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Samsung Galaxy Watch5 im Test

Samsung Galaxy Watch5 Beitragsbild
Bild: TechnikNews
(Beitragsbild: © 2022 TechnikNews)

Als Android-Nutzer hat man bei Smartwatches deutlich mehr Auswahl als mit einem iPhone. Ein Modell in diesem Meer an Uhren ist die Samsung Galaxy Watch5. Ich testete sie für Euch.

Samsung war zu Beginn mit Smartwatches sehr experimentell unterwegs. Man fing mit der Gear-Reihe an, welche sogar ein Modell mit Selfie-Kamera umfasste. Irgendwann kam die Gear Fit, welche eine Konkurrenz für Fitbit darstellen sollte. Und mit der Gear S, welche ein Cellular-Modul beherbergte, musste man nicht einmal mehr ein Smartphone mitnehmen.

Ab der Gear S2 ähnelten die Produkte immer mehr klassischen Uhren. Heißt also, dass diese erstmals mit einem runden Gehäuse und analogen Zifferblättern kamen. 2018 veröffentlichte Samsung letztendlich die erste Galaxy Watch. Die Linie umfasste primär auch Modelle, die herkömmlichen Uhren ähneln. Doch auch zwei Active-Modelle kamen unter diesem Namen heraus.

Seit vergangenem August ist die Samsung Galaxy Watch5 im Handel erhältlich. Diese trug ich für drei Wochen täglich und danach immer einmal wieder im Alltag. Dabei koppelte ich die Smartwatch immer mit dem Galaxy Z Flip4 von Samsung. Mit den Smartphones des Herstellers lassen sich nämlich alle Funktionen der Uhr nutzen. Die Watch5 ist aber auch mit allen Android-Smartphones ab Android 8 kompatibel.

Unboxing und Ersteinrichtung

Die Samsung Galaxy Watch5 kommt in einer länglichen Verpackung. Auf der Vorderseite sieht man ein Bild der Uhr und vorn und auf den Seiten den Produktnamen und ein Logo von Samsung. Nach dem Entfernen von zwei Siegeln kann man den Verpackungsinhalt aus der Box holen. Dieser setzt sich aus der Uhr mit den Armbändern, einem magnetischen Ladepuck mit USB-C und dem üblichen Papierkram zusammen. Ein Netzteil ist nicht dabei.

Samsung Galaxy Watch5 Unboxing

Bild: TechnikNews

Die Einrichtung kann auf zwei verschiedenen Wegen erfolgen. Einerseits gibt es die Galaxy Wearable App, in der man den Punkt zur Einrichtung in der Seitenleiste findet. Dann werden Geräte in der Nähe gesucht und man muss nur mehr die Kopplung bestätigen. Oder man bringt ein Samsung-Smartphone in die Nähe. Dann erscheint ein Popup, sobald die Uhr gefunden ist, und man muss das Ganze nur mehr mit einem Klick abschließen. Beide Optionen sollten nicht mehr als fünf Minuten in Anspruch nehmen.

Design, Verarbeitung und Tragekomfort

Die Galaxy Watch5 ist optisch eine Mischung aus einer Galaxy Watch Active und der Galaxy Watch5 Pro – nicht zu sportlich und nicht zu auffällig. Wenn man den Vorgänger bereits kennt, erwartet hier einen jedoch nichts Neues. Die Smartwatch ist in Graphite, Sapphire (Blau) und Silver erhältlich, wobei mein Testgerät die letztere Farbe hat. Ich mag dunkle Gehäuse bei Uhren jedoch mehr, da es nicht so hervorsticht. Außerdem hat man die Wahl zwischen zwei Gehäusegrößen: 40 Millimeter und 44 Millimeter.

Samsung Galaxy Watch5 Design

Der einfache Look der Watch5 sagte mir sehr zu. (Bild: TechnikNews)

Auf der rechten Seite wurden zwei Knöpfe verbaut und die linke Seite ist blank. Der obere Knopf fungiert als Homebutton, mithilfe des unteren geht man in Menüs einen Schritt zurück. Auf der Unterseite findet man den „BioActive“-Sensor, der die Herzfrequenz optisch und elektrisch messen, die Körperzusammensetzung ermitteln sowie eine bioelektrische Impedanzanalyse durchführen kann. Außerdem lässt sich mit der Uhr ein EKG erstellen und der Blutdruck ermitteln. Das Gehäuse besteht aus Aluminium und unterstützt alle gängigen 20-Millimeter-Armbänder. Die Verarbeitung lässt keine Wünsche offen, obendrein ist die Uhr nach IP68 wasserdicht und gegen Stöße nach dem MIL-STD-810H geschützt. Selbst nach mehreren Wochen Nutzung konnte ich keine Kratzer oder Abnutzungen erkennen.

Die Sache mit dem Tragekomfort ist etwas schwierig. Die Galaxy Watch5 bringt nämlich 33,5 Gramm auf die Waage und ist 9,8 Millimeter dick. Im Alltag geht das noch in Ordnung (auf meinem Handgelenk wirkt die Watch5 lediglich etwas groß, ich habe die 44-Millimeter-Variante). Beim Schlaftracking ist so ein großer Klotz allerdings ungemütlich.

Display

Das Display ist für eine Smartwatch auf jeden Fall ordentlich. Es ist 1,4 Zoll groß, basiert auf Super-AMOLED und unterstützt einen Always-On-Modus. Es konnte mich größtenteils überzeugen, die Helligkeit ist meiner Meinung nach aber noch ein wenig ausbaufähig. Zudem ist die automatische Regulierung etwas langsam. Dafür ist das Panel farbenfroh und scharf, so kennt man es von Samsung. Geschützt wird es von Saphirglas, was zwar besonders beständig gegen starke Einflüsse ist, dafür nicht so sehr gegen Kratzer. Kratzer hat das Displayglas bei mir jedoch noch nicht.

Samsung Galaxy Watch5 Display

Bild: TechnikNews

Es ist möglich, durch das Betriebssystem durch Kreisen mit dem Finger über den Bildschirmrand zu scrollen. Das soll die drehbare Lünette von älteren Modellen ersetzen, funktioniert jedoch eher unzuverlässig. Das Scrollen ist nicht so akkurat und reagierte gelegentlich auch gar nicht. Man muss aber auch sagen, dass das Feature seit einem Softwareupdate ein wenig besser ist.

Akkulaufzeit

Der Akku in der Samsung Galaxy Watch5 ist 410 Milliamperestunden groß und soll mehrere Tage halten. Mit Workouts, der Schlafüberwachung und dem Always-On-Display waren zweieinhalb Tage bei mir überhaupt kein Problem. Trug ich die Uhr in der Nacht nicht, gingen sich auch dreieinhalb aus. Je nach Nutzung kann auch das aber noch einmal stark variieren.

In 30 Minuten soll der Akku mit dem entsprechenden Netzteil bis zu 45 Prozent geladen werden können. Dieser Wert kommt gut hin, in etwas über einer Stunde ist die Uhr voll. Sehr praktisch ist, dass auch normale Qi-Ladegeräten verwendbar sind.

Software

Auf der Galaxy Watch5 läuft Wear OS 3.5 mit One UI Watch 4.5. Das bedeutet, dass das Softwaregerüst von Google kommt und das Aussehen und die Features von Samsung. In der Bedienung fühlt sich das wie Tizen an, das OS, das vor Wear OS auf Samsung-Uhren lief. Das merkt man beim Aufbau, den vorinstallierten Apps und der Verbindung zum Smartphone über die Samsung Wearable App. Wear OS merkt man nur beim Schriftzug in den Einstellungen und bei der Verwendung von Google Pay.

