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Withings Body Cardio im Test: Die smarte Waage mit WLAN

Bild: © 2019 TechnikNews
(Beitragsbild: © 2019 TechnikNews)

Fast jeder hat sie zuhause, aber nicht unbedingt jeder eine Smarte davon: eine Waage. Davon gibt es aber mittlerweile schon ziemlich viele und sind ziemlich praktisch. Ich habe eine davon – die Withings Body Cardio – für Euch getestet.

Vor einigen Monaten hat mir Withings eine smarte Waage als Testgerät zukommen lassen. Weshalb der Testbericht nun so lange gedauert hat: man wiegt sich nun auch nicht jeden Tag und man möchte auch auf mehrere Monate verteilt seine Eindrücke festhalten. Aus diesem Grund habe ich etwas mit meinem Test gezögert, nun habe ich aber genügend Erfahrungen mit der Withings Body Cardio sammeln können. Diese teile ich in folgendem Testbericht mit Euch.

Nach etwas hin und her werden die Produkte von Withings nun wieder unter der Marke Withings verkauft. Zwischenzeitlich wurde diese an Nokia verkauft – deshalb besitzt meine Waage in diesem Test ein Nokia-Branding. Dieses Modell unterscheidet sich aber nicht von den Withings-Modellen.

Eine Waage und wenig Schnickschnack: Unboxing

Wie üblich schauen wir uns als erstes die Verpackung genauer an. Die Waage kommt in einer dünnen Schachtel daher – von außen ist die Waage auf der Verpackung direkt zu erkennen. Ansonsten gibt es in der Verpackung ein micro-USB-Ladegerät, eine Schnellstartanleitung und natürlich die Waage selbst. Mehr Zubehör braucht es auch nicht – einfach App herunterladen und man ist startklar. Vom Äußeren her ist die Withings Body Cardio in den Farben Schwarz und Weiß erhältlich – beide Farbvarianten sehen echt super aus. Passt super ins Bad. Allerdings muss man mit Fußabdrücken auf der Oberfläche rechnen.

Alles weitere läuft dann direkt in der App. Die Waage ist bereits nach dem Auspacken schon aufgeladen. Eine Akkuladung reicht locker für über ein halbes Jahr aus. Ich habe meine Waage seit Dezember – der Akku ist aktuell bei 35 Prozent. Alle drei Tage stieg ich im Durchschnitt auf die Waage.

Die Einrichtung folgt auch ganz einfach, nach dem ersten Koppeln mit der Waage via Bluetooth wird man durch die weiteren Schritte geführt. Hier wird etwa das WLAN eingerichtet, die Waage auf Updates überprüft und das erste Profil angelegt. Ein Withings-Konto ist für die Nutzung der Waage zudem zwingend notwendig – offline kann diese nicht betrieben werden.

Über den micro-USB-Port lädt man die Waage auf. Nebenbei gibt es noch einen Knopf zum Koppeln. (Bild: © 2019 TechnikNews)

Übersicht am Smartphone unübersichtlich: Die App

Seit der Übernahme von Withings durch Nokia damals, hat sich die App grundlegend verändert. Auch wenn Withings nun wieder in den eigenen Händen des ursprünglichen CEOs ist, blieb die App gleich. Eins vorab: ein echtes Designstück ist sie tatsächlich nicht. Überall weiße Flächen, teils grüne Farben und blaue Balken. Es gibt keine wirklichen Sortier- und Suchfunktionen, die Übersicht ist unübersichtlich. Auch gibt es noch ein Dashboard, in dem man einige Daten sieht, welches aber irgendwie ziemlich sinnlos erscheint.

Ebenso sind die Diagramme (für Gewichtsverlauf, etc.) ziemlich unübersichtlich – alles ist in Extra-Menüs verschachtelt und oft nur sehr schwer auffindbar. Ansonsten findet man in der App alle Daten der Waage – Gewicht, Körperfettanteil, Pulswellengeschwindigkeit, Herzfrequenz und Schritte, falls man einen Withings-Tracker besitzt. Bei Daten wie BMI und Pulswellengeschwindigkeit, blendet die App für das eingegebene Alter und die Größe einen Optimalbereich ein. Immerhin ist es gut zu wissen, ob die Werte nun gut sind oder nicht.

Darüber hinaus kann man im Punkt „Geräte“ seine Waage verwalten. Dort findet man etwa auch den Punkt „Messwerte unbekannt“, falls die Waage das Gewicht keinem Personenprofil zuordnen konnte. Immerhin kann man mit ingesamt 7 Personen die Waage nutzen – diese übergibt die Daten an die richtige Person. Ansonsten kann man unter den Display-Einstellungen noch die Reihenfolge der angezeigten Symbole auf der Waage ändern. Recht viel mehr gibt es dann nicht mehr.

Körperdaten landen via WLAN in der App: Funktionen

Die Body Cardio lässt sich mit bis zu 7 Personen nutzen. Diese misst das Gewicht der Person und berechnet weitere Körperdaten. So erhält man auch Aufschluss über BMI, Körperfettanteil, Pulswellengeschwindigkeit (seit einigen Wochen wieder verfügbar), Herzfrequenz, Knochenmasse, Muskelmasse und Wasseranteil. Ob diese Daten tatsächlich stimmen, konnte ich nicht nachprüfen – es scheint mir allerdings ziemlich realistisch. Wenn ich an einem Tag viel getrunken habe, war der Wasseranteil tatsächlich höher. In Punkto Genauigkeit beim Gewicht habe ich mit insgesamt 3 anderen Waagen verglichen. Aus diesen Werten habe ich einen Durchschnitt berechnet und kam zum Entschluss: die Body Cardio misst ziemlich exakt.

Pfeile zeigen beim Wiegen an, dass man nicht ganz in der Mitte steht. (Bild: © 2019 TechnikNews)

Nach dem Aufsteigen – übrigens geht nur Barfuß für Körperdaten – auf die Withings Body Cardio geben zudem Pfeile Hinweise darauf, wenn man sich etwa zu weit auf der Seite der Waage befindet. So erreicht man auch ziemlich akkurate Ergebnisse, da man immer genau in der Mitte steht. Nach wenigen Sekunden wird das Gewicht angezeigt, anschließend folgen die Werte über die Körperzusammensetzung. Die Herzfrequenz wird ebenso angezeigt, dafür darf man aber nicht sofort absteigen. Leider hat während meines Tests die Messung der Körperdaten und der Herzfrequenz nicht immer zuverlässig funktioniert. In diesem Fall erhält man „Körper – X“ am Display angezeigt.

Ob es heute schön wird? Ja, das sagt mir im Jahr 2019 sogar schon meine Waage. (Bild: © 2019 TechnikNews)

Sind alle Daten im Kasten, werden diese automatisch mit Verzögerung von unter 10 Sekunden in der App sichtbar. Die Waage verbindet sich hierbei mit dem eigenen WLAN – eine entsprechende Einrichtung im Vorhinein vorausgesetzt. Ansonsten kann man die Waage auch via Bluetooth mit der App synchronisieren.

tl;dr: Fazit zur Withings Body Cardio

In unserer heutigen Welt ist alles vernetzt. Hierzu gehören mittlerweile auch Waagen dazu. Wer von Euch noch Waagen kennt, die man mit einem Regler sogar „kalibrieren“ kann, muss nicht mal ein Urgestein sein: diese gibt es tatsächlich noch oft in vielen Bädern zu sehen. Mit solchen Digitalwaagen spart man sich diese Sachen – mit WLAN-Waagen wie mit der Body Cardio von Withings hat man die Daten sogar 24/7 verfügbar und in einer App aufbereitet. Der Vorteil: man hat auch seinen Gewichtsverlauf im Überblick. Das Mitschreiben seines Gewichts auf dem Zettel, um etwa Ab- oder Zunehmziele zu erreichen, sind damit Vergangenheit.

Generell hat mir die Withings Body Cardio sehr gefallen und möchte sie auch nicht mehr missen. Dennoch bin ich der Überzeugung, dass man auch ohne Köperdaten wie Muskelmasse oder Wasseranteil leben kann. Wenn man sie aber einmal angezeigt bekommt, ist es trotzdem spannend zu wissen, wo man liegt. Zudem geben Daten wie die Pulswellengeschwindigkeit schon Aufschluss über seine eigene Gesundheit – das ist nicht von irgendwo hergeholt.

Die Withings Body Cardio Waage gibt es in zwei Farben. (Bild: © 2019 TechnikNews)

Verbesserungswürdig bleibt aber die App, welche mir persönlich nicht wirklich zusagt und ziemlich unübersichtlich ist. Ein „Smart Coach“ wie damals von Jawbone bekannt, welcher Tipps zur Gesundheit gibt, wäre hier ebenso ein tolles Extra. Die Hardware hingegen ist echt top – auch die Ausstattung der Waage ist meiner Meinung nach die aktuell beste am Markt. Hier erhält man für einen Preis von aktuell rund 120 Euro ein echt tolles Gesamtpaket. Auch wenn die Messung der Körperdaten manchmal nicht funktioniert hat.

Wer das Ganze noch mit einem Withings-Tracker verbindet, hat in einer App alle Daten über seine Gesundheit zusammengefasst. Auch die Kommunikation mit anderen Trackern und der Withings-Waage funktioniert, wenn auch nicht so perfekt. Obwohl die Waage die richtige Ernährung und Sport nicht übernehmen kann, bietet sie dennoch einen guten Überblick über den eigenen Körper.

Danke an Withings für die Bereitstellung der Withings Body Cardio in Schwarz.

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David Wurm

David hat TechnikNews im Februar 2015 gestartet. Er ist an der aktuellen Technik fasziniert und bloggt gerne über alles Digitale bzw. alles was Smartphones, Tablets, Computer und Gadgets betrifft. Würde sich als Technik-Geek bezeichnen. Ist sonst in der Freizeit oftmals mit Fotografie beschäftigt. Eindrücke davon teilt er gerne auf seinem Instagram-Account.

David hat bereits 517 Artikel geschrieben und 259 Kommentare verfasst.

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