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OPPO Find X3 im Test: High-End-Flaggschiff für unter 650 Euro

OPPO Find X3 im Test Header
Bild: TechnikNews
(Beitragsbild: © 2021 TechnikNews )

OPPO präsentierte im März die neue Find X3 Serie, bei der besonders das Pro-Modell mit der extrem guten Ausstattung sowie der hohen unverbindlichen Preisempfehlung von 1.149 Euro hervorstach. Es ist ohne Frage eines der besten Smartphones auf dem Markt, aber die UVP scheint etwas zu hoch zu sein, vor allem wenn man es mit dem günstigeren OnePlus 9 Pro vergleicht, welches kaum Nachteile mit sich bringt. Es scheint also so, als hätte das X3 Pro hierzulande kaum eine Chance und das wird noch ersichtlicher, wenn wir einen genaueren Blick auf das normale OPPO Find X3 werfen.

Im Vergleich zum Pro-Modell gibt es kaum nennenswerte Unterschiede. Unter der Haube werkelt „nur“ der Snapdragon 870 statt der 888er, der auch „nur“ von 8 GB RAM unterstützt wird und es ist auch nicht offiziell nach IP68 gegen das Eindringen von Wasser und Staub geschützt. Ansonsten bietet es die gleiche Hardware wie das X3 Pro und kostet dabei bei chinesischen Shops nicht mehr als 650 Euro, was zwar gut klingt, aber Kunden müssen Bedenken, dass es sich hierbei um ein chinesisches Smartphone ohne Google-Apps ab Werk handelt, denn das reguläre X3 wird leider nicht in Europa angeboten. Ob das X3 aufgrund des deutlich niedrigeren Preises im Vergleich zum Pro-Modell vielleicht sogar die bessere Option ist oder ob sich ein chinesisches Smartphone hierzulande nicht lohnt, erfahrt Ihr in den folgenden Zeilen.

Haptik, Design und Verarbeitung

Vergleicht man das OPPO Find X3 mit dem Find X2 Pro aus dem Vorjahr, so bemerkt man recht schnell den minimal kompakteren Formfaktor, was nicht nur die Zahlen auf dem Papier von 163,6 mm in der Höhe und 74 mm in der Breite vermuten lassen, sondern man auch im Alltag bemerkt. Aufgrund der leicht abgerundeten Kanten auf der Vorder- und Rückseite, wirkt das Smartphone in der Hand sogar noch einen Tick schmaler, was eine Einhandbedienung auf jeden Fall erleichtert. Trotzdem ist das X3 alles andere als klein und wer sich in der Vergangenheit mit größeren Smartphones eher weniger anfreunden konnte, für den ist auch das X3 nicht die richtige Wahl. Trotzdem möchte ich OPPO dafür loben, dass sie das Gerät trotz des riesigen 6,7 Zoll Displays relativ kompakt gebaut haben. Das Gewicht von 193 Gramm geht absolut in Ordnung und auch die Dicke von 8,26 mm passt einwandfrei zum restlichen Design.

Der Rahmen besteht aus Metall in Hochglanzoptik und fühlt sich extrem hochwertig an. Allerdings ist der Übergang zur Rückseite nicht perfekt gelungen, wodurch ein minimal scharfkantiges Gefühl in der Hand vermittelt wird, aber das ist wirklich Meckern auf sehr hohem Niveau. Aufgrund der Hochglanzoptik ist der Rahmen auch sehr anfällig für Fingerabdrücke und dürfte mit der Zeit vermutlich mit kleineren Kratzern versehen sein.

Sowohl die Vorder- als auch die Rückseite bestehen aus Glas. Die von mir getestete Farbe Weiß ist sogar matt und somit äußerst unanfällig für Fingerabdrücke. Man sieht selbst nach Tagen ohne Reinigung so gut wie keine störenden Fingerabdrücke. Das hat OPPO so gut wie kaum ein anderer Hersteller hinbekommen. Bei der blauen Farbe ist es ganz ähnlich, wo hingegen das schwarze Modell das komplette Gegenteil ist. Die Oberfläche ist nämlich glänzend und spiegelt extrem. Solange die Rückseite nicht mit Fingerabdrücken verschmiert ist, was bei dieser Farbe nahezu unvermeidbar ist, kann das Smartphone quasi als Spiegel verwendet werden.

