynamischen Luftdurchlässe, die nicht nur der Optik dienen, sondern auch den Verbrauch positiv beeinflussen sollen. Das Heckdesign erinnert stark an den MG4, was kein Zufall ist, da der S5 technisch eng mit dem kompakten Bruder verwandt ist. Die tropfenförmigen Lichtelemente und die markante Linienführung verleihen dem SUV einen modernen Look.

Weiterlesen:  KGM Torres EVX im Test: Schickes Offroad-Design mit Software-Heimweh

Trotz der kompakten Abmessungen bietet der S5 überraschend viel Platz. Der Kofferraum fasst im Normalzustand 440 Liter und lässt sich durch das Umklappen der Rückbank auf bis zu 1440 Liter erweitern. Ein kleiner Stauraum unter dem Ladeboden sorgt für zusätzliche Ordnung, auch wenn ein Frunk unter der Fronthaube leider fehlt.

Innenraum: Qualitätssprung mit Alcantara-Details

Die Materialwahl im Innenraum zeigt eine klare Abstufung. Während im Fond viel Hartkunststoff zum Einsatz kommt, schmeichelt die Frontpartie mit unterschäumten Oberflächen und einer schicken Carbon-Struktur im Armaturenbrett. Besonders hervorzuheben ist die Mittelkonsole, die mit Alcantara-ähnlichen Materialien ausgekleidet ist und dem Innenraum einen hochwertigen Touch verleiht, den man bei früheren MG-Modellen oft vermisste.

Ein Highlight der Bedienung ist das Lenkrad mit seinen physischen Bedienelementen, die optisch und haptisch an die Joysticks einer Spielekonsole erinnern. Diese Entscheidung ist mutig und erweist sich im Alltag als äußerst intuitiv. Anstatt sich durch komplexe Touch-Menüs zu quälen, lassen sich Tempomat und Mediensteuerung sicher über diese „Gaming-Controller“ steuern. Das digitale Cockpit liefert alle fahrrelevanten Daten zuverlässig, wenngleich es bei direkter Sonneneinstrahlung etwas heller sein könnte.

Software und Infotainment: Licht und viel Schatten

Das Thema Software ist bei MG seit jeher ein zweischneidiges Schwert. Beim S5 EV ist das System im Vergleich zum Marvel R deutlich reaktiver geworden. Dennoch gibt es gravierende Mängel bei der nativen Navigation. Im Test schaffte es das System mehrfach nicht, eine zuverlässige Laderoutenplanung für längere Strecken zu erstellen. Oft erscheint die Fehlermeldung, dass der Ladeplan nicht erstellt werden konnte.

Positiv zu erwähnen ist hingegen das Schnellmenü. Hier hat MG mitgedacht: Die gesetzlich vorgeschriebenen Warntöne der Assistenzsysteme lassen sich mit nur zwei Klicks deaktivieren. Auch die MG iSmart App überzeugt durch hohe Geschwindigkeit und nützliche Funktionen wie einen digitalen Schlüssel, der plattformunabhängig geteilt werden kann.

Weiterlesen:  Samsung Galaxy Z Flip4 im Test: Aus der Perspektive eines iPhone-Nutzers

Fahrerlebnis: Leichtbau als Erfolgsrezept

Auf der Straße zeigt der MG S5 EV sein wahres Potenzial. Dank des konsequenten Leichtbaus wiegt der Wagen rund 200 Kilogramm weniger als viele seiner Konkurrenten. Mit dem 231 PS starken Heckmotor sprintet das SUV spritzig voran. Die Traktion ist dank des Hinterradantriebs exzellent. Das Fahrwerk bietet eine gelungene Abstimmung zwischen Komfort und Straffheit, wobei die Windgeräusche ab einer Geschwindigkeit von 100 km/h merklich zunehmen, hier liegt ein Skoda Elroq ruhiger auf der Straße. Der One-Pedal-Modus des MG verdient besonderes Lob, da er eine sehr feine Dosierung der Verzögerung ermöglicht. Die Bremsen sind recht sportlich abgestimmt, und benötigen etwas feingefühl.

Laden und Reichweite: Solide Performance am Schnelllader

Bei der Ladeleistung liefert der S5 solide Werte ab. Der 64 kWh Akku lässt sich am Schnelllader mit bis zu 139 kW laden. Im Praxistest erreichte das Fahrzeug konstant Werte um die 133 kW und hielt diese Leistung über einen langen Zeitraum. Von 10 auf 80 Prozent vergehen so nur etwa 25 Minuten. Eine manuelle Vorkonditionierung der Batterie ist über das Menü oder die App möglich, was besonders im Winter für kurze Ladezeiten sorgt. Allerdings gibt es keine Anzeige wie lange diese dauert, oder welche Ladeleistung aktuell möglich ist. Das macht der Skoda Elroq deutlich besser und zuverlässiger.

Meine Einschätzung: Eine starke Alternative zum fairen Preis

Zusammenfassend ist der MG S5 EV ein Auto der Kontraste. Er bietet eine exzellente Hardware, ein agiles Fahrverhalten und eine sehr gute Ausstattung zu einem attraktiven Preis. Wer über die Schwächen der werkseitigen Software hinwegsehen kann und ohnehin meist Google Maps oder Apple Karten nutzt, findet im S5 EV eines der derzeit besten Angebote im kompakten SUV-Segment. MG hat bewiesen, dass sie Autos bauen können, die sich europäisch anfühlen. Wenn jetzt noch die Software-Abteilung den letzten Schliff bei der Ladeplanung liefert, muss sich die Konkurrenz warm anziehen.

>> Die besten Amazon-Deals <<

Dominik Lux

Dominik ist 23 Jahre alt und sehr interessiert an neuer Hardware bei Smartphones, sowie im VR- und AR-Bereich. Er schreibt gerne Artikel über diese Themen. Er hat einen Fable für Smartphones und Gadgets, als auch für die Elektromobilität. Somit schreibt er momentan fleißig im Mobilitätsressort hier auf TechnikNews.

Dominik hat bereits 171 Artikel geschrieben und 9 Kommentare verfasst.

Web | X (Twitter) | Insta | YouTube | Paypal-Kaffeespende | Custom Desktop RTX 2070 Super, AIO Wakü | iPhone 17 Pro Max
Benachrichtigungseinstellungen
Benachrichtigungen über
guest
Dein Name, der öffentlich angezeigt wird.
Wir werden Deine Mailadresse nicht veröffentlichen.

0 Kommentare
neueste
älteste beste