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Razer Blade 15 (2021) im Test: Einen Schritt voraus

Razer Blade 15 2021 Titelbild
Bild: TechnikNews
(Beitragsbild: © 2021 TechnikNews)

Mit dem Razer Blade 15 (2021) möchte Razer die Fehler der letzten Generation beseitigen und das ultimative Gaming-Notebook auf den Markt bringen. Wir haben den Laptop für Euch getestet.

Am Design der 2021-Version hat sich nicht wirklich was geändert. Es ist ein “normales Notebook” mit komplett schwarzen Rahmen. Nur das grüne Razer-Logo auf der Rückseite und die grünen USB-C Ports sind nette Akzente im Design.

Der Laptop ist wie die 2020er Version aus hochwertigen Aluminium gefertigt und fühlt sich dadurch sehr hochwertig an. Die Lautsprecher sitzen am Rand der Tastatur, der Powerbutton fast unauffällig im rechten Lautsprecher.

Die Verarbeitung ist sehr gelungen, das Notebook wirkt sehr minimalistisch und fühlt sich tadellos an. Mit einem Gewicht von zwei Kilogramm ist das Laptop zwar nicht leicht, doch im Anbetracht der verwendeten Hardware ist es schon fast unglaublich. Ich schaue während dem Verfassen dieses Artikels immer wieder auf meinen großen Desktops Computers, welcher um einiges großer ist und trotzdem schlechtere Komponenten hat.

Razer Blade 15 Display

Das von uns getestete “Basis-Modell” hat ein 15,6 Zoll (daher auch der Name Blade 15) Display, welches in unserer Konfiguration mit Full-HD und 144Hz auflöst. Das war vor allem bei schnellen Computerspielen wie Overwatch, CSGO oder PUBG sehr hilfreich, da die Spiele um einiges flüssiger angezeigt werden konnten, um schnell zu reagieren. Ghosting ist also kein Problem, aber auch außerhalb von Computerspielen liefen Inhalte wie Filme oder Webseiten butterweich über das Display. Professioneller Videoschnitt oder Photoshop sind auch möglich, wer aber dies in 4K tun möchte, muss zu einer anderen Version mit 4K- oder QHD-Display greifen.

Razer Blade 15 2021 Display

Das Display des Razer Blade 15 variiert von Version zu Version. (Bild: TechnikNews)

Spiele sehen trotz “nur” Full-HD-Auflösung sehr gut aus. Klar, auf großem 27 Zoll-Display mit 4K ist Gaming nochmal ein anderes Erlebnis, doch auf einem kleineren Display reichen auch Full-HD aus. Zusammen mit der neuen RTX 30er Serie (in meinem Testgerät die RTX 3060 Mobile) sind nun auch neue Blockbuster wie Cyberpunk 2077 kein Problem mehr und sehen auf dem Display sehr gut aus.

Specs

Als Prozessor arbeitet in der Basisversion des Razer Blade 15 ein 6-Kerner aus Intels 10er Generation, genauer gesagt der “i7-10750H”. Wir hätten uns über eine Option mit einer AMD CPU gefreut, da auch diese bei Gamern beliebt sind und aktuell auch Vorteile wie Thunderbolt 4 mit sich bringen würden, auch wenn sie aktuell sehr erhältlich sind. Razer hat diese Chance aber ausgelassen.

Als Speicher ist eine 512 GB M.2 SSD vorinstalliert, ein weiterer Slot kann die SSD bis zu 4 TB erweitern. Ebenfalls bei den 16 GB DDR4 RAM, diese können bis 64 GB aufgestockt werden. Wer lieber mit externem Speicher arbeitet, kann diesen per Thunderbolt 3 über USB-C anschließen, oder über USB-A an einem der drei USB 3.1 Gen 1 Ports. Ein weiterer USB-C Port unterstützt den aktuell zweitschnellsten Standard USB 3.2 Gen 2 (USB 3.2 Gen 2×1).

Performance

Genaue Benchmarks waren uns untersagt, da unser Testgerät noch ein PVT (Production Verification Testing) Modell ist. Das bedeutet, dass das Gerät noch kein fertiges Produktionsmodell ist und deswegen die Benchmarks nicht dem Endprodukt entsprechen würden.

