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Samsung Galaxy S21 Plus im Test: Sehr gut, aber (noch) etwas zu teuer

Samsung Galaxy S21 Plus Testbericht Header
Bild: TechnikNews
(Beitragsbild: © 2021 TechnikNews)

Das Samsung Galaxy S21 Plus ist nun schon seit einigen Monaten auf dem Markt und ist erwartungsgemäß deutlich im Preis gesunken. Es startete mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von stolzen 1.049 Euro, was für das Gebotene viel zu viel war. Mittlerweile müssen „nur“ noch 850 Euro auf den Tisch gelegt werden.

Für diesen Preis können sich die technischen Daten durchaus sehen lassen: Unter der Haube werkelt der hauseigene Exynos 2100, der im Vergleich zum vorherigen Exynos 990 einen großen Sprung nach vorne gemacht hat, das 6,7 Zoll große OLED-Display unterstützt 120 Hertz und der Akku ist mit 4.800 mAh überdurchschnittlich groß. All das hört sich zwar sehr gut an, aber die Konkurrenz schläft nicht und bietet auf dem Papier besonders bei den Kameras, der Displayauflösung sowie dem Fast-Charge etwas mehr. In diesem ausführlichen Testbericht wollen wir klären, wie sich das S21 Plus im Vergleich zur Konkurrenz schlägt und ob es für die gesunkenen Preise empfehlenswert ist. An geeigneter Stelle werden wir für Vergleiche auch das S21 Ultra miteinbeziehen.

Haptik, Design und Verarbeitung

Obwohl die Abmessungen von 161,5 mm in der Höhe und 75,6 mm in der Breite etwas anderes vermuten lassen, wirkt das S21 Plus in der Hand viel größer und sperriger als vergleichbare Konkurrenten, wie beispielsweise das OnePlus 9 Pro. Die Gründe dafür sind zum einen das Gewicht von 200 Gramm und die Tatsache, dass Samsung auf ein zu beiden Seiten hin abgerundetes Display verzichtet, wodurch das Smartphone etwas breiter wirkt als es eigentlich ist. Der Unterschied zum Ultra ist tatsächlich gar nicht so groß. Wer große, schwere Smartphones bevorzugt, kommt hier voll auf seine Kosten. Allen anderen würde ich empfehlen, sich das normale S21, das OnePlus 9 oder das 9 Pro etwas genauer anzuschauen. Vor allem Letzteres liegt aufgrund der abgerundeten Displaykanten sowie des niedrigeren Gewichtes viel angenehmer in der Hand, wobei es rein von den Abmessungen auch alles andere als kompakt ist.

Der Rahmen besteht aus Metall in Hochglanzoptik, weswegen Fingerabdrücke nahezu magisch angezogen werden, aber dafür fühlt er sich extrem hochwertig an. Während der Rahmen beim schwarzen, silbernen und goldenen Modell in Gerätefarbe gehalten ist, spendiert Samsung dem roten und violetten Modell einen Rahmen in der auffälligen Farbe Bronze. Somit zieht das S21 Plus einige Blicke auf sich. Mir persönlich gefällt die Kombination aus violetter Rückseite und bronzenem Rahmen sehr gut, da der Hersteller somit für Abwechslung sorgt und es mir persönlich auch optisch sehr gut gefällt.

Widmen wir uns als Nächstes der Rückseite. Diese besteht aus mattem Glas, was sich unglaublich angenehm und hochwertig anfühlt. Fingerabdrücke fallen deshalb auch kaum auf. Wie bereits erwähnt, haben Kunden mit Schwarz, Silber, Gold, Rot und Violett fünf verschiedene Farben zur Auswahl. Letztere habe ich getestet und sieht je nach Lichteinfall immer etwas anders aus. Prinzipiell ist es kein kräftiges, sondern ein eher zurückhaltenderes Violett, welches im richtigen Licht leicht bläulich wirkt.

Neben der Farbe dürfte auch sofort das neue Kameradesign in der linken Ecke auffallen. Hier hat sich Samsung mit der S21 Serie etwas Neues einfallen lassen, was ich so in dieser Form bei keinem anderen Smartphone zuvor gesehen habe. Der Kamerahügel, welcher drei Sensoren beinhaltet, erstreckt sich quasi geschmeidig vom Rahmen des Gerätes auf die Rückseite. Passend zum Rahmen ist er beim violetten und roten Modell Bronze und bei den restlichen Farben ist er in Gerätefarbe gehalten. Der Kamerabump steht sichtbar aus dem Gehäuse hervor, wodurch das S21 Plus bei der Bedienung auf dem Tisch liegend leicht wackelt.