Die Software ist sehr leicht verständlich. Das Ziffernblatt ist der Ausgangspunkt, wobei eine ganze Reihe an Styles bereits verfügbar oder über den Store zum Download erhältlich sind. Links davon hat man alle Benachrichtigungen. Hier gefiel mir nicht, dass man einzeln durch alle Mitteilungen durchwischen muss. Die sogenannten Kacheln sind rechts vom Ziffernblatt platziert. Diese sind wie Widgets am Smartphone. Eine Liste mit Apps erscheint beim Wischen nach oben, beim Swipen in die entgegengesetzte Richtung gelangt man zu mehreren Schnelleinstellungen.

Der Schlafmodus sagte mir darüber hinaus sehr zu. Man sieht nur die Uhrzeit und trotzdem funktionieren Dinge wie der Wecker weiterhin und der Akku geht nur in geringem Maße verloren.

Die Performance muss ich kritisieren. Zwar muss man nie lange auf etwas warten, doch Animationen können vereinzelt ruckeln. Weiters finde ich das Starten von Workouts umständlich. Das geht nämlich nur über die entsprechende Kachel oder Komplikationen, wobei auch da nur ein Workout pro Komplikation unterstützt wird.

Sport- und Wellness-Features

Mit der Watch5 lässt sich jede denkbare Sportart aufzeichnen, darunter Laufen, Radfahren, Schwimmen, Armstreckübungen und auch American Football. Die Uhr erkennt automatisch, wenn man eines dieser Workouts ausübt und bietet über eine kleine Benachrichtigung an, das Tracking zu beginnen. Dabei werden bereits erfasste Daten ebenfalls gespeichert und das zuverlässiger als mit der Apple Watch. Lediglich die zurückgelegte Route wird nicht dazu abgelegt. Dafür ist die manuelle Aufzeichnung sehr umfangreich, neben Standarddaten wie der Herzfrequenz oder den Schritten gibt sie auch Auskunft über den Ruhepuls. Meine einzige Anmerkung ist, dass die Ansichten während des Trainings detaillierter sein könnten.

Das Schlaftracking aktiviert sich automatisch, wenn man mit der Uhr zu Bett geht. Dann werden die Dauer, die Schlafphasen, ein Schlafscore und die Blutsauerstoffsättigung überwacht und in der Health-App persistiert. Außerdem kann Schnarchen erfasst werden, was bei der Feststellung von Atemproblemen helfen soll. Dafür muss das Smartphone allerdings in der Nähe sein, zum Beispiel auf einem Nachtkästchen. Bei mir wurden aus irgendeinem Grund jedoch nie Daten aufgezeichnet.

Des Weiteren ist die Smartwatch dazu in der Lage, die Gesundheit im Alltag im Blick zu behalten. Sie zeichnet Schritte, zurückgelegte Distanzen und Kalorien von selbst auf. Zu sich genommene Speisen und Flüssigkeiten muss man manuell in die Health-App eintragen. Außerdem zeigt ein Herz jeden Tag an, wie weit man von seinem Bewegungsziel entfernt ist. Ihr denkt bei dem Anblick auch glatt an die Aktivitätsringe der Apple Watch? Ja, so ging es mir auch.

Samsung Galaxy Watch5 Aktivität

Dieses Herz dürfte viele an etwas erinnern, oder? (Bild: TechnikNews)

Alle Daten laufen in der bereits erwähnten Health-App zusammen. Auf Samsung-Smartphones ist die bereits installiert und sonst findet man sie im Google Play Store. Sie gibt einen guten Überblick über alle Daten, die Möglichkeit zum Verbinden mit Freunden und auch eine kleine Auswahl an Fitnessvideos. Diese ist aber definitiv nicht so umfangreich wie Apple Fitness+. Alles in allem ist die App einfach zu bedienen und nicht zu überladen.