Was ich aber sagen kann, dass das Notebook keinerlei Probleme mit 4K-Videoschnitt, aufwendigen Spielen wie Cyberpunk 2077 oder mit Ultra-Details in “Overwatch” hatte. An die Grenze kam das Gerät schließlich mit 4K-Auflösung bei Cyberpunk und externem Monitor. An Zeiten konnte ich bei meinem Videoschnitt messen: 4K-Video mit 30 Bildern pro Sekunde, Videolänge sind 8:34. Hierfür brauchte das Notebook 12 Minuten 45 Sekunden Renderzeit. Auch aufwendigere Photoshop-Projekte waren für den Laptop kein Problem. Bei Cyberpunk wurde das Gerät aber auch mit dem Lüfter lauter und warm. Hier würde ich für stationäres Gaming dann eine externe Tastatur verwenden, um die Wärme nicht dauerhaft ertragen zu müssen. Das könnte aber auch am PVT-Modell liegen.

Als weitere Anschlüsse (neben den USB-Ports) sind bei der Basisversion noch ein Gigabit-Ethernet Anschluss vorhanden, auch ein HDMI 2.1 Anschluss ist verbaut worden. Für Headsets ist noch ein 3,5 mm Klinkenanschluss vorhanden.

Tastatur und Touchpad

An der Tastatur und dem Touchpad hat sich nichts im Vergleich zum letzten Basis-Modell getan, doch bei dem getesten “Advanced-Modell” im letzten Jahr konnte jede einzelne Taste mit RGB beleuchtet werden, bei der Basisversion ist es nur ein Bereich. Ansonsten ist die Tastatur sehr hochwertig, es ist sehr einfach damit zu tippen und die RGB Beleuchtung hilft auch beim Schreiben im Dunkeln.

Razer Blade 15 2021 Tastatur

Die Tastatur fühlt sich sehr hochwertig an, das Touchpad reagiert schnell. (Bild: TechnikNews)

Das Touchpad ist weiterhin sehr groß und präzise. Ich habe mich auch mehrmals erwischt, dass ich lieber das Touchpad als meine Maus benutzt habe, da manche Eingaben einfach besser mit dem Touchpad liefen.

Razer Blade 15 Webcam

Seit letztem Oktober haben sich die äußeren Umstände wieder dahingehend verändert, dass ich während meiner Testzeit in vielen Videokonferenzen saß und dementsprechend auch die Webcam im Laptop wieder wichtiger wurde. Diese löst mit 1MP auf und kann maximal 720p anzeigen. Hier habe ich mir mehr erwartet. In einem fast 2.000 Euro Notebook kann man schon eine Full-HD Webcam erwarten und das wird auch einer meiner Hauptkritikpunkte. Doch trotz 720p Webcam konnten mich die anderen Gesprächsteilnehmer gut sehen. Es ist nur nicht dem Preis entsprechend.

Razer Blade 15 2021 Webcam

Die Webcam ist einer der größeren Kritikpunkte. Hier ein Bild mit der Kamera. (Bild: TechnikNews)

Akku und Lautsprecher

Als Akkulaufzeit konnte ich ca. 5 Stunden nur reine Office Nutzung und ca. 2 Stunden intensives Gaming messen. Der beigelegte Netzstecker mit 230 Watt lädt den Laptop aber in ca. 2 Stunden wieder voll auf. Der Lautsprecher ist laut und kann auch zum Musikhören genutzt werden. Ebenfalls Filme und YouTube-Videos machen Spaß, für Musikproduktion sollten trotzdem lieber Lautsprecher oder Kopfhörer verwendet werden.

Razer Blade 15 2021 Lautsprecher 2

Die Lautsprecher des Razer Blade 15 2021 sind sehr gut. (Bild: TechnikNews)

Razer Blade 15 (2021) Fazit

Das Razer Blade 15 Basismodell in 2021 bringt die Razer Blade Serie wieder einen Schritt weiter. Es zeigt einfach, was bereits für Rechenpower in einem Notebook möglich ist. Doch dies hat auch seinen Preis. Wenn man nur auf die Hardware schaut und sich dann den Preis von 2.000 Euro auf der Zunge zergehen lässt, dann denkt man, dass man einen schlechten Deal eingeht. Doch beim Blade 15 zahlt man hauptsächlich für die Portabilität und dann ist die aufgerufene UVP ein fairer Preis. Den Einstieg gibt es bereits bei 1.799 Euro. So viel Rechenleistung in einem vergleichsweise leichten und dünnen Gerät bekommt man sonst nur ganz wenig. Wer ein sich eher für ein 4K-Modell interessiert, kann sich sonst das Blade aus letztem Jahr anschauen, die Advanced Edition habe ich im Oktober getestet.

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Nils Ahrensmeier

Nils ist sehr interessiert in Mobile-Geräte wie Smartphones, Wearables und Kopfhörer. Er schreibt seit 2019 auf TechnikNews - vor allem News und Testberichte. In seiner Freizeit spielt er Schlagzeug und Klavier oder geht seinem Hobby, der Leichtathletik, nach.

Nils hat bereits 141 Artikel geschrieben und 16 Kommentare verfasst.

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