Zusammenfassend kann ich also sagen, dass sich das OPPO Find X3 – aufgrund der Materialwahl von Glas und Metall – sehr hochwertig anfühlt, was heutzutage selbst in dieser Preisklasse leider nicht mehr allzu verständlich ist.

Eigenständiges Kameradesign oder iPhone-Kopie?

Neben den wunderschönen Farben sticht auch sofort das Kameradesign ins Auge, welches bereits vor Launch sehr kontrovers diskutiert wurde. Ist es eine iPhone-Kopie oder ein eigenständiges Design? Genau diese Frage stellte ich mir kurz nach der Vorstellung und anfangs war ich mir nicht sicher bis ich das Gerät zum ersten Mal in die Hand nahm. Die Positionierung der einzelnen Sensoren erinnert natürlich sehr stark an die der aktuellen iPhones, was nicht abgestritten werden kann, jedoch sehe ich auch eigene Ideen von OPPO: nicht nur der Kamerahügel, sondern auch der Bereich darum, erhebt sich leicht von der Rückseite, was zum einen wunderschön aussieht und sich zum anderen sehr geschmeidig anfühlt. Das Wort „scharfkantig“ ist hier also absolut fehl am Platz.

Mir persönlich gefällt das neue Kameradesign sehr gut, da sie etwas Neues ausprobierten und das auch gut umsetzten. Die ähnliche Positionierung der Sensoren wie bei Apple stört mich persönlich überhaupt nicht, aber das ist Geschmackssache.

Vorderseite nichts Besonderes mehr

Auf der Vorderseite dominiert ein 6,7 Zoll großes Display, dessen Qualität wir uns gleich noch genauer ansehen werden. Es wird von einer kleinen Punch-Hole in der linken Ecke, in der die Frontkamera Platz findet, unterbrochen und die Ränder um den Bildschirm sind angenehm dünn, auch wenn sich hier im Vergleich zum letzten Jahr kaum was verändert hat. Mittlerweile sehen die meisten Smartphones so aus, was nicht heißt, dass mir die Vorderseite nicht gefällt. Im Gegenteil, mir gefällt sie sogar richtig gut, was auch an den leicht abgerundeten Kanten liegt, die mich im Alltag zu keiner Zeit störten.

Gute Verarbeitung sowie Positionierung der Tasten

Bei der Verarbeitung habe ich absolut keinen Grund zur Kritik. Das Find X3 macht einen hochwertigen Eindruck, die Tasten haben einen guten Druckpunkt, sitzen bombenfest im Gehäuse und sind perfekt zu erreichen.

Display – (fast) eines der besten OLED-Panels

Der Bildschirm hat eine Diagonale von 6,7 Zoll, löst mit 3.216 x 1.440 Pixel gestochen scharf auf und unterstützt eine flüssige Bildwiederholrate von 120 Hertz, was bedeutet, dass sich das Bild innerhalb von einer Sekunde bis zu 120 mal aktualisiert. Gepaart mit dem Snapdragon 870 fühlt sich das Find X3 bei der Bedienung extrem flüssig an.

Dank der OLED-Technologie ist der Schwarzwert auf einem extrem hohen Niveau und hinzu kommt auch die hervorragende Farbwiedergabe, die sich in den Einstellungen mit ein paar wenigen Klicks nach seinem eigenen Geschmack nach anpassen lässt. Während die Farben Im Farbmodus „Gentle“ schön realistisch wiedergegeben werden, wirken sie im Modus „Vivid“ für meinen Geschmack etwas zu gesättigt. Der Weißwert ist ebenfalls klasse.