Sonstiges

  • Sobald der Akku der Galaxy Watch5 zu Neige geht, bekommt man eine kleine Nachricht am Smartphone. Das rettete mich bereits einige Male vor einem leeren Smartwatch-Akku, andere Hersteller dürfen das also auch gerne übernehmen.
  • Optional gibt es eine Version der Uhr mit LTE über eine eSIM. Alternativ dazu kann man aber auch mit der Smartwatch telefonieren, wenn sich ein Telefon in Bluetooth-Reichweite befindet.
  • Der Vibrationsmotor gefiel mir so gar nicht. Als iPhone-Nutzer ist meine Daily-Driver-Watch nämlich eine Apple Watch Series 7, dessen Vibrationsmotor das Handgelenk ganz sanft antippt. Die Watch5 vibriert dagegen einfach wild los. Außerdem finde ich störend, dass immer die Uhr und das Smartphone vibrieren und nicht nur die Uhr allein.

Preise und Verfügbarkeit

Die Samsung Galaxy Watch5 ist bei Amazon und Samsung erhältlich. Der Startpreis der 40-Millimeter-Variante liegt bei 299 Euro, die 44-Millimeter-Ausführung beginnt preislich bei 329 Euro.

Samsung Galaxy Watch5: Fazit

Die Samsung Galaxy Watch5 ist eine Smartwatch mit einem robusten und vielseitigen Design, einem runden Gesamtpaket bei den Gesundheitsfeatures und dabei gleichzeitig wohl eine der besten Android-Uhren auf dem Markt. Außerdem punktet sie mit der Qi-Kompatibilität und dem geringen Preisunterschied zwischen den einzelnen Modellen.

Verbesserungswürdig sind die oft ruckligen Animationen und das aufwendige Starten von Workouts. Darüber hinaus muss man bedenken, dass man alle Funktionen nur mit einem Samsung-Telefon nutzen kann und die größere Version der Uhr für kompaktere Handgelenke quasi nicht geeignet ist.

Wer wird nun also mit der Samsung Galaxy Watch5 glücklich? Ich würde sagen, dass sie gut geeignet ist, wenn man Samsung-Smartphone-Besitzer ist, einen guten Begleiter für den Sport sucht und eine Smartwatch mit einem schlichten Aussehen haben möchte. Von einem Upgrade des Vorgängers würde ich aber eher abraten.

Wir bedanken uns bei Samsung Österreich für die Bereitstellung der Samsung Galaxy Watch5!

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David Haydl

David wohnt in Graz und ist bereits rund ein halbes Jahrzehnt bei TechnikNews, seit einiger Zeit auch Chefredakteur. Er versorgt die Seite regelmäßig mit News, Testberichten und dem TechnikNews Weekly, dessen Einführung seine Idee war. Seine Freizeit verbringt er gerne im Freien, er hört dabei viel (und eindeutig zu laut) Musik und einige Podcasts zu allen möglichen Themen und geht auch gerne Laufen. Die Zeit, die dann noch übrig bleibt, genießt er mit seiner bezaubernden Freundin oder vor der laufenden Glotze.

David hat bereits 1157 Artikel geschrieben und 111 Kommentare verfasst.

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Christian

„Alle Funktionen nur mit Samsung Smartphone“ kann ich so absolut nicht unterschreiben. Nutze sie jetzt seit etwa einem Monat mit meinem Pixel 6 und bis auf ganz wenig Ausnahmen (EKG und noch irgendwas was ich nicht vermisse) hab ich keine Einschränkungen bemerkt.

Ikaruga

Die workouts kann ich sogar auf meiner 2018er Galaxy Watch auf Knopfdruck starten, das richtige theme vorausgesetzt. Da tipt man einfach auf dem Zifferblatt auf ‚trainieren‘ und los geht’s(es wird das letzte workout angezeigt man kann aber runterscrollen und ein anderes antippen danach startet es schon), die zurückgelegten Schritte hat man auch immer im Blick.