Die Vorderseite wird geschützt von „Corning Gorilla Glass Victus“, dem robustesten Glas, welches momentan in einem Smartphone zum Einsatz kommt. Ob das auch wirklich der Fall ist, kann ich natürlich nicht zu 100 Prozent bestätigen, aber einen Sturz auf den Boden hat das Displayglas glücklicherweise ohne jegliche Gebrauchsspuren überlebt. Entsperren wir das Samsung Galaxy S21 Plus, so begrüßt uns das riesige OLED-Display, welches nur von einer kleinen, mittig-sitzenden Punch-Hole unterbrochen wird, in der die Frontkamera Platz findet. Die Ränder um das Panel fallen sogar noch etwas kleiner als beim Vorgänger aus. Vor allem der untere Bildschirmrand ist aktuell tatsächlich der dünnste Rand in einem Smartphone. Da können nicht einmal die aktuellen iPhones oder das Huawei P40 Pro+ mithalten. Viele dürfte es sicher auch freuen, dass Samsung bei der diesjährigen Plus-Variante auf ein Edge-Display verzichtet. Dies hat zwar den Vorteil, dass zu keiner Zeit nervige Reflektionen an den Seiten des Bildschirms auftauchen, jedoch wirkt das Smartphone dadurch ein wenig breiter. Ein OnePlus 9 Pro mit leicht abgerundeteten Kanten liegt etwas schmaler in der Hand.

In Sachen Verarbeitung gibt es absolut keinen Grund zur Kritik. Hier knarzt nichts, hier wackelt nichts und insgesamt macht das Gerät einen äußerst stabilen Eindruck. Die Tasten sitzen alle auf der rechten Seite, haben einen guten Druckpunkt und sitzen bombenfest im Gehäuse. Allerdings könnten die Tasten gerne noch etwas weiter unten platziert worden sein. Ohne umzugreifen, kommt man nur sehr schwer an die Tasten.

Abschließend kann ich sagen, dass mir das Design des Galaxy S21 Plus aufgrund der enorm dünnen Displayränder, des hochwertigen Rahmens, des Kameradesigns und der violetten Farbe extrem gut gefällt. Ich habe das Smartphone in den letzten Tagen auch einigen Leuten in die Hand gegeben und nahezu alle waren begeistert.

Display – in fast allen Aspekten hervorragend

Der Bildschirm hat eine Diagonale von 6,7 Zoll, löst mit 2.400 x 1.080 Pixel ausreichend scharf auf und unterstützt eine flüssige Bildwiederholrate von 120 Hertz, was bedeutet, dass sich das Bild innerhalb von einer Sekunde bis zu 120 mal aktualisiert. Das Scrollen sowie sämtliche Animationen laufen also butterweich. Die Auflösung ist im Vergleich zum Vorgänger sogar niedriger geworden und auch das Ultra hat hier die Nase vorn. Im direkten Vergleich sieht man auf jeden Fall einen Schärfeunterschied, aber im Alltag reicht auch die FHD+ Auflösung völlig aus. Trotzdem erwarte ich für 1.049 Euro UVP mehr.

Samsung Galaxy S21 Plus Display

Die Aussparung stört im Alltag zu keiner Zeit. (Bild: TechnikNews)

Über die Qualität des Panels kann ich fast nur Positives berichten. Angefangen von der hervorragenden und realistischen Farbwiedergabe, dem OLED-typisch richtig guten Schwarzwert, dem überraschend guten Weißwert, bis hin zur fantastischen Helligkeit. Kaum ein anderes Smartphone wird im Automatikmodus so hell wie das S21 Plus. Demzufolge treten selbst an sonnigen Tagen keine Probleme mit der Ablesbarkeit auf.

Leider war ich von der Blickwinkelstabilität ein wenig enttäuscht, was keineswegs heißt, dass sie schlecht ist, aber im Vergleich zur Konkurrenz hätte ich mir etwas mehr erwartet. Das S21 Ultra hatte bei mir ähnliche Probleme.

Software – One UI

Als Software kommt die hauseigene Benutzeroberfläche One UI, auf Basis von Android 11, zum Einsatz. Bei One UI handelt es sich um eine stark angepasste Oberfläche, die eher wenig mit Stock-Android zu tun hat. Trotzdem gefällt sie mir relativ gut, denn die Idee von One UI ist es, die Smartphones trotz der riesigen Displays noch einigermaßen gut mit einer Hand bedienen zu können. Des Weiteren gibt es einige Zusatzfunktionen, wie beispielsweise einen Augenschutzmodus, eine geniale Gestensteuerung, ein sehr gutes Always-On-Display und zweimaliges Tippen zum Ein- bzw. Ausschalten. Zudem verspricht Samsung, das Gerät drei Jahre lang mit Software- und vier Jahre lang mit Sicherheitsupdates zu versorgen.

Performance – klasse

Unter der Haube werkelt hier in Europa der Exynos 2100, dem 8 GB Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Mit dazu gibt es wahlweise 128 oder 256 GB internen Speicher, der leider nicht via microSD-Karten erweitert werden kann.

Seit den letzten zwei bis drei Jahren wurden die hauseigenen Exynos-Prozessoren heftig kritisiert, vor allem was die Effizienz angeht. Zwar waren sie auf dem Papier auch bei der Performance etwas schlechter als die Prozessoren aus dem Hause Qualcomm, aber das ist eher zu vernachlässigen, denn die alltägliche Performance ist hervorragend. Apps starten und schließen rasend schnell, Ruckler und Verzögerungen sucht man hier quasi vergeblich und insgesamt ist das Bedientempo auf einem sehr hohen Niveau. Nur bei der Verarbeitung von Fotos könnte noch etwas nachgebessert werden. Das dauert teilweise schon echt lange.

Hitzeentwicklung

Ein weiterer Kritikpunkt der letztjährigen Exynos-Prozessoren war die Wärmeentwicklung, welches auch unserem Redakteur Kenneth beim Note 20 Ultra auffiel. Erst einmal möchte ich bei alltäglicher Nutzung des Galaxy S21 Plus leichte Entwarnung geben. Hier ist mir nichts Negatives aufgefallen, allerdings wendet sich das Blatt beim Zocken, Fotografieren oder wenn man einen Benchmark durchlaufen lässt. Erst dann wird das Smartphone auffällig, aber keineswegs besorgniserregend warm. Ich finde sogar, dass Smartphones mit dem Qualcomm Snapdragon 888, wie beispielsweise das OnePlus 9, 9 Pro, Xiaomi Mi 11 oder Realme GT noch etwas wärmer werden.

Akku – gut, aber nicht perfekt

Samsung verbaut einen 4.800 mAh starken Akku, der mit bis zu 25 Watt schnell geladen werden kann. Das dafür benötigte Netzteil müsst Ihr allerdings separat dazukaufen, was ich für die hohe unverbindliche Preisempfehlung extrem lächerlich finde.

Die Akkulaufzeiten sind prinzipiell gut, aber für einen 4.800 mAh großen Akku hätte ich mir noch ein wenig mehr erwartet. Mit aktivierten 120 Hertz kam ich immer locker durch einen Tag und selbst 1,5 Tage waren hin und wieder möglich. Am Ende des Tages hatte ich bei einer Screen-On-Time von 5 bis 6,5 Stunden meist noch 5 bis 25 Prozent Akku übrig. Damit ist die Akkulaufzeit zwar minimal schlechter als beim S21 Ultra, dafür aber deutlich besser als beim OnePlus 9 Pro.

Recht auffällig ist der Akkuverbrauch im Standby-Modus, der für meinen Geschmack etwas zu hoch ist, vor allem im Mobilfunknetz. Hier hinkt der hauseigene Exynos-Prozessor nach wie vor den Snapdragon-SoCs etwas hinterher. Trotzdem hat Samsung im Vergleich zum vorherigen 990 einiges verbessert.

Kamera – besser als erwartet

Bei den Kameras hat sich auf dem Papier im Vergleich zum Vorgänger kaum etwas getan. Samsung verzichtet dieses Jahr auf den TOF-Sensor, aber ansonsten ist alles beim Gleichen geblieben. Der Hauptsensor löst mit 12 Megapixel auf, die Ultra-Weitwinkelkamera ebenso und die Telekamera löst mit 64 Megapixel auf. Letztere ermöglicht einen 3-fach Hybrid-Zoom und digital kann bis zu 30-fach gezoomt werden. Die Frontkamera hat eine Auflösung von 10 Megapapixel.

Samsung Galaxy S21 Plus Kamera

Die Triple-Kamera des Samsung Galaxy S21 Plus. (Bild: TechnikNews)

Fangen wir zunächst mit der Hauptkamera an. Diese macht Samsung-typisch helle und gesättigte Aufnahmen, die nicht immer der Realität entsprechen, aber es geht noch absolut in Ordnung. Ganz so extrem wie bei OPPO oder Realme werden die Bilder nicht übersättigt. Recht überzeugend ist auch der Dynamikumfang und überraschenderweise produziert der 12 Megapixel Sensor sehr detailreiche Aufnahmen. Hier muss es sich keineswegs vor einem S21 Ultra, OnePlus 9 Pro oder OPPO Find X3 Pro verstecken. Sobald es dunkler wird, sollte man den Nachtmodus verwenden, bei dem die Bilder für wenige Sekunden lang belichtet werden. Er sorgt für deutlich hellere und minimal schärfere Aufnahmen, was ich sehr begrüße. Recht gut gefallen mir die natürlichen Farben und der relativ akkurate Weißabgleich. Nur bei der Schärfe sehe ich OnePlus und OPPO leicht vorne. Abschließend lässt sich also sagen, dass die Hauptkamera des S21 Plus dem Preis von 850 Euro völlig angemessen ist und sich die Unterschiede zum Ultra überraschend stark in Grenzen halten.

Bis auf den fehlenden Autofokus gibt es bei der Ultra-Weitwinkelkamera im Vergleich zum größeren Bruder absolut keine Unterschiede, was auch nicht verwundert, denn Samsung verwendet hier denselben Sensor. Er macht ausreichend scharfe Fotos mit gutem Dynamikumfang und auch hier werden Farben etwas kräftiger als in Realität wiedergegeben. Bei der Schärfe sind andere Smartphones, wie beispielsweise das OnePlus 9 Pro, OPPO Find X3 Pro oder Huawei Mate 40 Pro, teilweise sichtbar besser. Bei schlechteren Lichtverhältnissen nimmt die Qualität trotz Nachtmodus sichtbar ab. Hin und wieder gelingen zwar noch ganz brauchbare Ergebnisse, aber oftmals werden die Aufnahmen zu dunkel und fangen schnell an zu rauschen. Auch hier haben OnePlus, OPPO und Huawei die Nase etwas vorn. Trotzdem bin ich im Gesamten mit der Ultra-Weitwinkelkamera durchaus zufrieden.

Zoomaufnahmen lassen leider einige Details vermissen, was vermutlich daran liegt, dass es sich bei der 64 Megapixel Kamera gar nicht wirklich um eine Telelinse, sondern um eine zweite Hauptkamera handelt, die digital in das Bild zoomt. Selbst das OnePlus 9 Pro, welches auch nur durchschnittliche Zoomaufnahmen liefert, gefällt mir in Sachen Schärfe minimal besser. Das S21 Ultra spielt natürlich in einer ganz anderen Liga, vor allem ab 10-facher Vergrößerung. Für 1.049 Euro UVP und auch für den aktuellen Preis erwarte ich mehr.

Videos in 4K mit 30 oder 60 FPS sehen bei Tageslicht richtig gut aus. Sobald es allerdings dunkel wird, sind sie nicht mehr zu gebrauchen und 8K-Videos sind nach wie vor ein Gimmick. Aufnahmen mit der Frontkamera können besonders mit einer natürlichen Farbwiedergabe und gutem Dynamikumfang überzeugen, aber die Schärfe lässt oftmals zu wünschen übrig.

Testfotos

Schauen wir uns dazu noch ein paar Testfotos an. Die folgenden Bilder sind unbearbeitet, aber verlustfrei komprimiert, um die Ladezeiten und den Speicherverbrauch der Webseite gering zu halten.

Vergleich mit dem Samsung Galaxy S21 Ultra und OnePlus 9 Pro

Zu guter Letzt wollen wir die Kameras in verschiedenen Situationen mit dem größeren Bruder, dem S21 Ultra und dem ähnlich teuren OnePlus 9 Pro vergleichen.

Der Kameravergleich zeigt relativ gut, dass sich die Unterschiede bei der Haupt- und Ultra-Weitwinkelkamera zwischen den Samsung-Smartphones stark in Grenzen halten, sowohl bei guten als auch bei schlechten Lichtbedingungen. Im Vergleich zum OnePlus machen die Galaxy-Geräte etwas gesättigtere Aufnahmen. Bei Lowlight wendet sich dieses Blatt allerdings, denn Samsung macht hier sichtbar realistischere Bilder, wo hingegen OnePlus mit mehr Details punkten kann. Wechseln wir zur Ultra-Weitwinkelkamera, so können das S21 Plus und Ultra nicht mehr wirklich mit dem OnePlus 9 Pro mithalten, besonders bei Lowlight. Wer mit seinem Smartphone gerne zoomen möchte, der sollte weder zum 9 Pro noch zum S21 Plus greifen. Hier haben beide absolut keine Chance gegen das S21 Ultra, welches einen 10-fach optischen Zoom bietet.

Sonstiges – Lautsprecher, Fingerabdrucksensor und vieles mehr

Samsung nutzt die Hörmuschel als zweiten Lautsprecher, womit ein Stereoklang zustande kommt. Sie klingen richtig gut und werden extrem laut. Hier spielt Samsung ganz vorne mit. Der verbaute Vibrationsmotor konnte mich ebenfalls auf ganzer Linie überzeugen. Er vermittelt ein hochwertiges Gefühl in der Hand und klingt nicht störend laut. OnePlus sehe ich hier allerdings noch etwas weiter vorne.

Entsperren lässt sich das Smartphone über den ins Display integrierten Fingerabdrucksensor, der super zu erreichen ist. Im Vergleich zum Vorgänger ist er fast doppelt so groß, wodurch man ihn einfacher mit dem Finger treffen kann. Er reagiert extrem schnell und oftmals reicht nur ein kurzes Tippen auf den Bereich, bis das Gerät entsperrt wird. Bei der Zuverlässigkeit gibt es auch nichts zu meckern, aber da können andere noch sehr gut mithalten. Für mich gehört der Fingerabdrucksensor des Samsung Galaxy S21 Plus momentan zu den besten auf dem Markt.

Anders als beim S21 Ultra gibt es leider keinen S-Pen-Support. Wem ein Stift also wichig ist, muss etwas mehr Geld für das Ultra ausgeben oder sich ein Galaxy Note 20 Ultra anschaffen.

Abschließend möchte ich noch positiv hervorheben, dass das Smartphone nach IP68 gegen das Eindringen von Wasser und Staub geschützt ist.

Fazit

Mit dem Galaxy S21 Plus hat Samsung ein rundum solides Flaggschiff-Smartphone auf den Markt gebracht, welches vor allem mit einem hervorragenden Display, tollen Lautsprechern, einer zukunftssicheren Performance, ordentlicher Akkulaufzeit und einer guten Hauptkamera überzeugen kann. In Sachen Zoom, Displayauflösung und Ladegeschwindigkeit muss man allerdings Abstriche im Vergleich zum S21 Ultra und zur Konkurrenz machen.

Aktuell müssen 850 Euro auf den Tisch gelegt werden, was deutlich weniger als die UVP von 1.049 Euro ist. Trotzdem empfinde ich den Preis nach wie vor als etwas zu hoch, denn ein OnePlus 9 Pro mit höherer Displayauflösung, minimal besseren Kameras, schnelleren Ladegeschwindigkeiten und einem noch angenehmeren Design wird aktuell für nur 800 Euro angeboten. Zwar kann hier die Akkulaufzeit nicht wirklich überzeugen, aber aufgrund der eben genannten Punkte und des niedrigeren Preises würde ich momentan zum OnePlus 9 Pro greifen.

Das Xiaomi Mi 11 darf natürlich auch nicht vergessen werden. Dieses kostet 700 Euro, kann bei den Kameras zwar nicht ganz mit dem S21 Plus mithalten, bietet aber ebenfalls ein starkes Gesamtpaket und ist obendrauf mit den wohl besten Lautsprechern ausgestattet. Wer allerdings ein noch größeres Smartphone mit besserem Zoom, S-Pen-Support und minimal besserem Display möchte, sollte auf jeden Fall 150 Euro mehr in die Hand nehmen und zum Galaxy S21 Ultra greifen.

Aufgrund der aktuellen Preise sowie der starken Konkurrenz würde ich mit einem Kauf des S21 Plus noch ein wenig abwarten, bis der Preis auf unter 800 Euro fällt. Dann kann man definitiv zuschlagen und bekommt ein richtig gutes Smartphone.

Wir bedanken uns bei Samsung Deutschland für die Bereitstellung des Samsung Galaxy S21 Plus!

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Fabian Menzel

Fabian ist schon seit Mitte September 2020 ein Teil von TechnikNews und versorgt die Seite regelmäßig mit diversen News, aber auch mit einigen Testberichten zu Smartphones. Ihm macht es unglaublich viel Spaß und er ist extrem dankbar, so ein tolles Team an seiner Seite zu haben. In seiner Freizeit hört er gerne Musik und fotografiert gelegentlich mit seinem Huawei P50 Pro.

Fabian hat bereits 220 Artikel geschrieben und 16 Kommentare verfasst.

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