Bei der maximalen Helligkeit sind aber ein paar andere Smartphones, allen voran das Samsung Galaxy S21 Ultra, OnePlus 8 Pro und sogar das P40 Pro+, noch etwas besser, wobei man natürlich die deutlich höheren UVPs der jeweiligen Smartphones beachten muss. Für unter 650 Euro ist die maximale Helligkeit richtig gut, denn ich hatte auch bei direkter Sonneneinstrahlung keine Probleme mit der Ablesbarkeit. Zu guter Letzt möchte ich noch kurz über die Blickwinkelstabilität berichten, welche mir sehr gut gefallen hat. Erst bei extremen Blickwinkeln von der Seite verfärben sich die Farben ein wenig, vor allem weiße Inhalte wirken dann leicht gelblich.

Software – ColorOS

Als Software kommt die hauseigene Benutzeroberfläche ColorOS in Version 11, basierend auf Android 11, zum Einsatz. Die hauseigene Software hat eher weniger mit Stock-Android zu tun, da sie recht bunt und teilweise unübersichtlich ist, vor allem die Einstellungen. Ansonsten mag ich ColorOS eigentlich sehr gerne, da es viele Zusatz- und Personalisierungsfunktionen gibt. So kann man beispielsweise die Farben der UI nach seinem eigenen Geschmack nach anpassen oder auch den Symbolstil ändern. Des Weiteren gibt es einen guten Nachtmodus sowie eine geniale Gestensteuerung.

Ab Werk kein Google Play Store vorinstalliert

Da es sich hier um ein chinesisches Smartphone handelt, ist ab Werk kein Google Play Store vorinstalliert, wobei beispielsweise der Onlineshop TradingShenzhen diesen vorinstalliert. Wenn Ihr das Find X3 kauft und keinen Google Play Store finden könnt, dann könnt Ihr diesen ganz einfach installieren:

  • Öffnet den hauseigenen Browser.
  • Sucht nach „APK Pure“. Bei APK Pure handelt es sich um einen App Store, bei dem nahezu alle Apps heruntergeladen werden können.
  • Öffnet die App nach dem Installieren und sucht nach „Google Play Store“.
  • Klickt auf „installieren“.
  • Nun sollte der Google Play Store auf dem Startbildschirm oder im App-Drawer zu finden sein. Jetzt könnt Ihr ihn öffnen, Euch mit dem Google-Konto anmelden und anschließend den APK Pure Store löschen, da wir ihn nicht mehr benötigen.
  • Habt Ihr Euch erfolgreich angemeldet, so könnt Ihr mit dem Installieren eurer Apps loslegen.

Kein Deutsch als Systemsprache

Leider könnt Ihr bei den Systemsprachen nur zwischen Englisch, Französisch und Chinesisch wählen. Auf Deutsch kann man das Find X3 leider nicht verwenden. Wem das stört, sollte wohl eher nicht zum OPPO Find X3 greifen.

Ansonsten müsst Ihr keine weiteren Abstriche machen, auch nicht beim Empfang, denn glücklicherweise ist beim Find X3 Band 20 mit an Board. Im Alltag hatte ich sehr guten Empfang und ich konnte keine Unterschiede zu globalen Smartphones festetellen.

Performance – die Kiste rennt trotz Snapdragon 870

Unter der Haube werkelt der Snapdragon 870 aus dem Hause Qualcomm, dem 8 GB RAM und wahlweise 128 oder 256 GB internen Speicher, der nicht erweitert werden kann, zur Seite stehen.

Beim Snapdragon 870 handelt es sich um einen leicht besseren Snapdragon 865+ aus dem Vorjahr. Auf dem Papier ist er also etwas schwächer als der Snapdragon 888, aber im Alltag und vermutlich auch in den nächsten Jahren dürfte man diesen minimalen Unterschied vermutlich nicht merken. Der Snapdragon 870 reicht völlig aus, vor allem für den angebotenen Preis von unter 650 Euro.

Apps starten und schließen extrem schnell, Ruckler und Verzögerungen sucht man hier quasi vergeblich und insgesamt ist das Bedientempo auf einem sehr hohen Niveau. Hinzu kommt die flüssige Bildwiederholrate von 120 Hertz, wodurch Animationen merkbar flüssiger wirken. Es macht einfach Spaß, das Find X3 im Alltag zu benutzen. Auch bei aufwendigeren Spielen stößt das Smartphone zu keiner Zeit an seine Grenzen. Bei etwas intensiverer Benutzung wird es allerdings etwas wärmer, aber das ist völlig normal. Ein Xiaomi Mi 11 beispielsweise wird bei aufwendigeren Dingen, hin und wieder auch im alltäglichen Benutzen, deutlich wärmer.

Nur beim RAM-Management kann das X3 nicht ganz mit teureren Android-Smartphones mithalten. Teilweise werden Apps im Hintergrund für meinen Geschmack etwas zu früh geschlossen, aber großartig im Alltag gestört, hat es mich nicht.

Akku – extrem schnell voll

OPPO verpasst dem Find X3 einen 4.500 mAh starken Akku, der mit dem mitgelieferten Netzteil mit bis zu 65 Watt schnell geladen werden kann. In knapp 30 Minuten ist der Akku komplett vollgeladen, was extrem beeindruckend ist. Hier können sich Samsung und Apple eine Scheibe von abschneiden. Auch in Sachen Wireless-Charging spielt das Find X3 ganz oben mit. Es kann mit bis zu 30 Watt schnell geladen werden.

OPPO Find X3 Charging

Dank 65 Watt Fast-Charge ist der Akku in knapp einer halben Stunde komplett vollgeladen. (Bild: TechnikNews)

Die Akkulaufzeit sticht dann aber nicht mehr ganz so positiv wie die extrem schnellen Ladezeiten hervor. Schlecht ist sie allerdings auch nicht, was meine gemessenen Screen-On-Time-Werte von 8, teilweise sogar 9 Stunden zeigen. Nutzt man es intensiver, so sinkt die Screen-On-Time auf etwa 7 Stunden, was mir nach wie vor reicht, durch einen Tag ohne Ladung zu kommen. Wem das allerdings zu wenig ist, kann die Displayauflösung auf FHD+ und/oder die Bildwiederholrate auf 60 Hertz stellen. Das bringt Euch etwa 1,5 Stunden mehr. Insgesamt bin ich mit der Akkulaufzeit in Anbetracht der Kapazität und dem stromfressenden Display zufrieden.

Kamera – gut bei Daylight, sehr gut bei Lowlight

Bei den Kameras geht der chinesische Hersteller mit dem Find X3 und X3 Pro einen etwas anderen Weg als letztes Jahr. Sie konzentrieren sich auf die Haupt- sowie Ultra-Weitwinkelkamera und vernachlässigen die Zoomkamera, die anscheinend für die Mehrheit gar nicht so wichtig ist. Während das X2 Pro aus dem Vorjahr noch eine 5-fach optische Telekamera mit an Board hatte, können Objekte nun leider nur noch 2-fach optisch vergrößert werden. Die Auflösung liegt bei 13 Megapixel. Bei der Haupt- und Ultraweitwinkelkamera verwendet OPPO den gleichen IMX 766 Sensor mit 50 Megapixel. Ergänzt wird dieses Setup noch von einer 3 Megapixel Mikroskopkamera. Die Frontkamera löst mit 32 Megapixel auf.

OPPO Find X3 Kamera

Die Quad-Kamera des Find X3. (Bild: TechnikNews)

Angefangen mit der Hauptkamera, die bei guten Lichtbedingungen auf ganzer Linie überzeugen kann. Sowohl der Dynamikumfang als auch die Schärfe sind sehr gut. Hin und wieder tauchen bei direktem Gegenlicht zwar vereinzelte Linsenreflexionen auf, aber das hält sich in Grenzen und ist bei anderen Smartphones auch nicht besser. Die Schärfe ist sehr natürlich, also anders als bei manch anderen Herstellern wird hier zu keiner Zeit künstlich nachgeschärft. Trotzdem empfinde ich Huawei bei der Schärfe noch etwas besser und OnePlus kann sehr gut mithalten. Die Farbwiedergabe ist OPPO-typisch leider unnatürlich. Das X3 tendiert trotz deaktivierter AI-Szenenerkennung zu sehr gesättigten Farben, was mir nicht wirklich gefällt, aber das ist Geschmackssache. Man kann ja die Farbwiedergabe im Nachhinein nach seinem eigenen Geschmack nach bearbeiten, von daher ist das nicht so schlimm. Viel schlimmer wäre es, wenn die Schärfe nicht gut wäre, denn Schärfe lässt sich mit Bearbeitung kaum verbessern. Die größte Stärke spielt sich allerdings bei Lowlight ab. Der Nachtmodus belichtet für wenige Sekunden und erzeugt extrem natürliche und scharfe Aufnahmen. Hier gefällt es mir sogar deutlich besser als das Samsung Galaxy S21 Ultra und sogar das Huawei P40 Pro+ muss sich dem Find X3 bei schlechten Lichtbedingungen geschlagen geben.

Auch die Ultra-Weitwinkelkamera ist bei Lowlight der absolute Wahnsinn, vor allem in Sachen Farbwiedergabe und Schärfe. Sogar das letztjährige Huawei P40 Pro+, welches meiner Meinung nach die beste Ultra-Weitwinkelkamera bei Lowlight hatte, muss sich dem X3 geschlagen geben. Allerdings wendet sich das Blatt bei guten Lichtbedingungen. Zwar kann auch hier die Schärfe überzeugen, aber das P40 Pro+ finde ich hier nach wie vor etwas besser, wo hingegegen der Dynamikumfang nahezu konkurrenzlos gut ist.

Positiv hervorheben, möchte ich auch noch die gute Farbabstimmung zwischen der Haupt- und Ultra-Weitwinkelkamera. Es ist zwar nicht perfekt, aber kein anderer Hersteller bekommt das aktuell so gut hin wie OPPO beim Find X3.

Die 2-fach Zoomaufnahmen gehen für den Preis zwar in Ordnung, aber ich hätte mir zumindest einen 3-fach optischen Zoom gewünscht. Bis 5-facher Vergrößerung sind die Aufnahmen zwar noch einigermaßen zu gebrauchen, aber schon dann fällt die ausbaufähige Schärfe und die zu blasse Farbwiedergabe negativ auf. Allerdings dürften hier die aktuellen iPhones und das Find X3 Pro auch nicht wirklich besser sein.

Mit der Mikroskopkamera gelingen total beeindruckende Aufnahmen. Es ist zwar extrem schwierig, den Fokus zu treffen und die Aufnahmen könnten natürlich noch etwas schärfer sein, aber beeindruckend ist es trotzdem und ich hoffe, dass wir sowas in Zukunft noch häufiger sehen werden.

Die Frontkamera ist für das ein oder andere Selfie völlig ausreichend, aber mehr auch nicht. Trotz der hohen Auflösung von 32 Megapixel fehlt es an Schärfe und Gesichter werden mir trotz deaktivierten Filtern zu soft wiedergegeben.

Testfotos

Schauen wir uns dazu noch ein paar Testfotos an. Die folgenden Bilder sind absolut unbearbeitet, aber verlustfrei komprimiert, um die Ladezeiten sowie den Speicherverbrauch der Webseite gering zu halten.

Vergleich mit dem OnePlus 8 Pro und Huawei P40 Pro+

Zu guter Letzt wollen wir die Kamera noch in verschiedenen Situationen mit der Konkurrenz vergleichen. Ich habe mich zum einen für das OnePlus 8 Pro entschieden, da es sich in einer ähnlichen Preisklasse befindet und zum anderen für das Huawei P40 Pro+, um zu sehen, ob das OPPO wirklich ganz oben mitspielen kann.

Daylight

Bei Tageslicht können sowohl das P40 Pro+ als auch das OnePlus 8 Pro sehr gut mithalten. Vor allem die Farbwiedergabe ist bei beiden deutlich natürlicher. Bei der Schärfe gewinnt für mich das Huawei, dafür hat OPPO  beim Dynamikumfang die Nase vorn. Leider kann das Find X3 bei Zoomaufnahmen nicht mehr wirklich mithalten.

Lowlight

Sowohl mit der Haupt- als auch mit der Ultra-Weitwinkelkamera gewinnt für mich das Find X3 deutlich. Die Aufnahmen werden merkbar schärfer und überzeugen mit einer sichtbar akkurateren Farbwiedergabe. Wenn es extrem dunkel ist, macht Huawei noch hellere, OPPO aber noch etwas schärfere Fotos.

Sonstiges – Lautsprecher, Vibrationsmotor und mehr

Die Stereo-Lautsprecher sorgen für einen sehr lauten und klaren Sound. Ein OnePlus 9 Pro oder Mi 11 sind hier zwar noch etwas besser, aber insgesamt war ich hier sehr zufrieden.

Der verbaute Vibrationsmotor ist weder der Beste noch der Schlechteste im Preisbereich von 600 bis 700 Euro. Er vermittelt ein durchaus hochwertiges Gefühl in der Hand und klingt auch alles andere als störend. Ein OnePlus 8T beispielsweise ist hier noch etwas besser, wo hingegen ein Vivo X60 Pro deutlich schlechter ist. Insgesamt war ich hier durchaus zufrieden.

Entsperren lässt sich das Smartphone über den ins Display integrierten Fingerabdrucksensor, der für meinen Geschmack etwas zu weit unten positioniert ist, woran ich mich allerdings schon nach wenigen Tagen gewöhnte. Er reagiert extrem schnell und entsperrt das Gerät sehr zuverlässig. Zusammen mit dem des OnePlus 9 Pro gehört er für mich aktuell zu den besten optischen In-Display-Fingerabdrucksensoren.

Widmen wir uns zum Schluss noch einem weiteren Unterschied im Vergleich zum X3 Pro, nämlich der Wasserfestigkeit. Während das Pro-Modell nach IP68 gegen das Eindringen von Wasser und Staub geschützt ist, fehlt dem regulären X3 solch eine offizielle Zertifizierung, obwohl es genauso wasserdicht sein soll. OPPO hat sich wohl nur das Geld für die Zertifizierung gespart.

Fazit

Das OPPO Find X3 ist im Grunde genommen ein minimal schwächeres Find X3 Pro, welches sich für unter 650 Euro keine größeren Schwächen leistet. Besonders die Haupt- und Ultraweitwinkelkamera bei Lowlight, die einzigartige Mikroskopkamera, das wunderschöne sowie hochwertige Design, die grandiose Performance und das extrem schnelle Aufladen fallen äußerst positiv aus. Mich konnte es auf ganzer Linie überzeugen und ich finde es schade, dass es nicht in Europa verfügbar ist, denn den meisten Leuten hätte es vermutlich völlig ausgereicht.

Wem die eben genannten Punkte wichtig sind, nicht unbedingt 1.000 Euro für ein High-End-Flaggschiff-Smartphone ausgeben möchte und mit einem chinesischen Smartphone zurechtkommt (kein Deutsch als Systemsprache und kein Google Play Store ab Werk), kann sehr gerne zum OPPO Find X3 greifen. Der aktuelle Aufpreis von mindestens 80 Euro zum chinesischen X3 Pro und OnePlus 9 Pro wäre es mir nicht wert.

Wer allerdings kein Smartphone aus China importieren möchte und/oder Deutsch als Systemsprache benötigt, der sollte nicht zum Find X3 greifen und sich eher ein globales OnePlus 8 Pro, OnePlus 9, Xiaomi Mi 11 oder Samsung Galaxy S21 für einen ähnlichen Preis etwas genauer anschauen.

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Allgemeiner Hinweis zu Artikeln im "OPPOblog"

Dieser Artikel ist im TechnikNews OPPOblog erschienen – dem ganz eigenen Blog für OPPO-Fans. OPPOblog berichtet unabhängig und wird nicht von der Marke "OPPO" betrieben.

Fabian Menzel

Fabian ist schon seit Mitte September 2020 ein Teil von TechnikNews und versorgt die Seite regelmäßig mit diversen News, aber auch mit einigen Testberichten zu Smartphones. Ihm macht es unglaublich viel Spaß und er ist extrem dankbar, so ein tolles Team an seiner Seite zu haben. In seiner Freizeit hört er gerne Musik und fotografiert gelegentlich mit seinem Huawei P50 Pro.

Fabian hat bereits 220 Artikel geschrieben und 16 Kommentare verfasst.

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