Sprache:  Deutsch English (Beta)

Folgen:

Sennheiser IE 900: Wo sind die Unterschiede im Vergleich zu den Sennheiser IE 300?

Sennheiser IE 900 Beitragsbild
Bild: TechnikNews
(Beitragsbild: © 2021 TechnikNews)

Vor kurzem testete ich die Sennheiser IE 300 hier auf TechnikNews und bald danach kamen die Sennheiser IE 900 heraus. Da wird man sich fragen, wo die Unterschiede sind. Wir zeigen es Euch in diesem Artikel.

Bei den IE 300 von Sennheiser handelt es sich um kabelgebundene In-Ear-Kopfhörer, was Vorteile, aber auch Nachteile, mit sich bringt. Durch das Kabel wird die Bewegungsfreiheit ziemlich eingeschränkt, dafür muss man keinen Akku laden und aus den Treibern kann man dank der direkten Verbindung viel mehr herausholen.

Nun kamen vor einigen Wochen die Sennheiser IE 900 heraus, welche rund dreimal so teuer wie die IE 300 sind. Doch was bekommt man für sein Geld?

Unboxing

Aber fangen wir beim Unboxing an. Die IE 900 werden in einer recht großen Verpackung geliefert. Der Karton ist weitestgehend grau und weist einige weiße und blaue Farbakzente auf. Ansonsten sieht man noch Logos und einige weitere, unwichtige Aufdrucke. Weiters ist eine große Abbildung der In-Ears sichtbar.

Um an den Lieferumfang zu kommen, muss man die Box mit diesem aus der Hülle herausziehen. Nach dem Öffnen begrüßt einen zuerst ein Zettel mit der Seriennummer Eures Modells und einer Qualitätsgarantie – sehr nobel und auch angebracht bei dem Preis. Darunter wurden einmal ein Mikrofaser-Putztuch und eine ganze Reihe an Aufsätzen eingeschlichtet. Man sollte sich zu Beginn unbedingt etwas Zeit nehmen, um die richtige Größe zu finden. Ansonsten sind noch die In-Ears selbst, eine Transporthülle und drei verschiedene Kabel mit von der Partie. Was es mit letzteren auf sich hat, erkläre ich später noch im Detail.

Design

Beim Design gibt es auf den ersten Blick kaum Unterschiede zu den Sennheiser IE 300. Es ähnelt wieder dem von Monitoring-In-Ear-Kopfhörer, das Kabel ist wieder Para-amid-verstärkt und für die Verbindung zu den zwei Ohrstöpseln stehen noch immer MMCX-Stecker zur Verfügung. Auch ist nach wie vor kein Schutz gegen das Eindringen von Wasser oder Staub gegeben.

Sennheiser IE 900 Design

Die IE 900 bestehen aus Aluminium, nicht aus Kunststoff. (Bild: TechnikNews)

Erste Veränderungen fallen erst auf, wenn man das Gehäuse der IE 900 einmal ein wenig genauer untersucht. Beim Material haben wir es hier nun mit Aluminium zu tun, nicht mehr mit Kunststoff. Das gibt zum einen ein hochwertigeres und widerstandsfähigeres Erscheinungsbild. Zum anderen konnte Sennheiser dieses zur Aufwertung des Sounds ein wenig modifizieren. Konkret wurden drei Resonatorkammern und ein Verwirbelungskanal eingefräst. Diese haben die Aufgabe, Resonanzspitzen zu verhindern, was sich in vielerlei Hinsicht im Alltag bemerkbar macht. Es werden mehr Details in der Musik bewahrt und es kommen mehr Frequenzen beim menschlichen Ohr an. Sennheiser nennt das X3R, da ein System aus drei Kammern besteht.

Dann erwähnte ich schon kurz, dass im Lieferumfang weitere Kabel enthalten sind. Damit beseitigt Sennheiser auch einen meiner Kritikpunkte an den IE 300. MMCX ist nämlich ein universeller Stecker, was bedeutet, dass man auch andere Kabel mit den In-Ears verwenden kann. Sennheiser packte bei den IE 300 aber keine bei, was ich schade fand. Nun sind allerdings zwei weitere mit dabei, neben einer Option mit 3,5 Millimeter bekommt man eine mit 2,5 Millimeter und 4,4 Millimeter. Das ist etwa praktisch für eine Verbindung mit einem externen DAC. Damit wären auch schon alle Voraussetzungen erfüllt, um Apple Music Lossless nutzen zu können.

