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Skullcandy Dime im Test: Kompakt, kräftig, günstig

Skullcandy Dime Titelbild
Bild: TechnikNews
(Beitragsbild: © 2021 TechnikNews)

Mit den Skullcandy Dime bringt der amerikanische Kopfhörerspezialist “Skullcandy” günstige TWS auf den europäischen Markt. Wir haben sie getestet.

Die Skullcandy Dime sind schlicht designed. Die Kopfhörer sind klein und damit Ultra-kompakt. Dies trifft auch auf das Case zu, welches per Lanyard an einem Schlüsselbund festgemacht werden kann. Die Kompaktheit zeigt sich auch im Gewicht, mit 28 Gramm ist das Case sehr leicht. Die Kopfhörer sind im „AirPods Pro“-Design gehalten, dies lässt die Kopfhörer unauffällig erscheinen.
Weiters ist die Verarbeitung dem Preis entsprechend. Das Case ist durch einen Magneten verschlossen, welches dafür sorgt, dass die Kopfhörer nicht herausfallen. Dadurch lässt es sich aber schwerer öffnen. Als Material wird Plastik verwendet, dies fühlt sich dem Preis entsprechend nicht sehr hochwertig an.

Skullcandy Dime Design

Die Skullcandy Dime erinnern an die AirPods Pro, dies führt zu einem sehr guten Tragekomfort. (Bild: TechnikNews)

Tragekomfort und Sound der Skullcandy Dime

Durch das kompakte Design sitzen die Kopfhörer sehr gut und fest im Ohr. Die ersten Eartips haben (zumindest bei mir) gut gepasst und drücken nicht. Zwar haben die Kopfhörer keine aktive Geräuschunterdrückung (wer welche von Skullcandy mit ANC haben möchte, der kann meinen Test zu den Indy ANC lesen), doch durch den festen Sitz schirmen die TWS sehr viele Geräusche ab.
Was für den Preis am meisten überzeugt, ist der Sound und das ist schließlich das wichtigste. Trotz der kleinen Größe haben die Kopfhörer eine gute Abstimmung, doch der Marke entsprechend wird der Bass leicht betont. An Audiocodes haben die Kopfhörer nur SBC zu bieten, gerade bei Videospielen und Videos führt dies zu einem kleinen Versatz zwischen Bild und Ton.

Beim Musikhören ist dies aber egal. Der Bass selbst wirkt stark und geht in die Tiefen. Bei solch günstigen Kopfhörern herausragend und gerade bei Hip-Hop und Pop-Songs führt dies zu einem angenehmen Hörerlebnis. Bei höherem Volumen sind aber in den Höhen Rauschgeräusche zu hören. Beim Telefonieren gab es keinerlei Probleme, meine Gesprächspartner konnten mich gut verstehen. Für den Preis ist das Klangerlebnis aber beeindruckend.

Skullcandy Dime Tragekomfort

Die Skullcandy Dime sitzen sehr fest und gut abschirmend im Ohr. (Bild: TechnikNews)

Features

An Features bieten die Kopfhörer wenig, dies ist aber auch dem Preis entsprechend. Die Kopfhörer können aber über einen Knopf auf den TWS gesteuert werden. Ein einmaliges Drücken auf einen der beiden TWS stoppt bzw. startet die Musik oder nimmt einen Anruf entgegen bzw. beendet diesen. Ein kurzes Gedrückthalten springt auf der rechten Seite zum nächsten Titel, auf der linken Seite einen Titel zurück. Durch ein zweifaches Drücken kann die Lautstärke verringert oder erhöht werden. Den Sprachassistenten (also Siri oder den Google Assistant) kann man durch dreifaches Drücken starten.

Die Bedienung funktioniert grundsätzlich sehr gut, doch das Drücken fällt teils schwer. Entweder werden die Kopfhörer in die Ohren gedrückt oder ich muss den Kopfhörer festhalten. Wenigstens ist dadurch die Eingabe genau, bei Touchflächen sind Fehleingaben meist vorhanden. Durch IPX4 sind die TWS weiters gegen allseitiges Spritzwasser (schweiß) geschützt. Für Sport also geeignet.

Verbindung

Die Verbindung erfolgt über Bluetooth 5.0, dies sorgt für eine sehr stabile Verbindung. Ich hatte während meiner Testzeit von etwa zwei Wochen keinerlei Abbrüche. Die Kopfhörer werden nach dem ersten Laden und aus dem Entfernen aus dem Case in einen Pairing-Modus hochgefahren, die Kopfhörer werden dann in den Bluetooth-Einstellungen angezeigt. Ausgeschaltet werden können diese über ein langes Drücken auf den Knopf am TWS oder über das Einlegen ins Case.

Die Kopfhörer unterstützen sowohl Stereo (beide Kopfhörer), als auch einen Mono-Modus (nur einer). Dies war bisher bei günstigen TWS nicht selbstverständlich.

Akku

Der Akku ist für mich wohl der größte Kritikpunkt. Die Kopfhörer halten nur etwa drei Stunden (und ein paar Minuten), was bei vielen Videokonferenzen schnell vorbei war. Das Case lädt auch circa eine Stunde, dies durch ein veraltetes Micro-USB Kabel. Dies wird zwar mitgeliefert, ist aber relativ klein. Im Case werden die Kopfhörer noch ca. 2½-mal wieder aufgeladen, dies ergibt eine Akkulaufzeit von 11 ½ Stunden. Wer die Kopfhörer nur „ab und zu“ nutzt wird dabei keine Probleme haben, für viele Videokonferenzen sind die Kopfhörer aber nicht gedacht.

Skullcandy Dime Lieferumfang

Die Skullcandy Dime setzen leider noch auf den alten Micro-USB Standard. (Bild: TechnikNews)

Fazit

Die Skullcandy Dime bieten für gerade einmal 39,99 Euro viel Kopfhörer. Sie sind klein, leicht und damit sehr kompakt. Bei mir sitzen die Kopfhörer auch sehr gut und schirmen viele Geräusche ab. Ein „ANC-Lite“ zuzusagen. Der Sound ist für vergleichsweise günstige Kopfhörer sehr gut und durch die Knöpfe an den Kopfhörern ist auch eine ausführliche Steuerung möglich. Der Akku leidet aber unter der Kompaktheit, mit drei Stunden Akkulaufzeit sind lange Videokonferenzen nicht möglich (ohne zwischendurch zu Laden). Die Verbindung blieb stabil, nur für viel Filme schauen oder Mobile-Gaming fehlen die Audiocodecs mit geringer Latenz. Wer aber günstige und drahtlose Kopfhörer fürs Musikhören oder einfach nur sehr kompakte Ohrhörer möchte, bekommt mit den Skullcandy Dime attraktive TWS, in Puncto Preis/Leistung.

Wir bedanken uns bei Skullcandy für die Bereitstellung des Testgerätes. Dies nahm keinen Einfluss auf das Testergebnis.

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Nils Ahrensmeier

Nils ist sehr interessiert in Mobile-Geräte wie Smartphones, Wearables und Kopfhörer. Er schreibt seit 2019 auf TechnikNews - vor allem News und Testberichte. In seiner Freizeit spielt er Schlagzeug und Klavier oder geht seinem Hobby, der Leichtathletik, nach.

Nils hat bereits 150 Artikel geschrieben und 17 Kommentare verfasst.

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