Sennheiser IE 900 Kabel

Bild: TechnikNews

Außerdem sprach ich bereits kurz an, dass wir in der Verpackung gleich mehrere Adapter für die Ohren haben. Schon bei den IE 300 bekam man einige, nun sind es noch mehr. Insgesamt werden drei aus Silikon und drei aus Memory-Foam mitgeliefert. Ich entschied mich dabei für die mittlere Memory-Foam-Größe, da ich diese besonders angenehm finde. Aber auch für jeden unter Euch sollten die passenden Ohrstöpsel dabei sein.

Sound

Für die Sennheiser IE 900 bemühte sich der Hersteller noch mehr bei der Optimierung der Klangqualität. Wir haben hier die vorher erklärten Resonatorkammern, einen 7-Millimeter-Schallwandler und ein eigenes Rückvolumen und Vortex. Letztere trennen mittlere Frequenzen von tieferen Frequenzen, was in einem natürlicheren Klangbild resultiert.

Doch wie merkt man diese Neuerungen bei der Nutzung? Im Grunde treffen alle Punkte auf den Klang der Sennheiser IE 900, die ich auch bei den IE 300 anführte, zu. Alles ist sehr klar und natürlich und man hört einen ordentlichen Haufen an Details. Außerdem habe ich den Eindruck, dass viel mehr Kraft in den einzelnen Songs spürbar ist. Merkbar ist das durch ein leichtes „Beben“, wodurch das Ganze mit mehr Wucht rüberkommt. Besonders bei Titeln mit mehr Bass kann dies das Erlebnis noch einmal deutlich aufwerten. Auch bei Filmen kommt dieser Effekt optimal zur Geltung.

Preise und Verfügbarkeit

Für die Sennheiser IE 900 wird eine UVP von 1299 Euro aufgerufen. Erhältlich sind sie im Shop von Sennheiser. Bei Amazon sind sie aktuell nicht gelistet.

Sennheiser IE 900: Fazit

Die IE 900 sind keine Kopfhörer für normale Konsumenten. Sie richten sich an alle, die auch unterwegs einen glasklaren Klang erleben wollen. Die IE 300 sind da eher für die breite Masse gedacht. Sie sind um einiges günstiger und dennoch kann sich die Soundqualität sehen lassen.

Sennheiser IE 900

Bild: TechnikNews

Dann gibt es noch verschiedenste Zusätze für den Aufpreis. Zu denen zählen das verbesserte Gehäuse, die große Auswahl an Kabeln und Ohraufsätzen und der verbesserte Klang. Insgesamt kann man sagen, dass man Musik auch ohne die IE 900 gut genießen kann. Wenn sie einem das Geld dennoch wert sind, sind sie aber nice-to-have und machen im Alltag viel Spaß.

Empfehlungen für Dich

>> Unterstütze uns und kaufe über unsere Partnershops <<

David Haydl

David wohnt in Graz und ist nun schon seit mehr als drei Jahren bei TechnikNews. Seit Kurzem trägt er auch den Titel des Chefredakteurs, worauf er total stolz ist. Er versorgt die Seite regelmäßig mit News, Testberichten und dem TechnikNews Weekly, dessen Einführung seine Idee war. In seiner Freizeit liest er gelegentlich, hört viel (und eindeutig zu laut) Musik und einige Podcasts zu allen möglichen Themen zwischendurch und geht gerne Laufen. Die restliche Zeit, die dann noch übrig bleibt, genießt er mit seiner bezaubernden Freundin oder vor der laufenden Glotze.

David hat bereits 1019 Artikel geschrieben und 104 Kommentare verfasst.

Web | Facebook | Twitter | Insta | Snap | Paypal-Kaffeespende | MacBook Pro 13" (2020) | iPhone 11
Mail: david.haydl|at|techniknews.net | bitte NICHT für allgemeine Anfragen, Kooperationen! Hier lang: Kontakt
guest
Dein Name, der öffentlich angezeigt wird.
Wir werden Deine Mailadresse nicht veröffentlichen.
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments